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Projekte / Film / Video
Ein Jahr lang traf und porträtierte der Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano weltweit mehr als 200 Überlebende der NS-Verfolgung. Er gab den Menschen die Gelegenheit, vielleicht zum letzten Mal, ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen. Dabei entstanden mehr als 70 Stunden Filmmaterial – die Grundlage für den geplanten Dokumentarfilm GEGEN DAS VERGESSEN. Er steht für eine emotionale Erinnerungskultur ohne Inszenierung, für Offenheit und Menschlichkeit.
Mannheim
12.577 €
12.500 € Fundingziel
143
Fans
150
Unterstützer
Projekt erfolgreich
14.04.17, 10:01 Luigi Toscano
Lieber Luigi , sorry , dass ich so lange nichts von mir hören ließ, doch in meinem Alter sind die guten Tage nur noch rar. Dabei freue ich mich immer vom Fortgang Deiner Vorhaben zu hören. Ich bin Dir so dankbar, dass du Dich dieser so wichtigen Sache verschrieben hast und mit Deinen Bildern gegen das Vergessen arbeitest. Von uns wird in nicht allzu langer Zeit keiner mehr davon sprechen können, was uns jeden Tag aufs Neue bewegt, um so wichtiger ist es, eine junge Stimme für uns zu haben. Ich wünsche Dir weiter viel Kraft und Unterstützung für Deine Pläne. Dein Horst
10.04.17, 09:07 Luigi Toscano
Liebe Freunde, liebe Unterstützer, ich danke euch für euer Vertrauen euren Mut euren Glauben uns bei diesem Film zu Unterstützten, es liegt noch ein wenig Arbeit vor uns, ich verspreche euch wir reißen uns den Arsch auf. Im Namen meines Teams danke ich euch, wir werden halten euch auf den laufenden. Danke
08.04.17, 16:00 Luigi Toscano
Noch 32 Stunden liebe Freunde - für eure großartige Unterstützung möchten wir euch heute nochmal ganz herzlich danken! Als Dankeschön wollen wir euch teilhaben lassen an einem meiner Lieblingslieder, das von Philipp Gras für den Film komponiert wurde. Es liegt noch einiges an Arbeit vor uns und vielleicht schaffen wir in den letzten Stunden das Fundingziel zu erreichen. Im Namen von Christopher, Katharina, Katja und Holger danke ich euch für das Teilen, das Unterstützen und das Dabeisein.
06.04.17, 18:50 Luigi Toscano
..ich erinnere mich noch sehr genau an Lydmilla. Ich war sehr überrascht mit welcher außerordentlichen Freude sie mir begegnete, ihre Augen strahlten förmlich. Erst im Laufe unseres Gesprächs habe ich den Grund erfahren: sie war so begeistert auf einen Italiener zu treffen. Ich war sehr gespannt auf Ihrer Geschichte und hatte aber auch Angst davor. Ihre Erlebnisse trafen mich mit aller Härte. Gleich zu Beginn des Einmarschs der Deutschen in Kiew, wurden Menschen wahllos aufgehängt. Die Wehrmacht zwang die Bevölkerung die Grausamkeiten anzuschauen. Lydmillas Mutter versuchte Lydmilla zu verstecken, damit sie nicht hinsehen musste. Daraufhin wurde die Mutter wurde brutal zusammen geschlagen und der „Soldat“ zwang Lydmilla genau hinzusehen....danach wurden Mutter und Tochter verhaftet Lydmilla wurde als 12-Jähriges Mädchen gemeinsam mit Ihrer Mutter aus Kiew nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt. Immer an der Schwelle an Hunger zu sterben. Im Lager gab es ein Ehepaar aus Italien, die ebenfalls interniert waren und Lydmilla ins Herz geschlossen hatten. Sie teilten ihre spärliche Essensration mit Lydmilla und sangen ihr italienische Kinderlieder vor, um sie zu trösten. Lydmilla ist der Überzeugung, dass diese zwei Menschen Ihr Leben gerettet haben. Ihr größter Wunsch war es die Beiden wiederzusehen, in Italien. In dem wunderschönen Land von dem die Beiden immer sprachen. Nach dem Krieg lernte sie italienisch für eine Reise nach Italien aber der Eiserne-Vorhang hat diese Reise leider verhindert. Zum Abschied sang sie mir noch eine Zeile von einem Italienischen Kinderlied vor "picola bionda, bella bambina". Lydmilla ist letztes Jahr an den Folgen von Krebs gestorben.
