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Projekte / Theater
Der Philosoph Cespedes sagte einmal: Ist das Glück für die Europäer ein hart erarbeitetes Konsumgut, ist es in Afrika ein kollektiver Mannschaftssport. Wirklich? Wir finden es heraus. "The Smile Project" stellt das Glück in den Mittelpunkt eines deutsch-sambischen Theaterprojektes. Hier werden junge Menschen zu Gestaltern und entwickeln ihre eigenen Werke in den Sparten Tanz, Musik und Theater. Diese werden im abschließenden Smile Festival aufgeführt und gefeiert.
Livingstone
7.035 €
6.000 € Fundingziel
52
Fans
125
Unterstützer
Projekt erfolgreich
13.08.17, 11:50 Krysztina Winkel
Weil ich die leisen Momente genauso liebe, wie die lauten. - Über die Zusammenarbeit mit DEAAF Deaf Education and Arts for African Families, den Smile Festival Promo Wahnsinn und eine offene Stadt mit Dampf und Herz. "Eigentlich habe ich mir das alles anders vorgestellt", denke ich hier jeden Tag bestimmt 4747280568 Mal und in 4747280560 der Fälle finde ich das Neue und Unerwartete viel schöner - so auch den Weg zum Smile Festival: War es ursprünglich für mich als kleiner runder Abschluss der Theatre Experience School von The Smile Project gedacht, ist es nun... ja was? Die Stadt macht sich das Ganze auf jeden Fall zu eigen und hat sich die Sache geschnappt. Das rührt, haut vom Hocker, schließt neue Kooperationen, Freundschaften und bringt Menschen an den Tisch, die sich bisher nicht kannten, aber sofort gemocht hätten, wenn sie wüssten, dass es sie geben würde. "Kryss, tomorrow we have to go to the schools and perform", sagt mein sambischer Kollege Jacob. "Ehm.. wie jetzt? Ohne Anmeldung, einfach in die Schule? Wie sollen wir so schnell noch dem Schulleiter Bescheid sagen? Was genau wollen wir performen..." und so weiter. Ich denke mal wieder zu viel und lerne: Einfach machen und mutig sein! Gesagt getan: Am Freitag, einem workshopfreien Tag, fuhr das The Smile Project Team mit den großartigen Künstlern von Barefeet Theatre durch die Stadt und tanz und sang auf verschiedensten Schulhöfen. Als wir an einer Schule sogar die Examensprüfungen von 200 Schülern unterbrechen durften, fiel ich völlig vom Glauben hab. Die Lehrer tun und können hier was möglich ist, das ist wirklich toll. Und die Vorfreude wächst. Neben ganz viel Energie und Euphorie hielt der Tag aber auch mit ruhiger stimmenden Themen nicht zurück. Vor wenigen Tagen sind Jacob und ich, als wir euphorisch unser erstes Poster in der Hand hielten, quasi gegen Lisa Zahar gelaufen und so in ein Gespräch gepurzelt. Lisa ist Britin und arbeitet für DEAAF Deaf Education and Arts for African Families. Freiwillig schmeißt sie all ihre Kräfte in die Bildung von taubstummen Kindern und Eltern. Hier in Livingstone gibt es über 200 ihnen. Lisa gehört zu Einzelkämpfern, da die inklusive Schulbildung hier noch nicht dementsprechend aufgerüstet ist. Sie lädt uns einen Tag später zu einem Treffen ein und über einen langen Zeitraum vergessen sie und unser Team die Zeit und hören nicht mehr auf uns zu unterhalten. Schnell ist klar, wir müssen Lisa ins Boot holen. Wir sind mehr als glücklich, dass sie sich bereit erklärt hat, das Festival, die Reden und Dialoge in Zeichensprache zu übersetzen und mit ihrer Community kommt. Schnell tauschen alle ihre Nummern aus und hoffen auf eine weitere Zusammenarbeit in der Zukunft mit den Künstlern von Barefeet Theatre auch in Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Heute ist der erste kleine Schritt erst einmal in Livingstone getan. Lisa bringt uns erste Worte der Zeichensprache bei. Das im Foto heißt Liebe. Am Ende des Tages fallen wir übermüdet aber glücklich den Malern vom Farmers Market um den Hals und halten den ersten Smile Festival Banner in der Hand. Die Zeit rennt. Dieses Mal sogar für meine afrikanischen Kollegen mit einem anderen Zeitempfinden. Wir haben uns intern darauf geeinigt, dass es in Ordnung ist, dass wir gegenseitig über unser Zeitgefühl, das unterschiedlicher nicht sein könnte, Witze machen ;).
