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17.07.2017

Der Cannabismarkt in Italien

Sebastian Riessland
Sebastian Riessland3 min Lesezeit

Tada, unser zweiter Beitrag zu unserer Serie: CBD und Cannabis in unseren Nachbarländern. Heute geht es um Italien.
Italien ist nicht nur bekannt für seine Pizzen, Pasta und Strände, sondern hat auch eine lange Tradition im Anbau von Hanf, vorwiegend als Nutzpflanze in der Agrar - und Landwirtschaft. So manch ambitionierte Menschen wollen das alte Wissen dieser Pflanze wiederbeleben:

In folgenden Video sieht man ambitionierten Süd-Tiroler die den Hanf wiederbeleben wollen:
https://www.youtube.com/watch?v=GeJrK5pbwwA

Die rechtliche Situation:

Die THC-Grenze belief sich, so wie in den weitern Teilen der EU, auf 0,2%, diese wurde jedoch im Januar 2017 auf 0,6% erhöht.
(siehe: http://www.canapaindustriale.it/2017/01/16/nuova-legge-sulla-canapa-in-vigore-dal-14-gennaio/)
CBD, einer der nicht psychoaktiven Inhaltsstoffe von Cannabis wird, wie in vielen Ländern der EU, nicht strafrechtlich verfolgt.
Im Juli 2016 diskutierte das italienische Parlament die Entkriminalisierung von Cannabis zum Eigengebrauch und die Haltung von bis zu fünf Cannabispflanzen im Eigenheim. Dieser Vorschlag wurde aber noch nicht durchgesetzt.

Das staatliche medizinale Militär-Cannabis

Seit 2007, gibt es bei unseren italienischen Nachbarn ein medizinisches Cannabis-Programm - somit können Patient*Innen legal gemahlene Cannabisblüten, in lizenzierten, staatlich betriebenen Apotheken, kaufen. Zunächst wurde medizinisches Cannabis vorwiegend aus den Niederlanden importiert, und zu einem Preis von bis zu 24€ pro Gramm verkauft.
Da dieser Preis sehr hoch ist, wurde in einer Militärbasis (Stabilimento Chimico Farmaceutico Militare) in der Nähe von Florenz eine medizinische Cannabis Produktion ins Leben gerufen. Dieses staatliche, medizinische Cannabis, Namens FM2 hat ca. 8% CBD und 6% THC. Das italienische Produkt ist jedoch mit bis zu 15€ pro Gramm, deutlich günstiger als das importierte, holländische Produkt.

Im folgenden Video wird die medizinische Cannabis Aufzucht des Militärs vorgestellt:
http://www.zeit.de/video/2017-02/5318203291001/italien-italienisches-militaer-baut-cannabis-an

Medizinisches Cannabis darf von den italienischen Ärzt*Innen verschrieben werden, aber auch von den Apothekern zu Harzen, Ölen, Kapseln, Liquids, Augentropfen, Zäpfen etc. weiterverarbeitet werden.
Weiters muss man beachten, dass in den italienischen Apotheken nur geringe Mengen der gemahlenen Blüten an die Patient*innen verkauft werden, und keine verschlossenen 5g Packungen an Patient*Innen verkauft werden dürfen. Das heißt, dass die Packungen vom Apotheker geöffnet werden und die ganzen Blüten auch vor Ort gemahlen werden und somit auch nur kleinst Mengen an die Patienten verkauft werden.

Wenn es um die Verschreibung geht, ist es zwar so, dass die rechtliche Situation dies erlaubt, jedoch hängt dies auch von der Einstellung und Erfahrung des/der Ärzt*In ab. Wie in vielen anderen Ländern auch, wird medizinisches Cannabis erst dann verschrieben, wenn der konventionelle Behandlungsweg bei den Patient*Innen nicht erfolgreich war und der Arzt diesen Behandlungsweg als sinnvoll sieht.

Italien kann eigentlich als Vorreiter der medizinischen Cannabis Herstellung bezeichnet werden. Denn, nicht viele EU-Länder versorgen ihre Patienten mit inländischen medizinischen Cannabis.

Impressum
MAGU-CBD e.U.
Sebastian Riessland
Stiftgasse 19
1070 Wien Österreich

Landesgericht Wien
Firmenbuchnummer: FN 466336p
Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien
ATU: ATU71975115

Rechtsform: Einzelunternehmen
Gewerberechtliche Vorschriften: Gewerbeordnung (www.ris.bka.gv.at)

Unternehmensgegenstand: Handel
Zuständige A