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Projekte / Journalismus
Wortwalz - Eine Gesellenwanderung durch den Lokaljournalismus
Hallo. Ich bin Jessica und ich gehe diesen Sommer auf die Wortwalz. Was das ist? So etwas wie eine Gesellenwanderung durch den deutschen Lokaljournalismus. Als Reporterin werde ich von Redaktion zu Redaktionen tippeln und mein Handwerk anbieten.
München
2.132 €
142 € Fundingziel
99
Fans
74
Unterstützer
Projekt erfolgreich
24.04.17, 12:56 Jessica Schober
Liebe Wortwalz-Crowd, jetzt wird es richtig knapp beim Crowdfunding für NEWSCOMER, unserem Projekt, mit dem wir Geflüchtete und Lokalredaktionen vernetzen wollen. Wir haben in den letzten Tagen großartige Unterstützung erfahren. Inzwischen haben wir 8.896 Euro zusammen. Noch 7 Tage läuft unser Crowdfunding. Aber wenn wir bis zum 2. Mai die 10.000 Fundingschwelle nicht knacken, bekommen wir das Geld nicht. Das ist die Alles-oder-nichts-Schwelle bei Startnext. Bitte unterstützt uns jetzt mit 5 Euro, damit wir Geflüchtete und Lokalredaktionen vernetzen können. Sagt euren Bekannten und Freunden Bescheid, damit wir das Projekt starten können. Beim Deutschen Integrationspreis haben wir es leider nicht unter die Top 20 Projekte geschafft, die das Fördergeld von der Hertiestiftung bekommen. Dafür haben die famosen Menschen von "Kitchen on the Run" aber ihren Zuschuss mit uns geteilt und uns 2500 Euro überweisen. WOW, wo hat es das schon mal gegeben? Wir sind unglaublich dankbar. Jetzt kämpfen wir noch eine Woche weiter. Also: 4 Tandems haben wir jetzt schon finanziert - und wir bekommen tolle Zuschriften von Leuten, die mitmachen wollen. Viel fehlt nicht mehr, wir würden so gern loslegen: Let's make it happen! Viele liebe Grüße, Jessica
10.04.17, 17:35 Jessica Schober
Lieber Lokaljournalismusfans, Ihr wisst ja: ich bin die mit dem Faible für Kaninchenzüchter. Jetzt bitte ich um Hilfe bei einem Herzensprojekt. Unterstützt ihr schon unser neues Projekt NEWSCOMER, mit dem wir Geflüchtete in den Lokaljournalismus bringen? Wir brauchen eure Hilfe. Morgen um 12 Uhr entscheidet sich, wer beim Deutschen Integrationspreis Geld von der Hertie Stiftung bekommt. So einfach war es noch nie aus 5 Euro mal eben 5000 Euro zu machen. Bitte unterstützt NEWSCOMER mit 5 Euro beim Crowdfunding. startnext.com/newscomer Und noch eine tolle Nachricht: Morgen steht ein Artikel über unser Projekt in der Taz. Heute ist er schon online und wir freuen uns besonders über die Überschrift ;-) "Geflüchtete beim Kaninchenzüchter" http://taz.de/Initiative-fuer-Lokaljournalismus/!5396323/ Bitte leitet dieses Nachricht an alle weiter, die ihr kennt, die uns unterstützen wollen. Bis morgen 12 Uhr haben wir noch eine Chance! Danke von Herzen. Beste Grüße, eure Jessica von Wortwalz und Newscomer
21.03.17, 13:54 Jessica Schober
Liebe Freunde der Wortwalz, es ist jetzt drei Jahre her, dass ich zu meiner Wanderschaft durch den Lokaljournalismus aufgebrochen bin. Das hat mein Leben verändert und ohne eure Unterstützung hätte ich das nie geschafft. Danke dafür. Einige fragen mich, was ich seitdem gemacht habe. Die vergangenen Monate habe ich all meine Energie in ein neues Projekt gesteckt, für das mein Herz gleich doppelt schlägt: NEWSCOMER will Geflüchtete in den Lokaljournalismus bringen. Wir schaffen 10 Tandems deutschlandweit, das heißt konkret: Ein geflüchteter Mensch und ein Lokaljournalist/In arbeiten für ein Jahr zusammen. Wir bilden die Teilnehmenden in unserer Schreib- und Bleibwerkstatt aus und betreuen den Mentoringprozess. Denn es wird Zeit, dass die Newcomer selber in die News kommen. Für dieses Projekt arbeiten wir in einem tollen Team aus Journalisten mit und ohne Fluchterfahrung zusammen. Wir werden unterstützt von Netzwerk Recherche, dem Ankommer-Stipendium von