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Projekte / Community
Das Geschäft mit inoffiziellem Fridays For Future Merch brummt! Aber wer verdient eigentlich daran und wie steht es um die Herstellungsbedingungen? Infos dazu? Fehlanzeige! Dass es auch anders geht, wollen wir mit unserer Kampagne beweisen. Erstens passen T-Shirts aus einer genossenschaftlich und selbstorganisierten Näherei viel besser zur ebenfalls selbstorganisierten Fridays For Future Bewegung. Und zweitens gehen 3€ pro Shirt als Spende an die Bewegung. So geht Protest-Merch!
881 €
3.000 € Fundingziel
20
Unterstützer*innen
Projekt beendet
15.06.19, 11:29 Anton Wundrak Mantovanini
Liebe Unterstützer*innen, Liebe Interessierte, nachdem wir zuerst viel Zuspruch für die Kampagnenidee bekommen haben, wurden zuletzt auch Vorbehalte laut. Dies betrifft v.a. die sogenannte „Merch AG“ innerhalb von Fridays For Future Germany. Letztere hatten wir zu Beginn der Kampagne informiert und um Unterstützung bei der Bekanntmachung gebeten. Nach einer ersten sehr freundlichen Mail, in der uns für unser Engagement gedankt wurde, kam dann 9 Tage später eine Mail in recht harschem Ton. Wir sollen die Kampagne bitte einstellen, da sie der Intention von FFF entgegenstehen würde. Andernfalls würde ggf. vor der Kampagne gewarnt und anderweitig dagegen vorgegangen werden. Leider kam es zu keinem Zeitpunkt zu einer wirklich inhaltlichen Auseinandersetzung, da auf unsere Argumente für die Kampagne nicht eingegangen wurde, Mails nur mit einiger Verzögerung beantwortet wurden und telefonisch niemand für uns zu erreichen war. Wir stehen nach wie vor hinter unserer Kampagne, haben aber nur begrenzte Ressourcen, um diese angemessen zu promoten, da wir derzeit an einer Überarbeitung unseres Geschäftsmodells arbeiten. Wenn Akteure innerhalb von FFF, die wir ja eigentlich unterstützen wollten, uns dabei nicht helfen, sondern sogar drohen, die Kampagne zu sabotieren, stellt sich für uns die Frage, ob unsere Zeit hier wirklich am besten investiert ist. Nach einiger Überlegung haben wir daher beschlossen, die Kampagne abzubrechen. Euer Geld bekommt ihr automatisch wieder zurück überwiesen, sobald die Kampagnenlaufzeit vorbei ist. Eine alternative Auswahl an bedruckten und unbedruckten Shirts findet ihr in unserem Onlineshop. Wir würden uns freuen, wenn ihr dort einmal direkt vorbeischaut. Wir und die Näherinnen von Humana Nova identifizieren uns nach wie vor mit dem globalen Klimastreik. Das wird sich durch die Reaktion der Merch AG jetzt nicht ändern. Uns war von Anfang an klar, dass die FFF-Kampagne nicht frei von Widersprüchen ist. Aufhänger waren die inflationär aufpoppenden Angebote auf Amazon und Co mit null Infos zu Produktionsbedingungen und keiner Beteiligung der Klimastreikbewegung. Unsere Argumentation war und ist, dass wenn schon FFF- oder anderer Protest-Merch, dann bitte mit ordentlichen Produktionsbedingungen und so, dass alle was davon haben und das Klima nicht zusätzlich leidet. Ergo, lieber 1x dna merch als 10x Shirts von Amazon. Außerdem wollten wir mit der Kampagne auf alternative und demokratische Unternehmensformen hinweisen, die es braucht, um die Klimakrise zu überwinden. Denn für uns ist klar: Die Klimakrise ist vor allem eine Folge der kapitalistischen Wirtschaftsweise samt der durch sie propagierten individualistischen Konsumgesellschaften. Aussagen wie „Lasst Indien sich selbst versorgen, das verkraften hoffentlich die Menschen und die Welt!“ (Person aus dem Kreis der Merch AG) sehen wir in diesem Zusammenhang sehr kritisch, da sie Kolonialisierung und bis heute andauernde Ausbeutung durch den Westen ignorieren, aus einer privilegierten Position heraus gemacht werden und unterm Strich eine ziemliche Ignoranz gegenüber den Lebensrealitäten der Menschen dort zur Schau stellen. In diesem Sinne: One Planet, One Fight, One Global Climate Strike! Solidarität mit allen Klimastreiker*innen weltweit! Das Team von dna merch und die Näherinnen von Humana Nova!