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Fotografien und Begegnungen mit sieben queeren Senior*innen aus Bayern

Wir planen einen Bildband, welcher zeitgleich zu unserer Fotoausstellung im Juni 2024 erscheinen und eigenständig, nachhaltig und inhaltlich zeitlos funktionieren soll. Dabei handelt es sich um ein interdisziplinäres Fotoprojekt, für das sechs junge Fotograf*innen aus München mit LGBTQIA+-Senior*innen in Kollaboration treten. Das Resultat ist ein transgenerationaler Austausch über queeres Leben und die Erfahrungen der jeweiligen Generationen.
Finanzierungszeitraum
14.10.23 - 28.12.23
Realisierungszeitraum
Januar 2023 - Juni 2024
Website & Social Media
Mindestbetrag (Startlevel): 2.500 €

Das Erreichen des ersten Fundingziels ermöglicht es uns, eine erste Auflage zu drucken und diese an die Unterstützer*innen zu verschicken

Stadt
München
Kategorie
Fotografie
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Primäres Nachhaltigkeitsziel
10
Weniger Ungleichheit

Worum geht es in dem Projekt?

Für das Projekt “Mit Euren Spuren” planen wir einen Bildband, welcher zeitgleich zu unserer Fotoausstellung im Juni 2024 erscheinen, jedoch von der Ausstellung unabhängig funktionieren soll. Dabei handelt es sich um ein interdisziplinäres Fotoprojekt, für das sechs junge Fotograf*innen aus München mit LGBTQIA+-Senior*innen in Kollaboration treten. Das Resultat ist ein transgenerationaler Austausch über queeres Leben und die Erfahrungen der jeweiligen Generationen. Über den Zeitraum eines Jahres dokumentieren wir die Begegnungen in Fotografien, Texten und der künstlerischen Aufbereitung von Archivmaterialien. In diesem Austausch wollen wir von den Errungenschaften vorangegangener Generationen lernen und queeres Erbe sichtbar machen.

Anlass für das Projekt ist die Abschaffung des homofeindlichen Paragrafen §175, der sexuelle Handlungen zwischen Männern bis 1994 kriminalisierte. Über viele Jahrzehnte hinweg war er ein Symbol für die Diskriminierung und Verfolgung queerer Menschen in Deutschland. Er wurde erstmals im deutschen Strafgesetzbuch von 1871 eingeführt und hatte im Laufe der Zeit verschiedene Formen und Auswirkungen. Trotz des Ende des NS-Regimes 1945 blieb der Paragraf weiterhin bestehen und führte zu unzähligen persönlichen Tragödien und sozialer Stigmatisierung. Die vollständige Abschaffung des Paragrafen im Jahr 1994, markierte einen Meilenstein in der Anerkennung der Rechte von LGBTQIA+-Menschen in Deutschland und steht für den langen Weg hin zur Gleichstellung und Akzeptanz.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unser Projekt soll dazu beitragen, Barrieren abzubauen, Wissen zu teilen, queeres Erbe in München zu bewahren und ein besseres Verständnis für die vielfältigen Anliegen der LGBTQIA+-Gemeinschaft insbesondere der älteren Generation zu fördern. Wir wollen eine Plattform schaffen für Dialog, Empowerment und Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Generationen und Interessengruppen.

Viele ältere Personen der LGBTQIA+-Gemeinschaft haben aufgrund gesellschaftlicher Stigmatisierung und Diskriminierung ihre Geschichten und Erfahrungen oft nicht öffentlich teilen können. Unser Projekt bietet den Senior*innen die Möglichkeit, ihre Lebensgeschichten und Kämpfe zu teilen, sie in der Gesellschaft sichtbar und ihre Stimmen hörbar zu machen.

Das Fehlen von Brücken zwischen den verschiedenen Generationen innerhalb der LGBTQIA+-Gemeinschaft führt zu einem Verlust von Wissen, Erfahrungen und einer gemeinsamen Geschichte. Unser Projekt ermöglicht einen wertvollen Austausch zwischen der älteren und jüngeren Generation. Wir wollen Verständnis, Respekt und Wertschätzung füreinander sowie ein intergenerationales queeres Selbstverständnis fördern.

