Login
Registrieren
Newsletter

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen.

Projekte / Film / Video
ROADSIDE RADIATION - Vier Leben in der Entfremdungszone
Unser Dokumentarfilm berichtet von einem Leben nach der Katastrophe. Mit Erzählungen und Eindrücken aus der Entfremdungszone schildert ROADSIDE RADIATION die unterschiedlichen Schicksale der früheren und heutigen BewohnerInnen von Tschernobyl und forscht auf diesem Weg nach den komplexen menschlichen Folgen dieses größten anzunehmenden Unfalls. Vier Menschen mit vier Wegen zum alltäglichen (Über-) Leben in und mit der Entfremdungszone von Tschernobyl.
Freiburg
11.395 €
10.000 € Fundingziel
176
Fans
81
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 ROADSIDE RADIATION - Vier Leben in der Entfremdungszone

Projekt

Finanzierungszeitraum 25.08.15 17:19 Uhr - 24.09.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Oktober 2015 bis März 2016
Fundingziel 10.000 €
Stadt Freiburg
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor IV des Kernkraftwerks Tschernobyl. Die Havarie hat bis heute unzählige Leben gefordert und noch immer leiden die
Betroffenen unter deren schwerwiegenden Folgen. Neben Krankheit, Niedergang und Zerstörung hat die Katastrophe aber auch einen Anfang markiert:
Den Beginn eines neuen, anderen Lebens – eines Lebens, das sich auch unter schwierigsten Bedingungen seinen Weg bahnt. Aus der Entfernung betrachtet, erscheint die Sperrzone rund um den Reaktorkomplex lebensfeindlich, unbewohnt, erfroren in ihrer Zeit. Doch die Zone ist nicht verlassen.

Seit Jahrzehnten gedeihen dort Flora und Fauna fast ungestört. Der allgegenwärtige Wald fordert seinen ursprünglichen Platz und verschlingt dabei rasant die verwaisten Siedlungen. Fast ausgestorbene Tierarten finden zwischen überwucherten Hochhäusern und rostenden Antennenmasten ihren neuen Lebensraum.
Und auch die Menschen haben die Zone nie wirklich verlassen.

ROADSIDE RADIATION portaitiert diese Menschen, deren heutiges Leben auf verschiedene Weise mit der Zone verknüpft ist. Wir möchten zeigen, welche unterschiedlichen Formen des Umgangs sie wählen, wie sie zu einem neuen – teils absurden – Alltag finden und welche Bindung sie zu dem Ort der Katastrophe, oft zugleich ihrer früheren Heimat, eingehen. Nun, dreißig Jahre nach der Katastrophe, möchten wir diesen vielfältig aufgeladenen Ort durch die Augen derjenigen betrachten, die heute, im Hier und Jetzt, in und mit ihm leben.

Ein Atomtechniker, eine Bäuerin, ein Reiseführer, ein illegaler Wanderer. Jede Person entscheidet individuell, zieht eigene Konsequenzen, entwickelt eigene Strategien. Ihren Geschichten wollen wir uns annähern, in all ihrer Widersprüchlichkeit und Lebendigkeit. Die Zone um Tschernobyl wird so ein erstaunliches Zeugnis menschlicher Lebens- und Leidensfähigkeit.

Am Ende unseres Projekts soll ein Film stehen, der fragt, wie der Mensch nach derart apokalyptischen Erfahrungen weitermachen kann? Essen, schlafen, sich vermehren, lachen, feiern? Wie Menschen zu aktiven Subjekten ihres eigenen Lebens werden, wie sie sich die Welt aneignen anstatt sich
von ihr aneignen zu lassen, wie Weitermachen – kreatives,
notgedrungenes oder schmerzhaftes – unter den widrigsten Umständen möglich ist.

Um dies zu realisieren, begeben wir uns im Herbst abermals in das Sperrgebiet rund um das ehemalige Atomkraftwerk, begleiten dort unsere vier ProtagonistInnen in ihre individuellen Lebenswelten und forschen nach ihren alltäglichen Erfahrungen mit dem nuklearen Ausnahmezustand.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Ziel unseres Projektes ist es, die bis heute anhaltenden Folgen der Havarie sichtbar zu machen. Die Katastrophe von Tschernobyl droht immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Zu lange her und zu weit weg erscheinen die Ereignisse vom 26. April 1986. Diesem Empfinden wollen wir eine Erzählung entgegensetzen, die die anhaltenden Folgen der Katastrophe erfahrbar macht. Gleichzeitig wollen wir diejenigen Menschen zeigen, die jeden Tag mit diesen Folgen konfrontiert sind, sich mit diesen auseinandersetzen müssen, gegen sie kämpfen.

