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Projekte / Film / Video
WEIT. Von einer Reise um die Welt
"WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt" erz├Ąhlt von unserer au├čergew├Âhnlichen Reise um die Erde. Zu zweit sind wir in den Osten losgezogen um dreieinhalb Jahre sp├Ąter zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkundeten wir die Welt, stehts von Neugierde und Spontanit├Ąt begleitet. Jetzt soll aus dem Abenteuer ein authentischer Film entstehen und das Magazin "WEIT. Ein Reisemagazin" gestaltet werden.
Freiburg im Breisgau
35.145 ÔéČ
22.000 ÔéČ Fundingziel
514
Fans
975
Unterst├╝tzer
Projekt erfolgreich
30.01.17, 11:39 Gwendolin Weisser
Liebe Freunde von WEIT. Mit kleinen aber stetigen Schritten steuern wir der Premiere entgegen. H├Ąufig mit dem Wunsch, ├╝ber mehr H├Ąnde und K├Âpfe zu verf├╝gen als der Mensch f├╝r gew├Âhnlich besitzt. Ja, wir m├╝ssen zugeben, dass wir uns viel vorgenommen haben und manchmal kopfsch├╝ttelnd vor dem Computer sitzend einen Satz stupide wiederholen: "Wie sollen wir das bis Ende M├Ąrz nur alles schaffen..." Doch die Erkenntnis, dass auch kleine Schritte zum Ziel f├╝hren, ist motivierend und so k├Ânnen wir nun sagen, dass das Magazin soweit in trockenen T├╝chern ist und nur noch hier und dort geschm├╝ckt, verziert und poliert werden muss. Anfang M├Ąrz darf es dann in den Druck! Der Filmschnitt ist ein mindestens genauso gro├čes Projekt - dreieinhalb Jahre auf zwei Stunden zu k├╝rzen ist komplizierter als vermutet. Da winken wir des ├ľfteren einer Szene traurig hinterher, die den Teppich aus Reisemomenten verlassen muss. Doch sicher ist: Spannend bleib es trotzdem. Gl├╝cklich sind wir auch ├╝ber die Zusammenarbeit mit "Postmodern Orchestra", die in einem kleinen Studio in der Oberlausitz an genialen Songs f├╝r den Film schreiben und schrauben. Ebenso wichtig sind all die anderen HelferInnen, die uns hier und da bei Magazin und Film unterst├╝tzen! Ohne diese mitdenkenden K├Âpfe, mitgestaltenden H├Ąnde und motivierenden Worte w├Ąre der Premierentermin im M├Ąrz ein unrealistisches Ziel. Und wie dankbar sind wir, ├╝ber das Geld, welches wir ├╝ber die Crowdfunding-Kampagne sammeln konnten! Wir werden jeden Euro gut einbringen k├Ânnen, denn die letzten Wochen zeigen, dass die Produktion des Filmes wesentlich mehr Geld kostet, als zu Anfangs kalkuliert. Wir freuen uns weiterhin ├╝ber Vorschl├Ąge zu Kinos und bedanken uns f├╝r all die, die schon kamen! In den n├Ąchsten Wochen werden wir unseren Kino-Tourplan online stellen. Mehrere Vorstellungen im Friedrichsbau Freiburg, sowie Termine in Kinos in T├╝bingen, Karlsruhe, Dresden, Leipzig, N├╝rnberg, Friedrichshafen, Bamberg und vielen weiteren St├Ądten sind fix. Mit besten Wintergr├╝├čen aus unserer Kreativ-H├Âhle bei Freiburg: Patrick und Gwen mit Julian, Marta und vielen weiteren Helferchen
02.11.16, 11:18 Gwendolin Weisser