Unser Projekt richtet sich an alle, die mehr über LGBTQIA+-Geschichte lernen möchten. Sowohl Menschen, die sich für soziale Gerechtigkeit und LGBTQIA+-Rechte einsetzen als auch Menschen, die sich für Kunst und Fotografie begeistern, sollen durch unser Projekt angesprochen werden, da es eine kreative und visuell ansprechende Darstellung queerer Lebensrealitäten bietet. Außerdem richten wir uns an Kulturinstitutionen und Galerien, die sich für soziale und kulturelle Themen engagieren und somit das Projekt im Ausstellungskontext nutzen können. Schulen, Universitäten und Aktivist*innenengruppen können auf das Projekt als Ressource für Bildung und Diskussionen über LGBTQIA+-Themen zugreifen. Wir wollen mit einer künstlerisch-fotografischen Arbeitsweise ein tieferes Verständnis für queere Geschichte und Kultur fördern.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

In eigener Initiative haben wir uns entschieden, dieses Langzeit-Projekt mit queeren Senior*innen umzusetzen. Mit Ihnen über ihren Alltag zu reden, über Errungenschaften und bestehende Probleme. Wir wollen die Geschichten derer erzählen, die uns ihr Leben, ihre Gedanken und Gefühle mit großem Vertrauen offenbart haben.

Seid ihr auch der Meinung, dass unsere Arbeit Anerkennung verdient und dass unser unabhängiges Projekt mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte? Dass gute Fotografien in einem hochwertig gedruckten und gebundenen Buch noch immer etwas Besonderes sind? Und die aufgeschriebenen Geschichten der Menschen weitererzählt werden sollten? Dann unterstütze uns hierbei mit einer Bestellung und teile unsere Kampagne gerne mit deinen Freund*innen und Bekannten!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Erreichen des ersten Fundingziels ermöglicht es uns, die erste Auflage unseres Bildbands in hochwertiger Qualität zu drucken und diese an unsere Unterstützer*innen zu verschicken.

Mit dem zweiten Fundingziel unterstützt ihr uns bei der weiteren Pressearbeit und der Realisierung einer größeren Auflage sowie unserer Ausstellung während den Prideweeks 2024 in München.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir, Stella Deborah Traub, Francesco Giordano, Mara Fischer, Florian Tenk, Joseph Wolfgang Ohlert und Teo Ana Apostolescu, sind ein Team aus sechs queeren Fotograf*innen, die alle in Bayern leben. Wir arbeiten als Freie Künstler*innnen für verschiedene Projekte, Institutionen und Magazine.

In den letzten Jahren haben wir an mehreren Projekten gearbeitet, beispielsweise am Magazinprojekt “Rainbow Refugees (Stories)”, für das wir gemeinsam mit jungen Journalist*innen queere Geflüchtete zu Wort kommen lassen und sie porträtiert haben. Im letzten Jahr haben wir das Künstler*innenkollektiv queer:raum gegründet, mit dem wir in München Formate wie Ausstellungen und Konzerte realisieren.

Stella Deborah Traub, Francesco Giordano, Mara Fischer, Florian Tenk, Ana Teo Apostolescu, Joseph Wolfgang Ohlert

Welche Nachhaltigkeitsziele verfolgt dieses Projekt?

Primäres Nachhaltigkeitsziel

10
Weniger Ungleichheit

Warum zahlt das Projekt auf dieses Ziel ein?

Unser Projekt soll dazu beitragen, Barrieren abzubauen, Wissen zu teilen, das queere Erbe in München und Bayern zu bewahren und ein besseres Verständnis für die vielfältigen Anliegen der LGBTQIA+-Gemeinschaft insbesondere der älteren Generation zu fördern. Wir wollen eine Plattform schaffen für Dialog, Empowerment und Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Generationen und Interessengruppen.

Dieses Projekt zahlt außerdem auf diese Ziele ein

4
Bildung
Wir arbeiten mit dem politischen Erbe, dem Weg, den ihr uns geebnet habt. Wir gehen nicht immer auf euren Spuren aber dank eurem Mut mit Euren Spuren.
Dieses Projekt hat den Startnext Check up bestanden.
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Mit Euren Spuren — Leben und Lieben 30 Jahre nach §175
www.startnext.com

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