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Projekte / Bildung
Refugees to refugees: Raus aus dem Wartezustand
Rund 60.000 Fl├╝chtlinge h├Ąngen derzeit in Griechenland fest. Im Lager bei Lagkadikia, einem Dorf rund 50 Kilometer von Thessaloniki entfernt, ist eine Gruppe von jungen Leuten aus Syrien aktiv geworden. Nachdem sie im M├Ąrz 2016 von Idomeni in dieses Lager verbracht wurden, wollen sie nicht l├Ąnger auf das Warten verwiesen sein. Deshalb bieten sie psychosoziale Arbeit mit Kindern an, organisieren Unterricht, gemeinsame Feste und sogar die M├╝llentsorgung.
Thessaloniki
5.220 ÔéČ
3.000 ÔéČ Fundingziel
24
Fans
72
Unterst├╝tzer
Projekt erfolgreich
 Refugees to refugees: Raus aus dem Wartezustand

Projekt

Finanzierungszeitraum 24.11.16 11:25 Uhr - 31.12.16 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 6 Wochen
Fundingziel 3.000 ÔéČ
Stadt Thessaloniki
Kategorie Bildung

Worum geht es in dem Projekt?

Die Realit├Ąt in den offiziellen Fl├╝chtlingslagern in Nordgriechenland ist desolat. Die meisten werden vom Milit├Ąr betrieben und sind in leerstehenden Lagerhallen in unwirtlichen Industriegebieten au├čerhalb der Stadt untergebracht. Vielerorts werden nicht einmal Mindeststandards eingehalten. Es fehlt an allem, von Wasser, gesundem Essen und medizinischer Versorgung ├╝ber sanit├Ąre Anlagen, Schutzr├Ąume f├╝r Kinder und andere besonders Bed├╝rftige bis zu Informationen und Internetzugang.

Das Fl├╝chtlingslager Lagkadikia wurde Ende April 2016 er├Âffnet, um ÔÇ×vor├╝bergehendÔÇť Fl├╝chtlinge aufzunehmen, die vom Grenzort Idomeni abtransportiert wurden. Vor allem Familien mit Kindern sind hier untergekommen, rund tausend Menschen. In Lagkadikia gibt es zwar gen├╝gend Wasser, Essen und eine gewisse Gesundheitsversorgung. Vor allem aber gibt es auch hier viel Verzweiflung und Entt├Ąuschung. ÔÇ×Niemand spricht mit unsÔÇť, sagen die Fl├╝chtlinge. ÔÇ×Niemand sagt uns, wie es mit uns weitergehen wird. Das ist doch kein Leben.ÔÇť

In dieser Situation ist eine Gruppe von jungen Leuten aus Syrien aktiv geworden. Einige von ihnen haben in Damaskus bereits f├╝r die medico-Partnerorganisation Jafra Foundation gearbeitet, die sich um pal├Ąstinensische Fl├╝chtlinge inmitten des syrischen B├╝rgerkriegs k├╝mmert. Auch im Libanon haben sie - selbst Fl├╝chtlinge - mit Fl├╝chtlingen gearbeitet, bevor sie sich entschieden, weiter nach Griechenland zu fliehen.

Angesichts der erneut elenden Situation in den Lagern hier, konnten sie nicht unt├Ątig bleiben: ÔÇ×Wir k├Ânnen nicht einfach in unseren Zelten sitzen und abwarten.ÔÇť Also haben sie eine Baracke auf dem Lagergel├Ąnde bei Lagkadikia renoviert. Entstanden ist ein Treffpunkt, in dem Kinder und Jugendlichen zusammen spielen, basteln und lernen. Auch eine Frauengruppe trifft sich in dem angenehm k├╝hlen Raum. Es werden Feste ausgerichtet und die M├╝llentsorgung organisiert.

Um dies weiterhin gew├Ąhrleisten zu k├Ânnen, brauchen sie dringend ein Auto. F├╝r Besorgungen, aber auch um in andere Fl├╝chtlingslager zu fahren, sich zu vernetzen, zu treffen, auszutauschen - und um ihre Erfahrungen zu teilen und die Fl├╝chtlinge dort bei der Selbstorganisation zu unterst├╝tzen: refugees to refugees.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Die Zielgruppe des Projektes sind vor allem die Fl├╝chtlinge im Fl├╝chtlingslager bei Lagkadikia, darunter sehr viele Kinder, aber auch Fl├╝chtlinge in anderen nordgriechischen Lagern, in denen die Lebensumst├Ąnde teilweise dramatisch sind. Der Kauf eines Autos wird die Selbstorganisation syrischer Fl├╝chtlinge "Jafra Greece" in die Lage versetzen, selbstbestimmt Besorgungen zu erledigen und sich mit Fl├╝chtlingen in anderen Lagern zu treffen, auszutauschen und zu vernetzen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterst├╝tzen?