Ihr lieben Freunde von dem Projekt "WEIT". Ihr habt uns mit dem Kauf eines Dankesch├Âns nicht nur Geld gespendet, sondern vor allem Motivation! So viel Vertrauen zu bekommen, ist wirklich besonders und bringt uns bestimmt ├╝ber einige H├╝rden in unseren tage- und n├Ąchtelangen Schnitt- und Schreibsessions, die nun auf uns zukommen werden. Wir h├Ątten uns gegenseitig wohl als "├╝berm├╝tig" bezeichnet, wenn wir am Anfang unserer Kampagne ein Ziel von 35.000 angepeilt h├Ątten. Und doch sitzen wir heute da und es scheint wirklich wahr zu sein. Es ist einfach unglaublich! Wir sa├čen Gestern nat├╝rlich bis zum Schluss noch im Wohnzimmer auf der Couch und haben dem Ende entgegen gefiebert. Heute darf klein Bruno mal wieder dr├╝ben bei der Oma spielen und wir arbeiten auf Hochtouren an Film und Magazin! Ab jetzt ist jede Stunde kostbar- 3 Jahre und 3 Monate in nur einem Halben Jahr zu verarbeiten, ist eine wirkliche Mammut-Aufgabe! Nebenher organisieren wir uns die Tour f├╝rs kommende Jahr, rufen oder schreiben Kinos an und tragen fixe Daten in unseren Kalender an der Wand ein. Bald werde ihr diese Daten ├╝brigens auch auf unser Homepage im Veranstaltungskalender finden k├Ânnen! ├ťber eure Hilfe bei der Tourplanung und Kontakten zu Kinos, freuen wir uns immer sehr. Wenn ihr also einen Geheimtipp habt oder wollt, dass wir in euer Lieblingskino kommen, dann schickt uns doch die entsprechenden Kontaktdaten vorbei. In Freiburg werden wir am 25. M├Ąrz 2017 die Premiere zu "WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt" zeigen und danach ordentlich feiern. Schon zwei Tage danach, am 27. M├Ąrz 2017, wird der Film dann das erste mal in Freiburg im Friedrichsbau laufen. Und nicht vergessen: Erstmals in Freiburg werden wir am 04. Februar 2018 bei der MUNDOLOGIA live auf der B├╝hne stehen! Wir werden euch ├╝ber den Verlauf unseres Projektes weiterhin auf dem Laufenden halten und nat├╝rlich alles daf├╝r geben, dass ihr im April 2017 einen einzigartig spannenden Film, ein inspirierendes und fesselndes Magazin oder einfach einen sch├Ânen Gru├č von uns im Briefkasten findet! Im Laufe der n├Ąchsten zwei Wochen melden wir uns pers├Ânlich bei all denjenigen, die eine Filmvorf├╝hrung oder einen Vortrag gebucht haben! Neben dem Veranstaltungskalender basteln wir ├╝brigens gerade auch an einem Online-Shop. Wir versuchen, beides so bald wie m├Âglich online zu stellen! Von der Fundingsumme gehen in den n├Ąchsten Tagen wie versprochen 1.400 Euro nach Mexiko, Guatemala, Sibierien und Nepal! Aus tiefstem Herzen sagen wir noch einmal DANKE f├╝r eure Unterst├╝tzung! Auf Bald. Patrick, Bruno, Julian und Gwen
27.10.16, 11:20 Gwendolin Weisser
...10,9,8,7,6,5! In f├╝nf Tagen endet unsere Kampagne: Bitte ein aller letztes Mal teilen, posten, weitersagen! Es gr├╝├čen lieb direkt aus der WEIT-H├Âhle: Julian, Patrick und Gwen
19.10.16, 16:40 Gwendolin Weisser
Bei einem Bier haben wir mit Julian vor einigen Wochen aus Spa├č eine Wette abgeschlossen. Mit wie viel werden wir das Crowdfunding am 01. November beenden? Keiner von uns hat sich an die 30.000 getraut. Die Wette haben wir also gemeinsam verloren. Obwohl- eigentlich haben wir sie eher gemeinsam gewonnen! 30.000- wir sind total baff und freuen uns wahnsinnig ├╝ber so viel Interesse. Danke f├╝r euer Vertrauen in unsere Arbeit und die Motivation, die so bei uns ankommt! Zur Feier des Tages stellen wir heute noch mal 10 x 2 Premierenkarten rein. Wir haben mittlerweile die Location gebucht, mehr Platz als erwartet und w├╝rden uns nun freuen, auch mit euch am 25. M├Ąrz 2017 in der Wodan Halle in Freiburg feiern zu d├╝rfen.
