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Projekte / Wissenschaft
Religion in Urban Spaces
Religion und Stadt galten lange als ein ungleiches Paar. Durch die Säkularisierung, so diagnostizierte die soziologische Prominenz im letzten Jahrhundert, würden Religion gerade in den Städten an Bedeutung verlieren und bald verschwinden. Doch man hat sich geirrt. Religion hat in der Stadt Konjunktur. Was in den Städten religiös alles passiert und wie bedeutsam das für gesellschaftliche Entwicklungen weltweit ist, dieser Frage gehen wir auf unserer Konferenz "Religion in Urban Spaces" nach.
700 €
500 € Fundingziel
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1
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Projekt erfolgreich
 Religion in Urban Spaces

Projekt

Finanzierungszeitraum 26.02.14 16:00 Uhr - 06.04.14 23:59 Uhr
Fundingziel 500 €
Stadt Göttingen
Kategorie Wissenschaft

Worum geht es in dem Projekt?

Vom 9.4 9.4.2014 bis 11.4.2014 organisiert das Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Georg-August-Universität in Zusammenarbeit mit der Universität Amsterdam und der Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences die Internationale Tagung „Religion in Urban Spaces“.

Ausgangspunkt für unsere Tagung war die Überlegung, dass Städte schon immer zentrale Orte für religiöse Praxen und Vorstellungen waren. Sie sind es auch in der (Post)Moderne.

Wissenschaftlich wird darauf zwar seit kurzem häufiger verwiesen. Aber letztlich gibt es nur vereinzelte Studien, die sich detailliert dem Zusammenwirken von religiösen Praxen und dem Stadtkontext widmen. Diese ersten Ansätze greifen wir in der Konferenz auf und wollen damit, „Stadt“ als Analysekategorie für die Auseinandersetzung mit (post)modernen religiösen Vorstellungen und Handlungen profilieren.

Geografisch konzentriert sich die Konferenz auf Afrika, Europa, Nordamerika und Asien. In globalen Zeiten wagen wir also einen globalen Rundumschlag. Augenmerk liegt auf folgenden Fragen:

Wie werden durch religiöse Praxen im urbanen Kontext sakrale (öffentliche) Räume konstruiert, und vice versa: Inwiefern bringen urban geprägte Räume bestimmte religiöse Praxen und Vorstellungen erst hervor und ermöglichen diese? Welche gesamtgesellschaftliche Bedeutung erlangen Religionen dadurch?

Welchen Herausforderungen haben sich hier die etablierten, traditionellen Religionen – das Christentum, Judentum und der Islam – zu stellen?

Für die Diskussion dieser Fragen haben wir 26 international renommierte ForscherInnen und NachwuchswissenschaftlerInnen eingeladen. Sie kommen aus der Religionswissenschaft, der Theologie, Kulturanthropologie und der Soziologie sowie aus der Architektur, der Stadtplanung und Geografie und stellen ihre aktuellen Arbeiten vor.

Inhaltlich geht es neben dem Christentum (inklusive seinen verschiedenen Abspaltungen) auch um die neuesten Entwicklungen im Islam, im Judentum und um die sogenannten alternativen Spiritualitäten bzw. Religiositäten (z.B. New Age Dance Church oder die John Coltrane Church).

In den Mittelpunkt der Betrachtung treten Großstädte wie Teheran, London, Berlin, Istanbul, San Franscico, Yaounde, Manila, Tel Aviv und Pune. Die Orte, die dabei in der Stadt beforscht werden reichen von den bekannten Kirchen, Synagogen und Moscheen über Kneipen, Shopping Malls, ehemalige Gefängnisse, U-Bahn Stationen hin zu Sportplätzen, Warehouses, zentrale Mahnmale und Museen in der Stadt.

