Crowdfunding beendet
#givethepowerback to the youth, the refugees and their peers! Wir möchten emanzipatorische Arbeit mit Jugendlichen und Geflüchteten unabhängig von staatlicher Förderung finanzieren. Wir wollen Stellen für zwei Sozialarbeiter*innen schaffen und einen Bauantrag für eine CO2-neutrale Skatehalle erarbeiten. Die Hoch und Tiefs unserer Arbeit, im gesellschaftlichen Kontext, werden durch eine Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Triest symbolisiert.
65.499 €
Fundingsumme
689
Unterstütz­er:innen
Rosalie Mesgarha
Rosalie Mesgarha Projektberatung Sehr cool, dass diese Idee realisiert wird. Ich freue mich mit dem Projekt!
01.08.2021

Gefühlschaos & Grimmaer Bandgeschichte

Chiara Dietze
Chiara Dietze5 min Lesezeit

Nur noch einmal schlafen! Der vorletzte Tag der Wanderung liegt vor uns und viele wirklich ereignisreiche Tage liegen hinter uns. Wir haben schon jetzt Unglaubliches erreicht und geben uns dennoch nicht zufrieden – wir wollen die 70.000 € schaffen! Wir haben jetzt noch genau 2 Wochen Zeit, um die verbleibenden 20.000 € zu sammeln. Dies kann schaffbar sein, wenn ihr nochmal alle kräftig mitwirkt. Wie das gehen kann?
- ihr könntet nochmal eine kleine Summe spenden (allein wenn jede*r von uns 20 € spenden würde, wäre das Ziel erreicht)
- ihr könnt in euren Vereinen, Gruppen oder bei euch auf Arbeit fragen ob die Chance einer Spende besteht
- ihr könnt nochmal Werbung auf euren Kanälen machen um mehr Menschen davon wissen zu lassen
- ihr könnt eigene kleine Soli-Veranstaltungen machen und das Geld spenden
- ihr könnt unsere Gegenleistungen plündern
Ihr seht, es gibt wirklich zahlreiche Möglichkeiten. Eine dieser haben zum Beispiel auch Sachsentrance genutzt und haben uns eine Etappe gespendet. Mega fettes Dankeschön an euch geht raus!

20 Liter Yogurt - Thoughts of the modern youth
"Wir freuen uns sehr, mit einem kleinen Text und ein paar Platten die #hikefor-Kampagne von Pu zu unterstützen. Dass wir TOTMY geschrieben haben, ist nun schon viele, viele Jahre her - und dennoch können wir uns damit noch immer identifizieren. Mit der Perspektivlosigkeit in der sächsischen Provinz und dem Gefühl, nicht in die Dorfgemeinschaften und ihre ungeschriebenen Gesetze hineinzupassen. Und vieles gilt noch immer: "I'm living in my broken soul, can't find a way back out. As soon as I will get the chance, I wanna leave,
no doubt. My life is like before, nothing has changed." Und natürlich war unser Teenieleben anders als das in den frühen und mittlerweile sogar mittleren Zwanzigern - liegt ja auf der Hand. Und natürlich leben wir auch nicht mehr alle im Muldental und wir würden auch nicht mehr ohne Not für einen Videodreh an ne Bushaltestellen rotzen. Aber wir haben verstanden, dass die Strukturen, die uns in unserer Jugend das Provinzleben erträglich gemacht haben, durch die wir viel gelernt, Menschen kennengelernt und unsere Horizonte erweitert haben, sich nicht von selbst erhalten, sondern, dass es dafür viel Engagements bedarf. Und das ist der Grund, aus dem wir und viele andere tolle Menschen, die in ihrer Jugend irgendwie an Pudding geraten sind, noch immer mehrfach die Woche in Grimma am Start sind um dort entgegen aller Widrigkeiten Sachen aufzuziehen, und dabei großartigerweise schon die nächste Generation in den Startlöchern steht, die im Dorf der Jugend genau den Freiraum gefunden haben, der gemeinschaftlich zu diesem Zweck stetig hergerichtet wird und den sie in ihrem Sinne weiterentwickeln. Als wir das Video drehten, gab es das Projekt noch nicht so, wie es das jetzt gibt. Und damit irgendwann in 5 Jahren die Kids, die jetzt 5 Jahre jünger sind als wir das genau so schreiben könnten, ist es
immens wichtig, dass wir gemeinsam dranbleiben und auch weiterhin diesen so wichtigen Freiraum offenhalten, mit allem was dazugehört. Und wenn das im Sommer 2021 eine Spendenwanderung ist, so be it. Good hike Pu, un komm gut wieder an! <3"

Pudding berichtet heute von den emotionalen letzten Tagen seiner Wanderung und seiner Verbindung zur Grimmaer Heartcore-Band 20 Liter Yoghurt: "So langsam aber sehr sicher wird das Alles ganz schön emotional. Ich habe ja heute und auch Morgen nur relativ kurze Strecken und da bleibt viel Zeit zum Schauen, Sitzen, Staunen und auch Nachdenken. Heute, so kurz vor dem Nachtlager, musste ich mir auch gar sehr die Tränen aus den Augen wischen, denn irgendwie kann ich es selbst noch nicht ganz fassen, dass ich es bis hier hin geschafft habe. Andererseits aber wahrscheinlich eher wegen der vielen tollen Menschen, die dabei geholfen haben, dass ihr auch etwas von der Wanderung mitbekommt und diese Social-Media-Kanäle laufen. Ich habe mich sonst immer darum gewunden, Namen zu nennen, aber jetzt tue ich es einfach, auch, wenn dabei wahrscheinlich Menschen vergessen werden. Ihr alle habt genau so sehr dazu beigetragen, aber ich möchte fünf Namen nennen, ohne die es die Social Media, Homepage und vor allem die Beiträge der vielen tollen Initiativen nicht geben würde: Sarah (FJZ), Sandra (BonCourage), Niels (FJZ), Mäx (BTL) und Jan (BonCourage). Selbstverständlich haben viel mehr noch mitgewirkt, aber diese fünf sind meine persönlichen Held*innen der letzten Monate! So und nun 20 Liter Yoghurt: Als ich in Grimma den Versuch unternahm, Jugendarbeit wieder an den Start zu bringen - was dann im Dorf der Jugend mündete - gab es für mich zwei Prios, die ich bewältigen wollte und mir gedacht habe: okay, das hat bei uns funktioniert, dass Leute sich weiter in Grimma engagieren, das muss auch ein zweites, drittes oder viertes Mal gehen. 1) es braucht eine DIY HC Punk Band und 2) Kids die das Crossover Festival organisieren. Nun ja, die Band, die es dann gab und auf die ich mächtig stolz bin, also auf alle Beteiligten daran, sind diese 20 Liter und drumherum gab es dann ne Menge Menschen, die angefangen haben das Festival zu rocken. Und so nahm das alles seinen Lauf! Keine Ahnung, ob dies so die Erfolgserlebnisse eines Social Workers sind - meine sind es auf jeden Fall und irgendwas von mir lebt in all dem, was die Menschen tun, weiter und darauf bin ich sehr stolz. Kein Staat, keine AfD, keine Nazis oder sonstige Hater können mir das je weg nehmen! Thats my poison, that's my way and that's my life!"

Impressum
Between the Lines GmbH
Tobias Burdukat
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