Social Impact und der LfM-Stiftung für Lokaljournalismus Vor Ort NRW. Und jetzt hoffentlich auch bald von euch! Jetzt brauche ich eure Hilfe. Bitte unterstützt unser Crowdfunding hier https://www.startnext.com/newscomer Das Besondere ist: Es ist ein Crwodfunding Wettbewerb. Das heißt, dass wir möglichst viele einzelne Unterstützer sammeln müssen. Denn das Projekt mit den meisten Unterstützern (nicht den reichsten), bekommt am Ende nochmal Geld von der Hertie-Stiftung. Also, liebe Lokalfans und Wortwalzerer, sagt euren Omas, Tanten und Cousinen Beschied, dass am besten jeder einzeln 5 Euro überweist. Damit würdet ihr mit einen riesengroßen Gefallen tun. Ich freue mich über eure Rückmeldungen und verspreche bald wieder viele Kastanien zu sammeln. Mehr Infos gibt es übrigens auf www.newscomer.de Fixe Faxen und wie gewohnt: Bis gleich, eure Jessica
19.02.16, 20:57 Jessica Schober
Liebe Wortwalzfanmannschaft, heute habe ich eine Empfehlung für euch: Gerade läuft ein Crowdfunding hier auf Startnext für ein Projekt, das ich ganz famos finde. "Kitchen on the Run" ist eine mobile Container-Küche, die in diesem Sommer durch ganz Europa reisen wird und Geflüchtete und Einheimische an einen Esstisch bringt. Schaut euch mal das Video an: https://www.startnext.com/kitchenontherun Crowdfunderin dieses Projekts bin ich schon, aber eine Kleinigkeit kann ich noch dazu verraten: Ich finde die Idee so toll, dass ich das Projekt im Sommer gemeinsam mit anderen Menschen begleiten werde. Da gibt es also wieder was zu lesen ;-) Stationen macht die Truppe in Bari, Marseille, Antwerpen, Duisburg und Göteborg - das Crowdfunding-Geld wird konkret für Lebensmittel und Kochutensilien genutzt. Und übrigens: Der Container sieht toll aus und wird gerade in Berlin fertig ausgebaut. Also, schickt den Container auf Reisen! Das Crowdfunding läuft nur noch 10 Tage und es fehlen noch ein paar Taler. (Disclaimer: Ein lieber Freund von mir ist Social Media Experte in Berlin, der sagt immer, man muss die Leute im Netz direkt auffordern etwas zu tun, also Geld zu überweisen – Er ist sehr klug, deshalb glaube ich ihm, auch wenn mir das immer noch seeeehr schwer fällt ;-) Trotzdem bin ich fasziniert von der Idee des Crowdfundings und dieser Idee im Speziellen - also unterstützet doch bitte gar sehr!) Bis gleich. Jessica
02.02.16, 15:48 Jessica Schober
Eure Unterstützung beim Crowdfunding auf Startnext war unbezahlbar. Wie Schulterklopfen. Danke! http://wortwalz.de/wortwalz-auf-tour/
24.01.16, 22:14 Jessica Schober
Liebe Crowdfunding-Meute, jetzt ist es bald 1,5 Jahre her, dass ich mit euer Unterstützung zur Wortwalz aufgebrochen bin. Ihr habt mir im Juli 2014 den Rücken gestärkt, mir Mut gemacht und mich mit einem Schulterklopfen auf die Reise geschickt. Dafür bin ich euch allen von ganzem Herzen dankbar! Ich habe das Crowdfunding als einen Prozess erlebt, der Unbezahlbares schafft. Letztlich war es weniger die finanzielle Unterstützung als die moralische, die mich unterwegs am meisten aufgebaut hat. Wenn ich beim Trampen im Regen stand, wenn ich Schiss vor einem Wandergesellentreffen hatte, wenn ich gerade eine neue Lokalredaktion suchte - dann war es oft der Gedanke an meine Crowd, der verhinderte, dass ich auf der Wortwalz aufgab. Heute ist es jetzt so weit: Mein Buch über die Wortwalz ist offiziell im Handel, bei Edel Books für 14,95 Euro. Dass aus dieser Idee mal ein Buch wird, hätte ich mir auch nie erträumt.. Wer mir auf meiner Reise durch den deutschen Lokaljournalismus folgen will, wer mich auf 5000 Trampkilometern auf der Straße begleiten will und wer mit mir die Welt der Wandergesellen kennenlernen will, kann jetzt auf 234 Buchseiten mitkommen: http://www.amazon.de/…/dp/3841903…/ref=cm_cr_pr_product_top… Und jetzt kommt die Überraschung für euch! All jene, die damals beim Crowdfunding eine "Zusammenfassung der Ereignisse" bestellt hatten, sind ja bisher leer ausgegangen. Ihr bekommt demnächst ein Buch zugeschickt. Und auch die Abonnenten des "Newsletter" (die letztlich nur einmal von unterwegs von mir Post bekamen, weil es ohne Internet und Handy zu kompliziert wurde), bekommen jetzt bald ein Buchexemplar. Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag Edel in Hamburg, die sich von der Crwodfunding Idee haben anstecken lassen. Wenn das Wortwalz Buch bei euch angekommen ist, schickt mir doch eine kurze Bestätigung oder ein kleines Bild, das würde mich freuen. Zu meinen ersten Leserinnen gehören übrigens ganz fabelhafte Wesen. Ich bekam inzwischen Fotos von allen möglichen Situationen: Wortwalz in der Badewanne. Wortwalz neben dem Kaffee. Und hier: Wortwalz mit Hund: http://wortwalz.de/wp-content/uploads/…/01/Wortwalz_Fara.gif Wenn ihr euch fragt, wie es mir nach dem vorläufigen Ende meiner Reise ergangen ist, kann ich euch nur auf das letzte Buchkapitel verweisen. So viel steht fest: Mit dem Reisevirus bin ich infiziert... Ab und zu blogge ich auch hier noch weiter: http://wortwalz.de/category/aktuelles/ Der Gedanke der Walz lässt mich jedenfalls nicht los. In den nächsten Wochen werde ich nochmal durchs Land ziehen und an einigen Orten aus dem Buch vorlesen oder einfach Weggefährten besuchen (Wenn ihr von einer Buchhandlung wisst, die mich einladen möchte, gebt gern Bescheid) Zum Abschied verbleibe ich mich mit meiner Lieblingsgrußformel, die ich bei Wandergesellen gelernt habe: BIS GLEICH!
17.02.15, 19:41 Jessica Schober
Liebe Wortwalz-Fans, Bevor ich im Mai zur Burgenbloggerin werde, gibt eine kleine Neuigkeit hier auf Startnext. Gemeinsam mit sechs Reporterinnen bin ich gerade dabei ein neues Portal aufzubauen: Deine Korrespondentin! Worum es geht? Ein Portal von Frauen über Frauen - für alle. Und das Ganze aus aller Welt. Mehr dazu hier: https://www.startnext.com/deine-korrespondentin Habt ihr Anregungen oder Feedback? Gerne her damit. Motzen ist genauso erwünscht wie Spenden. Ich freu mich über Rückmeldungen, ich glaube bei dem Projekt gibt es viel zu lernen. Ich grüße euch herzlich aus der Ferne - gerade bin ich auf Recherche in Myanmar unterwegs. Beste Grüße aus Mandalay, Jessica
22.12.14, 18:53 Jessica Schober
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Wortwalz, wow, ihr habt mir dieses Jahr ein unglaubliches Abenteuer ermöglicht! Mit eurer Unterstützung bei Startnext bin ich auf die Wortwalz gegangen. Für dieses Geschenk möchte ich mich hiermit nochmal ganz herzlich bedanken. Auf meiner Reise durch den Lokaljournalismus sind Dinge passiert, die ich selbst nicht für möglich gehalten hätte. Die gingen weit über das hinaus, was ich mir zuvor am Schreibtisch ausgemalt hatte. Mit Obdachlosen in Hamburg unter der Brücke übernachten, mit der Freiwilligen Feuerwehr in den Schwarzwald trampen, mit einer Wandergesellin nachts Schneepflug fahren... manchmal war es ein rechtes Panoptikum, das mir die Straße vor die Füße spülte. Gelernt habe ich auch viel bei den gut ein Dutzend Lokalredaktionen, in denen ich gearbeitet habe. Vor allem aber bin ich menschlich begeistert, wie gastfreundlich und hilfsbereit die Leute zu mir waren. Diese Reise wäre ohne euch nicht möglich gewesen. Einige von euch haben beim Crowdfunding eine "Zusammenfassung meiner Erlebnisse auf der Wortwalz" bestellt. Daran sitze ich noch. Bei allen, die einen Newsletter bestellt haben, möchte ich mich entschuldigen: Ich bin neben dem Bloggen überhaupt nicht mehr dazu gekommen noch einen eigenständigen Newsletter zu schreiben. Das hatte ich mir vorher viel einfacher ausgemalt ohne Handy und Laptop über die Runden zu kommen. Den geprellten Newsletter-Bestellern werde ich deshalb