01.08.17, 18:56 Krysztina Winkel
Was darf bei einem guten Projekt nicht fehlen? Richtig: Verpflegung für Herz und Hirn! Damit die jungen Künstlerinnen und Künstler genug Energie für den Tag haben und ihren Kreativitäts-Akku aufladen können, versorgen Maggy und ihre Crew der Power-Cooking-Mamas die Projektgruppe mit dem besten, was man in der sambischen Küche finden kann: Nshima! Wie es dazu kam? Nach langem Hin und Her wie wir am besten eine gute und nahrhaltige Verpflegung für die Projektgruppe gewährleisten können, bekam ich von Nina, die ich vergangenen Januar beim Afrikatag in Köln kennenlernen durfte und die selber schon einmal ein Jahr in Sambia gearbeitet hat, einen guten Tipp. „Fragt doch engagierte Frauen Livingstones, ob sie nicht Lust hätten, gegen einen Lohn ihre Kochkünste zur Verfügung zu stellen!“ Ja, dachte ich, das klingt erst einmal gut! Aber für über 40 Leute? Und ohne Küche und Märkte im Umfeld? „Klar, die brauchen nur einen großen Topf und eine Feuerstelle in der Natur!“ Etwas Unkompliziertes kam mir in der Projektplanung jetzt auch einfach mal gelegen. Ich fragte Maggy, die ich im März in Livingstone kennenlernen durfte, ob sie mir bei der Suche nach den sog. „Cooking-Mamas“, wie man sie hier liebevoll nennt, helfen könnte. „I can do that!“ „Really?“ „Yeah, that’s not a problem at all. I’ll ask my friends.“ Nach drei SMS hatten wir also unsere super Cooking-Mamas zusammen. Vergangenen Freitag trafen sich das The Smile Project Team und die Mamas das erste Mal, beschlossen einen Verpfelgungs-Masterplan und gingen zusammen einkaufen. Was es fortan im Projekt geben wird: Nshima natürlich und zwar jeden Tag! Klingt es für den europäischen Geschmack vielleicht auf den ersten Blick etwas weniger abwechslungsreich, ist es hier in Sambia der totale Hit: Nshima ist das Nationalgericht Sambias. Die meisten Bewohner Sambias essen dies tatsächlich bis zu zwei Mal jeden Tag. Es ist im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln relativ preisgünstig und dennoch abwechlsungsreich und gesund. Nshima besteht hauptsächlich aus Maismehl, was nach dem Aufkochen zu einer Art (achtung Umgangssprache) Maismatscheknödel geformt wird. Serviert wird dazu eine Auswahl an gekochtem Gemüse und/oder Fleisch. Chicken ist vor allem bei den Kindern besonders beliebt. Nshima wird mit den Händen gegessen. Nachdem man sich zuvor gründlich am Wasserhahn, der aus der Erde inmitten des Schulgelände ragt, die Hände gewaschen hat, formt man mit den Händen kleine Kugeln aus dem Nshima und greift dazu etwas Gemüse oder Fleisch ab. Den gesamten Ballen steckt man sich dann in den Mund. Zugegeben bei den Einheimischen sieht dies natürlich gekonnter aus, als bei uns Europäern. Bei unseren ersten Versuchen wurden wir von den Kindern nicht zu knapp ausgelacht. Zurecht. „Whats else do you like to eat?“ frage ich Ruth (10), als ich mir von ihr in der Mittagspause Tricks zeigen lasse, wie ich die Maisballen etwas galanter mit den Fingern formen kann. „Just Nshima! Everyday!“ Ihre Nachbarin Blessing (12) stimmt nickend mit vollem Mund zu. Das Phänomen rund um Nshima scheint sich zu bestätigen und ich freue mich total zu merken, dass manchmal der einfache unkomplizierte Weg, genauso gut, wenn nicht so gar noch leckerer schmeckt. Danke an Maggy und die Crew, sie machen es wirklich zum Geschmacks-Knaller!