Als Fl├╝chtlinge werden Menschen h├Ąufig vollkommen entm├╝ndigt und zu Hilfsempf├Ąngern degradiert, die nicht mehr ├╝ber ihr eigenes Leben bestimmen k├Ânnen. Diese entw├╝rdigende Erfahrung kommt erschwerend zu den oft traumatischen Erlebnissen im Herkuntsland und auf der Flucht dazu. Selbstbestimmung wieder zu erlangen und den Alltag trotz elender Lebensumst├Ąnde und geringer Entscheidungsspielr├Ąume selbst zu organisieren, kann sehr heilsam sein und zur Wiedererlangung von Selbstachtung und W├╝rde beitragen. Deshalb ist es so wichtig, nicht nur zu helfen, sondern vor allem diejenigen zu st├Ąrken, die sich selbst organisieren und die Selbstorganisation anderer f├Ârdern: refugees to refugees.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Nach erfolgreicher Finanzierung erh├Ąlt die Selbstorgansiation von Fl├╝chtlingen im Lager bei Lagkadikia in Nordgriechenland die M├Âglichkeit, ein Auto zu erwerben, um ihre Arbeit von, f├╝r und mit Fl├╝chtlingen weiterhin leisten zu k├Ânnen.

Eventuell ├╝bersch├╝ssige Einnahmen kommen der Arbeit der medico Partner Jafra Syria zugute, die mitten im Krieg Nothilfe leisetn und mit denen das Jafra Team Greece eng verbunden ist:
https://www.medico.de/ueberleben-in-der-todeszone-16437/

Sollten weniger als 3.000 Euro eingehen ist die Kampagne gescheitert und Sie erhalten Ihr Geld zur├╝ck.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Jafra-Team ÔÇťRefugees to RefugeesÔÇŁ (R2R) Greece ist eine Gruppe junger Freiwilliger, die aus dem Krieg in Syrien geflohen und auf der Suche nach einem neuen Leben nach Europa gelangt ist. Seitdem die europ├Ąischen Grenzen geschlossen wurden, sind sie ÔÇô die jungen Freiwilligen des Jafra Tean Greece ÔÇô gefangen in der Sackgasse griechischer Lager. Urspr├╝nglich waren es acht Leute, die bereits in Syrien, Libanon und der T├╝rkei f├╝r Hilfs- und Entwicklungsorganisationen gearbeitet haben. In Griechenland entschlossen sie sich, ihre F├Ąhigkeiten zu nutzen, um in Fl├╝chtlingslagern Aktivit├Ąten f├╝r die Kinder, Nachbarn und sich selbst zu organisieren. Viele weitere haben sich ihnen angeschlossen und engagieren sich in der Unterst├╝tzung anderer Fl├╝chtlinge: refugees to refugees.

Seit fast f├╝nfzig Jahren leistet die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation Medico International Hilfe f├╝r Menschen in Not und arbeitet an der Beseitigung der strukturellen Ursachen von Armut und Ausgrenzung. Unsere Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika und zunehmend auch in Europa leisten humanit├Ąre Nothilfe, medizinische Versorgung, psychologischen Beistand und Rechtsberatung. F├╝r das Recht auf ein Leben in W├╝rde - ├╝berall.

Moving Europe ist ein im Herbst 2015 gegr├╝ndetes Unterst├╝tzungs- und Dokumentationsprojekt entlang der sogenannten Balkanroute. Dabei kombiniert Moving Europe praktische Hilfen vor Ort mit kritischer Analyse und ├ľffentlichkeitsarbeit gegen das restriktive EU-Grenzregime.
Wir sammeln, ├╝bersetzen und verbreiten wichtige Informationen: Aktuelles von der Route, ├╝ber laufende Proteste bis hin zu legalen Tipps f├╝r das Recht auf Familienzusammenf├╝hrung. Wir unterst├╝tzen lokale Solidarit├Ątsstrukturen und recherchieren zur Situation in den entsprechenden L├Ąndern. Dar├╝ber hinaus beteiligen wir uns an transnationalen Netzwerktreffen mit Aktiven entlang der gesamten Balkanroute und bem├╝hen uns insbesondere um die Unterst├╝tzung von Selbstorganisierungsprozessen der Gefl├╝chteten.

Impressum
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Burgstra├če 106
60389 Frankfurt Deutschland

Steuernummer: 45 250 61815
Vertretungsberechtigte Personen:

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