auch gern die Zusammenfassung schicken. Dafür brauche ich aber noch etwas Zeit. Im Übrigen sind jetzt alle Kastanien verschickt und hoffentlich längst alle Postkarten angekommen? Unterwegs habe ich oft davon gezehrt an meine Unterstützer zu denken. Wenn mich mal der Mut verließ - wie in der Nacht, als ich Landsberg am Lech bei Regen und Dunkelheit keinen Schlafplatz fand (und dann aber doch im Kloster der Dominikanerinnen Zuflucht fand) - gab es mir neue Kraft, wenn ich mir die Crowd in meinem Rücken vorstellte. Deshalb mache ich einen Knicks vor euch allen und möchte euch ermutigen es auch mal mit einem Crowdfunding zu probieren. Es ist erstaunlich wie viel Kraft in einer kleinen Idee schlummern kann! Wer ganz konkret eine tolle Idee unterstützen möchte, dem ich empfehle ich dieses Startnext Projekt: www.startnext.de/cucula bringt ganz konkret zwei Themen zusammen, die mich derzeit sehr beschäftigen: Traditionelles Handwerk und Willkommenskultur für Geflüchtete. Wie geht es nun bei mir weiter? Gerade erhole ich mich ein wenig und versuche wieder einheimisch zu werden. Gar nicht so leicht. Losgehen ist leichter.. sagen die Wandergesellen. Im kommenden Jahr werde ich deshalb, wie einige von euch vielleicht wissen, mein neues Domizil am Mittelrhein beziehen: eine Raubritterburg. Verrückterweise werde ich Burgenbloggerin auf Burg Sooneck. Ab 1. Mai kann man dort verfolgen, wie ich wieder durch eine Region walze. Und ich freue mich übrigens auch über euren Besuch! Ach und eines noch: Mit der Wortwalz gehöre ich zu den Preisträgern des Online Medienpreises von Ergo Direkt. Grund zur Freude, yipee! Ich würde mich sehr über eure Stimme für den Publikumspreis freuen. Hier gehts zur Abstimmung: http://www.ergodirekt-medienpreis.de/abstimmung/beitraege.html Nun wünsche ich euch allen von Herzen feine Feiertage und einen gelassenen Rutsch ins neue Jahr. Wie ich es bei Wandergesellen gelernt habe verbleibe ich mit einem: Bis gleich! Jessica
20.07.14, 19:42 Jessica Schober
Noch fünf Stunden lang kann man die Wortwalz hier mit Talern bewerfen, befeuern und zum Lodern bringen. Ich freue mich riesig, dass wir die 2000 Euro geknackt haben und bedanke mich bei allen Möglichmachern. Sagt jetzt noch schnell euren Freunden, Bekannten und Kollegen Bescheid. Noch bis Mitternacht könnt ihr eine Kastanie, eine Postkarte oder ein Newsletter-Abo bestellen und so Teil der Wortwalz werden. Und wie geht es danach weiter? In der kommenden Woche werde ich meinen Blog in die www.wortwalz.de -Seite integrieren und am 30. Juli ist Abreise. Dann werdet ihr immer von mir hören, wenn ich in einer neuen Lokalredaktion Arbeit gefunden habe. Ich bin aufgekratzt wie ein Schorfknie! Für die letzten 5 Stunden hier meine TOP 5 der bisherigen Reaktionen, vielen Dank für all die tollen Ideen, Anregungen und Rückmeldungen: "...verdammt durchgeknallt und mutig, aber letztendlich eine geniale idee. bin immer erstaunt auf welche ideen menschen kommen." "...mach ein Bild davon, wenn du über das Ortsausgangsschild kletterst ... und Pack Pfefferspray ein. (Da kommt die Mutter in mir raus " "Tipp fürs Übernachten und du was Außergewöhnliches mal erleben willst und die Dinge von oben sehen möchtest: In Deutschland gibt unzählige kleine Flugplätze, gelegen an größen Städten. Super liebe Leute insbesondere Segelflieger. Oft kannst du auf Nachfragen dort schlafen und geben dir auch was vom Grillgut und Bier ab:) Wenn du also mal nicht weißt wohin, auf den meisten Karten sind auch die kleinen Flugplätze eingezeichnet. Und bekommst vielleicht auch noch nen Freiflug" "Sau geil, was du da vor hast! Bin Schreiner im letzten Ausbildungsjahr und verstehe deine Wanderlust voll und ganz. Viel Spaß wünsche ich dir! " "Mir kam spontan in den Sinn die Lokalredaktion meiner Heimatstadt Vechta. Ab dem 14.8. findet eines der größten Feste in Norddeutschland statt: der Stoppelmarkt. Die Lokalredaktion der "Oldenburgischen Volkszeitung" ist voll dabei: Mit einem Stand, man kann Grüße loswerden, ein Fotograf läuft umher und fotografiert die Menschen, wer einen bestimmten Aufkleber an der Jacke trägt, gewinnt 50 Euro, etc. Da kann man bestimmt was lernen, Arbeit ist in der Zeit genug ... und feiern kann man auch noch "