02.04.17, 19:43 Luigi Toscano
....ich saß morgens beim Frühstück im Elternheim in Haifa als mich plötzlich Dalia ansprach. Sie sagte zu mir: „Hr. Toscano ich habe lange überlegt, ob ich mit Ihnen überhaupt sprechen soll“. Im ersten Moment war ich irritiert. Plötzlich sagte Dalia: „Ich vertraue Ihnen.“ Sie erzählte mir ihre Geschichte. Damals in Villingen (heute Villingen-Schwenningen Baden Württemberg) befand sich die örtliche Synagoge in Ihrem Elternhaus. Diese wurde in der Reichskristallnacht vollständig zerstört. Einige Ihrer Familienangehörigen konnten sich retten, einige wurden getötet. Dalia gelang die Flucht in die Schweiz, sie kam in ein Kinderheim, später wanderte Sie nach Palästina aus. Sie kam nur ein einziges Mal nach Deutschland zurück, um die Angelegenheiten Ihrer Eltern zu regeln. Am Ende des Gesprächs sagte Sie: „Ich werde nie wieder Deutschland besuchen“!
30.03.17, 20:03 Luigi Toscano
Ilse kam ursprünglich aus Kassel und lebt heute in Israel. Ich durfte sie und ihren Mann Perez im Elternheim (Altersheim) besuchen. Ilse bestand darauf, dass Sofia meine Kamerafrau und ich zum Mittagessen kommen. Beim Mittagessen bestand sie darauf, dass wir am gleichen Abend noch zum Abendessen bleiben. Ich hatte das Gefühl, dass ihr sehr wichtig war, dass wir gut versorgt sind. Gemeinsam mit Ihrer Mutter, ihrem Vater und ihrem Bruder wurden Sie ins Konzentrationslager deportiert. Dort wurden die Familie getrennt. Der Vater wurde unmittelbar getötet, der Kontakt zum Bruder war abgebrochen. Ilse und Ihre Mutter kamen ins Frauenlager. Mitten im Gespräch mit Ilse meldete sich plötzlich Perez zu Wort, der während des ganzen Interviews still da gesessen hat, aber ich merkte wie er meine Tätowierungen am Arm betrachtet. Er sprach mich direkt an „Luigi ich wurde nicht tätowiert, wir sind damals aus dem Ghetto Lodz (Litzmannstadt) nach Ausschwitz zum Arbeitseinsatz gebracht worden, um die Baracken aufzubauen, uns hat man nicht tätowiert“. Ende des Gesprächs. Ilse erzählte weiter ihre Geschichte. Ihre Mutter wurde kurze Zeit später getötet, die SS war „gnädig“ und sie durfte Ihre Mutter nochmal sehen. Kurz vor dem Einmarsch der Alliierten wurde Ilse auf den Totenmarsch geschickt. Ort traf Sie, wie ein Wunder, Ihren Bruder wieder. Auf dem Totenmarsch kam es zu einem Zwischenfall, dabei wurde der Bruder von der SS angeschossen. Zwei Tage später wurde Ilse und Ihr Bruder durch die Alliierten befreit und in der darauffolgenden Nacht starb der Bruder an den Folgen der Schussverletzung. Ilse hat mich angeschaut und gesagt: „Ich war frei und ich war alleine“.
27.03.17, 19:24 Luigi Toscano
.....Horst Sommerfeld rief mich eines Tages an um mich zu fragen ob er sich für mein Projekt anmelden darf, ich hab kurz geschluckt und ja gesagt, sein nächster Satz war dann „meine komplette Familie wurde in Auschwitz getötet , ich selbst war 3 Jahre im Konzentrationslager Ausschwitz“ ich wieder geschluckt und dann habe ich versprochen das ich kommen werde, wir haben aufgelegt und dann ich hab geweint....... Horst Sommerfeld war mein Ehrengast bei der Eröffnung der Installation in Mannheim und hat uns allen noch eine Botschaft hinterlassen.
