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Projekte / Theater
Arty Chock: MONEY TALKS – über Geld spricht man nicht
MONEY TALKS der Gruppe ARTY CHOCK ist eine Mischung aus immersive theatre und audiowalk im Stil des film noir. Die Teilnehmer erleben die Geschichte aus der Perspektive der Hauptfigur. Ausgestattet mit mp3-Player mit off-Stimme des erzählenden Ermittlers und soundtrack, streifen sie durch die Marburger "Unterwelt“ auf der Suche nach der verlorenen Erinnerung der letzten Nacht. Bald wird klar, daß nicht gegen irgendeinen Verbrecher ermittelt wird, sondern gegen die Basis unser Realität: das Geld.
Marburg
815 €
750 € Fundingziel
42
Fans
24
Unterstützer
Projekt erfolgreich

Projekt

Finanzierungszeitraum 26.02.13 16:24 Uhr - 23.03.13 23:59 Uhr
Fundingziel 750 €
Stadt Marburg
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

Die Performance verbindet die klassische Motivik und Ästhetik des Film Noir mit der Untersuchung des Mediums Geld. Dabei ergeben sich spannende Parallelen, die den Stadtraum und mit ihm unsere Realität als abgründiger erfahrbar machen, als wir uns das normalerweise erträumen.

Wenige Dinge durchdringen und formen unsere sozialen Beziehungen und damit das, was wir als Realität wahrnehmen, so vollständig und nachhaltig wie das Geld. Gegenstände, Dienstleistungen, Erlebnisse und Erfahrungen  kaum etwas das nicht durch Geld zugänglich würde. Wir streben nach dem Geld, wir leben notwendigerweise von und mit ihm, wir bewegen uns mit seinem Fluss. Bereits vor Jahrhunderten hat es das christliche Abendmahl als das höchste Gemeinsamkeit stiftende Element unserer Gesellschaft abgelöst. Doch was Geld eigentlich ist, und welche Fähigkeiten das Medium entwickelt hat, wird selten betrachtet, auch weil eine Wirtschaftswissenschaft, die auf der Grundlage des Mediums Geld operiert, ihre eigene Basis nicht hinterfragen darf, will sie sich nicht einer schweren Krise aussetzen.
Geld ist allgegenwärtig und entzieht sich gleichzeitig dem vollständigen Erkennen, es macht sich selbst zu einer verschleierten und unhinterfragbaren Grundlage unserer Zivilisation: Eine Ware scheint nicht erst Geld zu werden, weil die anderen Waren allseitig ihre Werte in ihr darstellen, sondern sie scheinen umgekehrt allgemein ihre Werte in ihr darzustellen, weil sie Geld ist. (Karl Marx: Das Kapital)

Die Teilnehmer der Performance erfahren die Stadt als zunehmend undurchsichtiges Gewirr. Nichts ist wie es scheint und die Dinge entziehen sich immer wieder ihrer eindeutigen Lesbarkeit. Auf ihrer Tour treffen sie auf allerhand skurrile Figuren und Situationen. Diese sind angelehnt an das klassische Personal des film noir und der hard-boiled Krimiliteratur, die den Filmen die Vorlagen lieferte, gleichzeitig aber abstrakt, surreal. Denn Schritt für Schritt wird klar, dass hier nicht gegen irgendeinen Verbrecher im klassischen Sinne ermittelt wird, sondern gegen die Basis unserer Realität: gegen das Medium Geld. Der Weg führt durch billige Absteigen, Etablissements der Halbwelt und dunkle Unterführungen und immer näher an die Wahrheit, die man vielleicht lieber nicht finden möchte. Am Ende steht ein leerer Kinosaal, in den der Detektiv sich vor den Erkenntnissen seiner eigenen Ermittlungen geradezu flüchtet und auf dessen Leinwand er sich selbst in den letzten Minuten des Films beobachtet, den er gerade erlebt hat, bevor die Ereignisse im flashback ins Schwarzbild stürzen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unser Theaterprojekt möchte den Dialog zwischen Menschen und die Kooperationen verschiedener Institutionen im Stadtgebiet anregen und einen teils spielerischen, teils kritischen Umgang mit der eigenen Stadt und der Thematik des Geldes anstoßen. Ausgehend von den vorerst 4-6 Aufführungen in Marburg ist eine Adaption der Performance für andere deutsche Städte geplant.

