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Projekte / Wissenschaft
SWAP:ein Online-Training bei Körperunzufriedenheit
Jeder kennt die ein oder andere Unzufriedenheit mit dem Aussehen. Wird sie jedoch übermäßig, führt sie zu einer stark negativen Bewertung des eigenen Körpers und der Umwelt. SWAP ist ein Online-Programm, das diese negativen Bewertungen umtrainieren kann. Es kann damit Betroffenen mit Körperbildstörungen helfen, sich wieder wohler in ihrer Haut zu fühlen. Wir möchten SWAP online verfügbar machen und prüfen, ob es sich in der Therapie eignet. Sie möchten uns dabei helfen? Unterstützen Sie uns!
645 €
7.400 € Fundingziel
26
Fans
2
Unterstützer
52 Tage

Projekt

Finanzierungszeitraum 06.12.2016 17:21 Uhr - 31.01.2017 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum bis Ende 2017
Fundingziel 7.400 €
Stadt Münster
Kategorie Wissenschaft

Worum geht es in dem Projekt?

"Bad Hair Day", "Hüftgoldpanik" - jeder kennt Tage, an denen der Blick in den Spiegel schwer fällt. Für viele von uns ist die Beschäftigung mit dem eigenen Äußeren jedoch nur ein Durchgangsphänomen.
Für Menschen, die an einer Körperdysmorphen Störung oder Essstörung leiden, sind solche Sorgen um das eigene Aussehen, Abneigung dem eigenen Körper gegenüber oder zeitraubende Rituale hingegen eine tägliche Dauerbelastung. Weil sie sich sich beispielsweise stundenlang im Spiegel prüfen oder ihre Ernährung stark einschränken, können sie ihren täglichen Aufgaben nicht mehr nachkommen, oder ziehen sich von anderen zurück. Bleiben die Störungen unbehandelt, werden sie oft chronisch, und enden für viele Betroffenen in Depressionen mit einem erhöhten Selbstmordrisiko.

Trotz der Störungsschwere bekommen die Betroffenen jedoch häufig keine Hilfe. Aus Scham, über die eigene Erkrankung zu sprechen, oder aufgrund von Mängeln bei Versorgungsangeboten kommen die Betroffenen nicht oder zu spät zu der Therapie, die sie eigentlich benötigen. Dabei könnten viele Körperbildstörungen bereits wesentlich früher gut behandelt werden.
Online-Programme gewähren den Betroffenen einen leichteren Zugang zu alltagstauglichen, effektiven Behandlungsmethoden. Außerdem überwinden sie durch höhere Anonymität mögliche Hemmschwellen bei der Therapiesuche und sind vielfältig einsetzbar.

Wir haben ein neues Online-Programm entwickelt, dass wir in seiner Effektivität für Körperbildstörungen testen möchten: SWAP. Es funktioniert nach neuen Erkenntnissen der klinisch-psychologischen Forschung, die belegen, dass Menschen mit Körperunzufriedenheit mehrdeutige Situationen negativer interpretieren. So wird ein längerer Blick oder eine zweideutige Bemerkung eines Freundes (z.B. "Ich habe dich ganz anders in Erinnerung!") häufig als eindeutiges Signal für die eigene wahrgenommene Unattraktivität gewertet. Diese negativen Bewertungen sind häufig starr und erhalten die Störung aufrecht. Sie können ohne eine eine aktive Auseinandersetzung mit dem Gedanken in der Therapie häufig nicht verändert werden.

In 15-minütigen Trainingssitzungen können Betroffene mit SWAP lernen, negative Bewertungen in eine positive Richtung zu lenken.
Damit arbeitet es direkt an den schwierigen Situationen, die Betroffene tagtäglich erleben: der längere Blick der Bekannten im Freibad, das Lachen der Person im Bus... SWAP hilft, diese Situationen dann umzudeuten, wenn sie passieren.
SWAP ist online verfügbar. Es kann zu jeder Tages- und Nachtzeit von Betroffenen genutzt werden. Geschulte TherapeutInnen stehen für die Fragen und Anliegen der TeilnehmerInnen zur Verfügung.
Bei anderen Störungsbildern, bspw. sozialer Phobie, haben SWAP-ähnliche Programme bereits nach wenigen Sitzungen eine Reduktion belastender Symptome erreicht.
Wir möchten prüfen, ob SWAP für das Körperbild ähnlich effektiv ist.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Die zentrale Fragestellung dieses Projekts ist:
Kann SWAP die Symptomatik und Lebensqualität bei Körperbildstörungen oder erhöhter Körperunzufriedenheit verbessern? Und wenn ja: wie langanhaltend sind diese Effekte? Für wen ist SWAP besonders geeignet?

Dafür möchten wir SWAP in unterschiedlichen Zielgruppen testen: bei Menschen mit erhöhter Körperunzufriedenheit und bei PatientInnen mit Körperdysmorpher Störung.
Dank einer offenen Programmierung von SWAP sind weitere Folgestudien möglich und geplant.

