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Projekte / Wissenschaft
Gene zum Kinderkriegen: Das Potential zur modernen Evolution
In diesem Projekt wollen wir zum ersten Mal genom-weite Informationen von mehreren tausend Frauen und Männern verwenden, um zu bestimmen, inwieweit Gene einen Einfluss auf die menschliche Fertilität haben. Die genetische Architektur der menschliche Reproduktion ist von maximalem Interesse für die moderne Evolutionsforschung, Medizin und Demographie. Das Geld von Sciencestarter soll mir die Reise nach Australien ermöglichen. Dort befindet sich eine Gruppe weltführender Genetiker.
1.500 €
1.500 € Fundingziel
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5
Unterstützer
Projekt erfolgreich

Projekt

Finanzierungszeitraum 26.03.14 12:48 Uhr - 22.05.14 23:59 Uhr
Fundingziel erreicht 1.500 €
Stadt Groningen
Kategorie Wissenschaft

Worum geht es in dem Projekt?

Der Einfluss von Genen auf unseren Reproduktionserfolg und unsere Fertilität ist kaum erforscht. Gleichzeitig ist dieser von größtem Interesse für Fragen der menschlichen Evolution, der Medizin, für die Interpretation von sozialwissenschaftlichen Studien und für das fundamentale Verständnis der menschlichen Fortpflanzung.

Beispiel Evolution: Für lange Zeit ging es in Fragen der menschlichen Evolution hauptsächlich ums Überleben. Denn nur wer überlebte, konnte seine Gene an die folgende Generation weitergeben. Durch Verbesserungen in Hygiene und Medizin hat sich die Sterblichkeit im vergangenen Jahrhundert allerdings derart reduziert, dass es bei der Weitergabe der Gene viel mehr darauf ankommt, ob und wie viele Kinder man eigentlich bekommt. Falls manche genetische Varianten nun einen positiven und andere einen negativen Einfluss auf die Anzahl der Kinder haben, so deutet das darauf hin, dass manche Gene in folgenden Generationen häufiger vertreten sind als anderen - und damit auf Evolution. Jüngste Studien sagen daher eine beispielsweise niedrigeren durchschnittlichen Blutdruck in künftigen Generationen voraus, sowie dass diese in ihrer Körpergröße schrumpfen werden.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Bisherige Forschungergebnisse, die den genetischen Einfluss auf die menschliche Reproduktion quantifizieren, konnten dies nur indirekt tun. Hierzu wurden Zwillings- oder andere Familienstudien unternommen, die häufig mit starken Annahmen verbunden sind.

Ziele: In diesem Projekt werde ich nach Australien fliegen, um dort einen momentan weltweit einzigartigen Datensatz auszuwerten. Ich werde genom-weite Informationen von tausenden unverwandten Individuen verwenden, um den Einfluss von Genen auf unseren Reproduktionszeitpunkt und -erfolg direkt zu messen. Unsere innovativen Analysetechniken machen es möglich zu bestimmen, ob die selben genetischen Varianten in unterschiedlichen Ländern den Reproduktionserfolg beeinflussen. Das Ziel ist klarzustellen, ob manche genetische Varianten einen Reproduktionsvorteil verschaffen und damit ob wir potentiell evolvieren. Natürlich wollen wir langfristig auch wissen welche Gene wichtig sind und was ihre Funktion ist.

Zielgruppe: Unsere Zielgruppe sind Forscher vor allen Dingen aus den Bereichen Medizin, Evolutionsbiologie, Demographie und quantitativen Genetik. Es handelt sich bei diesem Projekt um absolute Grundlagenforschung und wir rechnen mit hohem Einfluss auf diese Felder der Forschung.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Dieses Projekt wird unser Wissen über die menschliche Reproduktion vorantreiben. Im einzelnen zielen wir auf eine Erweiterung der sozialwissenschaftlichen Paradigmas in der Fertilitätsforschung ab sowie Beträge zur medizinischen und biologischen Forschung:

Sozialwissenschaftliche Studien:
Der Hauptanteil an Fertilitätsforschung auf Bevölkerungsebene kommt aus der Sozialwissenschaft und Demographie und verwendet nahezu ausschließlich sozialwissenschaftliche Variablen wie beispielsweise Bildung um den Zeitpunkt der Elternschaft oder die Anzahl der Kinder vorauszusagen. Es ist jedoch recht offensichtlich, dass Kinderkriegen beides, ein soziales und biologisches Projekt sind, und dass biologische Determinanten mit sozialen Determinanten zusammenwirken, um klare Schlüsse aus diesen Studien zu ziehen.

Infertilitätsstudien:
In den Medien wird teilweise das Bild vermittelt, dass es kein Problem sei mit Mitte 40 noch ein Kind zu bekommen. Von der Forschung wissen wir allerdings, dass sich die Fruchtbarkeit von Frauen und Männer bereits mit 30 Jahren reduzieren kann. Wir hoffen mit unserer Forschung langfristig zu helfen, das individuelle, genetische Risiko auf Unfruchtbarkeit zu bestimmen.

Evolutionsforschung:
Für Biologen stellt sich die Frage, ob wir heutzutage noch evolvieren und uns damit auf molekular genetischer Ebene verändern. In unseren Studien quantifizieren wir zum ersten mal basierend auf genetischen Daten inwiefern das möglich ist.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird als Teilfinanzierung meiner Dissertation dienen. Bisher wurde ich von der Universität in Stanford und von der Niederländischen Wissenschaftsstiftung gefördert, um Workshops zu besuchen und erste Ergebnisse unter anderem in den USA, Südkorea und Frankreich zu präsentieren.

Zur weiteren Forschung werde ich nach Australien an die Universität von Queensland fliegen. Hier befinden sich die Programmentwickler zur notwendigen Software sowie einer der größten menschlichen genetischen Datensätze des Planeten. Das Geld von Sciencestarter fließt primär in den Australienaufenthalt (Flug, Arbeitsvisum, Zugang zu Datensätzen). Residualkosten werden von niederländischen Fördergeldern gedeckt.

Ich danke jedem Förderer dieses Projektes im Voraus. Es ist ein unglaublich spannendes Unterfangen und eine große Chance ein paar wichtige Fragen zu beantworten. Über viele Spezies wissen wir schon recht viel im Bezug auf die Biologie ihres Reproduktionsverhalten. Nur unsere Autobiographie bleibt bisher ungeschrieben.

Wer steht hinter dem Projekt?

Die Schirmherrin des Projekts ist Melinda Mills - Professorin in Groningen und ab September Professorin in Oxford. Desweiteren sind Prof. Harold Snieder (Universitätsklinikum Groningen), und Dr. Nicola Barban (Groningen). Ich werde werde die Forschung selbst ausführen. Ich bin Felix Tropf, habe mein Diplom in Soziologie mit dem Schwerpunkt auf Methoden der empirischen Forschung mit Auszeichnung von der Universität in Bamberg erhalten und bin momentan Doktorand an der Uni in Groningen und dem interuniversitären Zentrum für sozialwissenschaftliche Methode und Theorie (ICS).

Kuratiert von

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