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Projekte / Theater
Formen der Trauer - ein transdisziplinäres Forschungslabor
„Formen der Trauer“ ist ein transdisziplinäres Forschungslabor, in dem 3 Monate lang diskutiert und experimentiert wird – und zwar zwischen Wissenschaft und Kunst. Wissenschaftler_innen und Künstler_innen begegnen sich für dieses Projekt auf Augenhöhe, um gemeinsam an Formen der Trauer, an damit zusammenhängenden Phänomenen wie Abwesenheit oder Reproduzierbarkeit und am transdisziplinären Forschen an sich zu forschen. Dabei entsteht eine Performance, die dieses neue Wissen erfahrbar macht.
Berlin
2.609 €
2.500 € Fundingziel
69
Fans
59
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Formen der Trauer - ein transdisziplinäres Forschungslabor

Projekt

Finanzierungszeitraum 23.10.13 14:27 Uhr - 06.12.13 23:59 Uhr
Fundingziel 2.500 €
Stadt Berlin
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

Stellen wir uns einmal vor, dass es in etwa 50 Jahren selbstverständlich ist, „gang und gäbe“, dass es transdisziplinäre Forschungseinrichtungen zwischen Kunst und Wissenschaft gibt. Und stellen wir uns das so vor, dass diese nicht bloß Ausnahmen oder Experimentierflächen bilden, sondern die Regel. Wie könnten solche Einrichtungen aussehen? Wie könnte dort gearbeitet werden, in welchen Teams, mit welchen Methoden? Was sind das für Vorstellungen von „Forschung“, die einer solchen Arbeit zugrunde liegen könnten?

In einem transdisziplinären Labor, das wir ab Mitte November im Theaterdiscounter einrichten, wollen wir den Zusammenhang zwischen Gefühlen und ihren Ausdrucksmöglichkeiten untersuchen. Während sich ein gleichberechtigtes und auf Augenhöhe arbeitendes Team aus Wissenschaftler_innen und Künstler_innen mit Formen der Trauer beschäftigt, wird in diesem Labor die Frage „Was ist Forschung?“ verhandelt und neue Formen der Produktion und Präsentation von Wissen erprobt. Das heißt für uns nicht nur über, sondern auch mit Gefühlen zu forschen.

Dabei entsteht ein Stück, das mit einer Ästhetik der Abwesenheit spielt. Auf der Bühne arbeiten wir mit Räumen und Elementen, die mit Lücken, Nischen, Rissen und Verstecken umgehen. Außerdem ist für uns eine Hörcollage ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzung, weil in ihr „abwesende“ Stimmen erfahrbar werden.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ein Ziel des Projekts ist es, einen neuen Forschungsbegriff zu finden, der partizipativ ist und unterschiedliche Perspektiven und Zugriffe aus Kunst und Wissenschaft zusammenbringt.

Ein weiteres Ziel ist, das Thema Trauer öffentlich zu verhandeln: Immer wenn wir mit Menschen über unser Projekt sprechen, merken wir, dass Trauer ein Thema ist, das sehr viele Menschen interessiert. Gleichzeitig gibt es nur wenige Orte, an denen über Trauer geredet werden kann und darf.

Wir erarbeiten dazu eine Performance, die im Februar 2014 im Theaterdiscounter Berlin Premiere haben wird. Außerdem wird es während der Entstehung und der Aufführungen verschiedene Rahmenveranstaltungen geben, die sowohl den Themenkomplex Trauer wie auch den Diskurs über Forschung zwischen Kunst und Wissenschaft aufgreifen. So wird das Theater zu einem Ort, an dem ein Dialog über Formen der Trauer geführt werden kann und an dem diskutiert werden darf, was Forschung bedeutet und welches Wissen über Trauer wir brauchen.

„Formen der Trauer“ richtet sich somit an Zuschauer_innen, die nicht nur nach neuen Antworten, sondern auch nach neuen Fragen suchen, die verstehen wollen, warum Dinge so sind, wie sie sind, warum sie sich so anfühlen, wie sie sich anfühlen, und wie neue Formen der Wissensproduktion entstehen können.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Trauer ist ein Thema, das jeden Menschen etwas angeht, das uns alle betrifft und manchmal auch betroffen macht. Die Wissenschaft kann uns viel über Trauer sagen – aber Trauer ist so ein facettenreiches Phänomen, dass wir auf Kunst als Forschungsmethode nicht verzichten können, wenn wir es besser verstehen möchten. Wir finden es wichtig, dass Forschung nicht „im stillen Kämmerlein“ stattfindet, sondern die Öffentlichkeit mit einbezieht. Unsere Forschung zu Formen der Trauer ist nicht abgeschlossen, wenn wir euch das Projekt präsentieren, sondern geht im Moment der Aufführung gemeinsam mit allen Anwesenden und Abwesenden weiter.

