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Projekte / Mode
Mädchen wollen Raketen! Jungs wollen Pink! - In der Kleiderbande verwirklichen wir Kinderwünsche nach mehr Vielfalt im Kleiderschrank. Dazu wollen wir eine nachhaltige Produktion aufbauen. Und wir wollen unsere eigenen Stoffe drucken lassen - z.B. mit pinken Raketen drauf. Mit deiner Hilfe können wir die ersten 300 Kleidungsstücke herstellen.
Berlin
2.593 €
7.000 € Fundingziel
66
Fans
69
Unterstützer
Projekt beendet
18.05.17, 12:14 Susanne Weller
Wir sind schon sehr weit gekommen - hilf uns, unisex Kleidung für Kinder zu verwirklichen: Erzähle deinen Freunden und Freundinnen von uns! Vielen Dank, deine Susanne und Myriell
12.05.17, 13:50 Susanne Weller
Liebe Fans, Auf vielfache Nachfrage haben wir für euch die Raketen-Shirts mit Glitzer realisiert! Bei diesem tollen Wetter funkeln sie besonders schön in der Sonne. Bitte helft uns, das Projekt zu realisieren, indem ihr allen Freunden davon erzählt! Sonnige Grüße aus Berlin, Susanne und Myriell Wenn du schon ein Tshirt bestellt hast, kannst du uns einfach eine Nachricht auf die Pinnwand schreiben, dann drucken wir dein Tshirt mit der neuen Glitzerfarbe.
07.05.17, 09:37 Susanne Weller
Wenn ich meiner Mutter von der Kleiderbande erzähle, meint sie manchmal: "Ach, das brauchen wir doch nicht, sooo groß sind die Unterschiede zwischen Jungs - und Mädchenklamotten auch wieder nicht." Wir haben mal genau hingeschaut: Größen Jungskleidung ist einfach immer größer - auch wenn das gleiche auf dem Etikett steht. Jungs gewöhnen sich an lockere Sachen mit Bewegungsfreiheit, Mädchen dagegen sind ab 3 (!) Jahren eigentlich permament eingezwängt und empfinden das als normal, v.a. an der Taille und am Hosenbund. Man könnte sagen: Jungs sind einfach körperlich ein kleines bisschen größer und breiter als Mädchen - nur das stimmt eben nicht! Größentabellen unterscheiden bis 8 Jahre nicht zwischen Jungen und Mädchen, und zwar sowohl in Gesamtkörpergröße als auch in Brust- und Hüftumfang. Unsere Kleidung misst sich an der Körpergröße - so wie es gedacht ist. Passform Mädchen und Jungen unterscheiden sich also physisch nicht, aber die Kleidung suggeriert das trotzdem: Die Passform von Kinderkleidung ahmt nämlich männliche und weibliche Erwachsenenkleidung nach. Warum Kleidung für 6jährige schon 'sexy' sein muss, sei mal dahin gestellt. Wenn T-shirts für Mädchen einen weiten Halsausschnitt haben ist das zumindest im Winter ein Problem. Kinder gewöhnen sich an ihr eigenes Spiegelbild - Jungs sehen durch weite Schnitte breitschultrig aus, Mädchen haben eine Taille, obwohl da physisch noch keine ist. Und sie sehen täglich Kinder in der Kita entweder die kastenförmige oder die Uhrglas-Form haben. Ist es ein Wunder, wenn sie irgendwann mit ihrem Körperbild hadern? Die Kleiderbande-Sachen sind kindgerecht: vor allem bequem und leicht selber anzuziehn. Dekoration Wenn man sich mal ein Jungs - und ein Mädchen T-shirt nebeneinander anschaut, fällt noch etwas auf: Mädchenkleidung ist oft aufwändiger dekoriert - Rüschen hier, Glitzer da. Schon Baby-Bodies für Mädchen haben winzigkleine Schleifchen dran. Stell dir mal vor: So lange du dich zurück erinnerst in deinem recht kurzen Leben sind entweder alle deine Sachen dekoriert - oder gar keine. Das ist doch auch schonmal eine Erfahrung. Qualität Gut, nachdem mein Sohn das ein oder andere Mädchen T-Shirt runtergespielt hatte, habe ich mir's schon gedacht: Jungskleidung hält einfach länger. Und das bringt zumindest mich dazu, hauptsächlich Jungskleidung zu kaufen, v.a. bei Hosen. Die Stoffe sind dicker, haltbarer und die Nähte sind besser verarbeitet. Und im Winter sind sie einfach wärmer. Warum ist das so? Von Mädchen wird erwartet, dass sie besser auf ihre Kleidung aufpassen. Das ist so ein bisschen ein Henne-und-Ei Problem: Ich kann ja dieses fragile Shirt kaufen, sie wird schon darauf aufpassen - dann ermahnen, wenn's doch was abbekommt, was die Trägerin beim nächsten Mal vom wilden Spielen abhalten wird. Diesen Kreislauf zu durchbrechen wird nur uns Eltern gelingen. Symbole Mal