Die an die Arbeitseinheit angeschlossene Spezialambulanz bei Körperdysmorphen Störungen sowie entsprechende Kooperationspartner ermöglichen den Zugang zu den Betroffenen, für die dieses Projekt interessant sein ist.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Aktuell leiden in Deutschland zusammengenommen zwischen 2-3 Millionen Menschen unter einer Körperdysmorphen oder Essstörung. Die Zahl jener mit erhöhter Körperunzufriedenheit, aus der sich eine der Störungen entwickeln könnte, liegt deutlich höher. Gleichzeitig steigt die Anzahl jährlich durchgeführter Schönheitseingriffe und jener vielfach beworbenen Programme, die zu einem "optimierten Aussehen" führen sollen. Körperunzufriedenheit wird damit als etwas dargestellt, das sich hauptsächlich durch die Veränderung des Äußeren lösen lässt.
Nur wenige Programme unterstützen Betroffene tatsächlich dabei, den Körper, den sie haben, zu akzeptieren. Dabei ist dies besonders dann wichtig, wenn bereits schädliche Verhaltensweisen (z.B. längeres Spiegelprüfen, hohe Geldausgaben für Körperpflege, hoher Zeitaufwand für Fitness) durchgeführt werden, um das eigene Aussehen zu verändern.

Bei der Versorgung der Körperbildstörungen gilt zusätzlich:
(1) Erhöhte Körperunzufriedenheit kann möglicherweise auch ohne eine Therapie reduziert und einer klinischen Störung damit vorgebeugt werden.
(2) Betroffene müssen oft mehrere Monate auf einen Therapieplatz warten.
(3) Eine 50-minütige Therapiesitzung pro Woche kann nur langsam Effekte in vielen Alltagssituationen des Patienten zeigen.
(4) Nach Beendigung der Therapie stehen häufig keine langfristig verfügbaren Nachsorgelösungen zur Verfügung.

Zur Lösung dieser Probleme könnte SWAP beitragen: es lässt sich kostengünstig, flexibel, bequem und effizient vor, während und nach einer Therapie einsetzen und ist direkt in den Alltag des Patienten einbindbar.
Wichtig: SWAP soll und kann keine umfassende Therapie ersetzen. SWAP ist als begleitendes Therapiewerkzeug zu verstehen. Es ist damit auch für BehandlerInnen interessant.

Wenn Sie ein Online-Programm unterstützen möchten, um Menschen mit Körperdysmorpher Störung, Körperunzufriedenheit und Essstörungen eine potentiell neues Therapiewerkzeug zu bieten, dann freuen wir uns über Ihre finanzielle Unterstützung.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Für die TeilnehmerInnen unserer Studie sowie für uns selbst möchten wir nur eins: unsere Online-Plattform sollte ansprechend, handhabbar und datensicher gestaltet sein. Damit stellen wir erhöhte Anforderungen an die Programmierung und an das Webdesign, da es sich um eine kontrollierte experimentelle Studie handelt.
Hierfür müssen Codes und Inhalte völlig neu entwickelt werden.
Wenn wir finanziert werden, können wir einen professionellen, externen Programmierer beauftragen, dessen Expertise in diesen Gebieten liegt und der uns bei der Programmierung, Instandsetzung, Pilotierung und dem Monitoring der Funktionalität der Website hilft.
Für die Programmierung benötigen wir insgesamt 7400 Euro (max. Auftragsvolumen).

HINWEIS: Im Falle einer Überfinanzierung des Projektes werden die zusätzlichen Gelder vollständig für die Teilnahmevergütung innerhalb der SWAP-Studien verwendet.

Wer steht hinter dem Projekt?

Frau Dipl.-Psych. Fanny Dietel forscht im Rahmen ihrer Dissertation an der Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie der WWU Münster zu aufrechterhaltenden Faktoren der Körperdysmorphen Störung - insbesondere zur Rolle verzerrter Interpretationsprozesse. BetreuerInnen des Projekts sind Prof. Dr. Ulrike Buhlmann (WWU Münster) und Sabine Wilhelm, PhD (Harvard Medical School, Boston).
Die Entwicklung von SWAP ist das Ergebnis bereits zwei erfolgreich durchgeführter Projekte zu diesem Thema, die eine mögliche Effektivität von SWAP für Körperbildstörungen nahelegen. Die Prüfung dieser Effektivität stellt die dritte Studie der Dissertation von Frau Dietel dar. Zusätzlich werden im Rahmen der Entwicklung, Prüfung und Datenauswertung von SWAP voraussichtlich 10 Abschlussarbeiten und mehrere Forschungspraktika in der Klinischen Psychologie ermöglicht. SWAP zu unterstützen heißt damit, sowohl in der Forschung als auch in der Lehre und Praxis einen Unterschied zu machen.

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