09.10.16, 15:07 Patrick Allgaier
Als wir den wundersch├Ânen Vulkansee ÔÇ×AtitlanÔÇť in Guatemala besucht haben, sind wir dem damals 13 j├Ąhrigen Lusiano begegnet. Er hat, wie wir auch, bei einer belgischen K├╝nstlerin gearbeitet. War der kleine Helfer f├╝r Alles: Im Garten, im Haus, als Laufbursche. Lusiano ist uns sofort ans Herz gewachsen. Seine neugierigen Fragen, sein herzliches Lachen und seine Art, mit unserem kleinen Bruno umzugehen machten ihn schon bald zu einem treuen Freund. Fast jeden Abend kam er nach der Arbeit zu uns um Karten zu spielen, um Bruno in den Arm zu nehmen und um mit uns zu kochen. Er wollte alle Rezepte wissen. Ganz genau. Im Gegenzug brachte er uns die Rezepte seiner Mutter bei. Lusiano wohnt mit vier Geschwistern, seinen Eltern, der Frau seines Bruders und deren Kind, in einer kleinen Backsteinh├╝tte. Drei Zimmer teilen sich die 9 Personen. Die H├╝tte ist mit Wellblech gedeckt, die W├Ąnde unverputzt. Die Kleider h├Ąngen ├╝ber der Lehne eines alten Stuhles. Gekocht wird ├╝ber offenem Feuer in der kleinen verrusten K├╝che. Lusiano und sein ├Ąlterer Bruder schlafen zusammen auf einer 90 cm Matratze. Die Familie ist arm. Der Vater arbeitet auf dem Bau, wenn es in Jaibalito etwas zu bauen gibt. Ansonsten bestellt er ein kleines Feld, die ÔÇ×MilpaÔÇť, das etwa 3 Kilometer entfernt an einem steinigen Steihang liegt. Hier w├Ąchst der f├╝r die Familie ├╝ber lebenswichtig Mais, Bohnen und ein K├╝rbisgew├Ąchs. Die Kinder und Jugendlichen von Jaibalito haben kaum Perspektiven: Arbeit gibt es au├čer der ÔÇ×MilpaÔÇť selten. Die Kinder von Jaibalito sagen, dass sie am sch├Ânsten See der Welt leben, doch fast keiner von ihnen hat je etwas anderes gesehen, als die D├Ârfer entlang des Ufers. Von den USA haben sie schon geh├Ârt, da soll das Leben besser sein. Das hat ihnen der Fernseher verraten und die, die dorthin gegangen und nie wieder zur├╝ck gekommen sind. So, wie Lusianos Bruder, der vor etwa 10 Jahren verschwand und erst Monate sp├Ąter anrief um sein Verschwinden zu erkl├Ąren. Monatlich kann er jetzt seiner Frau, die mit dem gemeinsamen Kind in einem Nachbardorf am See zur├╝ck geblieben ist, ein bisschen Geld schicken. F├╝r die, die am See bleiben, scheint das Schicksal schon entschieden. Au├čer sie schaffen es, mit dem Tourismus Geld zu verdienen. Wenn Lusiano nicht bei der belgischen K├╝nstlerin arbeitet, dann ist er am See unten fischen oder er streunt mit Freunden durch das kleine Dorf, das nur per Boot zu erreichen ist. Zur Schule geht er nicht mehr. Er k├Ânnte, doch er kann nicht einsch├Ątzen, was im das Wissen bringen soll. Gerne w├╝rde Lusiano in die USA zu seinem Bruder auswandern, meint er. Oder er w├╝rde gerne Koch werden, sagt er uns einmal, als wir zusammen Pfannekuchen backen. Ich erinnere mich daran, als wir von der einer kleinen Kochschule in dem Nachbardorf Santa Cruz h├Âren. Hier k├Ânnen guatemaltekische Jugendliche ab 14 Jahren eine einj├Ąhrige Ausbildung zum Koch machen, um sp├Ąter in den unz├Ąhligen, meist von Ausl├Ąndern gef├╝hrten Restaurant, die sich am Ufer des "Lago Atitlan" aneinander Reihen, eine Stelle zu finden. Der finanzielle Beitrag, um die Schule besuchen zu k├Ânnen, ist gering. Ja geradezu nichtig, aus der Sicht eines Europ├Ąers zumindest. Doch f├╝r Lusiano ist es viel. Etwa 12 Euro Monatlich kostet die Schule, dazu kommen die Fahrtkosten mit dem Boot von etwa 1,50 Euro am Tag. Aber vor allem ist es der Arbeitsausfall, der Lusiano die M├Âglichkeit Koch zu werden, nimmt. Bei der K├╝nstlerin