Wir versuchen mit unserem Vorhaben, den gegenwärtigen Diskurs um Kunst als Forschung und das transdisziplinäre Arbeiten zwischen den Disziplinen voranzutreiben und auf experimentelle Art und Weise neue Methoden zu generieren, die zukunftweisend sein können. Mit unserem künstlerischen Ansatz können wir bestehende Definitionen und Gesetzmäßigkeiten von Forschung und Wissen auf die Probe stellen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wir bekommen für unser Projekt Förderung vom Hauptstadtkulturfonds, aber diese Mittel reichen leider noch nicht, um das Projekt so zu realisieren, wie es dem Thema inhaltlich und künstlerisch angemessen wäre. Vor allem fehlt uns das Geld für die Tontechnik, die wir für eine Hörcollage brauchen.

Diese Hörcollage ist ein wichtiges Element für die ästhetische Umsetzung unserer Inhalte und wesentlicher Teil unserer künstlerischen Konzeption. Auf dieser Tonspur wollen wir Texte und Ausschnitte aus Diskussionen festhalten, die während der Proben entstehen. Aber uns fehlt die nötige Technik, um etwas aufzunehmen. Bei erfolgreicher Finanzierung können wir mit Hilfe eurer Unterstützung Aufnahmegeräte und Mikros anschaffen.

Mit Euch kann das Projekt Form annehmen!

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt steht das THEATER/PERFORMANCE/LABEL/ müller***** und ein transdisziplinäres Team von verschiedenen Wissenschaftler_innen und Küstler_innen. Wir, die Künstlerin Elisa Müller und die Kulturwissenschaftlerin Inga Schaub, haben das Projekt gemeinsam entwickelt und werden ab November mit Kolleg_innen u.a. aus der Physik, der Philosophie, der Theaterwissenschaft, dem Bereich Bühnenbild und Musik zusammen forschen.

müller***** wurde 2008 von Elisa Müller gegründet und entwickelt in unterschiedlichen Konstellationen Theaterproduktionen, u.a. bisher in Kooperationen mit dem LOFFT.Leipzig, dem Ballhaus Ost Berlin, der Fleetstreet Hamburg, den Sophiensælen Berlin, dem LICHTHOF Hamburg, dem FFT Düsseldorf, dem Theaterdiscounter Berlin und der Vierten Welt Berlin. Ausgehend vom persönlichen Material der beteiligten Personen entwickelt müller***** Formate, die die Konstruktion Theater reflektieren und nach ihrer Relevanz im öffentlichen Diskurs fragen. müller***** interessiert sich für interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sparten und Feldern, und für das Theater als gesellschaftlichen Verhandlungsort.
www.labelmüller.de

„Formen der Trauer“ ist eine Produktion von müller***** in Kooperation mit UdK (Universität der Künste) Berlin / Theaterdiscounter Berlin / LICHTHOF Hamburg. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
Von und mit u.a. Vega Damm / Angelika Laumer / Michaela Muchina / Jens Peters / Katja Rothe / Gregor Schulenburg Konzept/Leitung Elisa Müller Konzept/Dramaturgie Inga Schaub Konzept/Ausstattung Michaela Muchina Produktionsleitung ehrliche Arbeit – freies Kulturbüro

Elisa Müller studierte Schauspiel und Theaterwissenschaft. 2008 gründete sie das Performancelabel müller*****. Unter ihrer Leitung sind zehn Produktionen in Zusammenarbeit mit KünstlerInnen unterschiedlicher Professionen entstanden, u.a. in Kooperationen mit Ballhaus Ost Berlin, LOFFT.Leipzig, Fleetstreet Hamburg, LICHTHOF Hamburg, Sophiensæle Berlin, Vierte Welt Berlin, FKT Bochum und FFT Düsseldorf. Zuletzt kamen 2012 die Produktionen Utopisch denken in den Sophiensælen Berlin und 2013 „Politisches Solo – eine aktionsform“ in der Vierten Welt Berlin zur Aufführung. Neben ihrer Arbeit mit dem Label müller***** arbeitet Elisa Müller auch als Performerin und Schauspielerin, u.a. kontinuierlich mit dem Bochumer 99cent theater oder 2009 an der Theaterrampe Stuttgart für 2500 Lügen von Marc von Henning. Außerdem Tätigkeiten als Dozentin, zuletzt im SS 2013 an der UdK.
Elisa Müller ist seit 2011 Vorstandsmitglied des LAFT – Landesverband freie darstellende Künste Berlin e.V., der kulturpolitischen Interessenvertretung für freie darstellende Künstler, und in der Sprecherrunde der „Koalition der Freien Szene“ aktiv, einer spartenübergreifenden Initiative aller Künstler der Freien Szene Berlins. Seit 2012 studiert sie Politikwissenschaft an der FU Berlin.

