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Projekte / Theater
Kabale und Liebe, ein bayerisches Trauerspiel
In unserer Inszenierung von Kabale und Liebe wird der Text des bürgerlichen Standes in die bayerische Mundart übertragen. Der Gebrauch des Dialekts wird je nach Figur und Situation differenziert. Die Behandlung der Sprache in Einklang mit dem Individuum ist Thema der Inszenierung. Da „Kabale und Liebe“ Unterrichtsstoff ist, möchten wir vor allem auch die junge Generation erreichen, der der Dialekt sehr abhanden kommt.
München
8.124 €
8.000 € Fundingziel
113
Fans
17
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Kabale und Liebe, ein bayerisches Trauerspiel

Projekt

Finanzierungszeitraum 09.01.14 16:23 Uhr - 03.03.14 23:59 Uhr
Fundingziel erreicht 8.000 €
Stadt München
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

Für das neugierige, kulturinteressierte Publikum Münchens stellt Südsehen die Debütproduktion Kabale und Liebe – ein bayerisches Trauerspiel auf die Beine. Es handelt sich um das bekannte Werk Schillers über das Scheitern absoluter Liebe, welches in Teilen in die bayerische Mundart übertragen wurde. Die gesellschaftlichen Verhältnisse – bei Schiller Bürgertum und Adel – werden im Aufeinandertreffen von Dialekt und Hochsprache (Kunstsprache) behutsam dargestellt. Dabei ist ein Anliegen unserer Produktion auch, die Entwicklung des Dialekts durch Anpassung an die Hochsprache zu zeigen und auf dessen Assimilierung aufmerksam zu machen. Die subtile, diskriminierende Ausgrenzung auf Basis des Sprachgebrauchs wird reflektiert und so auf versteckte Hierarchien innerhalb unserer Gesellschaft aufmerksam gemacht. Weitere Infos www.suedsehen.de

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Neben dem Genannten hat das Theaterstück „Kabale und Liebe - ein bayerisches Trauerspiel“ den Auftrag, den Dialekt, exemplarisch die bayerische Sprache, als Kulturgut zu erhalten. Durch die Wahl eines bekannten Werkes, das auch in vielen Schulen auf dem Lehrplan steht, haben wir die Möglichkeit die junge Generation zu erreichen und Ihnen einerseits einen Klassikertext und andererseits die heimische Mundart wieder nahe zu bringen, um sie mit ihrer eigenen Kultur vertraut zu machen. Darüber hinaus weist „Kabale und Liebe - ein bayerisches Trauerspiel“ auch eine gewisse Komik auf und transportiert auf teils unterhaltsame Weise die bereits genannten Botschaften an die Zuschauer. Theater hat einen Auftrag. Nicht nur zu unterhalten, sondern auch die Leute wach zu machen, sie sensibel zu machen für die Welt, in der sie stehen und wo nötig aufzurütteln. Weitere Infos www.suedsehen.de