31.07.17, 12:57 Krysztina Winkel
Wow, heute war es endlich soweit: Es ist der 29. Juli 2017 und The Smile Project - Theatre Experience School Zambia ist endlich gestartet. What a day! War ursprünglich geplant, in kurzen Sessions mit verschiedenen Gruppen zu starten, um einen ruhigen entspannten Einstieg ins Projekt zu finden, mussten diese Vorhaben kurzerhand über Bord geworfen werden, da wir vom Schulamt veränderte Informationen über die Examensprüfungen der Kinder erhalten haben. (Hier in Sambia ist es so, dass ausschließlich die Note zählt, die man am Ende des Jahres in der Prüfung schreibt und diese Prüfungen sind genau....... jetzt). Wir entschieden uns also dafür, die Woche ruhiger zu gestalten, die Wochenenden intensiver zu nutzen, Workshoptage nach den Prüfungen dafür doppelt so lange zu halten und starteten kurzerhand mit allen 40 Kindern gleichzeitig. Um 8 Uhr sollte es also am Samstag an der Highlands School losgehen. „8 AM?“, fragte ich skeptisch, als mein sambischer Kollege Jacob mir dies vorschlug. „Yes, thats’s great!“ beruhigte er mich. Zeit zum Sorgen machen, ob auch alle Kinder kamen, sich verstehen werden, einen Zugang zum Projekt finden, sich offen in einen kreativen Prozess stürzen wollen und Spaß haben werden, konnte ich mir also machen, als ich ab 20 nach 7 bis halb 10 fast alleine am Schulgelände wartete. So wie Jonas und ich das deutsche Klischee bedienten, taten es die Kids und mein Kollege auch. Ich nahm es mit Humor und freute mich umso mehr, dass wir um 10 tatsächlich mit 38 Kindern und Jugendlichen starten konnten. Und fragt nicht wie: Wow, was für ein Feuer und eine Energie! Nach zehn Minuten warf ich meine Bedenken euphorisch über Board und war von der Art des Miteinanders und der Unvoreingenommenheit aller überwältigt. Heterogener könnte die Gruppe kaum sein: Das Alter reicht von 7 bis 20 Jahren, einige kommen aus verhältnismäßig akzeptablen und andere aus den ärmsten Stadtteilen, was sich auch in den Klamotten und der Körperpflege sofort wiederspiegelt, manche haben einen besonderen Förderbedarf, einige sind sehr schüchtern und hatten noch keine Berührung mit Theater, wiederum andere haben schon an mehreren Projekten mit Barefeet Theatre teilgenommen und können sich vor Energie kaum halten. Genau deswegen liebe ich solche Gruppenkonstellationen: Hier können menschlich glaube ich alle nur voneinander profitieren und sich jeder mit seinen Besonderheiten einbringen. Wie und ob das wirklich klappt, wird sich natürlich erst im weiteren Prozess zeigen. Nach einer flotten Runde Warm Ups und Energizer stürzten wir uns direkt ins Thema: In zufällig zusammengewürfelten Kleingruppen entwickelten die Kinder und Jugendlichen erste Choreografien, später erzählten sie in Mini-Theaterszenen ihre Geschichten und Fantasien rund um Familie, Schule und Freundschaft. War ich von der Fähigkeit der Kinder ohne Instruktion verschiedene Kunstformen wie Bewegung, Sprache und Musik von sich aus direkt miteinander zu verbinden total beeindruckt, schluckte ich umso mehr als sich viele - auch die Jüngeren - in ihren Theaterszenen dazu entschieden, Gewalt- und Alkoholerlebnisse aus ihrem familiären