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Projekte / Umwelt
Kreislaufwirtschaft ist in der Getränkeindustrie nicht möglich? Wir zeigen, dass ein Getränk nachhaltig für alle sein kann: Gesund für Körper, Umwelt und Gesellschaft. Wir benutzen nur fair gehandelte Bio-Rohstoffe und produzieren selbst in Berlin ohne Zucker oder Zusatzstoffe. Mit eurer Unterstützung können wir einen KarmaGarten mit Kompost und Bewässerungssystem bauen, indem wir die Reststoffe nach der Produktion sowie das Kühlwasser wieder für den Anbau von neuen Pflanzen&Kräutern verwenden.
14.189 €
16.100 € 2. Fundingziel
189
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
Gefördert von Foodstartup Wettbewerb Next Level! 2019
07.10.19, 16:39 Aron Murru
Greenwashing oder “wie kann ich den Wolf im Schafspelz kaufen?!” Der Begriff Greenwashing ist in aller Munde. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur großen Konzernen wie Lufthansa, Deutsche Bahn und der Autoindustrie wird Greenwashing vorgeworfen, sondern auch Lebensmittelkonzernen und Privatbrauereien, deren Produkte tagtäglich unsere Münder füllen. Aber was ist Greenwashing überhaupt? Wie der Name schon sagt, versucht sich jemand „grün zu waschen“, also etwas Schmutziges abzulegen und danach im grünen Glanz zu erstrahlen. Das Lexikon für Nachhaltigkeit formuliert wie folgt: „Der international etablierte Begriff bezieht sich vor allem auf Unternehmen, die sich mit ökologischen oder auch sozialen Leistungen brüsten, die entweder nicht vorhanden sind oder die minimal sind im Verhältnis zu negativen öko-sozialen Auswirkungen des Kerngeschäfts“ Im Rahmen unserer Crowdfunding Kampagne mussten wir uns mit der Frage auseinandersetzen, ob wir Teil der Aktion „Krombacher Naturstarter“ sein wollen. An sich eine tolle Sache: man bekommt 25% von der Summe, die man eingesammelt hat, nochmal von Krombacher geschenkt. Fast ohne Bedingungen. Dadurch hat man noch mehr Puffer bei der Finanzierung seines Umweltprojektes oder kann sich eine neue, teure Uhr kaufen oder so. Einfach Klasse! Da ich aber damals meine Bachelorarbeit zum Thema Greenwashing von Brauereien verfasst und Krombacher dabei analysiert hatte, schwante mir Böses. Ich bin zwar nicht die hellste Leuchte am Himmel, aber den Braten habe ich gerochen. Handelt es sich hierbei ebenfalls um Greenwashing? Ich könnte hier jetzt einen Roman schreiben, fasse mich aber euch zuliebe kurz. Das Bier soll ja noch schmecken. Krombacher ist durch seine Aktion „Projekt Regenwald“ oder wie man sie auf dem Dorf nennt „Saufen für den Regenwald“ bekannt geworden. So ganz wie die Aktion beworben wurde, hat sie aber nicht stattgefunden. Krombacher hat versprochen pro verkauften Kasten einen Quadratmeter Regenwald zu schützen, am Ende landet aber nur ein geringer Betrag beim WWF und davon wird auch nur ein geringer Teil (2008 waren es rund 6,7 Cent pro Kasten) für den Kauf von Regenwald verwendet. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es ca. 1€ kostet einen Quadratmeter Regenwald mit Grundbucheintrag zu schützen. Ein Teil des Geldes, was durch die Kampagne eingesammelt und für den Schutz des Regenwaldes ausgegeben werden sollte, wurde am Ende für neue Boote, Autos, Scanner und Drucker für die Park Ranger benutzt. Aber immerhin: Geld ist für den Schutz der Umwelt geflossen, was eine gute Sache ist. Aber irgendwie hat die Sache einen sauren Beigeschmack. In der gleichen Zeit war Krombacher vor allem mit seiner Werbung für die Formel 1 bekannt geworden. Laut der FOTA (Formula One’s Team Association) betrug der CO2 Ausstoß der Formel 1 im Jahr 2011 