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Projekte / Bildung
Die Mensa am Park in Weimar sollte 2010 zugunsten eines Museums abgerissen werden. Das konnten wir mit der Initiative Mensadebatte verhindern. Seit 2011 steht die Mensa unter Denkmalschutz. Und trotzdem hat es die Mensa nach wie vor schwer, in ihrer Gestaltung akzeptiert zu werden. Es droht eine Sanierung, die die Mensa verunstaltet. Um dies zu verhindern, braucht die Mensa eine breite Unterstützung über Weimar hinaus. Unser geplantes Buch ist ein erster wichtiger Schritt dazu.
Weimar
8.985 €
7.595 € Fundingziel
213
Fans
189
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Mensa am Park - vom Gebrauchen und Verbrauchen jüngster Architektur

Projekt

Finanzierungszeitraum 03.05.2013 18:45 Uhr - 03.06.2013 23:59 Uhr
Fundingziel 7.595 €
Stadt Weimar
Kategorie Bildung

Worum geht es in dem Projekt?

Seit Januar 2010 setzen wir uns ehrenamtlich für die Erhaltung und einen guten Umgang mit der Mensa am Park in Weimar ein.

Und das aus drei Gründen:

1. Abriss nach 30 Jahren?
Als der Abriss der Mensa am Park im Januar 2010 diskutiert wurde, war die Mensa gerade 28 Jahre alt. Für uns war es unverständlich, wie man auf die Idee kommen konnte ein hochwertiges, voll funktionsfähiges Gebäude nach so kurzer Nutzungsdauer abreißen zu wollen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die aufgebrachte Energie für den Bau eines Hauses (die sogenannte graue Energie) frühestens nach 80 Jahren "amortisiert" ist.

2. Warum die Weimarer Mensa?
Die Mensa am Park ist eine der letzten individuell geplanten und fast vollständig erhaltenen Mensen der späten Ost-Moderne.
Der Bau wurde 1982 in der damaligen DDR von Professoren, Mitarbeitern und Studenten der Hochschule für Architektur und Bauwesen (heute Bauhaus-Universität Weimar) geplant und mithilfe von Arbeitseinsätzen gebaut. Sie ist ein wichtiges Zeugnis für unsere deutsche Architektur- und Kulturgeschichte.

3. Eigennutz und für die Zukunft!
Anfang 2010 sollte die Mensa am Park, an prominenter Stelle auf dem Campus, für ein neues Bauhaus-Museum abgerissen werden. Dabei ist die Mensa bis heute der wichtigste soziale Treffpunkt der Studenten und Mitarbeiter der Universität. Jeder Weimarer kann bestätigen, dass ein Mittagessen mit Blick in den "Goethe-Park" einmalig und unbedingt erhaltenswert ist.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unser Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit am Beispiel der Mensa dafür zu sensibilisieren, dass Architektur zu pflegen eine verantwortungsvolle Aufgabe ist. Und das gilt nicht nur für denkmalgeschützte Gebäude. Wir fordern eine grundsätzlich andere Denkweise. Was der Eigenheimbesitzer mit großem Einsatz betreibt, wird bei öffentlichen Immobillien meist vernachlässigt. Ein Missstand, der sich zunächst in steigender Verwahrlosung, zunehmendem Identifikationsverlust und schließlich im Abriss ausdrücken kann. Eine fatale Abwärtsspirale, die sich nur mit intensiver Vermittlungsarbeit stoppen lässt. Unser Buch soll anhand der Bedeutung der Mensa am Park über den Wert unserer gebauten Umwelt aufklären. Wir wollen zeigen, dass Denkmalpflege sich mit wichtigen Fragen unserer Zeit beschäftigt und nicht nur die Bewahrung alter Schlösser ist.

Die Weimarer Mensa bietet dank ihrer einzigartigen Architektur und der bisherigen Entwicklung der Ereignisse ein perfektes Beispiel, sich für die Gestaltung seiner Stadt zu interessieren und dafür aktiv einzusetzen. Neben einer interessierten Fachwelt wollen wir all diejenigen erreichen, die sich mit einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Lebensweise auseinandersetzen. Öffentlich werden in diesem Zusammenhang meist nur direkter Energieverbrauch, Ernährung und Umweltschutz diskutiert. Diesen Kreis möchten wir um den Aspekt des nachhaltigen Umgangs mit Bausubstanz erweitern.

