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Projekte / Film / Video
LE TERRAIN DU PEUPLE - Essayistischer Dokumentarfilm
Was, wenn ein übernommenes westliches Museumskonzept in Westafrika in Widerspruch mit den lokalen Traditionen gerät? Und auch noch eine dörfliche Gemeinde Anspruch auf dasselbe Stück Land erhebt, auf dem die Nation repräsentiert werden soll? Dieser Film über das Nationalmuseum von Burkina Faso fragt nach einer angemessenen Art und Weise für den Erhalt des kulturellen Erbes vor Ort. Der Film ist nun fast fertig. Unser Fundingziel ist die Finanzierung der letzten Etappe der Postproduktion.
Berlin
900 €
890 € Fundingziel
61
Fans
26
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 LE TERRAIN DU PEUPLE - Essayistischer Dokumentarfilm

Projekt

Finanzierungszeitraum 10.06.15 10:39 Uhr - 12.07.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 15.07. bis 15.08.2015
Fundingziel 890 €
Stadt Berlin
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Wie wirkt das koloniale Erbe auf beiden Seiten des Atlantiks fort? Die Idee zu diesem Film entstand aus dieser Frage und einer längeren Reflexion über die Beziehungen zwischen Europa und Afrika heraus.

Der Film widmet sich der Institution Museum, einem genuin westlichen Konzept, das nach der Unabhängigkeit von den europäischen Kolonialmächte in vielen afrikanischen Ländern im Zuge des Nationbuildings übernommen wurde. In Burkina Faso wurde das Nationalmuseum 1962 mit dem Ziel gegründet, die 63 Ethnien des Landes zu repräsentieren. Heute steht es auf einem riesigen Gelände in der Hauptstadt Ouagadougou, das in den 1980er Jahren angelegt und mit einer Mauer umzogen wurde. Die Bewohner des Dorfes Dassasgo, die ursprünglich dort lebten, wurden damals umgesiedelt. Auf dem Museumsgelände befinden sich heute noch die Überreste ihres Dorfes, inklusive einem sakralen Ort, an dem sie zweimal im Jahr traditionelle Rituale abhalten. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich LE TERRAIN DU PEUPLE mit der Streitfrage, welches der „richtige“ Ort für die Aufbewahrung des kulturellen Erbes in dem westafrikanischen Land ist: das Dorf oder das Museum?

Der Film wurde im Oktober 2014 in Ouagadougou gedreht und ist seit Dezember 2014 in Postproduktion.

Hier der Link zur Website: https://leterraindupeuple.wordpress.com

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Neben der Originalfassung (Französisch/Morée) gibt es eine Fassung mit deutschen Untertiteln und eine mit englischen Untertiteln.

Ein erstes Ziel wurde bereits erreicht: mit Unterstützung des Goethe-Instituts wurde der Film (ohne Farbkorrektur) im März dieses Jahres während des Filmfestivals FESPACO auf dem Gelände des Nationamuseums gezeigt. Vertreter des Dorfes und des Museums waren dazu eingeladen. Auf den Film folgte eine einstündige Debatte über den "richtigen" Ort zur Aufbewahrung des kulturellen Erbes in Burkina Faso, an der sich vor allem viele junge Burkinabés beteiligten.
In Europa kann der Film eine neue Sichtweise in die Diskussion über die hiesigen ethnologischen Museen einbringen. Einerseits indem er uns - wie vorher schon anderen Filme - erneut bewusst macht, wie problematisch das koloniale Erbe ist, das in den Depots dieser Museen lagert, und andererseits indem er den wenig bekannten Aspekt der Desakralisierung ritualer Gegenstände bei der Übernahme in ein Museum beleuchtet.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Filme über europäische Museen gibt es viele - über afrikanische Museen nicht. LE TERRAIN DU PEUPLE füllt diese Lücke. Der Film ist keine klassische Reportage, sondern folgt einer künstlerischen Herangehensweise und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem burkinischen Poetry Slamer Ali K Ouedraogo. Er ist ein Herzensprojekt ohne kommerzielle Interessen, das für künstlerische Freiheit einsteht.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem Crowdfunding soll das Honorar für die Farbkorrektur und die Herstellung professioneller Abspielformate fürs Kino (DCP und Bluray) finanziert werden. Dafür möchte ich 890 Euro sammeln. Einen Arbeitsplatz mit Grading Suite können wir dankenswerter Weise kostenfrei nutzen. Anschließend soll der Film bei Festivals eingereicht und Galerien, Museen und Projektgruppen angeboten werden, die zu dem Thema arbeiten.

