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Projekte / Bildung
Online Oral-History-Projekt über transgenerationale Traumatisierung - die unbewusste Weitergabe der seelischen Folgen von traumatischen Erfahrungen an Folgegenerationen, in diesem Fall der Nazi- und Kriegsgräuel auf direkt Betroffene und deren Nachkommen. Wir wollen Interviews führen und filmen und dazu Hintergrundinformation erarbeiten. Dieses Material soll auf einer Internetseite zur Verfügung gestellt und der Öffentlichkeit – z.B. Schulen – online zugänglich gemacht werden.
Hamburg
760 €
20.000 € Fundingziel
103
Fans
7
Unterstützer
12 Tage
 Gefühlserbschaft

Projekt

Finanzierungszeitraum 12.11.2016 11:49 Uhr - 15.12.2016 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Dezember 2016 – Dezember 2017
Fundingziel 20.000 €
Stadt Hamburg
Kategorie Bildung

Worum geht es in dem Projekt?

Mittlerweile hat sich allgemein die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Nationalsozialismus, sein Terror, die Morde, der Krieg und seine Folgen sich potentiell auf weitaus mehr Menschen traumatisch ausgewirkt haben, als nur die unmittelbaren Opfer der mörderischen Diktatur. Und nicht nur das, auch die Nachkommen derer, die die nationalsozialistische Herrschaft erlebt haben, sind mitunter davon betroffen.
„Wir dürfen annehmen, dass keine Generation imstande ist, bedeutsamere seelische Vorgänge vor der nächsten zu verbergen“ (S. Freud in Totem und Tabu, 1912 – 1913)
Nicht selten aber wird eine begangene Tat oder auch nur die unfreiwillige Zeugenschaft verleugnet, die empfundene Schuld verdrängt. Auf die ein oder andere Weise vermittelt sich das unterdrückte Wissen an die Kinder und Kindeskinder. Die verdrängte Schuld wird an die Folgegeneration weitergegeben. Freud sprach in diesem Zusammenhang von Gefühlserbschaft.
Mit unserem Internet- und Filmprojekt planen wir eine Dokumentation zu den Auswirkungen und Folgen der Nazi- und Kriegsgräuel auf direkt Betroffene und deren Nachkommen.

Dieses Material soll auf einer Internetseite zur Verfügung gestellt und der Öffentlichkeit online zugänglich gemacht werden. Geplant sind:
- Interviews mit Zeitzeugen
- Interviews mit Angehörigen der Folgegenerationen
- Einbeziehung von Historikern in Fragen der Einordnung der jeweiligen Ereignisse
- Einbeziehung von Psychotherapeuten zu Fachfragen der Bedeutung von transgenerationaler Traumatisierung
- möglicherweise auch Einbeziehung von Wissenschaftlern in Fragen des neurophysiologischen und genetischen Niederschlages von Traumata.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Es gibt verschiedene Ziele, die mit dem Projekt verfolgt werden:

  • Wir möchten Zeitzeugeninterviews und Interviews mit der Folgegeneration der Öffentlichkeit – z.B. Schulen – online zur Verfügung stellen.
  • Wir möchte mit den Filmen und der Internetseite berühren und das Thema transgenerationale Traumatisierung in einer breiten Öffentlichkeit ins Gespräch bringen, für das Thema sensibilisieren.
  • … wir möchten Lehrerinnen, Lehrer und ihren Schülerinnen Arbeitsmaterial auf einfache Weise zugänglich machen.
  • Die Filme sollen Mut machen, das Thema Kriegstraumata und deren Folgen auch in Familien anzusprechen.
  • Die Filme sollen helfen, angehende Psychotherapeuten für diese Thema zu sensibilisieren und entsprechend aus- bzw. weiterzubilden.
  • Es soll langfristig ermöglicht werden, dass traumatisierten Menschen einfühlsam und angemessen begegnet und – wenn notwendig – auch entsprechend professionell begegnet werden kann.
  • Unsere Filme könnten im Einzelfall also auch dazu beitragen, dass rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird.
  • Langfristig sollte das das Thema auch in der Öffentlichkeit bekannt werden.

Mit dem Projekt möchten wir verschiedene Zielgruppen ansprechen:


  • Sogenannte Kriegskinder
  • Sogenannte Kriegsenkel
  • Lehrerinnen, Lehrer und Schülerinnen
  • Träger von Weiterbildungseinrichtungen
  • Öffentlichkeit

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Du solltest unser Projekt unterstützen,


