Crowdfunding beendet
Afrikanische Frauen aus dem ländlichen Raum werden bis heute häufig als vulnerabel, schwach und unterdrückt wahrgenommen. Dabei sind sie das soziale und wirtschaftliche Rückgrat von Familien, Gemeinschaften und Staaten. Dies möchte die ruandische Fotografin Denyse Uwera ändern und der Welt zeigen, wie stark, selbstbestimmt und stolz ihre Landsfrauen sind. Dazu hat sie die Bäuerinnen der Kaffeekooperative Rambagira Kawa portraitiert und möchte ihre Fotos und Geschichten in einem Fotoband sammeln.
9.818 €
Fundingsumme
154
Unterstütz­er:innen
Michael Schmidt
Michael Schmidt Projektberatung Applaus, Applaus. Dieses Projekt nimmt alle wertvollen Crowdfunding Erfahrungen mit. Ich bin gespannt was als nächstes kommt.
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 19.09.19 11:17 Uhr - 27.10.19 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum September - Dezember 2019
Startlevel 17.000 €

Mit dem Geld finanzieren wir die erste Auflage des Drucks des Bildbandes "Strong Women behind a Strong Coffee"

Kategorie Fotografie
Stadt Berlin

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Worum geht es in dem Projekt?

Als junges Mädchen wuchs Denyse Uwera in einem kleinen Dorf namens Gako in den Hügeln Zentralruandas auf. Sie hatte nicht viele weibliche Vorbilder, sagt sie, schaute allerdings immer zu ihrer Mutter, einer Bäuerin mit acht Kindern, auf.
Wenn von "starken Frauen" die Rede ist, werden damit meist erfolgreiche Frauen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft assoziiert; selten jedoch die Mutter von nebenan, Zuarbeiterinnen oder "einfache" Bäuerinnen. Besonders afrikanische, ländliche Frauen werden in der globalen Wahrnehmung in der Regel als hilfsbedürftige und fremdbestimmte Objekte dargestellt und rezipiert. Denyse hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht diese Narrative durch ihre Fotos und Geschichten aufzubrechen.

Als sie 2017 zu Rambagira Kawa, einer reinen Frauen-Kaffeekooperative in den Bergen Nordruandas, reiste, wurde ihr schnell klar, dass sie die einzigartigen Bäuerinnen portraitieren musste. Die Frauen haben gemeinsam mit der Rösterei Rwashoscco , die sich zu 100% im Besitz von Kaffeebäuer*innen befindet, und dem deutschen Partner Kaffee-Kooperative die Eigenmarke "Angelique's Finest - Strong Women, Strong Coffee" aufgebaut. Benannt nach der Geschäftsführerin von Rwashoscco, Angelique Karekezi, wird dieser aromatische Arabica-Hochlandkaffee in jedem Produktionsschritt von der Ernte bis zur Verpackung ausschließlich von Frauen und vor Ort in Ruanda hergestellt. Dadurch bleibt der Großteil der Wertschöpfung im Land und der wirtschaftliche und soziale Status der Frauen wird nachhaltig gestärkt: Sie genießen größere finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit und ihr Beitrag zu den gemischt-geschlechtlichen Kooperativen, den Familieneinkommen und der lokalen Ökonomie erfährt eine neue Wertschätzung.

Um Kaffee zu produzieren, muss frau stark sein:
Frauen erledigen rund 70% der körperlich meist sehr schweren Handarbeiten im Kaffeesektor und kümmern sich nebenbei noch um Haushaltsaufgaben und Kinder - bis zu 16 Stunden am Tag! Dafür streichen sie jedoch nur 30% der erwirtschafteten Gewinne ein und sind viel zu selten in Positionen mit Entscheidungsmacht zu finden.

Female Empowerment durch Kaffee-Anbau
"Unseren Kaffee als Endprodukt zu verkaufen hilft uns nicht nur, ein höheres Einkommen zu erzielen. Es gibt uns auch ein Gefühl von Stolz und Sinnhaftigkeit, dass das Produkt unseres Schweißes als Bäuerinnen in der internationalen Gemeinschaft Vertrauen findet. Und es ist ein Weg, um unseren Beitrag zum Wiederaufbau unseres Landes hervorzuheben." (Odette Murekatete, Kaffeebäuerin und Vorsitzende von Rambagira Kawa)

Begeistert von dem Ehrgeiz, Gestaltungswillen, Fleiß sowie der Passion und Willensstärke der Frauen beschloss Denyse, ihre Persönlichkeiten und Geschichten sowohl fotografisch als auch schriftlich festzuhalten. Wichtig war ihr dabei, dass die Frauen dabei (1) würdevoll abgebildet werden sollten - als Einzelportraits in Fotostudioqualität - und (2) sie ihre Geschichte mit ihren eigenen Worten erzählen sollten, da niemand es besser kann als sie selbst.

Seit rund einem Jahr begleitet Denyse ihre Protagonistinnen von Rambagira Kawa und Rwashoscco nun. Im Mai präsentierte sie die ersten Arbeiten bereits in Form einer Ausstellung in Kigali, was eine sehr gute Resonanz erzielte.

Unser Ziel ist es, diese tollen Fotografien nach Deutschland zu holen und in einem Fotoband zu verewigen. Auf rund 80 Seiten können Sie die wundervollen Arbeiten von Denyse also mit nach Hause nehmen und mehr über Odette, Angelique und Co. erfahren.
Von jedem verkauften Buch gehen 50 % der Gewinne an die Fotografin und die Portraitierten.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unsere Hoffnung ist, mit diesem Projekt eine andere Seite der ländlichen afrikanischen Frau zu zeigen und die europäische Wahrnehmung derselben zu verändern. Wir möchten demonstrieren, dass es sehr wohl starke, unabhängige Frauen als Vorbilder in Ruanda gibt, die Frauen weltweit inspirieren. Außerdem möchten wir einer ausschließlich afrikanischen fotografischen Perspektive, die sonst auf dem deutschen Kunstmarkt kaum repräsentiert ist, eine Plattform bieten und zeigen, welche Qualität in afrikanischen Fotograf*innen heute steckt.