Vega Damm Geboren 1980 in Arnstadt, lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Philosophie an der Freien Universität Berlin und der Albert-Ludwig-Universität Freiburg. Dissertationsprojekt mit dem Titel „Organisation und Störung. Zur Phänomenologie eines haltlosen Denkens“ an der Uni Freiburg. Gründerin des Forschungskreises „Deleuze-Brainpool“. Kurzfilme u.a. „Texture of my eyes. Recall and destruction“ (2013) und „Stadtmaschinen” (2012). www.vegadamm.com

Jens Peters studierte Anglistik in Cambridge und Theaterwissenschaft in London, letzteres als Stipendiat des Arts and Humanities Research Council. Für seine Promotion zu deutschsprachiger und britischer neuer Dramatik in Texten und Inszenierungen erhielt er ein Stipendium der University of Exeter. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitet Jens als Dramaturg, Übersetzer, und Regisseur. Er ist Artistic Associate von Company of Angels, London.

Michaela Muchina arbeitet als freie Bühnen- und Kostümbildnerin für Theater, Performance und Film. Sie studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und Visuelle Kommunikation an der staatlichen Universität für Kunst und Design in St. Petersburg. Ausstattungen zuletzt u.a. am Theater Konstanz, Konservatorium St. Petersburg, Festival junger Künstler, Bayreuth. Eigene Performances in Kooperation mit Nathalie Fari in Deutschland und Brasilien.

Inga Schaub studierte Kulturpädagogik und Kulturwissenschaft. Momentan arbeitet sie an der HU Berlin an einem Dissertationsprojekt, in dem sie nach einer neuen Sichtbarkeit der Trauer und den damit verbundenen Vorstellungen von „guter“ Trauer fragt. Mit diesem Projekt wird sie durch die Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Mit müller***** arbeitete sie erstmals für das Politische Solo zusammen.

Gregor Schulenburg (1981) lebt in Berlin und kollaboriert als versierter Musiker mit unterschiedlichen Künstler_innen der freien Szene. Während seines Studiums konzentrierte er sich auf Neue Musik und Improvisation und vertiefte sich in Oberton-Kehlgesang und dem armenischen Duduk. Zwischen Herbst 2010-2011 arbeitete er als Flötenlehrer für die Barenboim-Said Stiftung in Ramallah (oPt). Als Ensemblemusiker trat er u.a. beim Schleswig-Holstein Festival, Edinburgh Festival, Ultraschall Festival Berlin und den Salzburger Festspielen auf.

Projektupdates

07.11.13

Neuer Forscher im Team! Wir begrüßen den Physiker Simon Heitz, der mit uns in den nächsten 3 Monaten über Formen der Trauer und über Transdisziplinarität nachdenken, diskutieren und experimentieren wird. Simon Heitz. Ab 2007 Studium der Physik an der Universität Karlsruhe unterstützt von der Studienstiftung des Deutschen Volkes und dem evangelischen Studienwerk Villigst. Vertiefungsrichtungen im Hauptstudium waren Medizintechnik und Halbleiterphysik. Seit Januar 2013 arbeitet er in der Gruppe „Elementaranregungen und Transport in Festkörpern“ an der Humboldt Universität zu Berlin an seiner Diplomarbeit. Hierbei erforscht er Möglichkeiten der Absorption infraroten Lichts durch Quantum-Well-Solarzellen. Außerdem sammelte er schon vereinzelt Erfahrungen im Theater, unter anderen während seines Auslandsstudiums 2012/2013 in Valencia, wo er mit der Theatergruppe „Escena Erasmus“ mehrere Monate an einer Tournee durch Spanien teilnahm.

Partner

Seit über zehn Jahren präsentiert und produziert der TD zeitgenössisches Theater. Eigene Inszenierungen, erfolgreich etablierte, überregional tourende Formate und kuratierte Festivals gehören ebenso zum Programm wie Gastspiele und Koproduktionen.

Das Labor Theaterforschung (UdK) versteht sich als Plattform für praxisorientierte Forschung im und zum Theater. Es fragt ausgehend von der konkreten Praxis in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft nach performativen Formen der Wissenskonstitution.

"Formen der Trauer" wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert. Durch den HKF geförderten Projekte machen einen gewichtigen Teil dessen aus, wofür Berlin als internationale Kulturmetropole heute steht.

Über Startnext

Startnext ist die größte Crowdfunding-Plattform für kreative und nachhaltige Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Künstler, Kreative, Erfinder und Social Entrepreneurs stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterstützung von vielen Menschen.

Startnext Statistik

44.168.040 € von der Crowd finanziert
4.940 erfolgreiche Projekte
835.000 Nutzer

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