verdient er etwa 15 Euro in der Woche. Er beh├Ąlt davon etwa 2 Euro, den Rest gibt er seinem Vater. Und dieses Geld brauch die Familie. Wir verbringen fast zwei Monate in Jaibalito. Nahezu jeden Tag treffen wir Lusiano. Als wir mehrere Monate sp├Ąter den See wieder besuchen, ist Lusiano ├Ąlter geworden. Er ist jetzt 14 und tr├Ągt eine moderne Frisur. Doch er lacht uns noch genauso herzig entgegen, wie fr├╝her. Als Lusiano einmal mit seinen Freunden umherzieht, besuchen wir seine Familie und sprechen mit dem Vater ├╝ber unsere Idee, Lusiano in die Kochschule zu schicken. Die Eltern sind begeistert. Als wir am Abend Lusiaon wieder treffen, fragen wir auch ihn, ob er Lust h├Ątte, die Schule zu besuchen. Ja, sagt er. Sehr sogar. Verlegen und ehrlich l├Ąchelt er uns dabei an. Gerade gehe er abends wieder in die Schule, sagt er uns auch. Er h├Ątte jetzt verstanden, dass es gut f├╝r ihn sei. Aber im Winter w├Ąre die Schule hier in Jaibalito f├╝r ihn eh fertig. Dann ist er zu Alt. Doch Koch zu werden, f├Ąnde er auch sehr gut. Lusiano hat jetzt eine E-Mail Adresse. Erst heute Morgen hatte ich eine Mail von ihm im Postfach. Er bedankte sich darin f├╝r den Vorschlag, die Kochschule besuchen zu d├╝rfen, und w├╝rde das Angebot sehr gerne annehmen. Ab wann er denn nun die Schule besuchen d├╝rfe?!? Wie ihr ja wisst, gehen von jedem verkauften Film 2 Euro an Menschen, denen wir auf der Reise begegnet sind und von denen wir wissen, dass sie das Geld gut gebrauchen k├Ânnen. Lusian wird ab Januar die Kochschule besuchen. Abgesehen davon bekommt seine Familie im Monat ein bisschen Geld von uns, um den Arbeitsausfall von Lusiano ausgleichen zu k├Ânnen. Danke!
25.09.16, 23:20 Gwendolin Weisser
Fr├╝her war hier ein Milit├Ąrst├╝tzpunkt. Dann wurde hier ein Zeichen gegen Gewalt gesetzt: Auf dem Gel├Ąnde ist eine anthroposophische Einrichtung f├╝r Menschen mit Behinderung entstanden. Mitten im sibirischen Birkenwald. Die rund 13 Betreuten wohnen hier zusammen in einem Haus. Sie arbeiten in Werkst├Ątten und im Garten. Auch die H├╝hner und K├╝he, die Schweine und Hunde werden zum gr├Â├čten Teil von den Betreuten selbst versorgt. Die Eltern der ÔÇ×besonderen FreundeÔÇť w├╝nschen sich f├╝r ihre Kinder ein sch├Ânes Leben. Deswegen haben sie sich zusammen getan und Istok gegr├╝ndet. ÔÇ×Istok leistet Pionierarbeit. Als russlandweit erste Einrichtung, die mit einer westlichen Camphilleinrichtung zu vergleichen ist, aber von Einheimischen geleitet wird, haben die Gr├╝nder einen schweren Weg eingeschlagenÔÇť. * Seit rund 16 Jahren besteht die Dorfgemeinschaft nun schon, finanziert wird sie allein durch die Eltern und durch Spenden, die zu gro├čen Teilen von einer ausl├Ąndischen Spenderkreis kommen. Istok liegt auf halber Strecke zwischen dem Baikalsee und dem sch├Ânen St├Ądtchen Irkutsk. Eigentlich ist es hier wundersch├Ân. Aber der Alltag ist hart und es mangelt an allen Ecken und Enden. Vor allem an Personal. Es sind im Wesentlichen die Eltern, die sich mit der Betreuung abwechseln. Hinzu kommen einige Freiwillige und Andere, die es irgendwie an diesen Ort verschlagen hat. Doch es ist ein stetiger Kampf, dass Istok weiter bestehen kann. Jahre lang hat man in Istok alle Kr├Ąfte und Gelder gesammelt, um die Einrichtung zu vergr├Â├čer und ein zweites Wohnhaus zu bauen. 