  • ... weil Du an dem Thema interessiert bist,
  • … weil Du mithelfen möchtest, dass die speziellen seelischen Folgen von Nazi- und Kriegstraumata (Stichwort: transgenerationelle Traumatisierung) nicht vergessen werden,
  • … weil Dir die emotionale Belastungen auch der „Kriegsenkel“ und deren Kinder bisher nicht bewusst waren,
  • … weil Du mithelfen möchtest, dass Themen, die in öffentlich-rechtlichen Medien so gut wie gar nicht vorkommen, einen Platz finden,
  • … weil Du ein Projekt unterstützen möchtest, das ein Thema anfasst, das zwar weh tut, aber an die Öffentlichkeit muss,
  • ... weil Du Dokumentationen über soziale Themen magst und neugierig auf menschliche Geschichten bist,
  • … weil die Filminterviews und die Internetseite ohne Unterstützung von Fernsehsendern und Filmförderung und damit unabhängig hergestellt werden,
  • … weil wir schon eine 5-stellige Summe in den Kauf von Technik (Kameras, Stative, Licht usw.) gesteckt haben, unsere Arbeitskraft unentgeltlich zur Verfügung stellen werden, aber noch Helfer brauchen, deren Auslagen wir erstatten möchten und auch Auslagen für Reisen zu den Interviewpartnern anfallen werden,
  • … weil Bilder eine überzeugende und berührende Sprache sprechen: Vorbilder haben Überzeugungskraft, machen Mut und laden zum Sprechen über das Thema ein.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

20.000 Euro erscheinen auf den ersten Blick sehr viel, angesichts der Kosten für das Film- und Internetprojekt aber wiederum angemessen (siehe z.B. http://www.aspekteins.com/kosten-preise-imagefilm/).
Unsere Arbeit beinhaltet:
Vorproduktion: konzeptionelle Vorarbeiten, Vorgespräche mit den Interviewpartnern. Wir müssen Vertrauen zu den „Kriegskindern“ bzw. „Kriegsenkeln“ schaffen, bevor wir drehen können. Allein die Akquise der Interviewpartner für den Film in entsprechenden Zeitschriften erfordert Aufwand und Kosten. Wir haben Kontakte zu Betroffenen und ihren Nachkommen, wollen aber darüber hinaus weitere Quellen erschließen und benötigen daher Geld für Reisekosten, aber auch für Honorare für unsere Helfer.
Filmdreh: Es fallen Kosten für die Miete und Logistik zusätzlicher Filmtechnik an, sowie Arbeitszeit-, Reise- und Logistikkosten für Helfer. Wir planen für den Anfang mindestens 10 Interviews zu führen, deren Länge nur durch die Aussage selbst beschränkt sein wird. Evtl. kommen noch Mietkosten für Interviewräume vor Ort dazu, falls die Interviews nicht in den privaten Räumen der Interviewpartner durchgeführt werden können.
Postproduktion: auch in der Postproduktion, also Bildbearbeitung, Schnitt, Vertonung, etc. am Computer brauchen wir Helfer. Fotomaterial muss bearbeitet und hinzugefügt werden. Darüber hinaus sollen die Filme im Internet zugänglich sein, wofür eine Internetplattform entsprechend eingerichtet werden muss. Die Einrichtung einer solchen Seite muss honoriert sowie der dafür benötigte Speicherplatz gemietet werden. Diesen werden wir auch über ein Jahr hinaus finanzieren, da uns das Thema am Herzen liegt und wir planen die Seite kontinuierlich auszubauen.
Sollte mehr Geld zusammenkommen, würden wir uns freuen, denn die Kosten sind sehr knapp berechnet. Wir könnten unseren Helfern mehr Zeit geben und diese zusätzliche Zeit auch bezahlen. Aber natürlich wollen wir, dass das Projekt nicht nach einem Jahr endet! Wir möchten, dass immer mehr Interviewpartner die Gelegenheit erhalten, im Film festgehalten zu werden und nicht mehr in Vergessenheit geraten. Darüber hinaus würden wir gerne in Zeitschriften für das Projekt werben.
Wir haben zwar schon Equipment, z.B. zwei Kameras, Stative und zwei Taglichtlampen und die Schnittsoftware. Aber wir benötigen noch weitere Lampen und externe Mikros.

Wer steht hinter dem Projekt?

Roberto Rotondo, Diplom-Psychologe, und Ute Hensel, Diplom-Psychologin und Psychoanalytikerin. Wir haben die Firma Gegenübertragung gegründet. Damit möchten wir Themenbereiche aufgreifen, die die Menschen bewegen, innere und zwischenmenschliche Konflikte berühren, die in der öffentlichen Debatte aber zu kurz kommen oder einseitig dargestellt werden.
Es geht uns um die subjektive und emotionale Dimension, die innere Zerrissenheit, die mit existenziellen Entscheidungen verknüpft ist, und die Tragik des Wissens und Nichtwissens.

Impressum
Gegenübertragung GbR
Roberto Rotondo
Rappstr. 9
20146 Hamburg Deutschland

Gegenübertragung GbR
Ute Hensel & Roberto Rotondo
Rappstr. 9
20146 Hamburg
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27 a Umsatzsteuergesetz: DE276350423

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