Surreale Landschaften und Musik zum Träumen. Das Harfenspiel ist mein ganzes Leben und meine große Liebe. Nun möchte ich für mein Stück Moondance ein Musikvideo in der atemberaubenden Natur Boliviens drehen. Die größte Herausforderung dabei ist es, mit meiner großen Konzertharfe die unzugänglichen Drehorte fernab der Zivilisation zu erreichen, um die einzigartige Atmosphäre Südamerikas einzufangen. Mein Traum ist, dieses Projekt im Sommer 2017 umzusetzen. Dafür hoffe ich auf Eure Unterstützung.
835 €
10.000 € Fundingziel
10
Unterstützer*innen
Projektbeendet
28.04.2017

Warum eine Videoproduktion im Ausland?

Michael David
Michael David4 min Lesezeit

Der Grund für einen Auslandsdreh liegt darin, dass ich ein Musikvideo produzieren will, das sich aus der Vielzahl der im Netz zu sehenden Videos hervorhebt.
Bevor die Entscheidung für das Altiplano als Drehort gefallen ist, habe ich diverse Möglichkeiten in Betracht gezogen. Verschiedene Drehorte in Deutschland angesehen und auch über die Altenative in einem Greenscreen-Studio zu arbeiten intensivst nachgedacht und nachgerechnet. Die Drehorte die ich gesehen habe sind aufgrund der landschaftlichen Motive für andere Songs besser geeignet und ein Video im Greenscreen-Studio – selbst unter den bestmöglichen technischen Voraussetzungen - wirkt einfach nicht authentisch.
Ich möchte mit meinem Video Aufmerksamkeit erregen - ein „Wow“, „Cool“, Klasse“ oder „der Hammer“ erreichen. Nur so kann ich einen größeren Kreis von Menschen ansprechen.
Mit einer gefilmten Konzertperformance, erreiche ich meine Fans, aber kaum einen Konzertveranstalter und vor allem niemanden, der sich wenig, oder gar nicht, mit dem Instrument Konzertharfe bisher beschäftigt hat.
Ein Filmprojekt im Ausland stellt von Anfang an andere Anforderungen als ein Projekt um die Ecke. Das fängt im Vorfeld mit reichlich Schreibarbeit an. Drehgenehmigungen und Visa müssen beantragen werden. Normalerweise reicht ein gültiger Reisepass, um in Bolivien einzureisen. Da es sich aber um Dreharbeiten handelt, müssen für das gesamte Team Visa und Drehgenehmigungen beantragt werden. Damit es hier zu keinen Verständigungsproblemen kommt, arbeite ich mit einem Übersetzungsbüro zusammen.

Bei der Planung für den Transport muss überlegt werden, was essentiell für den Dreh wichtig ist, um hohe Zusatzkosten zu vermeiden. Die Ausrüstung wird zum Teil im Handgepäck untergebracht. Die größeren und schwereren – wie Harfe, Gimbalsystem, Lichtelemente usw. – werden im Case verstaut und als Fracht nach La Paz geschickt. Es tauchen Schwierigkeiten auf, die bei einem Dreh vor Ort, nicht in den Sinn kommen. Wenn ich hier unterwegs bin, ist es selbstverständlich meinen Hocker mit zu nehmen. Für die Arbeit in Bolivien habe ich einen Hocker entworfen, der Platz sparend und extrem leicht ist.

Die Dreharbeiten in Bolivien stellen besondere Herausforderungen an die körperliche Fitness und das technisch Equipment. Es fängt damit an, dass wir nicht die Möglichkeit haben, uns der Zeitverschiebung + 6 Stunden und der Höhenlage anzupassen. Kaum angekommen, beginnen wir mit den Vorbereitungen.

Eine große Herausforderung ist die dürftige Energieversorgung im Nationalpark. Die vorgesehene Route zu den Drehorten können wir deswegen nicht durchführen. Geplant war, dass wir eine mehrtägige Tour unternehmen um alle Szenen zu drehen. Jetzt sieht es so aus, dass wir ein Basislager in Uyuni beziehen, um von dort, zu den einzelnen Drehorten zu fahren, um dann wieder nach Uyuni zurückkehren. Es können leider nur eine begrenzte Anzahl an Akkus mitgeführt werden. Die Leistung der Akkus ist in dieser Höhe und bei den niedrigen Temperaturen ziemlich eingeschränkt.

Bei der Produktion selbst muss auch alles gut durchgeplant sein. Damit das Equipment immer nur dann läuft, wenn es wirklich sein muss. Das Equipment, mit dem Christian die meiste Zeit Filmen wird, wiegt um die 10kg. Es ist ein Gimbalsystem, welches zum Dreh immer vor dem Oberkörper gehalten werden muss. Wer schon mal eine Kiste Bier vor sich hergetragen hat, weiß von was ich spreche.

Bei Höhen zwischen 3500m und 4850 m kann schon mal die Luft dünn werden, wenn man rund 70 kg (Harfe, Kamera, Drohne, Lichtelemente, Hocker, und Akkus) ein paar hundert Meter vom Auto zum Drehort tragen muss.

Es werden zwei anstrengende Wochen sein. Die Zeit ist sehr knapp bemessen und die angesetzten 8 Drehtage beginnen morgens um 4.00 Uhr und enden erst spät in der Nacht. Von Akklimatisierung und zeitmäßiger Anpassung kann keine Rede sein. Jede Szene ist geplant. Es gibt keine Möglichkeit, an einen anderen Tag diese Szene eventuell noch einmal zu wiederholen. Deswegen müssen wir gut organisiert sein und voll konzentriert arbeiten. Wir wollen natürlich keine unnötigen Risiken eingehen. Deswegen werden wir in Uyuni einen zweiten, ortskundigen Fahrer mit einem weiteren Fahrzeug buchen. Er ist notwendig, da es auf dem Altiplano nur unzureichend GPS-Signale gibt und eine Navi keine brauchbaren Werte anzeigt.

Die Belohnung dafür ist – ein erstklassiges Musikvideo.