Umfeld zu erzählen, anstatt sich für ein Positiverlebnis zu entscheiden. Aber warum? Im Gespräch erzählen sie, dass Theater spielen hier fast ausschließlich als Medium der Aufklärung und zu erzieherischen Zwecken genutzt wird. Die Fokussierung auf das Negative und Realistische überwiegt und die Erfahrung mit theatralen Mitteln wie Komik, dem Absurden und Fantasie ist für die meisten fremd. Dass bei einem Theaterprojekt auf der Suche nach Definitionen von Glück die Auseinandersetzung mit Unglück dazugehört, ist klar. In dem Moment war ich dennoch umso dankbarer, dass uns einige Schulen und da SOS Kinderdorf Sozialarbeiter zur Seite stellen, die jederzeit mitmoderieren könnten. Der erste Tag ging wie im Flug vorbei. Während manche Teenager sich noch ein Tanzbattle der Extraklasse zu ihren Lieblingssongs lieferten, sich die letzte Banane schnappten oder auf den Weg zum kleinen Transportbus machten, packten wir glücklich und erschlagen zugleich unsere Sachen zusammen und entschieden uns über den sandigen Weg zu Fuß zur Unterkunft zu schlendern. Mit ganz viel Gedankenparty voller tausend neuer Ideen, Zweifeln und Vorfreuden im Kopf, kann ich das nächste Wiedersehen kaum abwarten. In der Zwischenzeit versuche ich die Namen aller auswendig zu lernen. Das sollte mir Dank der Tatsache, dass hier die meisten englische Vornamen haben auf jeden Fall einfacher Fallen, als mir die Lyrics der afrikanischen Lieder und Spiele zu merken :D. What da day!
26.07.17, 18:51 Krysztina Winkel
Vor drei Tagen sind mein Bruder Jonas, der das Projekt mitbegleiten wird, und ich in Livingstone angekommen. Wow, der warme Empfang ist umwerfend! Für die Leser, die über die aktuelle politische Situation in Sambia informiert sind: Uns geht es gut und hier ist - trotz der Tatsache, dass Livingstone Oppositionshochburg ist - gerade alles halb so wild. Nach elf Monaten aufregender Vorbereitungs- und Planungszeit startet diesen Samstag endlich offiziell The Smile Project – Theatre Experience School Zambia. Mit großer Vorfreude fiebert das Team dem ersten Projekttag entgegen, zuvor muss jedoch noch eine Menge erledigt werden. So nutzen wir diese Woche, um den Bürgermeister, das Schulamt, die vier beteiligten Schulen, die Kinder und Schulleitungen zu besuchen, Details zum Transport und der Verpflegung der Kinder zu besprechen und….vor allem einmal ganz kurz den Atem anzuhalten: Durfte ich mir im März schon von einigen Bildungspartnern einen Einblick verschaffen, realisiere ich nun, dass dies eine Art rosaroter Ausschnitt der generellen Bildungssituation war. Es ist Dienstagnachmittag als uns der Fahrer an einem matschigen Trampelpfad in Malota aussteigen lässt. Wurde ich zuvor informiert, dass Malota das Ghetto von Livingstone ist und in den letzten drei Monaten die Jugendkriminalität durch Kinderbanditen extrem angestiegen ist, konnte ich mir bis dahin in meinem Kopf dennoch kein Bild davon machen. Wir gehen durch einen kleinen schmalen Weg, trotz Sonnenschein erscheint hier alles durch die enge Besiedelung kleiner Ziegelsteinhütten vor denen Mütter im Feuer Holz für den Kohleverkauf auf der „Straße“ anbrennen, den verwachsenen Straßenrändern, in