25.03.17, 08:38 Luigi Toscano
Die Reise nach Süddeutschland war meine 5. Reise im Rahmen des Projekts. Gemeinsam mit meiner Kamerafrau Sofia Samoilova sind wir in der Nähe von Ingolstadt und Passau zwei wunderbaren Menschen begegnet, die sich bereit erklärten Teil des Projektes zu werden. Gertrud Roche und Mano Höhllenreiner wurden als Kinder unter anderem nach Ausschwitz-Birkenau deportiert. Es war mir wichtig zu versuchen alle Opfer Gruppen des Nationalsozialismus in das Projekt zu Integrieren. Mein besonderer Dank gilt dem Vorsitzenden des Zentralrat der Sinti und Roma in Deutschland, Herrn Romani Rose und seinen Stellvertretende Vorsitzenden Herrn Silvio Peritore die sich erfolgreich für diese Begegnung einsetzten.
21.03.17, 18:11 Luigi Toscano
Einer meiner emotionalsten Begegnungen war mit Amira Gezow in Israel. Amira Gezow kam am 20. Mai 1929 in Coesfeld unter dem Namen Charlotte Siesel zur Welt. Ihr Vater Walter Siesel war Häuser- und Gütermakler und unterhielt ein Büro in Dortmund, bis die Nationalsozialisten seine Geschäftsgrundlage vernichteten. Im Mai 1934 zog die Familie nach Mannheim, wo sie in der Neckarstadt, Mittelstraße 14 wohnten. Schräg gegenüber, in der Mittelstraße 7, eröffnete Walter Siesel eine Mietwaschküche - heute würde man das einen Waschsalon nennen. Das Ehepaar Ida und Walter Siesel konnte dieses Geschäft bis November 1938 betreiben. Danach wurde es arisiert, was bedeutete, es zu ungünstigen Konditionen an einen „rassisch unbedenklichen“ Inhaber zu verkaufen. Der arbeitslos gewordene Walter Siesel fand vorübergehend Beschäftigung bei einer Baufirma. Nach Kriegsbeginn 1939 übernahm er die Betreuung von Sozialfällen in der jüdischen Gemeinde, half bei der Herrichtung des jüdischen Altersheimes und sorgte für Behinderte. Zusammen mit den übrig gebliebenen Mannheimer Juden wurden die Siesels am 22. Oktober 1940 nach Gurs verschleppt. Fast zwei Jahre lang musste die Familie in Lagern zubringen. Walter Siesel meldete sich mehrmals zur Schwerarbeit in einem "Camp de Travail" - er hoffte, damit seine Angehörigen retten zu können. Nur den Töchtern gelang die Flucht. Am 13. September 1942 wurden die Eltern über Drancy nach Auschwitz verschickt. Vermutlich wurden sie gleich bei der Ankunft umgebracht. Charlotte Siesel wurde von einer jüdischen Hilfsorganisation über die Grenze in die Schweiz gerettet und ging von dort mit der Jugend-Aliya nach Israel, wo sie unter dem Namen Amira Gezow ein neues Leben begann.