abgesehen von den praktischen Aspekten - Größe, Passform, Qualität - ist mir klar geworden: Indem wir bestimmte Symbole auf Kleidung drucken, drücken wir verschiedene Aspekte unserer Lebenswelt aus. In unserer Kultur wird von Frauen erwartet, den Großteil emotionaler Arbeit zu leisten. Mädchenkleidung ist übersäht mit emotionalen Symbolen wie Herzen, Sterne, Einhörner. Jungen bekommen LKWs, Bagger und Raketen - zeigen ihnen früh: "Gefühle sind nicht dein Bereich." Sie lernen, das Gefühle nur für Mädchen sind, während Mädchen auf genau diese Gefühle reduziert werden. Ihr Interesse für Technik wird nirgends repräsentiert, als ob jemand die ganze Zeit sagen würde: "Mädchen können das nicht!" Damit verschließen wir unseren Kindern - Jungen wie Mädchen - ein ganzes emotionales Universum. Zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit brauchen Kinder die passende Kleidung - fangen wir an! ___________________________________ Modifiziert und aus dem Englischen übersetzt nach diesem Artikel
21.04.17, 13:48 Susanne Weller
Ich bin Susanne Weller, 34 Jahre alt, IT-Produktmanagerin und Mutter von einem Sohn (5 Jahre). Zusammen mit Myriell Kohrs, Modedesignerin und auch Mutter von 2 Söhnen, habe ich die Kleiderbande gegründet. Wie sind wir dazu gekommen? Mein Sohn hat mich und meinen Mann vor 2 Jahren mit einer Aussage überrascht: "Ich will ein Mädchen sein!" Nach einigem Nachfragen hat er uns dann erzählt, dass er gerne schöne Kleider anziehen will, das aber nicht darf, da er ein Junge ist. Wir haben ihm erstmal erklärt, dass er anziehn darf was er will. Theoretisch hatte er das schnell verstanden, in der Praxis sah es dann aber ganz anders aus. Wir sind in verschiedene Läden gegangen und haben - an den hochgezogenen Augenbrauen der Verkäufer*innen vorbei - Kleider und Röcke anprobiert. Wunderbar mit anzusehen, wie sich für meinen kleinen Menschen eine ganz neue Welt eröffnet hat, und gleichzeitig auch die erschreckende Erkenntnis: Den meisten Kindern wird schon früh durch die Wahl der Kleidung eine bestimmte Rolle auferlegt. Nur weil du Junge/Mädchen bist, darfst du etwas nicht. Auch für progressive Eltern wie uns ein ständiges Abwägen - Jetzt trägt er pink. Ist er deswegen gleich niedlicher oder umgänglicher? Schlussendlich haben wir Kleider mit klassischen "Jungsmotiven" leider nicht im Laden gefunden und uns selber drangemacht. Nach einer Ausbildung im Siebdruck kamen die ersten Motiv-Shirts dazu, und immer wieder Anfragen von Eltern: Wo habt ihr das her, wo kann man das kaufen? Nachdem ich gefühlte 2 Wochen am Telefon hing, um eine geeignete Produktionsstätte zu finden ("Nee, sowas machen wir nicht..."), bin ich an einem Samstag in Myriells Laden gelaufen. Und da hingen sie: Wunderbar schlichte, unisex Kindersachen. Aus einem kurzen Kaffee mit Myriell wurde ein ganzer Tag. Das passte direkt. Myriell hat vor 10 Jahren ähnliche Erfahrungen mit ihrem Sohn gemacht: Er fand als 4-Jähriger die "schönen Farben" besser als dunkelblau und braun. Außerdem wollte er auch Glitzer und Lack. Da es zu der Zeit nur hässliche, dunkle und grobe Prints für Jungs gab, wurden Teile aus der Mädchenabteilung mit in den Kleiderschrank gemixt. Ein rosa-blau geringeltes Kleid passte schliesslich super über eine blaue Hose oder Strumpfhose und wurde mit einem orangenen Pulli abgerundet. "Wo habt ihr die schönen Sachen her?", hörten wir immer wieder. Vom Flohmarkt und aus der Mädchenabteilung. Die erstaunten und bewundernden Blicke waren die ersten Inspirationsquellen für schöne, Gute-Laune- Kinderkleidung. Das handwerkliche Know-how, können wir nun auch für die neue Idee nutzen und direkt gemeinsam Ideen sammeln. Schnell war uns klar, dass wir bei der Produktion keine Kompromisse eingehen wollen: Lokal produziert und hochwertig soll es sein. Den Kindern entsprechen, dabei noch gut ausssehen und praktisch sein. Denn das hält länger (im Schrank und für die Zukunft Aller). Wir kommen beide aus Familien von Machern. Jetzt machen wir die Kleidung so, wie sie uns (und vielen anderen auch) gefällt.

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