denen Kinder spielen, alles dunkel. Wir bahnen und den Weg durch zum Schulgelände und werden herzlich im Lehrerzimmer, das ca. 3 qm² groß ist, in Empfang genommen. Der Schulleiter Mr. Litia erzählt uns frustriert, dass die Schule bis auf einige ehrgeizige Volunteers keine Unterstützung erhält, 90% der Kinder benachteiligt, also krank, immens verarmt oder verwaist sind und Achtung: 100 Kinder mit einer Lehrerin in einem Klassenraum sind. Als wir die Klassen besuchen, müssen wir mit Schrecken feststellen, dass es nicht für jedes Kind einen Stuhl gibt, Bücher und Stifte schon gar nicht. Was ich als Ausnahmezustand wahrnahm ist hier Realität. Die meisten Community Schools ohne weitere Förderung müssen unter diesen Umständen lehren. Mr. Litia zeigt sich trotz des sichtlichen Stresses sehr kooperativ und sicherte uns zu, dass pädagogisches Personal die Kinder am Samstag zum Projektstart begleiten würde. Randnotiz: War ich von der Situation in Malota noch lange ergriffen, realisierte ich am nächsten Tag, dass das quasi noch „Luxus“ war: Die Sozialarbeiter des SOS Kinderdorfes hatten uns zu einer Umweltaktion im Nwenge Markt eingeladen. Gemeinsam mit der Trommelgruppe des Kinderdorfes, Aktionen von Barefeet Theatre und Plakaten versuchen sie bei den Bewohnern des Viertels Aufmerksamkeit zu erlangen, um sie über Folgen der Müllverbrennung aufzuklären. Als wir dort ankamen, war ich sprachlos. Zwischen den Marktständen lagen unzählige betrunkene Menschen in Pfützen aus stehendem Gewässer und Müll. Zwischen ihnen spielten Kinder, wurden Säuglinge gestillt und Frauen versuchten Ware an den Mann zu bringen. Als die Künstler von SOS und Barefeet loslegten, sammelte sich eine große Menschenmasse Drumherum. Der Plan der Sozialarbeiter ging auf: Nun konnten sie die Menschen darüber informieren, dass sie ihren Müll nicht verbrennen sollen, wie es hier üblicher Weise einfach auf offener Straße gemacht wird. Da wir als Weiße, wie so oft, an diesem gerummelten Platz sehr auffielen, kamen Alt und Jung zu Jonas und mir, suchten das Gespräch und gaben uns die Hände. Mindestens jeder zweite davon war betrunken. Total ergriffen war ich, als ich merkte, dass auch die Kinder und Teenager teilweise betrunken waren. Ich wunderte mich, warum so viele Kinder an einem Mittwochmorgen auf diesem Markt rumliefen. In diesem Moment flüstert unsere Kollegin von SOS: „They don’t go to school. They can’t.“ Dass sich die Kinder um die Infoflyer rauften, obwohl sie nicht lesen können, ergriff ebenso.
26.03.17, 16:05 Krysztina Winkel
Die Planungswoche im März endete mit einem Besuch der Kinder und Jugendlichen an der Highland Primary School . Mein afrikanischer Kollege Jacob traf sich hier mit Kindern und Jugendlichen von Barefeet Theatre, des SOS Kinderdorfes und der Highland School , um ihnen von The Smile Project zu erzählen. Sie begrüßten uns mit Tänzen, bei denen man nicht lange weiter zuschauen konnte und löcherten uns mit vielen Fragen rund um das Projekt. Wow, was für eine positive Energie! Am Ende gestalteten Jacob und ich gemeinsam einen Theaterworkshop mit ihnen und können es nun kaum erwarten, bis es Ende Juli endlich losgeht!