Zielgruppe sind für uns, quer durch alle Bevölkerungsgruppen, Menschen, die Lust haben, sich auf ein theatrales Abenteuer zu begeben, bei dem sie nicht nur ihre Stadt, sondern auch die (unbewussten) Mechanismen von Geld neu kennenlernen können.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

DON'T JUST SIT AND WATCH: Bei uns schläfst du im Theater nicht ein. Als site-specific performance verlassen unsere Projekte das Theater und gehen hinaus in den Stadtraum.
MAKE IT YOUR WAY: Der Zuschauer steht bei uns im Mittelpunkt. Wir schicken dich auf eine Tour, die sich erst durch deine Interaktionen mit den Menschen und Orten, denen du auf deinem Weg begegnest, verwirklicht.
THINK DIFFERENT: "Klar kenne ich diese Bar!" Aber der Drink, den du dort heute Abend serviert bekommst, wird dich ins Grübeln bringen, ob dort wirklich alles wie immer ist&
IT'S NOT CHEAP ENTERTAINMENT: Auf diesem Abenteuer wirst du eine Menge interessanter Charaktere treffen, Versatzstücke aus einem Abriss der Kulturgeschichte des Geldes kennenlernen und dein Vertrauen in die "Grundlage unserer Gesellschaft" weiter erschüttert sehen. Hast du deinen Marx gelesen?
DO IT: Mit eurer Unterstützung können wir in Zukunft auch in anderen Städten den nur scheinbar selbstverständlichen Alltag hinterfragen. Seid dabei und erfahre mehr&
Matthäus-Effekt: http://de.wikipedia.org/wiki/Matthäus-Effekt

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Alle Teammitglieder arbeiten ohne Bezahlung und Gage. Lediglich grundlegende Ausgaben und die Reisekosten des Teams von Frankfurt/Berlin nach Marburg werden vom Hessischen Landestheater mit einer Pauschale von 500 Euro finanziert.
Das Geld vom Crowdfunding brauchen wir für zusätzliche Kosten der externen Raumnutzung (Schließdienste, verlängerte Öffnungszeiten, etc.), Requisiten und einen Mietwagen, der als Transportmittel in der Performance eingesetzt wird.
Gerne würden wir für das vorzuproduzierende Filmmaterial, das Teil der Performance sein wird, professionelle Hilfe beim Editieren in Anspruch nehmen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Performancekollektiv Arty Chock wurde 2009 in Frankfurt am Main gegründet und hat seitdem diverse ortsspezifische Performances im Öffentlichen Raum inszeniert, darunter 2009 WHICH SITE ARE YOU ON (https://vimeo.com/33492099) und 2010 60314 (https://vimeo.com/31997701). Nachdem 2012 mit WORK IN PROGRESS ein Ausflug in die black box des Frankfurt LAB stattfand, drängt die Gruppe nun wieder in das Dickicht der Stadt.

Unterstützung erhält Arty Chock bei MONEY TALKS vom Hessischen Landestheater Marburg, das ihm Zugang zu seinen Fundi (Kostüm, Requisite) und dem Tonstudio ermöglicht und das Projekt logistisch und im Bereich Marketing (z.B. durch Flyer, Ankündigungen, Presseverteiler, etc.) unterstütz. MONEY TALKS ist in das offizielle Programm des Landestheaters eingebunden und wird auf dessen Spielplan erscheinen.

Impressum
Arty Chock
Tim Schuster
Mulanskystraße 20
60487 Frankfurt Deutschland

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