Zur Zielgruppe unseres Films zählen wir also Menschen, die sich für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Zeitgeschichte und deren dokumentarische Aufbereitung interessieren oder sich sogar in diesen Bereichen selbst engagieren. Insbesondere wichtig ist uns aber mit unserem Film die wachsende Zahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu erreichen, die einen immer geringeren Bezug zu der Katastrophe von Tschernobyl haben.
Dieses Ereignis wollen wir ihnen, durch die Verknüpfung einer inhaltlich und künstlerisch interessanten Darstellung mit einer didaktischen Zielrichtung, näher bringen. Idealerweise wollen wir dazu direkt mit ihnen ins Gespräch kommen, aber wir wünschen uns darüber hinaus auch, dass Menschen jeden Alters sich für unseren Film und die damit verbundene Thematik interessieren.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir machen diesen Film über Tschernobyl, weil wir es wichtig finden, auch weiterhin auf die negativen Folgen der Nutzung von Atomenergie hinzuweisen. Die unvermeidlichen Folgen nuklearer Energiegewinnung ebenso wie die enormen Gefahren dieser Technik sind heute mindestens so relevant für die öffentliche Diskussion, wie vor dem deutschen "Atomausstieg". Angesichts eines Erstarkens der Atombefürworter auch in Europa, der anhaltenden Ignoranz gegenüber den Folgen eines Reaktorunfalls und höchst problematischen Aspekten wie z.B. Endlagersuche, sehen wir die Notwendigkeit, die Nutzung von Atomenergie und ihre unmittelbaren Folgen wieder stärker zu thematisieren.

Unser Anliegen ist es daher, ein möglichst breites Publikum für die Thematik zu sensibiliseren.

Aus unserem persönlichen Engagment heraus geboren, wenden wir uns an unsere FreundInnen und Familien, thematisch Interessierte, AktivitstInnen, DokumentarfilmliebhaberInnen und natürlich auch an institutionelle Träger und bitten sie alle um Unterstützung für unser Vorhaben.
Das Kulturamt Freiburg, die EWS Schönau und andere private wie institutionelle Förderer haben sich bereits für unser Projekt eingebracht. Doch diese Gelder allein können die Produktionskosten unseres Films nicht decken. Daher haben wir uns entschieden, diese Crowdfunding-Kampagne zu initiieren.

Daher geht dieser Ausruf hinaus in die Welt an euch:

Helft uns, diesen Film realisieren!

Wir als Team hier in Deutschland arbeiten sämtlich auf Rückstellung und sind bereit für die Realisierung des Projektes auf unsere Gagen zu verzichten. Zu wichtig erscheint uns dieser Film, als dass es hieran scheitern sollte. Doch um die hohen Produktions- und Sachkosten des Films überhaupt stemmen zu können, benötigen wir eure Unterstützung!

Letztendlich wollen wir nämlich nicht nur einen wichtigen, sondern ebenso visuell und akustisch ansprechenden Film schaffen, der unserem und eurem ästhetischen Anspruch gerecht wird.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die Erlöse aus dem Crowdfunding wandern direkt in die Produktionskosten für ROADSIDE RADIATION. Sprich: Kosten und Ausgaben für Reise, Unterkunft, Einreisegebühren für die Zone, Technikmiete, einen Kameramann vor Ort etc. Durch diese Ausgaben wird aus unserer anfangs kleinen Idee am Ende (hoffentlich) ein außerordentlicher Film.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind ein Team aus FilmemacherInnen und Kulturschaffenden aus den verschiedensten Teilen Deutschlands. Ein großer Teil unseres Teams ist in und um Freiburg beheimatet, aber auch aus Leipzig und anderen Städten, hat es die Menschen zu unserem Projekt verschlagen. Gemeinsam haben wir die ersten Ideen, das Konzept und Pläne für ein konkrete Umsetzung entwickelt und sind nun dabei dies alles in die Tat umzusetzen. Obwohl noch (relativ) jung, sind wir fast alle schon recht erfahren auf dem Gebiet des Dokumentarfilms.