18.03.17, 19:13 Luigi Toscano
Zugegebenermaßen wusste ich nicht genau was mich erwartet, als Christopher und Luigi mich im letzten Sommer fragten, ob ich die Filmmusik zu ihrer Dokumentation mit dem Namen „Gegen das Vergessen“ schreiben möchte. Im Gespräch bei unserem ersten Treffen wurde mir nur klar, dass es hier um ein sehr empfindliches und emotionales Projekt geht, das man unter jedem Gesichtspunkt sorgfältig und einfühlsam behandeln muss. Im Hinblick auf die bereits zahlreichen Aufarbeitungen der Holocaust-Thematik, war mir auch nicht klar, weshalb Luigi sich entschlossen hat, den Dreh einer weiteren Dokumentation in Gang zu setzen. Nichtdestotrotz schienen die beiden sehr überzeugt das Projekt mit aller Leidenschaft voranzutreiben und so begann auch ich, angesteckt davon, mich langsam an die Arbeit zu machen. Einige Wochen später bekam ich von Christopher eine erste Sammlung verschiedener Interviews, die gleichzeitig wohl meine erste wirkliche Berührung mit dem Projekt darstellten. Nach ein paar Minuten wird vollständig klar, dass dieses Projekt jede Berechtigung hat und sich ganz und gar nicht in die bisherigen Reportagen über die furchtbaren Ereignisse in den Arbeits- und Konzentrationslagern einreiht. In Luigis Aufarbeitung lernt man, ohne aufgesetztes Pathos, Menschen kennen, die ein schlimmes Schicksal teilen und davon in berührenden Gesprächen berichten. Man stößt dabei nie auf einen erhobenen Zeigefinger, sondern nur auf so viel Menschlichkeit, dass man auf einmal voller Stolz ist, Teil dieses Projekts zu sein. Philipp Gras Musik Komponist Esslingen
15.03.17, 17:54 Luigi Toscano
Der Projektitel „Gegen das Vergessen“ war für mich schon ein Reiz um die Webseite des GdV zu öffnen und herauszufinden, worum es eigentlich geht. Für ein paar Stunden konnte ich die Seite nicht verlassen… Als ich Herrn Toscano und Herrn Buehler während der Vorbereitung zur Fotoinstallation in Babyn Jar im Sommer 2016 persönlich kennengelernt hatte, war ich überrascht wie ansteckend die Projektidee „live“ wirkte und wie ergeben das Team war. Seitdem bin ich süchtig geworden und folge dem Projekt wie ein Schatten hinterher – versuche die neusten Entwicklungen im Auge zu behalten und mache mir Sorgen, ob alles mit dem Film, der Ausstellung am bestimmten Ort, einem Treffen mit dem Protagonisten klappt. Es ist im Prinzip nichts Neues: eine Gruppe von engagierten Leuten versucht die tragischen Geschichten von Holocaustüberlebenden, Zwangsarbeiter usw. für die Zukunft zu dokumentieren. Aber atemberaubend ist die Art und Weise wie sie es tun und wie viel Mut, Zeit & Kraft sie reinstecken, macht einen wirklich nachdenklich. Dabei enthüllen sich die Lebensgeschichten der einfachen Menschen, die erst nach ca. 70 Jahren ihre Traumen und Seelenschmerzen Luigi und seinen Mitstreiter anvertraut haben, damit diese für zukünftige Generationen nicht mehr „einfache Statistiken des Krieges“ sind. Kateryna Iesikova Kiew Ukraine
14.03.17, 17:49 Luigi Toscano
“Lest we forget “ is a collection of two hundred and twenty portraits of victims and survivors of the Holocaust. A selection of this collection was disposed on the two main avenues of Babyn Yar Reserve. The massacre in the ravine of Babyn Jar was the largest mass shooting in the Second World War in Ukraine. On September 29th and 30th the SS murdered more than 30.000 Jews, among them were many children. For a long period of time there was no memorial for the victims. “I met witnesses of this massacre. One cannot imagine the dimensions of this crime, yet we know so little about it”, says Luigi Toscano. The new installation conceived by Luigi allowed every passer-by to walk through the life stories ofwomen and men who witnessed the atrocities of the Holocaust. A path built in the dull silence of the Babyn Yar Park in order to commemorate the victims and to help new generations not to forget. The central idea behind his project is to offer a public and barrier-free