2012 war es dann endlich so weit: Das neue Haus konnte bezogen werden. Istok bl├╝hte auf, wie selten zuvor. Doch dann kam es zu einem schrecklichen Ungl├╝ck. Noch im gleichen Jahr, in der Weihnachtsnacht, brach ein Feuer aus, welches das komplette Geb├Ąude verschlang. Nichts blieb bestehen, die Gemeinschaft musste hilflos dabei zusehen, wie das Haus niederbrannte. Aber viel schlimmer war, dass zwei der Betreuten nicht mehr aus den Flammen gerettet werden konnten. Diese grausamen Nacht verfolgt die Dorfgemeinschaft bis heute. Doch die Gemeinschaft gibt nicht auf! Da in Russland die ÔÇ×besonderen Familienmitglieder" oft immer noch benachteiligt, vernachl├Ąssigt oder gar versteckt werden, ist Istok eine Initiative, die wir unbedingt unterst├╝tzt wollen! Wir haben auf unsere Reise durch Sibirien etwa 7 Wochen mit den Menschen in Istok zusammen leben d├╝rfen. Es war f├╝r uns eine sehr bewegende und auch wundersch├Âne Zeit! Wie ihr ja wisst, gehen von jedem gekauften Film 2 Euro an Menschen, denen wir auf der Reise begegnet sind und die das Geld gut gebrauchen k├Ânnen. So wie die Dorfgemeinschaft in Istok. Schon knapp 1000ÔéČ konnte wir auf diese Weise sammeln! DANKE!! *Zitat: http://sagaan.de/birkenrinde/sagaan-die-unternehmung/unsere-partner/die-produktion/das-soziale-dorfprojekt-pribaikalskij-istok/
13.09.16, 13:33 Gwendolin Weisser
In Mexiko haben wir die Familie Cruz kennengelernt. Chilo, der Vater der Familie, hat als Tagel├Âhner bei einem Aussteigerp├Ąrchen gearbeitet, dass wir im mexikanischen Regenwald besucht haben. Er arbeitet mal hier und mal dort. Morgens zieht er los, schlendert durch das Dorf und hofft, dass irgendjemand seine Hilfe braucht. Sein Tagesverdienst liegt bei 100 Pesos, dass sind knapp 5 ÔéČ f├╝r einen ganzen Tag. Rosalina, seine Frau, steht morgens um 5 Uhr auf, um Tortillas f├╝r Chilo zu backen. In der Familie Cruz besteht jede Mahlzeit aus den kleinen Maisfladen. Manchmal mit Bohnen oder Eiern. Meistens aber nur mit einer d├╝nnen Sauce aus Tomaten und Chilli. Rosalinas Tortillas sind kreisrund, obwohl ihr linker Arm ein Stummel ist, der kurz unter dem Ellebogen endet. Drei Kinder haben Rosalina und Chilo. Die ├Ąlteste Tochter sei vor einigen Jahren in eine Gro├čstadt ausgewandert, erz├Ąhl die Mutter. In den letzten 5 Jahren habe sie einmal angerufen und gesagt, dass sie jetzt in einem Cafe arbeite. Sonst habe sie sich nie wieder gemeldet. Oft verlassen in Mexiko die Kinder ihre Familien auf der Suche nach einem vielversprechenderen Leben in der Stadt. Es kommt nicht selten vor dass die Kinder den Kontakt zu ihren Familie abbrechen und sich kaum oder gar nicht mehr melden. Die Kinder versuchen ihrer Identi├Ąt neu zu erfinden und das arme Landleben mit einem chancenreichen Stadtleben zu ersetzen. Sie sch├Ąmen sich f├╝r ihre Herkunft. Die zwei j├╝ngeren S├Âhne wohnen noch zuhause. Der ├ältere besucht die Schule im Nachbarort, der J├╝ngere ist schwerbehindert und verbringt die meiste Zeit in einer dunklen Kammer im Bett. Zu viert wohnt die Familie in einer kleinen Lehmh├╝tte mit Wellblechdach. Sie haben H├╝hner und einen Wachhund. Obwohl es in der H├╝tte kaum etwas g├Ąbe, was man stehlen k├Ânnte. Vom Staat bekommen sie keinerlei finanzielle Unterst├╝tzung. Weder f├╝r die Mutter, noch f├╝r den Sohn. Einmal die Woche kann Sebastian kostenlos zu einem Physiotherapeuten gehen. Dann tr├Ągt Chilo ihn den steilen Berg hinauf, gibt wahrscheinlich den Lohn eines Arbeitstages f├╝r die Fahrt mit dem klapprigen Jeep in die Stadt aus. Wir begleiten die drei zu einem ihrer Termine beim Physiotherapeuten. Rosalina h├Ąlt Sebastian die ganze Fahrt fest, er w├╝rde sonst von der schmalen Holzbank rutschen. Eine knappe Stunde schl├Ąngeln