Und wer weiß, vielleicht ist das Buch das entscheidende Zünglein an der Waage für eine hochwertige Sanierung unserer Mensa am Park.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

1. Weil die Gestaltung unserer Städte uns alle angeht!
Und dabei hat speziell die Denkmalpflege nicht immer etwas mit Burgen und Schlössern zu tun, sondern auch jüngste Gebäude brauchen unseren Schutz.
Die Erhaltung denkmalgeschützter Gebäude ist finanziell meist von einem breiten gesellschaftlichen Engagement abhängig. Dies funktioniert bis heute fast ausschließlich über den klassischen Weg einer Spendenüberweisung oder die Mitgliedschaft in einer entsprechenden Organisation.
Doch gerade unsere Generation ist mehr online als offline unterwegs. Wir sehen im Crowdfunding die Chance, ein breites Interesse für unsere Städte und denkmalgeschützten Gebäude zu wecken. Mit dem Beispiel der Mensa am Park wollen wir einen innovativen Weg in der Denkmalpflege gehen. Sozusagen Denkmalpflege 2.0!

2. Weil die Mensa noch nicht gerettet ist.
Im konkreten Fall wird es von der Seite des Betreibers keine kultivierte Auseinandersetzung mit der Mensa geben und das Buch ist der erste wichtige Schritt hin zu einer hochwertigen Sanierung der Mensa am Park. Denn nur was in seinen Werten bekannt ist, kann auch erhalten werden. Wir wollen zeigen, dass Engagement und Ausdauer für eine Herzensangelegenheit sich lohnt und Entscheidungen beeinflussen kann.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die in mehr als drei Jahren Auseinandersetzung und Forschung gewonnenen Erkenntnisse wollen wir in einem Buch veröffentlichen. Zum Druck fehlt uns das Geld. Das Fundingziel von 7595,- Euro entspricht dem Kostenvoranschlag der Druckerei unserer Wahl. Gedruckt werden soll lokal in Weimar im Offsetdruck. Der Großteil der Inhalte ist bereits verfasst und durch einen Grafiker professionell gesetzt worden. Die Kosten dafür trägt der Verlag.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir, das ist die Initiative Mensadebatte Weimar.
Die Initiative gründete sich im Januar 2010, als der Mensa plötzlich der Abriss drohte. Die Gründungsmitglieder sind Moritz Fritz, Florian Kirfel, Johannes Schäfer und Johann Simons. Damals noch Studenten bzw. Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar, lehrt Florian jetzt unter anderem an der ETH in Zürich. Moritz arbeitet in Berlin in einem Architekturbüro, Johann und Johannes in der Schweiz. Vor Ort konnte die Begeisterung für die Mensa frühzeitig weitergegeben werden, so dass der Kreis der Aktiven in Weimar und darüber hinaus auf knapp 20 angewachsen ist.

Dabei ist uns immer wichtig gewesen, dass wir in unserer Arbeit unabhängig sind. Eine demokratische Finanzierung wie das Crowdfunding sehen wir als richtigen Weg, auch in dieser Hinsicht unabhängig zu bleiben.

Für unser Buch über die Mensa am Park haben wir uns mit einem kleinen unabhängigen Verlag aus Weimar zusammengeschlossen.

M BOOKS macht Bücher über Architektur und benachbarte Disziplinen und legt Wert auf umfassend recherchierte Inhalte, eigenständiges Layout und hochwertige Produktion. M BOOKS interessiert sich für lokale Themen, die gleichzeitig Relevanz für größere Debatten haben. M BOOKS wurde Ende 2012 von Michael Kraus gegründet, bisher erschien ein Buch zum Weimarer Theaterplatz, dem Gründungsort der ersten deutschen Demokratie. Weitere Bücher, darunter eine Monografie über den Architekten und Hochschullehrer Burkhard Grashorn, sind in Vorbereitung.

M BOOKS kümmert sich um alle Schritte, die für die Realisierung unserer Inhalte als Buch notwendig sind: Lektorat, Grafik, Produktion, Marketing, Vertrieb.


Partner

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die seit 1985 "analoges Crowdfunding" betreibt, zeigt sich von unserem Projekt begeistert und unterstützt uns mit 1000,- Euro.

Die Initiative Mensadebatte erhält für Ihre Arbeit eine Anerkennung beim Thüringer Baukulturpreis

Im April 2011 wird die Mensa am Park unter Denkmalschutz gestellt. Die Initiative hat mit Ihrer Vorarbeit entscheidend dazu beigetragen

Über Startnext

Startnext ist die größte Crowdfunding-Plattform für kreative und nachhaltige Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Künstler, Kreative, Erfinder und Social Entrepreneurs stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterstützung von vielen Menschen.

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