exhibition in order to make the photos available to everybody, and, in a democratic push, to give the possibility every passer-by to reflect deliberately, or subconsciously, about central episodes of our historic memory. For gathering his portraits Luigi Toscano has traveled to Haifa, Kyiv, Moscow, and Washington, as well as within Germany, and he met with over two hundred survivors. Luigi remembered that “the magnitude of this crime is immense and we still know very little about it”. Indeed, in Soviet times it was forbidden to speak about this tragedy in public, and also within the family, it was not a topic of discussion. For this reason, some witnesses started forgetting about their past too or do not remember their family story. Presented for the first time in Kyiv, “Lest We Forget” will travel to other cities in Ukraine and in the World. To keep the memory alive is the hard task which new generations have to pursue in order to be able to build upon the mistakes of the past, and to address the past conflict in history which still left an indelible trace in our everyday personal stories. by Anzhela Beliak ASF coordinator in Ukraine and Belarus
13.03.17, 18:00 Luigi Toscano
Heute ist der fünfte Tag unserer Crowdfunding Kampagne und laut Statistik heißt es: wir haben 17% des Foundingziels erreicht. Normalerweise halte ich nix von Statistiken, aber ich muss zugeben, ich bin beeindruckt darüber, dass es mittlerweile über 50 Unterstützer sind, die unterschiedliche Beträge in die Kampagne investieren. Einige Menschen kenne ich, einige gar nicht - und das freut mich, danke! Ich möchte euch einfach nochmal zeigen wie alles begann, schaut auf das Video, schaut auf die Bilder… Es waren wenige am Anfang, die an das Projekt geglaubt haben, einige mehr die gesagt haben: „kümmere dich um was anderes“ und einige die gesagt haben: „gib doch ruhe, es ist genug“ oder anderer die sagten: „wir investieren nicht in die Vergangenheit sondern in die Zukunft„. Ich habe mich vor knapp 2 Jahren von all dem nicht irritieren lassen, sondern habe einfach weitergemacht. Es sind wunderbare Dinge entstanden und tolle Menschen stehen mir zur Seite. Ein Satz der mich besonders geprägt hat war "Berge können sich nicht treffen aber Menschen können sich treffen" Alles wird gut, daran glaube ich einfach mal und zwar 100 % ;-) Ich würde mich freuen wenn Ihr es einfach weitersagen könnt. Danke. Luigi Toscano
12.03.17, 18:57 Luigi Toscano
Zwei Zitate Die Fotos von Luigi Toscano halten die Gesichter von Menschen fest, die das unvorstellbare erlebt und überlebt haben. Sie zeigen einzelne Menschen, Individuen. Und sie gemahnen uns, an die Leben, die in jenen Tagen ermordet worden sind.“ -Wolfgang Bindseil (Ständiger Vertreter Deutsche Botschaft Kiew) bei der Ausstellungseröffnung in Kiew/Babyn Jar am 27.09.2016. „Wir sprechen von unermesslichem Leid und wir Deutsche sprechen von unaussprechlicher Schuld, wenn wir vor dem Abgrund der Shoah stehen. Wenn wir hineinschauen in diesen Abgrund, schwindelt es uns. Wir fürchten der Abgrund schaue (...), auch in uns hinein.“ -Joachim Gauck (Bundespräsident) beim Staatsakt in Kiew/Babyn Jar am 30.09.2016. Charlotte, North Caroline, USA, Dezember 2016 Luigi und ich dürfen zu Gast bei Susan Cernyak-Spatz sein. Viele glückliche Umstände haben es ermöglicht, dass Susans Geschichte, doch Teil des Films sein wird. Bei Luigis erster Begegnung mit ihr, gab es keine Möglichkeit ein Interview zu führen. Es ist meine erste (bewusste) Begegnung mit einem Überlebenden von Auschwitz. Zum ersten Mal höre ich eine Geschichte von Angesicht zu Angesicht. Tatsächlich fokussiere und verstecke ich mich hinter der Kamera. Das Interview nehme ich daher nur ausschnitthaft wahr, bis Susan ihren linken Ärmel hochkrempelt und die Nummer auf ihrem Arm in die Kamera zeigt. Ein Moment, der sich eingeprägt hat und mich sprachlos macht mit der Bedeutung für diese Nummer. Unermesslich. Unaussprechlich. Unvorstellbar. Ich leite zusammen mit Luigi seit 2015 die Regie und die Montage/Schnitt für den Dokumentarfilm "Gegen das Vergessen". Werdet Teil unseres Projektes. Euer Christopher Buehler