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Durch das vorliegende Konzept wird auf die regionale Problematik der Entwicklung der Mundart, die auch laut dem aktualisierten Weltatlas der bedrohten Sprachen der UNESCO mehr und mehr aus dem Sprachgebrauch verschwindet und dadurch auf lange Sicht vom Aussterben bedroht ist, Bezug genommen. Bayerische Stücke oder Filme werden immer wieder produziert. Dabei wird jedoch selten der Umgang mit dem Dialekt innerhalb der Bevölkerung thematisiert, vielmehr handelt es sich bei den Produktionen in der Regel um Bauernstücke oder nostalgische Komödien – oft in Kombination mit Schauspielern, die den Dialekt nur imitieren. Dadurch wird Bayerisch meist automatisch in der Sphäre des Ländlich-Bäuerischen verortet und häufig mit Bildungsferne gleichgesetzt. In „Kabale und Liebe, ein bayerisches Trauerspiel“ wird diesem Umstand Rechnung getragen, indem das nach Rang niedere, jedoch im Aufstieg begriffene Bürgertum die Mundart spricht.
Durch die verschiedenartige Übertragung der Kunstsprache Schillers in die bayerische Mundart soll eine Nähe zur Realität erreicht werden, die die Veränderung im Sprachumgang zeigt. Welche sich aus verschiedenen Gründen in der Bevölkerung entwickelt hat. Die Schillers Sprache – das von ihm entworfene Bühnendeutsch – wird im Stand der Aristokraten erhalten bleiben. Damit soll eine einfache Übertragung in ein „heutiges Deutsch“, das Schillers Kunstsprache nicht gerecht würde, vermieden und dem hohen Anspruch an klassische Weltliteratur, der für das zu erwartende Schulpublikum wichtig ist, entsprochen werde.
Die Besetzung der Luise mit einer Schauspielerin mit "bayerisch-äthiopischen" Wurzeln bietet ein deutliches Zeichen, um die Frage nach Fremdheit in unsere Zeit zu übersetzen. Das Problem „standesgemäßer“ Heirat wird so mit der allgemeinen Frage nach den Grenzen der Identität und der Toleranz verbunden. Stellt die Liebe einen erwünschten Grenzübertritt vom Ich zum Anderen dar, wird hier das gesellschaftliche Hemmnis diesen Zuzulassen über ein einfaches Zeichen beschrieben, ohne den Rassismus als Keule bedienen zu wollen. Weitere Infos www.suedsehen.de

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Bei erfolgreichem Crowdfunding wird am 6.3.2014 die Premiere im Theater Einstein-Kultur am Max-Weber-Platz in München gefeiert.
Das Geld wird in die Finanzierung der Bühnentechnik, der Kostüme und des Bühnenbildes fließen, dass Sie auf den Modellfotos bereits betrachten können.

Konzeption von Bühnenbild und Kostüm
Das Bühnenbild greift auf minimalistisch-abstrakte Weise den Grundgedanken des Stückes bzw. der Inszenierung auf, indem es der „Zwei-Klassengesellschaft“ zwar klare räumliche Verortungen zuweist, aber auch ein Übergreifen zwischen den beiden Welten zulässt. So steht das einseitig absinkende, skelettierte Dachgebälk eines Hauses für die bürgerliche Welt, die in ihre Roh- und Einfachheit schwer zu begehen und umgehen ist, aber auch für den Zerfall der Gesellschaftsform, bei der es sich zu retten gilt, gleich einem sinkenden Schiff. Zu Anfang mit Papierbahnen verkleidet, wird die Häuslichkeit peu à peu eingerissen; nicht zuletzt durch den durch das Dach führenden Steg, der dem Adel als Catwalk ihres extrovertierten höfischen Lebens dient. Durch diese Anordnung soll zum einen die Unumgänglichkeit eines Aufeinandertreffens, die gegenseitige Beeinträchtigung und Störung, aber auch die unausgesprochene Abhängigkeit des einen, ohne den es den anderen nicht geben würde, symbolisiert werden. Das Kostümbild wird akzentuiert auf die bayerische und bürgerliche Kleidung eingehen, aber auch mit historischen Details arbeiten, die sowohl eine moderne als auch klassische Zeit erzählen. Weitere Infos www.suedsehen.de

Wer steht hinter dem Projekt?

"südsehen" ist eine neue Theatergruppe mit in München ansässigen Schauspielern. www.suedsehen.de

Wir konnten bereits den Verein "Freunde der Vorstadt Au e.V." für uns gewinnen die uns ihre Räumlichkeiten für die ersten Proben zur Verfügung stellen.