26.03.17, 15:01 Krysztina Winkel
Es ist Donnerstag, der 23. März, und ein bedeutender und aufregeneder Tag für The Smile Project. Heute stellt das Team wichtigen Vertretern der Stadt, localen NGOs und Bildungseinrichtungen die Idee und Struktur dieses interkulturellen Projektes vor. Nach langem Fiebern, ob der Bürgermeister wirklich komme, erschien his worship Mr. Eugene Mapuwo mit seinem Security-Pesonal und betrat den Raum. Ein Kollege einer Bildungseinrichtung eröffnete die Runde mit einem Gebet, der Bürgermeister verwies in seiner Rede über das Projekt auf dessen große Bedeutung für die persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und nachdem Jacob und ich mit unserer Präsentation fertig waren, begann eine offene Plenumsdiskussion. Die Highland Primary School und das SOS Kinderdorf bekundeten ihre offizielle Teilnahme und versprachen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, das Projekt mit vollstem Herzen zu unterstützen. Auch Vertreter weiterer Netzwerke entwarfen direkt gemeinsam mit uns weitere Ideen für das sog. "Smile-Festival" , das am Ende der Theatre Experience School die Projektzeit abrunden soll. Auf höchster städtischer Ebene Unterstützung zu erfahren und zu spüren, wie engagiert die geladenen Gäste im Rahmen ihrer Möglichkeiten Ideen sponnen, war sehr angenehm zu spüren. Nachdem das weitere Vorgehen abgesprochen wurde, entstand außerdem die Idee ein kleines Steering Commitee zu gründen, das dem Projektteam von The Smile Project bei der Planung und Umsetzung vor Ort untertützend zur Seite steht. Zum Abschluss schloss der Vorbetende das Projekt sogar in sein Gebet ein und wir beendeten das Treffen mit einem Abschlussbild vor der historischen Livingstone-Statue vor dem National Museum of Livingstone.
22.03.17, 20:10 Krysztina Winkel
Was für ein Tag! Unser Morgen begann mit einem Vorsprechen beim City Major , dem Bürgermeister Livingstones. Mein Kollege erklärte mir, dass Briefe hier in Sambia nicht die gleiche Verbindlichkeit haben, wie bei uns und man dennoch bei allen noch einmal persönlich vorbeischauen sollte, um sich zu vergwissern, ob sie Einladungen erhalten haben. Das machten wir, aber erst holte uns der Truck vom SOS Kinderdorf ab. Die Kinderdorfgemeinde hat das The Smile Project-Team zum Plant-a-tree-Tag eingeladen. Mein Kollege Jacob moderierte die Veranstaltung und ich wurde voll und ganz von den afrikanischen Rhythmen und Tänzen der Jugendlichen Tänzer weggefegt, die für ordentliche Stimmung während der Feier sorgten. Es war eine tolle Gelegenheit verschiedene Vertreter wichtiger Organisationen aus dem Bereich des Umweltschutzes und Education kennenzulernen. Von viel größerer Bedeutung für mich war jedoch Teil der großartigen Kunst der Jugendlichen werden zu dürfen. Hier wurde kein langweiliger Vortrag über die Bedeutung von Umweltschutz gehalten, nein, die Jugendlichen des Kinderdorfes präsentierten eine Poetry-Slam der vom Hocker riss. Nach diesen überwältigenden Eindrücken wartete unser Terminkalender darauf erfüllt zu werden: Wir besuchten die Voritzende des Community Developments, den District Education Standart Officer und die District Education Board Secretary Debs. Mit ihr tauschten wir uns über Möglichkeiten der Schulkooperationen im Rahmen von The Smile Project aus. Nun heißt es Daumen drücken, für den großen Tag morgen: Im National Museum of Livingstone diskutieren wir mit weiteren Stakeholdern über konkrete Umsetzungs- und weitere Kooperationsmöglichkeiten. Es bleibt spannend. Musiktipp: Die Nationalhymne Sambias - Zweistimmigkeit at its best, mit der Power der Jugendlichen heute, unbezahlbar.