wir uns durch den Regenwald. Die Fahrt ist anstrengend, die Stra├če holprig und steil. Danach geht es zu Fu├č durch die Stadt. Chilo tr├Ągt Sebastian. Er bindet den zehnj├Ąhrigen Jung mit einem d├╝nnen Schal auf seinen R├╝cken. Die Behandlung dauert etwa 20 Minuten. Danach k├Ânnte Sebastian noch eine Gruppe f├╝r Kinder mit Behinderung besuchen. Aber oft gehen sie nicht dorthin. Sebastian kann weder basteln, noch spielen oder malen, wie die anderen Kinder. Rosalina muss die ganze Zeit an seiner Seite bleiben. Der Heimweg ist ebenso anstrengend wie der Hinweg. Eine Stunde warten wir an der Haltestelle, bis uns ein Pick-up mitnehmen kann. Uns ist das Schicksal der Familie Cruz sehr nahe gegangen. Darum freuen wir uns jetzt, dass wir nun die M├Âglichkeit haben, einen Teil des gesammelten Geldes nach Mexiko zu Rosalina und Chilo schicken zu k├Ânnen! Wie ihr ja wisst, gehen von jedem gekauften Film 2 Euro an Menschen, denen wir auf der Reise begegnet sind und die das Geld gut gebrauchen k├Ânnen. So wie Sebastian und seine Eltern. Sie werden die Fahrten in die Stadt damit bezahlen, vielleicht einen Rollstuhl kaufen oder auch den Arbeitsausfall, f├╝r die Tage wenn Chilo Sebastian in die Stadt tr├Ągt, ausgleichen k├Ânnen. Selbst wenn das Geld nur dazu dient, ├Âfters Bohnen, Eier oder sogar mal etwas Fleisch zu den Tortillas zu essen, w├Ąre f├╝r Familie Cruz schon Gutes getan!
02.09.16, 22:03 Gwendolin Weisser
Wow, nach nur 10 Tage haben wir unsere FUNDINGSCHWELLE erreicht. Das ist unglaublich. Wir sagen von ganzem Herzen: DANKE! Doch wir sind damit noch nicht am FUNDINGZIEL . Bis jetzt ist es zwar m├Âglich die Produktion zu starten, aber das Geld reicht nur f├╝r eine sehr kleine Auflage auf eher bescheidenem Niveau aus. Wir wollen aber gute Qualit├Ąt! Deswegen geht es jetzt darum, die n├Ąchste Stufe zu schaffen. K├Ânnt ihr uns noch ein St├╝ck mitnehmen? Es ist noch eine weiter Weg! Teilt gerne noch einmal die Kampagne oder unterst├╝tzt uns, falls ihr euch das noch aufgehoben habt! Wir gr├╝├čen lieb!
29.08.16, 11:20 Patrick Allgaier
Ihr lieben Unterst├╝tzerInnen, Interessierte und Reiselustige im Allgemeinen! Was f├╝r eine tolle Woche! Wir haben uns gar nicht getraut uns vorzustellen, dass die Kampagne so toll anl├Ąuft! Ein riesiges "DANKE" wollen wir euch daf├╝r jetzt endlich mal senden und sagen, dass wir uns wirklich unglaublich freuen! St├Ąndig ruft es hier durchs Haus: "Jemand hat was gebucht!" Wahnsinn! Wir sind eifrig am planen, wo und wann genau wir die Premierenfeier denn nun machen wollen (jetzt da wir schon erahnen k├Ânnen, dass es wohl tats├Ąchlich die M├Âglichkeit geben wird, das Projekt finanziell zu stemmen). Apropos Premierenfeier: Da versehentlich sowieso geladene G├Ąste sich Karten f├╝r die Feier gekauft haben, stellen wir nun noch mal 2x2 Karten f├╝r euch zur Verf├╝gung! Im Laufe der n├Ąchsten Wochen wollen wir in diesem Blog hier ├╝ber die Menschen berichten, an die die besagten 2 Euro von jedem erworbenen Film gehen! Wir gr├╝├čen lieb aus dem Schwarzwald und sind gespannt auf die n├Ąchsten Wochen!

├ťber Startnext

Startnext ist die gr├Â├čte Crowdfunding-Plattform f├╝r kreative und nachhaltige Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, ├ľsterreich und der Schweiz. K├╝nstler, Kreative, Erfinder und Social Entrepreneurs stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterst├╝tzung von vielen Menschen.

Startnext Statistik

39.545.179 ÔéČ von der Crowd finanziert
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