rund 208.000 Tonnen, was ungefähr dem Jahresausstoß einer Kleinstadt mit 19.000 Einwohnern entspricht. Zudem ist da die Kooperation mit Nestle: seitdem Coca Cola und Nestlé sich getrennt haben, kümmerte sich Krombacher um das gemeinsame Baby der beiden namens Nestea. Nestle konnte damit sein Image in Deutschland ein wenig aufbessern. Warte mal, hat jetzt also Nestle versucht sich mit der Krombacher Kooperation „green zu washen“? Dafür gab es selbst von hartgesottenen Biertrinkern beim Formel1 gucken einen heftigen Shitstorm. Ich krieg die Tür nicht mehr zu, dass ich das noch erleben darf!!! Krombacher beendete die Kooperation, weil es angeblich zu wenig Absatz gab. Versteht uns nicht falsch, Firmen wie Krombacher machen gute Sachen und wir bezweifeln auch nicht, dass der Umwelt dadurch etwas Gutes getan wird. Die Frage ist nur, ob man gleichzeitig damit werben darf die Natur zu schützen und auf der anderen Seite Geld in den Rennsport zu stecken oder eine Partnerschaft mit Nestlé einzugehen. Genau das selbe müssen sich die Teilnehmer der Aktion Krombacher Naturstarter fragen. Möchten Sie als Teil einer Kampagne dienen, die das grüne Image von Krombacher aufpoliert? Viel besser wäre es doch, wenn Krombacher mal anfangen würde, vor der eigenen Haustür zu kehren. Man könnte zum Beispiel auf Bio Rohstoffe umsteigen und damit langfristig die regionale Landwirtschaft fördern. Oder CO2 neutral produzieren (statt nur die Homepage) oder gesunde Produkte ins Portfolio aufnehmen und und und und und. Wie das Ganze besser gemacht wird, verrate ich euch im nächsten Teil des Blogs. Da geht es auch um Bier, auch mit Schafspelz, aber dieses mal steckt kein Wolf drunter ;) Quellen : https://www.krombacher.de/die-brauerei/historie http://www.business-on.de/berlin/wettbewerbsrechtlich-kritisch-kampagne-saufen-fuer-den-regenwald_id2208.html https://www.zeit.de/wirtschaft/2010-07/solidaritaet-marketing/seite-2 https://www.motorsport-magazin.com/formel1/news-160583-co2-emissionen-der-f1-gesunken/ https://www.wp.de/region/sauer-und-siegerland/wegen-nestle-ueber-krombacher-braut-sich-was-zusammen-id214510697.html https://www.krombacher.de/engagement/nachhaltigkeit/co2-website
23.09.19, 10:23 Aron Murru
"Warum schmeißt der Typ da 'ne Plastikflasche in den Wald? Was soll das denn?!" Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: weil es jeden Tag tausendfach genau so passiert . Dazu eine kleine Geschichte: WIR SIND EUROPAMEISTER! .... im Verpackungsmüll verursachen. Durchschnittlich 220 Kilo Verpackungsmüll verursacht jede/r Deutsche im Jahr. Zwar wurden laut Umweltbundesamt 99,4% des Plastikmülls „verwertet“, aber was bedeutet Verwertung überhaupt? Die Heinrich-Böll-Stiftung kommt in ihrem Plastikatlas zu einem erschreckenden Ergebnis: Insgesamt wurden in Deutschland 5,2 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Tonne geschmissen. Davon wurden: 67,3% energetisch verwendet (sprich verheizt) 13,7% ins Ausland verkauft und nur 15,6% wieder zur Herstellung von Kunststoffprodukten verwendet. Die Recyclingquote von Glas und Papier ist dagegen deutlich besser: hier liegt die reale Quote bei 80% und Mehrwegflachen aus Glas können bis zu 50 mal wiederverwendet werden. Manche Plastikflaschen werden hingegen nur für einen einzigen Schluck verwendet. Leider ist Plastik auf dem Vormarsch, da es billiger ist und sich besser verkaufen lässt. Der Verbrauch von Glasflaschen in Deutschland blieb seit den frühen 2000er Jahren stabil, der von Plastik stieg jedes Jahr parallel zur Wirtschaftskraft. Der Plastikhype ist also ein Phänomen einer Wohlstandsgesellschaft