21.03.17, 21:40 Krysztina Winkel
Zwei Tage Afrika, tausend Farben, tausend Eindrücke: Direkt an meinem zweiten Tag nahm mich mein afrikanischer Kollege Jacob mit auf eine abenteuerliche Reise von Livingstone nach Lusaka. Auf der 9-stündigen Busfahrt ohne Klimaanlage aber dafür mit ner Menge Bananen wurde ich von so vielen Eindrücken überwältigt und glaube, dass ich noch nie einen Ort wie die Busch Towns am Rand der einzigen Straße Richtung Norden gesehen habe, an dem so viel Armut und Gute Laune gleichzeitig nebeneinander bestehen können. Während ich versuchte die spannenden Gespräche mit den Menschen, die atemberaubende Landschaft und die Bananen zu verarbeiten, gingen wir ein letztes Mal die Finanzpläne, Workshopaktivitäten und Wünsche für das Treffen mit Barfeet Theatre , unserer kooperierendnen afrikanischen NGO durch. Die Besprechung mit dem CEO und dem Programme Director verlief konstruktiv und Barefeet Theatre versicherte begeistert, das Projek mit seinen Ressourcen zu unterstützen, mit der Überzeugung, dass ihnen vor allem der stärkenorientierte Projektansatz in Bezug auf die Kinder und Jugendlichen zusagt. Der Abend endete damit, dass uns Barefeet-Künstler und Musiker Mike seine Stadt zeigte und wir uns gegenseitig Theater-Songs aus unserer Heimat vorsangen. Großes Lachen, als wir feststellen, dass wir bei den Liedern zwar unterschiedliche Bewegungen und Texte haben, aber oft die gleichen Melodien singen. Fußnote: Erst im Nachhinein erfuhr ich, dass der 22-jährige Mike bis zu seinem 17. Lebensjahr, bevor Barefeet ihm begegnete und mittels Theater überlebenswichtige Qualitäten vermittelte, auf der Straße ohne Eltern lebte. Diesem jungen, fokussierten, intelligenten, für eine Sache brennenden Menschen, der nicht darauf warten konnte, am nächsten Tag wieder Musik für Kinder und Jugendliche zu machen, hätte ich das nie angesehen. Ein guter Grund mehr für The Smile Project. So langsam hat sich das Projekt auch in Livingstone rumgesprochen und wir wurden gerade spontan vom SOS Kinderdorf Livingstone zu einer frühmorgendlichen Pflanzaktion für Kinder eingeladen. Wir sind unfassbar gespannt, was der nächste Tag bringen wird.
04.03.17, 11:22 Krysztina Winkel
Danke an das Redaktionsteam der Jülicher Nachrichten und der Aachener Zeitung für einen Bericht über The Smile Project. Danke auch an die interessierten Leser die seither neben startnext auch die Unterstützungsmöglichkeit über das Spendenkonto wahrgenommen haben. Nun kann es munter weitergehen :).