Unser Regisseur Moritz zog damals zum Studium der Geschichte, wissenschaftlichen Politik und Islamwissenschaften von Berlin nach Freiburg i.B. und arbeitet dort nun als freier Autor und Regisseur. Bereits parallel zum Studium begann er eigene Filmprojekte umzusetzen. Schon lange hat er sich mit dem Thema Tschernobyl beschäftigt und nun - rechtzeitig zum dreißigsten Jahrestag - sah er die Zeit gekommen, seine Idee endlich zu realisieren. Aber aus seiner Idee wäre sicher nichts geworden, ohne Elli.

Elisabeth Fast, die Medien- und Kulturwissenschaft in Düsseldorf und anschließend den Masterstudiengang Kulturwissenschaft in Leipzig studierte, bereiste schon mehrfach die Ukraine, unter anderem auch während der Maidan Revolution. Anfang dieses Jahres arbeitete sie für einige Monate bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew. Die perfekte Gelegenheit also, um die zunächst kleine Idee nun in einen konkreten Plan zu verwandeln. An den postsowjetischen Raum ist sie dabei nicht nur durch die eigene akademische und politische Arbeit in und über die Region gebunden, sondern auch durch ihre Herkunft - sie ist geboren in der damaligen Sowjetunion. Doch kein Film ohne Produzent. Und so kam schon bald Michi hinzu.

Michael Sladek, geboren in Schönau, studierte nach einer Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton, ebenfals Medien- und Kulturwissenschaft in Düsseldorf. Nach einigen Zwischenstationen, z.B. in Berlin und zahlreichen (Kurz-) Filmprojekten zog es ihn vor zwei Jahren zurück in die Heimat nach Freiburg i.B., wo er schließlich bei der Produktionsfirma earlybirdpictures landete und dort nun die Ausgestaltung des Projektes begleitet.

Nach und nach holen die drei sich Unterstützung aus dem Kreise von KollegInnen, Interessierten und FreundInnen, für die weitere Umsetzung des Filmprojekts. Und die Familie wächst bis jetzt.

Produzent: Michael Sladek
Produktionsassistenz: Christine Duttlinger & Eugen Zak
Regie & Autor: Moritz Schulz
Co-Autor: Elisabeth Fast
Kamera: Julian Springhart
Ton: Stephan Schneider
Komponist Filmmusik & Sounddesign: Marco Kobolt
Cutter: Alexander Fleischhauer

Impressum
Moritz Schulz
Hildastrasse 25
79102 Freiburg Deutschland

Partner

Die Produktionsfirma earlybirdpictures GbR besteht aus Julian Springhart, Alexander Fleischhauer und Michael Sladek. Gemeinsam produzieren sie Werbe- und Industriefilme und helfen ebenso tatkräftig bei anspruchsvollen Musikvideos, Kurz- und Dokumentarfilmen.

Die Elektrizitätswerke Schönau entstanden aus einer engagierten Bürgerinitiative im malerischen Ort Schönau im Schwarzwald. Unmittelbar nach Tschernobyl begann hier ein Umdenken. Kein Strom durch Atomkraft war seitdem die Losung! Und darin ist sich die bürgereigene Firma bis heute treu geblieben.

Über Startnext

Startnext ist die größte Crowdfunding-Plattform für kreative und nachhaltige Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Künstler, Kreative, Erfinder und Social Entrepreneurs stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterstützung von vielen Menschen.

Startnext Statistik

43.919.719 € von der Crowd finanziert
4.922 erfolgreiche Projekte
835.000 Nutzer

Sicherheit

Ist uns wichtig, deshalb halten wir uns an diese Standards:

  • Datenschutz nach deutschem Recht
  • Sichere Bezahlung mit SSL
  • Sichere Transaktionen über unseren Treuhänder Secupay AG
  • Legitimation der Starter nach deutschem Recht

Bezahlmethoden

Kreativität gemeinsam finanzieren - Entdecke neue Ideen oder starte dein Projekt!

© 2010 - 2017 Startnext Crowdfunding GmbH