Das künstlerische Team
Besetzung:
Ulrike Dostal – Lady Milford, Frau Miller
Désirée Siyum – Luise
Amadeus Bodis – Der Präsident
Erwin Brantl – Miller, Hofmarshall von Kalb
Thomas Trüschler – Ferdinand
Robert Ludewig – Wurm

Regie: Robert Ludewig
Bühnenbild und Kostüm: Aylin Kaip
Dramaturgie, Mitarbeit am Text: Nikolai Steinhart, Erwin Brantl
Regieassistenz: Constanze Hörner

Kurz-Viten
Ulrike Dostal:
Die Regensburgerin Ulrike Dostal erhielt ihre Schauspielausbildung an der Schauspielschule „Pygmalion“ in Wien und am „Zinner-Studio“ in München. Parallel dazu nahm sie privaten Gesangsunterricht und besuchte mehrere Musical-Kurse in Wien, Manchester und Berlin. 1998 erhielt sie den Lore-Bronner-Preis für Nachwuchskünstler und 2009 den Preis für die beste Ensembleleistung bei den Bayrischen Theatertagen.
Sie ist Ensemble-Mitglied im Staatstheater am Gärtnerplatz, beim Münchner Galerie-Theater, beim frechen Volkstheater, beim Jungen Schauspielensemble München, bei der Augsburger Kammeroper und bei „Ensemble Reizwerk“.
Zu ihren wichtigsten Rollen zählen die Titelrollen in „Medea“, „Salome“ und „Maria Stuart“, die Hexe des Westens im „Zauberer von Oz“, Chava in „Anatevka“, Lady Macbeth in „Macbeth“, Papagena in „Die Zauberflöte“ und Andromache in „Der Untergang“.

Désirée Siyum:
Désirée Siyum ist eine gebürtige Erdingerin. Nachdem sie durch einen Zufall beim Fernsehen landete und 1 Jahr lang in der Serie „Marienhof“ mitwirkte, studierte sie an der LMU München Theaterwissenschaft und absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule, Ali Wunsch-König. Seitdem spielte sie u.a. am „Münchner Galerie Theater“, am „Theater auf Tour“ und bei „Steiner’s Theaterstadl“. Seit 2011 gehört sie zum festen Ensemble der „Iberl Bühne“ und ist dort aktuell als Zigeunerin im Bauernschwank „Sauber Brazzelt“ zu sehen.

Amadeus Bodis:
Der ursprünglich aus dem Schwabenland stammende Wahlmünchner Amadeus Bodis ist Quereinsteiger. Inspiriert durch 16 Jahre Zusammenarbeit mit Sprechern und Schauspielern bei seiner Arbeit im Synchronstudio nahm der seinerzeit 40-Jährige privaten Schauspielunterricht bei Silvia di Leonardis und spielt seither regelmäßig in unterschiedlichen Münchner Ensembles wie "Münchner Galerie-Theater", "Ensemble-Theater und "Theater Blaue Maus" unter anderem die Titelrollen in "Faust" und "Brandner Kasper" . Neben seiner Arbeit als Sprecher und Geräuschemacher war er auch schon in „Marienhof“ und „Sturm der Liebe“ zu sehen.

Erwin Brantl:
Als Münchner Urgestein steht Erwin Brantl bereits seit über 40 Jahren als Schauspieler auf verschiedenen Bühnen Münchens. 30 Jahre war er in der Stammbesetzung der Münchner Volkssängerbühne und davon 10 Jahre als 1. Vorstand tätig. Seit 2011 ist er auch Mitglied bei „Junges Schauspiel Ensemble München“. Unzählige Hauptrollen, unteranderem in „Wildschütz Jennerwein“, „Brandner Kaspar“, „Ludwig II.“ und auch ein Soloprogramm „Ein Münchner im Himmel“ zählen zu seinen Engagements. Darüber hinaus machte er sich bereits auch einen Namen als Übersetzer in das Bayerische von klassischen Stücken wie „Hamlet“ und „Der Zerbrochene Krug“. Für die anstehende Produktion wird er die Übersetzung ins Bayerische und die Rolle des „Miller“ übernehmen.

Thomas Trüschler:
Thomas Trüschler wurde in Fulda geboren. Sein Schauspielstudium absolvierte er an der Schauspielschule Frankfurt am Main. Anschließend Schauspielunterricht bei Nicola Tiggeler. Er gehörte zwei Spielzeiten dem Ensemble des Münchner Theaters für Kinder an und ging danach bei den Theatergastspielen Kempf mit Romeo und Julia auf Tournee. Ausserdem gehört er seit 2004 zum Jungen Schauspiel Ensemble München. Neben zahlreichen Theaterengagements arbeitet er auch vermehrt fürs Fernsehen, unter anderem sah man ihn in „Unter uns“, „Ahornallee“ , „Um Himmels Willen“ und "Super Bullen''.

