Crowdfunding beendet
Das kleine theater wird ab dem 14.03.2020 auf unbestimmte Zeit seinen Spielbetrieb einstellen. In der sich entwickelten Krise ist es der richtige Schritt. Wir hatten auf die schnelle amtsseitige Untersagung gehofft, damit auch wir als Kulturbetrieb die Überlebenschance wahrnehmen können. Eine andere Entscheidung hätte das sofortige Aus für das kleine theater und seine fast vierzigköpfige Mitarbeiterschaft bedeutet.
104 €
Fundingsumme
1
Unterstütz­er:innen
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 Kleines Theater Bad Godesberg will Corona überleben
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 20.03.20 16:34 Uhr - 30.04.20 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum bis August 2020
Startlevel 16.000 €

Das Fundingziel hält deckt die Kosten für einen Monat ohne Spielbetrieb.

Kategorie Theater
Stadt Bonn

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Worum geht es in dem Projekt?

Aus einer Situation, die einen vielversprechenden Aufwärtstrend darstellte, ist das kleine theater schon mit Beginn der Corona-Krise in ein tiefes Tal gefallen. Zum 14.03.2020 konnten wir in 7,5 Monaten insgesamt 17.653 Zuschauer begrüßen. Das sind 3,5 % mehr, als im Vergleich zum Vorjahresergebnis des Vorgängers. Der Umsatz lag sogar 8,9 % höher als im Vorjahreszeitraum. Ein Ergebnis, das durch die Erfahrung, die wir machen konnten, als ausbaufähig zu bezeichnen ist, aber auch durchaus Zuversicht gibt.

Nach der mehrfach sehr gut besprochenen Premiere am 04.03., unseres Schauspiels BLICK ZURÜCK IM ZORN, blieben die bei uns üblicherweise nach der Veröffentlichung der Kritiken eingehenden Verkäufe von Einzeltickets aus. Das Abo- und Theatergemeindepublikum blieb unter sich und nach einem phänomenalen Februar, blieben die gastronomischen Umsätze nahezu aus. Jeder Tag der Corona-Berichterstattung schmälerte das Publikum. Abonnenten ließen ihre Plätze leer. Wir spielten nur noch vor rund 25 Zuschauern, die dennoch der Inszenierung großen Applaus zollten.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unser Publikum hat wohl in Bonn noch immer den höchsten Altersdurchschnitt, auch wenn sich das immer mehr durchmischt hat. Man konnte merken, dass diese Risikogruppe höchst verunsichert war. Bereits am Dienstag, den 10.03. informierte ich deshalb sowohl den Godesberger Bezirksbürgermeister, als auch die Bonner Kulturdezernentin, die Bezirksregierung und den Deutschen Bühnenverein. Am Mittwoch dann verabredeten die Bonner Theater ein Treffen für den Donnerstag, an dem viele Veranstalter, als auch die Kulturamtleiterin, im Contra-Kreis teilnahmen. Hier wurde deutlich, wie ernst auch die Kollegen den Stand der Dinge mittlerweile einschätzten. Freitag dann erreichte uns der Erlass zur Schließung unserer Häuser ab Samstag einschließlich. Noch während der Sitzung am Donnerstag erreichte uns die Nachricht, dass der Bonner OB eine Wiederaufnahme der Spielbetriebe erst im August sieht.

Für eine solch lange Zeit reichen unsere Mittel auf gar keinen Fall. Das Haus kostet im Spielbetrieb rund 51.000 Euro durchschnittlich im Monat. Ohne Spielbetrieb können wir das auf etwa 15 – 16.000 Euro reduzieren. Auch das wird aber ohne Einnahmen nicht zu stemmen sein. Wir hoffen zwar auf eine finanzielle Unterstützung, wie sie von vielen Seiten nun angekündigt wurde. Aber dies wird voraussichtlich ja nicht in diesem Rahmen erfolgen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Jetzt geht es wieder um die Existenz und jeder Beitrag zählt. Wir sind dankbar für jede Hilfe und da wir ein gemeinnütziger Verein sind, können unsere Zuwendungsbescheinigungen steuerlich berücksichtigt werden.