27.02.17, 19:58 Krysztina Winkel
Wow, die Hälfte der Finanzierungsphase ist schon geschafft und in unserem "grünen Herzchen" sieht es ja richtig super aus, sodass die Vorbereitungen für The Smile Project gleich noch mehr Spaß machen. Gerade planen mein afrikanischer Kollege Jacob (Barefeet Theatre) und ich unsere sog. "März-Woche". Für den 23. März haben wir nun die Museum Hall Livingstone reserviert, um wichtigen Vertretern und Organisationen der Stadt The Smile Project zu präsentieren und an weiteren Kooperationen und Strukturen zu arbeiten. Wir freuen uns sehr, dass bisher schon einige positiv auf unsere Einladung reagiert und sich angemeldet haben, darunter: SOS Children's Villages Livingstone Environment Africa (Foto siehe unten: Beim Unterschreiben des Anmeldeformulars für den 23. März) Livingstone Tourism Association Community Development Holy Cross Primary School Sehr haben wir uns auch über die Zusage des City Major of Livingstone gefreut, der uns nun gebeten hat eine Rede für ihn vorzubereiten. Er legt viel Wert auf seinen eigenen Auftritt zu Beginn des Treffens, dem Wunsch kommen wir natürlich gerne nach. Und was gibt es schon für einen bessere Zeitpunkt, um närrische Bütten oder gute Reden zu schreiben, als jetzt?! Gespannt blicken wir den nächsten Schritten von The Smile Project entgegen und möchten den Anlass nutzen, um uns noch einmal bei allen bisherigen großartigen Unterstützern zu bedanken: Danke! Tusch! Und Ausmarsch!
07.02.17, 23:49 Krysztina Winkel
Frühstück bei Tiffany war ein Film. Frühstück bei Stephanie ist Realität im Steffi-Bus! Als Metzgers-Tochter und gelernte Fleischerei-Fachverkäuferin war Steffi bereits in jungen Jahren mit Leib und Seele dabei. Bei gutem Essen konnte man ihr noch nie etwas vormachen und schwuppsdiwupps machte Steffi sich deswegen zu ihrem eigenen Chef: 2009 hat sie einen alten Schulbus zu einer mobilen Küche umgebaut und beköstigt unter Petit Buffet einfach anders ihre Gäste in der Krause in Eschweiler! Dass Steffi einfach hipp ist, zeigt auch ihre App und das Steffi-Phone! Und haltet euch fest: In ihrem kleinen schnuckeligen Bus steht seit gestern sogar eine Spendenbüchse für The Smile Project ! Die ersten 2,00 Euro sind drin - juhu! Liebe Steffi, wenn du das liest: Danke , du bist der Knaller! Deine Klösschen natürlich auch! Ja, ihr habt richtig gehört, ich durfte auch schon in den Genuss von Steffis Kochkünsten kommen. Dank ihr war meine Kinderkommunion und so manche Feier essenstechnisch ein Hit :)! Schaut doch mal vorbei unter www.petit-buffet.de !
06.02.17, 22:50 Krysztina Winkel
Als Barefeet Theatre und ich das Projekt im August 2016 anfingen zu planen, ging einer der ersten Emails für eine Unterstützungsanfrage an das Rautenstrauch-Joest-Museum Köln. Da dieses tolle große Museum einen Afrika-Schwerpunkt hat, erhoffte ich mir hier ein paar interessierte Unterstützer. Einen Tag nach meiner Email, in der ich erste Ideen von The Smile Project vorstellte, wurde mir direkt sehr freundlich geantwortet: Liebe Frau Winkel, leider können wir Ihnen kein Geld geben, aber wir finden Ihre Idee klasse und möchten Ihnen gerne ein Forum geben, diese zu präsentieren. Fast ein halbes Jahr später war es nun endlich soweit: Am Sonntag den 29. Januar 2017 durfte ich The Smile Project im Rahmen des Afrika-Tages vor interessierten Theater- und Afrika-Fans in der Bibliothek vorstellen. Einen Tag später drückte ich auf "Finanzierungsphase starten" . Wie aufregend! Danke an das Rautenstrauch-Joest-Museum für diese tolle Möglichkeit, Andi für die Gute-Laune-Postkarten, die auch das Museums-Personal zum Schmunzeln brachten, meiner Familie für die große Pizza danach, meiner superengagierten tollen Mitbewohnerin Lena, die Alt und Jung begeistert hat, zum Vortrag zu kommen und für den mentalen Support meiner Freunde, von denen zwei extra den vollen Eintrittspreis für das Museum gezahlt haben :D - ich machs wieder gut Jungs ;). Let the story begin :). Share a smile!

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