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Projekte / Theater
KRUD
KRUD - Eine freie Theaterproduktion des Ensembles Ourobouros, www.ourobouros.de , Showing 26./27.2. und 4./5.3. 2016 19Uhr ehemaliges Stummfilmkino Delphi, Gustav Adolf Straße 2, 13086 Berlin
Berlin
5.052 €
5.000 € Fundingziel
39
Fans
34
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 KRUD

Projekt

Finanzierungszeitraum 09.11.15 12:04 Uhr - 31.12.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 22.2. - 7.3.2016
Fundingziel erreicht 5.000 €
Stadt Berlin
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

Ein Versuch der Darstellung von unverwörterlichen Zuständen.
Anhand der Psychose von Willi M. und seiner beschwerlich aufkeimenden Beziehung zu Elise S., die an einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung leidet. Erzählt in intimen, surrealen Welten von Erinnerung, Befürchtung, Sehnsucht, Scham und Hürde.
Die Menschen und Räume verschieben sich wie in Gedankenwelten und reissen die Gegenwart in individuelle, emotionale Graustufen des einsamen, geschundenen Geistes.
Im Kontrast zum Korsett des mitunter skurrilen Psychiatrie-Stationsalltags, bilden fragmentartige Gedankenbilder Türen von ihrer zu unserer Perzeption.
Sie verlieren und entfernen sich zwangsläufig in den getrennten Welten ihrer unterschiedlichen Symptomatik von einander und können sich an Schnittpunkten dennoch gegenseitig beatmen.

Ein Versuch der Verletzung der Intimität von Gedanken. Roh, ungefiltert und durch enthemmte Ehrlichkeit im Schnelldurchlauf.
Krud.

Es handelt sich um ein surrealistisches Drama mit Einflüssen der Groteske, welches die Themen Angst, Liebe und Unterbewusstsein zentral behandelt.

Wir befinden uns an einem neuen Punkt der Desorientierung - einem Bruch- mit den klassischen Familienmodellen der Vergangenheit und unserer Eltern. Überflutung und Abstumpfung.
Ist auch Treibholz es wert, nicht alleine zu sterben?
Dieser Verunsicherung versuchen wir im Stück Ausdruck zu verleihen.

Weitere Informationen auf unserer Website:

http://www.ourobouros.de

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Stück richtet sich an Erwachsene, die eine atmosphärische Abwechslung zu den staatlichen Theaterhäusern suchen. In unserem Bezirk Weissensee gibt es weitaus weniger kulturelles Angebot, als in z.B. Kreuzberg oder Neukölln. Dennoch gibt es viele Interessierte hier.
Das Delphi Stummfilmkino befindet sich im Umfeld von Weissensee, Prenzlauer Berg, Hohenschönhausen und Mitte.
Mit „KRUD“ nehmen wir aktiv an der kulturellen Mitgestaltung unserer direkten Umgebung teil.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Dies ist das erste Projekt, bei dem wir finanzielle Unterstützung benötigen.
Aus dem Grund, dass wir die Ausdrucksform, die wir uns im Laufe der Jahre erarbeitet haben, erstmalig auf eine größere Bühne übertragen wollen, mit Ermöglichung der Umsetzung von aufwendig konzipierten Bühnen- und Kostümbild.
Wir stellen uns eine Arbeitsphase vor, in der es uns erstmalig ermöglicht wird, unser Konzept in all seinen Teilchen zusammenfügen zu dürfen. Die Atmosphäre des Delphi Stummfilmkinos steht einzigartig in Einheit mit unseren Bildern.
Es handelt sich um ein Bauwerk, dass 1929 als eines der ersten Stummfilmkinos weltweit erbaut und eröffnet wurde. In einer Zeit, in der Weißensee Filmstadt war. Es ist schwer zu fassen, dass ein Ort wie dieser in Berlin so existiert. Alles wirkt wie stehen geblieben und wunderschön. Und trotz der Schönheit ist es nicht sehr bekannt. Die Wände zieren unzählige Farben und Formen, entstanden aus der Abblätterung von Schichten der letzten 8 Jahrzehnte.
Wie der Tanzsaal eines versunkenen Schiffes. Es gibt keinen vergleichbaren Ort, der uns zugänglich wäre und es ist ein unglaubliches Geschenk, dass er sich in unserem direkten Umfeld befindet und wir diejenigen sein dürfen, die Ihn mitgestalten.
Wir kennen die Besitzer des Delphis schon länger. Sie arbeiten hart dafür, diesen Ort als Spielstätte für Darstellende Künste zu etablieren und unterstützen uns bei unserem Vorhaben.
Wir wünschen uns längerfristig dort arbeiten zu können und zu nutzen, was unser Stadtbezirk an verborgenen Potenzialen bietet.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Da das ehemalige Stummfilmkino Delphi im Moment noch nicht zu den staatlich geförderten Spielstätten gehört, müssen wir Miete und Heizkosten zahlen. Wir brauchen Sprit zum Transportieren unseres Szenenbildes, unserer Technik, Instrumente und Baumaterialien. Wir brauchen für unsere Videoprojektionen einen guten Projektor, der im Verleih furchtbar teuer ist, aber unabdingbar für den Raum, in dem wir unsere Bilder zeigen möchten.
Die Bildsprache ist symbolhaft, z. T. verstörend, opulent und grotesk. Sehr visuell konzipiert mit zahlreichen handgefertigten Kostümen und Requisiten, sowie multimedial mit Videoprojektionen (u. a. auch auf bewegte Objekte und Protagonisten). Ein Musiker im Orchestergraben vertont das Stück live mithilfe von zahlreichen z. T. selbstgebauten Instrumenten und anderen Klangerzeugern in Choreographie und Interaktion mit dem Schauspiel.

