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Projekte / Landwirtschaft
Hofhühner zurück auf den Bauernhof! Lasst uns zeigen, dass es möglich ist, eine vielfältige, unabhängige und bäuerliche Hühnerhaltung aufzubauen. Mit Hühnern, die einen Platz im Betriebskreislauf haben. Mit Hennen, die nicht nach einem Jahr ausgelaugt ausgetauscht werden müssen. Mit Hähnen, die genug Zeit bekommen, zu einem tollen Produkt zu wachsen. In den letzten Jahren habe ich dafür sehr viel Wissen, Erfahrungen und alte Hühnerrassen zusammengetragen - jetzt soll der nächste Schritt folgen.
25.225 €
20.000 € 2. Fundingziel
385
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
Gefördert von IDEENWALD - Dein Projekt aus Rheinland-Pfalz & Saarland
25.06.19, 06:59 Ingmar Jaschok

Wir haben unser Ziel erreicht. Zusammen. Für uns und für die Hühner.

In der Vorbereitung wusste ich nicht genau, wie wir unsere Zielsummen formulieren sollen. Wie viel braucht es, um ein "Hofhuhn-Projekt" umzusetzen? Geld kann man immer gebrauchen. Was ist aber realistisch? Realistisch wofür? Um es auf die Beine zu stellen? Fest? Ganz fest? Oder vielleicht sogar ein bisschen zu fest?

Ihr habt uns zu bombenfest mit Sternchen verholfen. Mit 20.000 Euro können wir hier nicht nur durch die reine Umsetzung unserer Vision von Hühnerhaltung Pionierarbeit leisten, sondern auch noch Dinge ausprobieren die ohne Eure Hilfe vielleicht nicht möglich gewesen wären. Ihr kennt das selbst, die Abstriche die man bei Projekten oft machen muss weil am Ende das Geld fehlt. Wasserlinsen sind immer mein Lieblingsbeispiel. Brennesseln kommen gleich danach. Beides unglaublich hochwertige Futtermittel. Getrocknet bestehen sie fast zur Hälfte aus Protein: trotzdem haben sie noch keinen Einzug in die Hühnerfütterung gefunden. Es gibt noch keine so richtig gute Variante, wie man sie den Tieren zu Fressen geben kann. Das ist etwas, dass man mit unserem Puffer ausprobieren kann. Unter anderem.

Hätte ich "höher stapeln" sollen?
Ich denke nicht. Das zusammen gekommene Geld bedeutet eine sehr große Freiheit. Sicher; die gekauften Dankeschöns müssen alle noch hergestellt und ausgeliefert werden. Jeder Cent, der jetzt noch rein kommt wird uns weiter helfen. Hühnerhaltung ohne Kompromisse ist möglich. Vom Schlupf bis zum Teller.
Es geht aber eben auch darum zu beweisen, dass man eben keine riesige Investition braucht, um Hühner wirtschaftlich halten zu können. Keine riesige Investition, die von den Tieren wieder ausgeglichen werden muss - und dafür nach kurzer Zeit mit ihrem Leben bezahlt. Es hängt ja dann immer wieder alles zusammen.

Ich werde aufarbeiten was ich tue. Alle Interessierten sollen ganz klar sehen, was ich gemacht habe weil es zur Grundausstattung gehört und was ich machen konnte, weil Ihr es mir ermöglicht habt. Wir verändern die Welt zum guten. Ein kleines bisschen zumindest. Der Samen den wir gesät haben wird jetzt erstmal keimen müssen. Ich muss umsetzen was ich versprochen habe. Von landwirtschaftlicher Seite hab unser Crowdfunding nicht besonders viel Unterstützung bekommen. Aber auch überhaupt keine Kritik oder Gehässigkeit. Für mich bedeutet das, dass wir aufmerksam und interessiert beobachtet werden. Die Kolleg*innen wollen sehen, ob es funktioniert wie ich sage.
Es ist zwar bisschen schade für die Tiere, dass nicht überall der brennende Wille herrscht, gleich mit aufs Pferd zu springen. Gleichzeitig aber ein gutes Zeichen: Haben wir umgesetzt was wir tun möchten, müssen wir bei der Verbreitung von Hofhuhn-Projekten in der Landwirtschaft nicht bei Null anfangen.

Wir haben etwas bewiesen
Wir haben nach einem Drittel der Laufzeit ein Crowdfunding für eine Hühnerhaltung ohne Kompromisse gewuppt. Das ist ein deutliches Zeichen an alle Protagonisten der aktuellen Tierhaltung, dass von Kundenseite doch Interesse an Veränderung herrscht. Dass Produkte nachgefragt werden, die mehr kosten als im Supermarktregal, dass Kund*innen sich engagieren und durch Kaufentscheidungen Zeichen setzen. Die nächsten Wochen kommen hoffentlich noch ein paar Gelegenheiten, darüber in Zeitungen zu sprechen. Wir sind kein elitärer Kreis, der das Crowdfunding geschafft hat und keinen mehr dazu lässt, sondern es gilt weiter die Botschaft zu verbreiten und unseren Nutztieren im Geflügelbereich endlich Respektvoll gegenüberzutreten.

Danke, dass ihr uns diesen Weg geebnet habt. Die restliche Laufzeit des Crowdfundings geht es darum, das Wort weiter zu verbreiten. Unser Ziel sind jetzt 600 Unterstützer und 300 Fans für unser Crowdfunding. Kennt ihr noch Menschen, die sich unsere Seite mal anschauen sollten? Es sind noch einige tolle Dankeschöns da: vor allem die Workshops/Kochabende sind noch fast leer..