Crowdfunding beendet
Wusstest Du, das weltweit 2039 landwirtschaftlich genutzte Tierrassen vom Aussterben bedroht sind? Und das bei 61% der Nutztierrassen der Erhaltungszustand unklar ist? Das durch Zucht auf immer mehr Leistung viele Eigenschaften unserer Haustiere verschwinden? Das Merkmale, die hunderte von Jahren gewachsen sind, keine Wertschätzung erfahren, da jahrzehntelang Massenbetriebe und Ökonomie politisch gefördert wurden? Darum müssen wir das Barbados Blackbelly Schaf vor dem Verschwinden bewahren.
3.115 €
Fundingsumme
31
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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 VIELFALT ERHALTEN
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 11.12.20 00:30 Uhr - 17.01.21 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Februar bis August 2021
Startlevel 2.800 €

Ein Drittel der vorhandenen Tiere wird untersucht und gibt uns Aufschluß über den vorhandenen Genpool und die engen Verwandschaftsgrade innerhalb der Rasse

Kategorie Landwirtschaft
Stadt Gießen

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Barbados Blackbelly Schafe sind eine alte Schafrasse aus dem Ausland, die in Deutschland seit über dreißig Jahren erfolgreich gehalten und unter anderem zur Verbesserung in anderen Zuchtrassen eingesetzt wurden. Dadurch erhielten diese Zuchtrassen wertvolle Merkmale zurück, die durch die Selektion auf immer größere Leistungssteigerungen verloren gegangen sind. Die EU verbietet inzwischen den Import von Zuchttieren, die nicht auf bestimmte Leistungskriterien gezüchtet wurden. Damit sind die Barbados Blackbelly Schafe durch die neuen EU-Regelungen in der Arterhaltung bedroht.

Um das Besondere in diesem Projekt zu verstehen, muss man wissen, dass in Deutschland von der Schäferei erst leben kann, wer mindestens 500 Tiere hat. Aber auch dann ist die Kalkulation für einen 7-Tage Job mit Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe hart. Diese Tierhaltung findet bei uns kaum Beachtung obwohl sie mit die Naturnaheste ist.
Daher muss ein Vollerwerbsschäfer – wie auch in anderen Sparten der Lebensmittel-Urproduktion - mit den heutigen Leistungsanforderungen für seine Schafrasse - das heißt schnelles und effizientes Wachstum – mithalten, ob er will oder nicht. Er muss sich auf „Leistungsrassen“ spezialisieren.

Während einige andere, ebenso bedrohte alte einheimische Schafrassen von Bund und Ländern subventioniert werden und ihre Zahl sich auch deutlich verbessert hat, liegt die Zukunft des Barbados Blackbelly Schafes allein in privater Hand von wenigen Idealisten.
Bitte unterstützen sie uns!

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Schafhaltung bedeutet immer auch gleichzeitig Landschaftspflege, artgemäße Tierhaltung und Respekt und Qualität in der Lebensmittelurproduktion.

Wir möchten mit dem Erhalt dieser Rasse die Vielfalt in kleinbäuerlichen Landwirtschaften erhalten, in der Nachhaltigkeit und Tierwohl und nicht Leistung, Profit und Konsum im Vordergrund stehen.
Dazu brauchen wir - bei einer Bestandszahl von nur knapp 150 eingetragenen Zuchttieren in Deutschland - handfeste, wissenschaftlich fundierte Daten, um der genetischen Verarmung bzw. dem Verschwinden des Barbadosschafs entgegenzuwirken.

Um die heimische Landwirtschaft zu stärken und für die kommenden Generationen etwas Wahrhaftiges zu erhalten.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir alle können unseren Teil zum Erhalt alter, ökologisch gewachsener Umwelt und Tierrassen beitragen. Wir können Verantwortung übernehmen, wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgehen und wie wir auf ökologische Herausforderungen wie den Klimawandel reagieren können.

Jeder von uns kann etwas bewirken:
Indem wir nicht immer höher, schneller, besser werden müssen-
Indem wir Klasse statt Masse bewahren-
Indem wir vielfältig bleiben –

Indem du JETZT dein persönliches Schaf unterstützt!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

1. Fundingziel:

Eine molekularbiologische Untersuchung (nach neuesten wissenschaftlichen Standards ) eines Drittels der vorhandenen eingetragenen Herdbuchtiere soll den vorhandenen Genpool analysieren um den Verwandschaftsgrad innerhalb der Rasse darzustellen.
Die Gelder, die wir in diesem Projekt werben, werden ausschließlich für die Laborkosten und Bereitstellung der Proben benötigt und verwendet.

Die wissenschaftliche Auswertung der gewonnenen Daten wird an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Professur für Tierzucht und Pathogenetik, Prof. Dr. Gesine Lühken, durchgeführt und die Ergebnisse sollen im Rahmen einer Master- oder Doktorarbeit veröffentlicht werden.

2. Fundingziel:

Es können alle ca. 150 Tiere in die Untersuchung einbezogen werden. – Damit können wir sofort alle Tiere, die besonders wichtig, weil verwandschaftlich selten vertreten, identifizieren und dafür sorgen, dass deren Nachkommenschaft erhöht und ihre besonderen Eigenschaften erhalten werden.

Mit diesen Ergebnissen können wir auch in Deutschland weitere Tiere für die Herdbuchzucht suchen und ggf. gewinnen, außerdem bleiben diese Daten noch als Basis für die nächsten Jahrzehnte Erhaltungsarbeit die Grundlage.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir, die ArGe Barbados Blackbelly, sind 15 Menschen und ihre Familien, die diese Rasse seit vielen Jahren schätzen und fördern. Unsere Gemeinschaft wurde 2017 gegründet, um in gemeinnützigem Sinne für Jedermann Informationen und Hilfe zur Rasse zugänglich zu machen und in den Landes- und Bundesschafzuchtverbänden die Interessen der Rasse zu vertreten.
Wir sind in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu Hause und freuen uns über jeden, der unsere ArGe und damit das Barbados Blackbelly Schaf in Deutschland unterstützen möchte.

www.arge-barbadosblackbelly.de/mitglieder/

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