Die lineare Erzählweise wird durch Diskurse unterbrochen, die persönliche Emotionen und Gedanken, die in einer gemeinsamen Situation, jedoch bei jeweils nur Einem der Beiden sichtbar gemacht werden, aufzeigen.
Diese Diskurse bilden das Unterbewusste ab. Das Unmittelbare. Sie erzählen zum Einen von der Sicht, die durch eine Psychose oder Persönlichkeitsstörung verzerrt oder intensiviert, bzw. eingeschränkt oder eröffnet wird.
Zum Anderen erzählen sie von dem, was dieser Verzerrtheit Ihren Ursprung gab.

Während des Stücks verwandeln sich Personen und Objekte sowie der Raum, in dem sie sich befinden.
In einer Szene empfindet der Protagonist Abscheu, gegenüber der gelben Finger seiner statischen Mitpatienten im Raucherraum. Sie verwandeln sich in dampfende Fleischschläuche, gefangen in der ewigen Mechanik des Ein- und Auspustens ihres Rauches, sowie in der ewigen Mechanik ihrer aus seiner Sicht armseligen Existenzen. In einer anderen Szene, isst Elise mit Ihren Eltern zu Tisch. Sie sitzt auf der Bühne auf einem Stuhl, mit dem Rücken zum Publikum, während die Eltern ihr gegenüber sitzen, meterhoch an die Wand projeziert. Die verschobenen Größenverhältnisse unterstützen die erdrückende Atmosphäre im Raum und die Sichtbarkeit der Verhältnisse unter Einander.
In einer weiteren Szene, befindet sich Elise am Grunde des Ozeans. Am Grunde von sich selbst. Dem Ort, wo sie Ihr Über-Ich in Form einer alternden, hässlichen Meerjungfrau stetig abwertet und sie daran erinnert, was sie alles nicht tut, zu dem sie imstande wäre. Elise arbeitet an einem geschönten Gemälde der alten Dame, die niemals zufrieden ist. Dies bildet eine Metapher zu der krankmachenden Kluft, die zwischen ihrem Über-Ich und der Realität steht.

Das Publikum nimmt eine voyeuristische Rolle ein, bei der Betrachtung von Gegebenheiten, die in einer Metamorphose in die intime Perspektive des jeweiligen Erzählers auf die Gegebenheiten, gleiten.

Wer steht hinter dem Projekt?

Buch, Konzept, Produktionsleitung und Regie:
Julia Ketelhut

Schauspiel:
Ayla Hoffmann, Diego Andreas Ivica, Janine Trebuth,
Ralf Kilauea, Cindy Jäpel, Maxim Baronin, Katharina Junker,
Michel Grün

Musik:
Ralf Schwieters

Bühnen- und Kostümbild:
Alice Hoffmann

Kostümbild im Bereich der Gewandmeisterei:
Luisa Hirsch

Kamera Videoprojektion:
Maxim Baronin

Ton:
Fred Gneckow

Licht:
David Egger, Arne Weiß

Special Effekts:
Louis Marioth, Julia Ketelhut

Produktionsassistenz:
Alice Hoffmann

Bühnenmalerei:
Sebastien Delahaye

Fotografie und Coverdesign:
Alexandru Plesco

Website Design:
Dustin Eichmann


Mein Name ist Julia Ketelhut und ich bin 25 Jahre alt. Ich habe dieses Stück geschrieben und führe Regie. Ich habe Glück, als Teil einer festen Gruppierung agieren zu dürfen, die seit 2012 gemeinsam Projekte verwirklicht.
Uns interessiert zentral in der Ausdrucksform unserer Arbeit, die Wirren der unendlichen Vielfalt menschlicher Wahrnehmung abzubilden, zu dokumentieren und deutlich zu machen.
Ich habe in den letzten Jahren als Ergotherapeutin viel Zeit mit autistischen, schizophrenen, persönlichkeitsgestörten und drogenabhängigen Menschen verbracht.
Ich kam zu der Erfahrung, dass das Nicht-Verstehbare der Menschen unter Einander, permanent zu Ihrer Trennung beitrug.
Mich interessierte der Sinn ihres Handelns, somit gewährten sie mir Einblicke in ihre Auffassungen und ihre Sicht und ich begann, ihnen zu helfen dies mithilfe von Farbe und Pinseln, oder Holz oder Ton zu dokumentieren. Da ich immer schrieb und malte über die Welten von Erleben und Erlebten, die mir eröffnet wurden, kam schnell der Wunsch in mir auf, filmisch etwas zu erarbeiten. Wir drehten den Kurzfilm „Iris mute“ (surrealistisches Drama, 20 min, 2012) und haben uns z. T. hierbei erstmalig als Gruppe zusammen gefunden und organisiert.
Der Film wurde international auf Filmfestivals gezeigt und unsere Gruppe arbeitet seitdem stetig weiter an Projekten. Wir wollen diese Arbeit auch weiterhin gemeinsam fortführen.
Unser Ensemble Ourobouros trifft sich wöchentlich seit Oktober 2014 im Kulturzentrum Königstadt am Senefelder Platz zum Proben.
Die Geschichte sowie die Charaktere für „KRUD“, wurden in diesem Prozess erarbeitet.

Impressum
Julia Ketelhut
Berlin Deutschland

Partner

vielen Dank an das Team von Stoffe.de für die Unterstützung an Materialien und wunderschönen Stoffen.

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