und der Globalisierung: wenn die Verbraucher weit weg sind vom Ursprungsort des Produkts, so ist ein Kreislauf schwieriger zu realisieren. Was wir also brauchen, sind lokale Mehrwegsysteme, wie sind vor den 2000er Jahren üblich waren. Aber was ist das Problem mit Plastik? Versteht uns nicht falsch, Plastik ist ein super Rohstoff mit idealen Eigenschaften für Lebensmittel: geruchs- und geschmacksneutral und super hygienisch. Aber es wird deutlich unter Wert verkauft und deswegen zur globalen Epidemie, am Land, sowie im Wasser. Vor allem, weil es momentan billiger ist, den Plastik ins Ausland zu verkaufen, statt ihn zu verwerten. Ein paar Fakten: x Schätzungsweise 86 Millionen Tonnen Plastik schwimmen im Meer x der größte Müllstrudel (der Pacific Garbage Patch vor der Küste Kaliforniens) ist 4,5 mal so groß wie Deutschland x in ca. 30 Jahren wird es mehr Plastik als Fische in den Meeren geben x auf dem Land sieht es nicht besser aus: hier ist die Konzentration von Plastik 23 mal höher, als im Wasser Und genau deswegen haben wir die Szene im Wald überspitzt: Plastikflaschen werden jeden Tag tausendfach in den Wald geschmissen und selbst wenn sie entsorgt werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie am Ende ins Ausland verkauft werden und über Umwege ins Meer gelangen. Wir halten der Gesellschaft bewusst den Spiegel vor’s Gesicht, denn jeder kann helfen, die Epidemie zu stoppen, indem er bei sich selbst anfängt. Wie können wir es besser machen? Ganz einfach: den eigenen Konsum überdenken. Jeder Euro ist ein Wahlzettel und jeder Euro, der für Plastik ausgegeben wird, sagt den Konzernen „Weiter so!“. Es gibt zahlreiche, plastikfreie Alternativen und da wo Lücken sind, müssen wir selbst agieren und neue Angebote schaffen. Durch Deine Unterstützung können wir zeigen, dass es auch anders geht und lokale Kreisläufe funktionieren. Ein paar spannende Dokus zum Thema: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-plastik-invasion-coca-cola-und-der-vermuellte-planet-104.html?fbclid=IwAR0fzWmu32ZXGnmEA-x0_DIANIcle6uIcaN_ctsVG-qhtxIbHT8IQrk4DUc https://www.youtube.com/watch?v=0CATD58E83o&fbclid=IwAR1ZFWEA2jKYol2CRtisNX5QL5ruFqsX4OZOkGZ1NbeVwk3D1d0xk7eONLA Quellen: https://www.boell.de/sites/default/files/plastikatlas_2019_3._auflage.pdf https://www.sueddeutsche.de/wissen/muell-kreislauf-das-deutsche-recycling-maerchen-1.3491734 https://www.rnz.de/panorama/magazin_artikel,-mikroplastik-kleinste-plastikteile-im-wasser-im-boden-und-in-lebensmitteln-_arid,338513.html https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/mehrwegflaschen-einwegflaschen-im-pfandflaschen-wirrwarr-a-1031491.html https://utopia.de/wir-kaufen-eine-million-plastikflasche-in-der-minute-58964
23.09.19, 10:02 Aron Murru
Was sind die Inhaltsstoffe von KarmaTea? Unsere erste und bisher einzige Geschmacksrichtung beinhaltet: Wasser, Hibiskus, Minze, Rooibos & Mate. Kein Zucker, keine Süßungsmittel und keine Konservierungsstoffe. Wo kann man KarmaTea kaufen? Bei unserer Crowdfunding Kampagne natürlich! On top haben wir einen Shopfinder auf unserer Webseite: www.karmatea.berlin Was ist anders, als bei anderen Getränken? KarmaTea ist ein Erfrischungstee gesund für Umwelt, Körper und Gesellschaftt! KarmaTea hat keine künstlichen Zusatzstoffe, keinen Zucker und keine Süßungsmittel. Am allerwichtigsten aber, stellen wir die Natur vor unseren Profit! Gibt es andere Sorten? Gute Frage :) Mit unserem zweiten Fundingziel launchen wir unsere zweite Geschmacksrichtung. Wenn du bereits wissen möchtest, in welche Richtung es geht, dann schreib uns einfach :)