Deshalb ist es unser Ziel, mindestens 500 Bildbände zu drucken und zu verkaufen und damit gleichzeitig auch das Produkt der Portraitierten - Angelique's Finest, den Spezialitätenkaffee aus Frauenhand aus Ruanda - bekannter zu machen. Denn jedes verkaufte Pfund Kaffee hilft den Produzentinnen und ihren Familien direkt.

Unser langfristiges Ziel ist es, Denyse's Bilder auch in deutschen Galerien auszustellen.

Dieses Projekt richtet sich an alle Fotoliebhaber*innen, Menschen mit Interesse für fairen Handel und nachhaltigen Konsum, Frauenunterstützer*innen, Afrika-Freunde und Ruanda-Vernarrte.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Viele ethnologische, kulturwissenschaftliche und künstlerische Abhandlungen sind über afrikanische Menschen, Kulturen und ihren Lebensalltag verfasst worden. Meist jedoch in kolonialen oder post-kolonialen Kontexten und als verfärbter, eurozentrischer Blick von außen - schwankend zwischen Exotisierung und Mitleid.
Deshalb war es uns wichtig, nicht noch so ein Werk herauszubringen, sondern einen ruandischen Blick auf Ruanderinnen zu zeigen. Denn die Definitionshoheit über die Narration des eigenen Selbst zu haben, ist an sich eine Form der Freiheit und Ermächtigung. #africannarratives
Hinzu kommt, dass zeitgenössische afrikanische Kunst, besonders Fotografie, noch immer Außenseiterstatus auf dem europäischen Markt hat und die Ströme von Kulturgütern zwischen den Kontinenten sehr asymmetrisch verteilt sind. Wir möchten über unsere bereits bestehenden Verbindungen nach Ruanda diese Dysbalance ein wenig minimieren und einer grandiosen Künstlerin den direkten Zugang zum deutschen Markt erleichtern.

Wenn du dies auch so findest oder einfach nur gute Fotografien und spannende Lebensgeschichten magst, dann unterstütze uns mit der Bestellung eines Buches oder Kaffees.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem Geld finanzieren wir

  • die erste Auflage des Drucks des Bildbandes "Strong Women behind a Strong Coffee"
  • entschädigen Denyse für ihren bisherigen Aufwand für die Aufnahme der Fotografien und das Design des Buches
  • beteiligen die portraitierten Frauen von Rambagira Kawa und Rwashoscco mit 25% des Gewinns
  • decken alle administrativen, personellen und steuerlichen Kosten auf ruandischer und deutscher Seite
Wer steht hinter dem Projekt?

Initiatorin und künstlerische Umsetzerin des Projektes ist Denyse K. Uwera. Die Ruanderin studierte kreatives Design an der University of Rwanda und widmet sich seitdem der Fotografie und kreativen Lösungen. Sie arbeitete als Kommunikationsdesignerin für nationale und internationale Projekte für Auftraggeber wie Associated Press, Nation Media Group, Illume Ltd und seit 2018 auch für Kaffee-Kooperative.de.

Die Protagonistinnen der Fotoserie sind Kaffeebäuerinnen der Frauenkooperative Rambagira Kawa sowie weibliche Mitarbeiterinnen der in Kigali ansässigen Rösterei Rwashoscco.

Auf deutscher Seite unterstützt das Projekt Kaffee-Kooperative.de, ein Social Start-up, das seit vier Jahren eng mit der Frauenkooperative, Denyse und Rwashoscco zusammenarbeitet, um deren fairen, zu 100% in Afrika produzierten Kaffee nach dem Fairchain-Prinzip in Deutschland zu vertreiben. Für ihr Engagement wurde Kaffee-Kooperative.de 2018 mit dem Fairtrade Award ausgezeichnet (2. Platz in der Kategorie Handel hinter Aldi und vor Deutsche Bahn). Das Unternehmen besteht aus einem deutsch-afrikanischen Team aus fünf Mitarbeitenden:
Gründer Allan Mubiru und Xaver Kitzinger arbeiten schon seit vielen Jahren eng zusammen, um Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte in Ruanda umzusetzen. Allan Mubiru, gebürtiger Ugander, lebt in Ruanda und ist das Bindeglied zwischen den Anbau-Kooperativen, der Rösterei in Ruanda sowie dem Vertrieb in Berlin. Xaver Kitzinger widmet sich dem Vertrieb und Versand des fertigen Kaffees in Deutschland. Melanie Grundmann und Johannes Keil verantworten die Bereiche Marketing und Business Development. Derzeit unterstützt uns noch Charlotte Lonitz als ASA-Stipendiatin und verbringt drei Monate in Ruanda, um die Produzent*innen zu begleiten.
Angelique's Finest Kaffee wurde mit Ihrer Hilfe über zwei erfolgreiche Crowdfunding Kampagnen nach Deutschland geholt:
https://www.startnext.com/angeliques-finest
und
https://www.startnext.com/angeliques-finest-strong-women

Projektupdates

30.10.19 - Herzlichen Dank an alle Unterstützer*innen!...

Herzlichen Dank an alle Unterstützer*innen! Wir suchen einen Weg, das Buch dennoch in Druck zu bringen. Bitte schauen Sie in Ihrem Posteingang nach. Beste Grüße, Ihre Kaffee-Kooperative

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Bildband "Strong Women behind a Strong Coffee"
www.startnext.com

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