Der Vergleich von religiösen Vorstellungen, wie sie in Städten weltweit gepflegt werden, ist spannend und instruktiv. Die Unterschiede aber auch Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zeigen die Palette von Handlungsmöglichkeiten auf und verweisen auf die bedeutsame zivilgesellschaftliche Rolle von Religion, wofür die Städte konstitutiv sind.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ziel der Konferenz ist es:

in der Forschung zu Religionen die Kategorie des Lokalen und dabei des urbanen Kontextes zu stärken – denn es sind vor allem die Städte, die für das allgemeine Religionsverständnis entscheidend sind und in denen die religiösen Liberalisierungs- wie Fundamentalisierungsprozesse vorangetrieben werden.

die Vorträge in einem reich bebilderter Tagungsband erscheinen zu lassen, der ein urban-religiöser Augenschmaus werden soll.

Die Zielgruppen sind:

die WissenschaflerInnen-Community im Bereich Religionsforschung, Stadtanthropologie und kultursoziologisch orientierter Geowissenschaften

die Praktizierenden und religiösen Organisationen selbst, die eine erstaunliche Vielfalt religiöser Ausdrucksformen präsentiert bekommen – alle Vorträge und Unternehmungen wie ein Stadtspaziergang sind öffentlich. Sie werden vielleicht mitunter verwundert sein und doch inspiriert werden.

Flaneure und Flaneusen, die schon immer mal wissen wollten, was es mit der Religion in der Stadt auf sich hat und woran die UrbanitInnen alles glauben und vor allem wo und warum.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Weil:

Ihr meint, dass die Wechselbeziehung „Stadt und Religion“ ein faszinierendes und wichtiges Thema ist, das aber leider völlig unterbeforscht ist.

Ihr findet, dass mit der Tagung endlich auch die westlich-zentrierte Perspektive in der Religions- wie Stadtforschung aufgebrochen wird.

Ihr auch denkt, dass es längst Zeit ist, ForscherInnen, egal aus welchem Land dieser Welt, die gleichen Chancen zu geben, sich am Wissenschaftsdiskurs zu einem Thema zu beteiligen.

Religion gesellschaftlich immer brisanter wird und die heutigen Städte identifikatorisch dabei so wichtig sind wie früher die Nationen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Von den 500 Euro möchten wir die Flug- und Reisekosten unserer indischen Kollegin Shruti Mukherjee mit finanzieren. Für uns stellt diese konkrete Unterstützung ein Zeichen der Anerkennung und einen Beitrag zur Geschlechtergleichstellung dar.

Wer steht hinter dem Projekt?

Die Konferenz wird hauptverantwortlich von meinem Amsterdamer Kollegen Peter Jan Margry und mir, Victoria Hegner, organisiert.

Peter Jan Margry ist Professor für Europäische Ethnologie und Senior Researcher am Meertens Instituut im Bereich „Religious Culture“ der Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences. Neben grundlegenden Artikeln zur Entwicklung von Religion in der Postmoderne hat er beispielsweise dazu geforscht, wie Jim Morrison-Fans das Grab der Pop-Ikone auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise in einen heiligen Ort verwandelt haben – also Fankultur mit Religion in der Stadt zusammenfällt.

Ich selbst arbeite am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie in Göttingen und bin mit meiner post-doc-Forschung zu neuheidnischen Hexen in Berlin beschäftigt, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als eine sog. „eigene Stelle“ finanziert wird. Meine Forschungsfrage trifft ins Herz des Konferenzthemas. Mich interessiert nämlich, welche Rolle der urbane Kontext für die Ausübung und die Formierung der Hexenreligion spielt – eine neue Religion die global betrachtet, mit den größten Zulauf erfährt. Ausgangspunkt meiner Betrachtungen ist dabei ein vermeintlicher Widerspruch, denn in der Hexenreligion steht die Verehrung der Natur im Mittelpunkt der religiösen Praxis. Wie aber verehrt man Natur an einem Ort wie der Stadt, der doch eigentlich eher für die Zerstörung der Natur steht? Ein spannendes Thema, das meine Augen und Ohren und alle Sinne für die Dimension der Religion in der Stadt geöffnet hat!

Kuratiert von

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