11.03.17, 16:50 Luigi Toscano
Jedem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus folgen Rufe nach einem Ende der Erinnerungspolitik – nicht nur aus rechtsextremer Richtung: „Was habe ich denn damit zu tun? Ich war doch noch nicht mal geboren. Gibt es heute nicht Probleme genug? Irgendwann müssen wir doch mal einen Schlussstrich ziehen!“ Wie können wir einen Schlussstrich ziehen, wenn immer noch und immer wieder absurde Feindbilder geschaffen werden? Wenn Menschen Mauern in den Köpfen hochziehen und neue Grenzen erfinden, um „uns“ von „denen“ zu trennen? Erinnerung ist viel mehr als ein Blick zurück: „Wenn wir die Vergangenheit vergessen, sind wir verdammt, sie zu wiederholen!“. Bereits nach Luigis ersten Begegnungen mit den Überlebenden des Holocaust war klar: Das wird kein einfaches oder kurzfristiges Projekt. Die Menschen, die er für GEGEN DAS VERGESSEN porträtieren durfte, haben ihm sehr viel anvertraut. Und auch nach mehr als 70 Jahren war es für die meisten unvorstellbar schmerzlich, über das Erlebte zu sprechen. Sie haben es trotzdem getan. Und sie haben Luigi ermutigt, ihre Geschichten zu teilen. Nicht, um zu klagen oder anzuklagen, sondern weil sie davon überzeugt sind, dass niemand mehr erleben darf, was sie erleben mussten: „Wenn nicht wir, wer dann?“. Ich kenne Luigi schon sehr lange und seit 2013 teilen wir uns das Büro. So konnte ich GEGEN DAS VERGESSEN von Anfang an miterleben. Die Erzählungen und Bilder, die er von seinen Reisen mitbrachte, waren unglaublich berührend. Mit der Mitarbeit an dem Bildband begann für mich 2015 die intensive Teilnahme an dem Projekt. 125 Gesichter und 125 Lebensgeschichten, die mich nicht mehr losgelassen haben. Geschichten, die auch für die erzählt wurden, die nicht mehr gehört werden können. Wer sich auch nur ein bisschen darauf einlässt, kann keine Distanz aufrechterhalten. Bitte werdet Teil des Projekts und unterstützt uns, die wertvollen Erinnerungen zu bewahren und für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Vielen Dank! Eure Katja Seneadza
10.03.17, 18:30 Luigi Toscano
GEGEN DAS VERGESSEN - LEST WE FORGET couldn't be more timely! In an interview with the Wall Street Journal this week, German right-wing politician Bernd Höcke said: " The last survivors of the time of the Second World War are slowly dying, (..), and this will then also lead to a different, a new perspective on things... " To this and other statements along these lines, the LEST WE FORGET team, the more than 200 survivors who participated in it, and all of those who support it, send a resounding " NO!" We will do everything to keep the memory alive and call on everyone to make sure that something like this can never happen again ! Please join us! Yours, Katharina Project Coordinator Berlin
09.03.17, 16:55 Luigi Toscano
Wirf deine Angst in die Luft... Luigi gibt in "Gegen das Vergessen" Überlebenden, die Unvorstellbares erlitten haben, mit seiner direkten und schnörkellosen Art, die Möglichkeit uns "Angesicht zu Angesicht" ihre Geschichten zu erzählen. Geschichten, die nicht nur mahnen, sondern uns Zuversicht und Hoffnung geben. Sie zeigen, dass es lohnt, sich gegen Tyrannei und Ungerechtigkeit zu stellen. Diese Gesichter sind Licht, das unseren Weg in die Zukunft erhellt. "Wenn nicht wir wer dann." Unterstützt uns die Begegnungen zwischen den Überlebenden und Luigi für möglichst viele Menschen auf dieser Welt erfahrbar zu machen. Befähigt uns die ihm anvertrauten Geschichten in die Welt zu bringen und zu bewahren. Ich bin seit 2014 Projektkoordinator für "Gegen das Vergessen". Werdet Teil unseres Projektes. Euer Holger Jan Lehmann Wirf deine Angst in die Luft. ... - aus dem gleichnamigen Gedicht von Rose Ausländer

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