Der Film ist von Beginn an ein Low Budget Projekt gewesen, bei dem alle Beteiligten nur kleine Honorare bzw. Aufwandsentschädigungen erhalten haben und vor allem mit viel Enthusiasmus dabei waren. Er wurde bislang komplett aus Eigenmitteln und ohne externe Förderung finanziert. Die Produktionskosten belaufen sich bislang auf knapp über 5.000 Euro. Mit diesem Betrag ist die gesetzte Obergrenze erreicht und die letzte Etappe der Postproduktion kann ohne finanzielle Unterstützung nicht abgeschlossen werden. Bei Overfunding wird rückwirkend das Honorar der Cutterin Andrea Schönherr erhöht, da der Schnitt länger gedauert hat, als wir ursprünglich geplant hatten.

Wer steht hinter dem Projekt?

Ich heiße Anja Göbel, ich habe den Film produziert und Regie geführt. Ich setze mich seit fast zehn Jahren mit den Beziehungen zwischen Afrika und Europa auseinander. Eine persönliche Ebene hat das ganze seitdem ich vor einigen Jahren meinen Mann aus Togo kennengelernt habe. Studiert habe ich Kulturwissenschaften, Semiotik und Filmvermittlung in Lüneburg, Tartu und Paris. Seit 2008 arbeite ich in verschiedenen Funktionen in der Deutschen Kinemathek und bin seit 2010 auch als freiberufliche Referentin und Autorin in der kulturellen Bildungsarbeit sowie als Kuratorin von Filmreihen tätig. LE TERRAIN DU PEUPLE ist meine erster eigener Film.

Der Poetryslamer Ali K Ouedraogo aus Ouagadougou ist im Film zunächst nur zu hören, am Ende aber auch zu sehen. Er absolvierte zunächst ein Ingenieurstudium bevor sich dem Theater und Schreiben zuwandte. Mit seinen poetisch-kritischen Texten hat er sich als Poetryslamer und Sänger mit eigener Band in Ouagadougou einen Namen gemacht. 2014 spielte er die Hauptrolle in einer Theaterinszenierung des Romans ‚Der kleine Prinz‘.

Simon Gillard aus Brüssel hat für diesen Film die Kameraarbeit gemacht. Er schloss 2014 sein Regie-Studium an der renommierten Filmhochschule INSAS in Brüssel ab. Nachdem sein erster Dokumentarkurzfilm ANIMA 2013 bereits erfolgreich auf mehreren europäischen Filmfestivals lief, folgte 2014 sein Abschlussfilm YAAR, der mittlerweile mit drei Festivalpreisen ausgezeichnet wurde. Derzeit arbeitet er an seinem dritten Dokumentarfilm über Burkina Faso.

Andrea Schönherr hat den Film geschnitten. Sie studierte in Weimar und Toulouse Mediendesign mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm und realisierte als Abschlussfilm eine Dokumentation über das alte Panierviertel in Marseille. Für die zero one film GmbH in Berlin betreute sie zunächst als Schnittassistentin und ab 2011 als als selbstständige Filmeditorin mehrere ARTE-Produktionen. Heute lebt und arbeitet sie in Potsdam und hat bereits mehrere Kinodokumentarfilme geschnitten.

Impressum
Anja Göbel
Eylauer Str. 14
10965 Berlin Deutschland

Steuernummer: 14/310/01543

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