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PayPal ab sofort auf Startnext für alle Projekte verfügbar
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PayPal ab sofort auf Startnext für alle Projekte verfügbar

Denis Bartelt
02.05.2024
4 min Lesezeit

PayPal ist als Bezahlsystem auf Startnext wieder für alle Projekte verfügbar. Mit dem Release am 02.05.24 schalten wir die Zahlfunktion für alle Unterstützenden frei. Projektstarter:innen müssen dafür nichts tun.

PayPal ist als Bezahlsystem auf Startnext wieder für alle Projekte verfügbar. Mit dem Release am 02.05.24 schalten wir die Zahlfunktion für alle Unterstützenden frei. Projektstarter:innen müssen dafür nichts tun. PayPal löst damit statistisch vor allem Kreditkartenzahlungen ab und hat das Potenzial die Hauptbezahlmethode zu sein.

Viele Unterstützende und Startende werden sich freuen. Wir wurden immer wieder nach PayPal gefragt. PayPal ist eine der beliebtesten Bezahlmethoden im Internet. Das liegt unter anderem an der Einfachheit der App, der Möglichkeit Freunden kostenlos Geld zu überweisen und der guten Einbindung in der E-Commerce-Landschaft. PayPal genießt einen guten Ruf. Ich nutze PayPal selbst sehr häufig, wenn das Angebot besteht. Nicht zuletzt hat PayPal ein sehr gutes Risiko-Präventions-System implementiert, was Nutzer:innen erlaubt Geld zurückzuerhalten, wenn eine Ware nicht geliefert wurde.

PayPal auf Startnext - mal da, mal weg

Die Beziehung zwischen Startnext und PayPal ist eine On-Off-Beziehung, die bisher aus Hoffen, Nutzen, Hoffen, Nutzen, Hoffen bestand. Das PayPal heute wieder aktiviert werden konnte, hat vor allem mit einer Kooperation unseres Zahlungsanbieters Stripe und PayPal zu tun. Stripe hat es geschafft, PayPal in seine Systeme zu integrieren. Diese Partnerschaft ist ungewöhnlich, weil beide Anbieter sogenannte Wallets betrieben, sich also nicht ganz unähnlich sind. Beide kommen aus dem Silicon Valley.

Als wir Startnext 2009 entwickelten, waren wir so mutig und haben zunächst das Münchner Startup Fidor Bank als Zahlungsanbieter implementiert. Das war innovativ, denn Fidor konnte auch mit einem Wallet aufwarten. Dieses Wallet konnte uns alle Wünsche erfüllen, insbesondere das verzögerte Auszahlen von Geldern an Projekte, die erfolgreich sind. Fidor war cool, hatte aber keine Crowd und damit wurde das Bezahlsystem eher zur Bremse für Startnext.

PayPal war dann einer der nächsten Versuche und konnte tatsächlich auch implementiert werden. Problem dabei, PayPal hat Crowdfunding auf seinem Risiko-Radar eher negativ eingestuft, weil Projekte auch in der Umsetzung scheitern könnten und damit Unterstützer:innen von ihrem Rücktrittsrecht über PayPal Gebrauch machen könnten. Der Vorgang wäre für PayPal dann so komplex und kostspielig, dass man sich überlegt hat, die Zahlmethode für Crowdfunding-Plattformen zu sperren, wohlgemerkt für Reward-Based-Crowdfunding. Spendenplattformen waren von dieser Regulierung nicht betroffen, weil Spenden nicht zurückgefordert werden.

Wir hatten dann ersatzweise Vorkasse, Lastschrift, Sofort und Kreditkarte implementiert und mussten dafür auf einen neuen Zahlungsdienstleister (Secupay) zurückgreifen. Über die Jahre wurden wir immer wieder von allen Seiten um die PayPal Implementierung gebeten. Der Wunsch war immer präsent. Mein Mitgründer Tino (zuständig für unsere Zahlungsdienstleister) hat immer wieder aktiv bei PayPal Deutschland und PayPal Europe nachgefragt und um Lösungen gebeten.

Vor einigen Jahren haben wir schließlich den Zahlungsdienstleister gewechselt und haben uns für Stripe entschieden, um international besser verfügbar sein zu können. Stripe bietet alles was wir brauchen, inklusive Legitimation der Starter:innen und Risk-Managment. Aber von PayPal als Zahlmethode war lange keine Spur. Tino hat auch hier aktiv für PayPal geworben und siehe da, nach Jahren des Wartens scheint nun die Chance auf eine neue Beziehung mit PayPal gekommen zu sein. Der vierte Anlauf, wenn ich mich nicht verzählt habe.

Deshalb machen wir jetzt zur Feier des Tages eine Flasche auf (symbolisch), denn PayPal kann jetzt wieder auf Startnext genutzt werden.

Bittersweet feelings

PayPal ist die immer gewollte und die oft verhinderte Beziehung. Dabei ist PayPal auch ein teures Bezahlsystem. Ausgerechnet  bei kleinen Summen unter 10 Euro ist PayPal sehr teuer. Transaktionen haben einen Grundpreis und einen prozentualen Aufschlag. PayPal kann demnach Gebühren von bis zu 7-8% an einem Crowdfunding ausmachen. Unsere derzeitige Transaktionskostenpauschale liegt bei 4%. Wir hoffen, diesen Wert halten zu können.

Ist PayPal alternativlos?

Du fragst dich jetzt vielleicht: Warum PayPal? Warum kein europäisches System? Auch wenn Fidor sicher nicht der einzige Versuch einer europäischen Bank war, ein PayPal ähnliches System hinzustellen, bisher sind alle Versuche daran gescheitert, dass die alteingesessenen europäischen Banken das Onlinegeschäft unterschätzt haben. Gemeinsame Projekte scheiterten oft am fehlenden Willen einzelner. Bis heute gibt es weder eine PayPal Alternative, noch einen Ersatz für die amerikanischen Kreditkarten.

Im Sommer soll sich daran etwas ändern. Die Europäische Payment Initiative (EPI) will mit WERO ein neues Bezahlsystem mit Wallet launchen. Wir sind gespannt und voller Hoffnung.

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