Robert Ludewig:
Robert Ludewig ist geboren und aufgewachsen in Regensburg. Zwischen 2004 und 2007 absolvierte er sein Schauspielstudium an der Neuen Münchner Schauspielschule Ali Wunsch-König. 2013 wurde ihm die Bühnenreife durch die Paritätische Prüfungskommission Wien anerkannt. Bereits während seiner Ausbildung war er beim Jungen Schauspiel Ensemble München in der Produktion „Mit dem Gurkenflieger in die Südsee“ zu sehen. Nach seinem Abschluss folgten Gastengagements unter anderem an der Landesbühne Bruchsal „Tintenblut“ oder dem Schauspielhaus Frankfurt/Main „Wilhelm Meister eine Theatralische Sendung“ außerdem auch zahlreiche freie Produktionen in München, Bamberg und Fürth und ist seit 2009 immer wieder in kleineren Rollen im Staatstheater am Gärtnerplatz zu sehen. Im Fernsehen war er unter anderem in „Die Rosenheim Cops“, „Herzflimmern die Klinik am See“ oder auf den Münchner Filmfest „Der blinde Fleck“ zu sehen.

Aylin Kaip:
Seit 2003 arbeitet Aylin Kaip freischaffend als Bühnen- und Kostümbildnerin. Als Bühnen- und Stagemanagementassistentin tourte sie ab 2004 mit der Produktion „Nothing but Music“ mit Giora Feidman durch Europa. 2009 assistierte sie in der Ausstattung bei der Uraufführung von „Eros“ bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und am Münchner Volkstheater. Als Bühnenbildnerin arbeitete sie u.a. in der Pasinger Fabrik, Theater Halle 7, Theater am Gleis Winterthur, Teamtheater Tankstelle, dem Bayerischen Staatsschauspiel, beim Jungen Schauspiel Ensemble München, Schauburg München und den Opernfestspielen Heidenheim. 2014 wird sie für das Theater Naumburg die Ausstattung für „Das Herz eines Boxers“ von Lutz Hübner erarbeiten und erneut für die Opernfestspiele Heidenheim tätig werden.

Nikolai Steinhart:
Nikolai Steinhart wurde in Wiesbaden geboren und verließ die Stadt erst zum Studium. Er studierte Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Komparatistik und Theaterwissenschaft in Mainz und Berlin. Vorher, nachher und währenddessen übte er verschiedene Positionen am Schauspiel Köln, dem Deutschen Theater Berlin, dem Schauspiel Frankfurt und der Berliner Volksbühne aus, wo er für und mit Dimiter Gotscheff, Bernhard Mikeska, Ulrich Rasche und Frank Castorf arbeitete. Nach München kam er 2013. Derzeit ist er in einer Hörbuch-Redaktion tätig.

Constanze Hörner:
Constanze Hörner wurde in München geboren und stand schon im Alter von sieben Jahren als Kinderstatistin auf der Bühne des Staatstheaters am Gärtnerplatz in Stücken wie „Eine Nacht in Venedig“ oder „Zar und Zimmermann“. In den Münchner Kammerspielen spielte sie in „Macbeth“ ebenfalls als Kinderstatistin mit. Kurz darauf trat sie in den Kinderchor und bald auch in die Jugendgruppe des Gärtnerplatztheaters ein, wobei sie in Opern wie „Carmen“ und „La Boheme“, aber auch in Musicals wie „Footloose“ und „Heimatlos“ mitwirkte. Ebenfalls tanzte sie in „Turandot“ im Residenztheater eine der Showgirls und ist in der Erwachsenenstatisterie des Gärtnerplatztheaters tätig. Außerdem arbeitet Constanze in der Requisite des Staatstheaters am Gärtnerplatz und studiert Theaterwissenschaft an der LMU München.

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