VIELEN HERZLICHEN DANK

Frank Oppermann

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld kommt dem Haus, den Mitarbeitern und den Schauspielern zugute.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Kleine Theater in Bad Godesberg besteht nun mehr als sechzig Jahre. Es wurde am 21. Oktober 1958 von Walter Ullrich in der Bad Godesberger Ubierstraße in einem Keller gegründet.

Heute hat das Kleine Theater seinen Sitz im alten Bürgermeisterhaus im Kurpark in Bad Godesberg. Der Vorhang öffnete sich zum ersten Mal im Herbst 1970 an diesem Ort mit seiner ersten Premiere „Staats-Affären“.

In jeder Spielzeit werden rund 300 Vorstellungen gespielt und die 161 Plätze des kleinen Hauses sind bis zu 65 Prozent von seinen Besuchern, wozu auch die über 800 Abonnenten zählen, besetzt.

Der Erfolg des Kleinen Theaters ist auf seinen breitgefächerten Spielplan zurückzuführen. Die Schauspiele reichen von der Klassik bis zur Moderne, von der Tragödie bis zur Boulevard-Komödie. Daneben stehen auch „kleine Formen“ von Operette und Musical auf dem Spielplan. Auch die kleinen Besucher dürfen sich jedes Jahr auf ein weihnachtliches Theaterereignis freuen.

Aber was wäre ein Theater ohne seine Schauspieler. So einige Größen haben hier am Haus zum Erfolg beigetragen. Lilian Harvey spielte in ihrer letzten Rolle in der Kriminalkomödie „Das Spinnennetz“ von Agatha Christie. Gunther Philipp stand mehrfach auf unserer kleinen Bühne. Unvergesslich auch Lil Dagover in der Anouilh-Komödie „Leocadia“. Lotti Krekel und Ernst Hilbig in „Schneider Wibbel“. Auch Brigitte Mira, Karin Dor, Peter Frank, Chris Roberts, Thomas Fritsch, Martin Sperr und Elisabeth Wiedemann waren in den 70ziger 80ziger Jahren bei uns zu Gast. Auch in der jüngeren Vergangenheit spielten zum Beispiel Heide Keller und Hans-Jürgen Bäumler in „Es war nicht die Fünfte, es war die Neunte“ mit großem Erfolg beim Publikum. Tanja Szewczenko stand überhaupt zum ersten Mal auf unseren Brettern und spielte Theater. Susanne Tremper ließ die „Piaf“ noch einmal lebendig werden und Ilja Richter spielte in „Monsieur Ibrahim und die Blume des Koran“, um nur einige namhafte Kollegen zu nennen, die das Kleine Theater zu dem machten, was es ist.

Als der 27jährige Walter Ullrich im Oktober 1958 im Keller einer Gaststätte mit wenig Geld und viel Enthusiasmus das Kleine Theater eröffnete, war er der jüngste Intendant Deutschlands. Inzwischen ist er zum Dienstältesten Theaterleiter des Landes geworden.

Das Zimmertheater wurde schnell weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und es gab prominente Erst- und Uraufführungen und literarische Entdeckungen. Ullrich inszenierte und spielte Vieles selbst, aber er holte sich auch immer renommierte Regisseure an sein Haus, die viele gute Arbeiten für das Kleine Theater inszenierten.

Mit dem Ende seines Mietvertrages beschloss Walter Ullrich zum 30.06.2019 seine Leitungsaufgaben abzugeben und so bemühte sich Frank Oppermann bereits ab Sommer 2016 um die Nachfolge und Fortführung und erhielt durch die Entscheidung des Rates am 28.02.2019 den Zuschlag.

Walter Ullrichs Tradition und Mischungs des Programms soll erhalten bleiben. Das Haus soll saniert werden. Ein Rahmenprogramm soll das Haus für ein noch breiteres Publikum öffnen. Herr Ullrich steht dem neuen Leiter, Frank Oppermann, mit Rat und Tat zur Seite und freut sich, dass es mit seinem Lebenswerk weiter geht.

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