Crowdfunding beendet
Tomatenretter
Saatgutsouveränität beschreibt die Möglichkeit frei wählen zu können, welche Gemüse- und Getreidesorten man anbauen und aus den gewonnenen Samen nachbauen möchte - ohne Einschränkungen durch Patente, Copyrights, etc. Dafür werden wir aktiv und bauen eine Saatgutdatenbank auf. Wir brauchen dazu fachliche Unterstützung von Gärtner Ole, damit uns unsere Pflanzen hier auf dem Hof nicht über den Kopf hinauswachsen. Helft uns Ole einen Minilohn zu zahlen, damit wir gemeinsam Saatgut retten können.
13.053 €
Fundingsumme
385
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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 Tomatenretter
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 11.02.16 09:25 Uhr - 31.03.16 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Im gesamten Jahr 2016
Startlevel 12.000 €
Kategorie Landwirtschaft
Stadt Hamburg

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Mit dem Saatgut fängt alles an. Über die letzten Jahrhunderte haben unzählige Bäuerinnen und Bauern an den unterschiedlichsten Orten, unter verschiedensten klimatischen Bedingungen eine Mammutaufgabe bewältigt. Sie haben Samen verschiedenster Gemüse- und Getreidesorten Jahr für Jahr angebaut, geerntet und die besten Samen der Ernte für die nächste Saison bewahrt. So entstanden über die Zeit die Gemüse- und Getreidesorten die wir heute kennen. Weder sind sie der Welt geschenkt worden, noch hat sie jemand erfunden. Sie sind durch stetiges Anbauen und Selektieren, wieder Anbauen und wieder Selektieren, über viele Generationen hinweg erarbeitet worden. Für jeden Ort und jedes Klima die optimal angepassten Sorten, eine nicht zu überschätzende fachliche und kulturelle Leistung, jede einzelne Sorte für sich. Und genau diese Leistung ist in Gefahr uns Menschen verloren zu gehen bzw. ist zu großen Teilen schon heute verloren. Das enorme Potential für eine dezentrale, ressourcen - schonende und kleinbäuerliche Landwirtschaft möchten wir als Tomatenretter e.V. im Rahmen des uns Möglichen erhalten, pflegen und zugänglich machen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?
  • Sortenvielfalt alter Kulturpflanzen erhalten
  • einen für alle frei zugänglichen Saatgutschatz aufbauen, ohne Patente und Copyright
  • gutes Gemüse für alle, von den Höfen der Umgebung
  • Land für nachhaltigen, unabhängigen Anbau freikaufen


Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Ein Bauernhof im Grünen. Fachwerk unter Reetdach, umgeben von alten Bäumen, Feldern und frei herum laufenden Hühnern, Schweinen und Kühen. So sieht die Landwirtschaft in der Werbung und auf den Verpackungen aus. Sie soll uns glauben machen, Bauernhöfe und ihre Erzeugnisse seien noch wie zu Zeiten unserer Großeltern. Natürlich wissen wir, dass das nicht stimmt. Aber ziehen wir daraus Konsequenzen?

Können wir noch mitbestimmen, was auf unseren Teller kommt?
Industrielle Landwirtschaft, globaler Wettbewerb und erpresserische Freihandelsabkommen bringen die politische und gesellschaftliche Dimension unserer Ernährung immer drastischer auf den Punkt. Wer sich näher mit den aktuellen Zuständen in der globalen Lebensmittelproduktion und -verarbeitung auseinandersetzt, bekommt schlechte Laune und ändert doch meist nichts.

Denn ob konventioneller oder Bio-Supermarkt, wir treffen fast ausschließlich auf industriell erzeugte Lebensmittel aus ausbeuterischen Produktionsbedingungen. Die biologisch bewirtschaftete Gesamtfläche in Deutschland ist rückläufig und das Höfesterben geht weiter. Regionale Produkte aus kleinbäuerlicher Erzeugung spielten und spielen kaum eine Rolle.

In den Ländern des globalen Nordens nehmen Qualität und Vielfalt des Nahrungsangebots aus oben genannten Gründen ab. Im globalen Süden hingegen hat die Bevormundung und Ausbeutung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern durch global agierende Saatgutkonzerne viel drastischere Folgen. Teures „Hightech-Einweg-Saatgut“ mit hohem Bedarf an Dünger und chemischen Pflanzenschutzmitteln (die diese Firmen ebenfalls produzieren) hat katastrophale Folgen für lokale Wirtschafts- und Subsistenzstrukturen und führt zu Überschuldung und Hunger.

Aktuelle Saatgutgesetzgebungen werden von Lobbyisten der Saatgutkonzerne maßgeblich beeinflusst, auch in Deutschland und Europa. Auch wir bekommen die Vereinheitlichung des Nahrungsmittelangebots und das Verbot alter, nicht angemeldeter Gemüsesorten persönlich zu spüren. Und parallel wird im Monatstakt versucht, genmanipulierte (Mais-)Sorten durch gesetzliche Hintertüren zu schleusen und deren Anbau zu legalisieren.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit 12 000€ können wir Gärtner Ole für ein Jahr fest anstellen und er kann so 30 Stunden pro Woche für die Tomatenretter Vollgas geben und uns mit seinem Fachwissen voran bringen. Er würde sich um die Jungpflanzenanzucht, die Pflege der Pflanzen über das Jahr, die Ernte der Samen und um die Professionalisierung des Saatgutarchivs kümmern. Den Rest des Geldes brauchen wir für Werkzeug, Stromkosten und Reparaturen.

Durch den Erfahrungsaustausch mit Gärtner Ole können wir Aktiven im Projekt enorm dazulernen und haben dadurch, dass er uns eine Menge der täglichen Arbeit abnimmt Zeit den Verein Tomatenretter e.V. planerisch voranzubringen und uns um neue Sorten zu kümmern, die in unser Saatgutarchiv aufgenommen werden sollen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Arnd und Vera stellen unserem Verein Tomatenretter e.V. Gelände und Gewächshäuser zur Verfügung. Carlos, Timothy, Sarah, Dima, Kati, Hilmar, Harald , Timm und andere leisten als Kernteam den Großteil der Arbeit. Ein Freudeskreis zur regelmäßigen Mithilfe in einzelnen Fachgebieten entsteht gerade. Dazu kommt noch eine große Gruppe von aktiven UnterstützerInnen, die unregelmäßig mit anpacken und uns bei Arbeitsspitzen zur Seite stehen. Dann gibt es noch eine große Gruppe von passiven UnterstützerInnen, die unsere Arbeit durch finanzielle Beiträge möglich machen.

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