06.07.14, 20:23 Jessica Schober
Es gibt viel zu lernen, nicht nur auf Journalistenkonferenzen, sondern auch in Gesellenkneipen. Letzte Woche hatte ich die Freude in Hamburg gleich an zwei solchen Orten einiges Neues erfahren. Nachdem ich viele tolle Zuschriften von Lokalredaktionen und Lesern bekommen habe, meldeten sich zuletzt auch immer mehr Gesellen bei mir. Ein inzwischen wieder einheimisch gewordener Geselle lud mich beispielsweise auf seinen Hof nach Norddeutschland ein. 1998 war er für 3 Jahre und 11 Tage als Tischler unterwegs. Heute stünde für mich ein Bauwagen bereit, eine Lokalredaktion werde sich schon finden. Großartig! Aber er schrieb auch: „Ich weiß wie schwierig das Leben auf der Straße sein kann, deinen Berichten nach zu urteilen hast du dich schon sehr gut in Gesellenkreisen informiert, wahrscheinlich bist du aber auch nicht immer auf Wohlwollen gestoßen. Es existiert eine gewisse Reserviertheit der Presse gegenüber, daher möchte ich dich darin bestärken dich nicht von intoleranten "zünftig" Reisenden belegen zu lassen und dein Ding so durchzuführen.“ Tatsächlich bekam auch andere Nachrichten: „Wir hassen Trittbrettfahrer“, schrieb mir eine Gesellin. „Denk euch doch euer eigenes Ding aus, du kannst doch Praktika machen, wie es sich für Bürogummis gehört!“ Der Schnack auf der Straße sei nicht gerade enthusiastisch, wenn es um meine Idee gehe, hörte ich. Es gab besorgte Anrufe und grummelige Mails. Um ehrlich zu sein: Das hat mich überrascht. Denn meine Motivation überhaupt loszulaufen ist ja vor allem meine Begeisterung, Bewunderung und mein Respekt für das, was die Wandergesellen jeden Tag tun. Wann immer ich gebeten werde von der Wortwalz zu erzählen, achte ich darauf deutlich zu sagen: Ich bin keine echte Gesellin. Was die machen ist eine ganz andere Nummer. Das schreibe ich auch extra so auf meiner Homepage. Mir ist es auch wichtig, keine falschen Informationen über die Wanderjahre zu verbreiten. Und: Ich werde unterwegs keine Kluft tragen (damit würde ich ja nur die von mir so heiß geliebten Kaninchenzüchter vergraulen…), keinen Charlottenburger schultern, sondern einen spießigen Wanderrucksack dabei haben, und auch sonst keine Kostümparade starten. Ich habe mich über die Anregungen gefreut und mir über die Kritik Gedanken gemacht. Ich verstehe, dass die Walz für viele Gesellen eine schützenswerte Tradition ist. Sie ist ja auch deshalb so fein, weil Viele gut darauf aufgepasst haben. Deshalb gibt es jetzt ein paar Änderungen an der Wortwalz: Der Untertitel der Website lautet nun nur noch „eine Wanderung durch den Lokaljournalismus“. Ich weise nochmals deutlich darauf hin, dass Gesellen nicht bloß für Kost und Logis arbeiten, sondern regulär nach Tarif bezahlt werden. Und nochwas: Die hübsch gezeichneten Gesellen verzichten jetzt mal frei und frank auf ihre Ehrbarkeit. Denn ich gehöre natürlich zu keinem Schacht und keiner Zunft. Jede Ähnlichkeit zur realen Welt ist rein zufällig und nicht von der Autorin beabsichtigt. Soll heißen: Für die Schlipse, auf die ich getreten bin, bitte ich hiermit um Verzeihung. Und jetzt würde mich noch interessieren: Was haltet ihr davon? Darf man heute im Jahr 2014 eine Jahrhunderte alte Tradition nehmen und sie auf eine andere Branche anwenden? PS: Einer Umbenennung in www.wortwitz.de werde ich mich hartnäckig entgegen stemmen.
