Crowdfinanzieren seit 2010
Ein gestresster Geschäftsmann, eine blutrünstige Verkehrsinsel mitten im Wald und ein Jahr in 12 Minuten - unser Kurzfilmprojekt 90 GRAD NORD erzählt in grotesker moderner Märchen-Manier die Geschichte eines Geschäftsmannes, der ein Jahr lang von einer teuflischen Verkehrsinsel festgehalten wird. Wird er sein Leben umdenken, um zu überleben? Wofür entscheidet er sich: Selbstsucht oder Liebe?
Finanzierungszeitraum
22.07.13 - 15.09.13
Website & Social Media
Mindestbetrag (Startlevel): €
10.000 €
Stadt
Berlin
Kategorie
Film / Video
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01.08.2013

Open Screening Berlin (Deutsch)

Detsky Graffam
Detsky Graffam4 min Lesezeit

Nach monatelangem Schwitzen und chronischem Einsiedlertum in unserer Vorproduktionshöhle, wurde es vor einigen Wochen Zeit für uns, wieder in Kontakt mit der Aussenwelt – und vor allem mit Live – Publikum, zu treten.
Zudem wollten wir Interesse für unser neues, aufregendes Projekt, 90 Grad Nord, wecken.

Also beschlossen wir im Juni, unseren Kurzfilm Down Under beim Open Screening im Sputnik Kino Kreuzberg zu zeigen. Bereits einen Monat später folgte aufgrund der enormen Resonanz unser Crowdfunding – Film für 90 Grad Nord.

Das Open Screening ist ein monatliches Event, bei dem Jeder seinen Film zeigen kann, sei es daß er als Regisseur, Schauspieler, oder wie in einem Fall – als Komponist mitgewirkt hat.
Jedes Genre ist erlaubt, es gibt keine Preview oder Vorauswahl von Seiten der Veranstalter. Einziges Limit ist eine maximale Filmlänge von 25 Minuten.
Beim Eintritt bekommt jeder (Zuschauer) eine rote Karte, die er bei Missfallen eines Films hochhalten kann. Kommt es zu einer Mehrzahl von roten Karten so wird der Film gestoppt.
Dies ist allerdings bis jetzt erst drei – oder viermal vorgekommen. Der Grund dafür ist einfach: ein Raum voll mit Kinophilen und Enthusiasten mit einer Affinität für Independent – Filme und subkulturaler Filmkunst, sowie Offenheit dafür sich auf Experimente und kritisches Engagement in Q & A Sessions nach jedem gezeigtem Film einzulassen.

Die Sputnik – Bar war an beiden Events bis zum Bersten voll. Bandbreite und Gründe für die Entstehung der Filme sind extrem unterschiedlich:
Regisseurin von Momma's Ashes, Lotje Kerckhaert, gerade auf Hochzeitsreise aus den Niederlanden, kam vorbei um ihren amüsanten Film über zwei Schwestern zu zeigen, die sich in einem Thai – Massage – Parlour über die Asche ihrer verstorbenen Mutter streiten.
Robin Lochmann, Regisseur von Missing Children, hat eine tiefe Antipathie für sein Werk entwickelt, nachdem er unzählige Stunden beim Zusammenstellen der After Effects verbracht hat. Er konnte den Film schlichtweg nicht mehr sehen. Ich dagegen war beeindruckt von der interessanten Erzählstruktur und der bitterbösen Note des Films.
Der Film ohne Titel von Frank Kallinowski über Gentrifikation hat deutlich gemacht, daß das Open Screening eine seltene Plattform auch für lokale Filmemacher bietet, um ihrer Frustration Ausdruck zu verleihen.
Nothing is Lost(Nichts Geht Verloren), die auf wundervolle Weise inmitten der öden Landschaft Mecklenburg – Vorpommern's erzählte Geschichte einer unterdrückten Liebesbeziehung hat eine erfolgreiche Festival – Tour hinter sich und diente als Visitenkarte für Regisseur Keti Vaitonis' nächstes Spielfilmprojekt.
Echo von Kasimir Zierl wiederum entstand auf der Heimfahrt nach einem Filmdreh. Aus Angst davor, die Kamera könnte in der eiskalten Nacht einfrieren, hat der Regisseur die abstrakten Lichtspiele an der angelaufenen Windschutzscheibe gefilmt um so die Kamera warm zu halten. Obendrauf wurde ein Voiceover gesetzt, das von einem Detektiv auf nächtlicher Jagd nach Kriminellen handelt. Das Ergebnis ist ein atmosphärisches Kunstwerk, entstanden aus einem zufälligen Stück Film.

Abbas Saberi präsentiert seine Show mit Humor, Respekt und Enthusiasmus. Um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: „ Freut mich, daß wir alle so viel davon haben, daß talentierte Menschen zusammenkommen und ihre Leidenschaft für Film miteinander teilen“.
Im Hintergrund leitet Andrea Stosiek das nicht minder enthusiastische Sputnik Kino – Team. Ständig auf der Suche nach geeigneten Kurzfilmen, fragten sie uns ob sie Down Under sowohl im Sputnik als auch im Freiluftkino im Kassiopeia als Vorfilm zeigen dürften. So hat unser Kurzfilm bisher über 1.500 Berliner Kinofans erreicht.

Auch unser zweiter Besuch beim Open Screening im Juli war ein voller Erfolg für K17Films. Wir nutzten die seltene Gelegenheit für eine Live – Reaktion auf ein fürs Web kreiertes Produkt und zeigten unseren Crowdfunding – Film für 90 Grad Nord.
Das Open Screening bietet eine clevere Plattform für ein Test – Publikum und ich habe vor, auch einen Fine Cut von 90 Grad Nord dort zu testen.

Beim Ausgang kam ich mit einem Computerwissenschafter ins Gespräch, der an der Entwicklung eines Systems arbeitet, welches es ermöglichen soll, eine Computermaus – bzw. den Pfeil am Bildschirm – allein mit dem Gehirn zu steuern.
Als ich ihn, völlig fasziniert, fragte warum er zu diesem Event gekommen ist, war seine Antwort: er liebt das Open Screening weil es ihm einen Zugang zu einer einzigartigen Filmszene verschafft. Du weißt nie welche Schätze vielleicht darauf warten, entdeckt zu werden.

Detsky Graffam

Schaut euch unseren Startnext Crowdfunding Film an! Wenn er euch gefällt, hilft uns 90 Grad Nord mit einer Spende zu realisieren. Es gibt auch Geschenke!

http://www.openscreening.de/
https://www.facebook.com/pages/Open-Screening/166317766753942?fref=ts

www.sputnik-kino.com
www.facebook.com/pages/SPUTNIK-KINO-Höfe-am-Südstern-Berlin-Kreuzberg/234120463286303

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90 Grad Nord
www.startnext.com

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