24.06.14, 18:51 Jessica Schober
Liebe Crowd, liebe Gesellenfreundinnen und liebe viele Gutfinder, Ein herzliches Dankeschön! Ich bin völlig plattgewalzt von den vielen tollen Reaktionen und der fantastischen Unterstützung. Damit hätte ich nie gerechnet, dass da so ein Wind um die Walz gemacht wird. Verrückt! Vor allem freue ich mich, dass sich inzwischen so viele Lokalredaktionen bei mir gemeldet haben, von Aalen bis Delitzsch, von Gladbeck bis Döbeln. Ich kann es kaum erwarten los zu ziehen und die alle kennenzulernen. Nun bin ich noch gar nicht losgelaufen und schon gab es Berichte über die Wortwalz. ZEIT Online wollte ein Foto meines Rucksacks haben und wissen, was da drin ist http://www.zeit.de/reisen/2014-06/walz-wanderjahre-jessica-schober Bei der Süddeutschen Zeitung durfte ich journalistische Crowdfunding-Projekte mit Baumärkten im Gewerbegebiet vergleichen. http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/587323/Ich-brauche-nur-das-Handwerk Insgesamt bin ich völlig überrascht und überrannt, dass mein Telefon nicht mehr still steht. Am meisten freue ich mich, dass meine Idee hier bei Startnext so viel Unterstützung erfährt. Die 142 Euro waren ratzfatz finanziert. Jetzt sind es schon über 1300 Euro. Großartig, ganz ganz herzlichen Dank. Ich wurde nun schon öfter gefragt, was ich mit dem Geld mache, das ich nicht für die Zugfahrt verwende: Es gibt mir Freiheit unabhängiger und länger aus den Lokalredaktionen berichten. Ich möchte gern auch Lokalblogger besuchen, die mir möglicherweise kein Honorar zahlen können. Das wird dadurch möglich. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Fixkosten, die ich hier in München als freie Journalistin habe: Versicherungsbeiträge für die Künstlersozialkasse, Miete für mein Journalistenbüro, Verbandsbeiträge, Serverkosten, all das wird natürlich jeden Monat von meinem Konto abgebucht. Insofern freue ich mich riesig über jeden Cent und überlege mir schon, wie ich dann im Herbst bloß die ganzen Kastanien frankieren soll. Zum Schluss möchte ich einfach nochmal betonen wie gerührt ich bin, dass Menschen meine Idee gut finden. Ich hatte anfangs wirklich Sorge, dass keiner mein Konzept verstehen würde und alle "Hä?" oder "Die spinnt!" sagen würden. Also will ich allen, die noch eine Idee in der Schublade haben, Mut machen und sagen: Probiert es einfach aus! Besonders gefreut habe mich übrigens über die Nachricht der Schwäbischen Post: "Gerade sind wir in der Redaktion der Schwäbischen Post in Aalen um einen Computer herumgestanden und haben dein Video auf startnext geschaut. Wir sind begeistert von deiner Idee und haben überlegt, wie wir dich abhalten können, in den Norden zu fahren, sondern erst einmal im Süden zu bleiben und uns in Aalen zu besuchen. Unser Chefredakteur Lars Reckermann hat dir gerade 150 Euro gespendet und wir überlegen schon, wie wir dich unterbringen könnten. Was sagst du? Hast du Lust der Schwäbischen Post deine Arbeit anzubieten?" Was kann man sich noch mehr wünschen? Die Wortwalz lupft den Hut, macht nen Knicks, sagt Danke und freut sich sehr!

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