Crowdfunding beendet
Die Anarchistische Bibliothek | Archiv | Institut für Anarchismusforschung Wien gibt es seit 1. Mai 2010. Also nun 10 Jahre. Eines unserer großen Vorhaben der letzten Jahre, bestand darin, neue Räumlichkeiten für die Bibliothek zu kaufen. Das haben wir nun geschafft. Nun geht es darum, diese Räume ökologisch nachhaltig zu renovieren. Die Corona-Isolation macht es auch für uns nicht gerade leichter und dazu kommen immer wieder Überraschungen auf der Baustelle. Deshalb brauchen wir euch!
3.934 €
Fundingsumme
45
Unterstütz­er:innen
Charlott Roth
Charlott Roth Projektberatung "Das war eine beachtliche Crowd-Finanzierungsrunde."

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 15.04.20 18:43 Uhr - 30.06.20 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum März bis Dezember 2020
Kategorie Literatur
Stadt Wien

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Worum geht es in dem Projekt?

Auch in Zukunft wollen wir an folgenden Projekten weiterarbeiten und diese für alle Menschen begehbar und erlebbar machen:
• Bibliotheks- und Archivbestand: Die Bibliothek verfügt über einen österreichweit einzigartigen Bestand an Zeitschriften (ca. 850 Zeitschriftentitel) und Büchern (über 2500) über die bewegte libertäre Geschichte und die Theorie der libertären Bewegungen. Auch europaweit gehört sie zu den gut aufgestellten anarchistischen Fachbibliotheken.
• Digitalisierungsprojekt: Historische Zeitschriften, Broschüren und Bücher werden elektronisch aufbereitet. Die dafür notwendige Infrastruktur steht in der Bibliothek zur Verfügung. Die Digitalisate werden auf Anfrage kostenfrei übermittelt bzw. können auch im Internet abgerufen werden.
• Forschung: Das Institut für Anarchismusforschung be- und erforscht die Geschichte(n) der anarchistischen Bewegungen und beschäftigt sich mit den Theorien des Anarchismus wie auch mit allgemeinen Fragen aus anarchistischer Perspektive. Es geht darum, verschiedene anarchistische Strömungen, markante Ereignisse und Biographien einzelner Personen sichtbar zu machen. Nicht nur, um die anarchistische Geschichte dem Vergessen zu entreißen, sondern auch, um unseren Blick auf die Gegenwart zu schärfen.
• Ausstellungen: In den Räumlichkeiten werden temporäre Ausstellungen organisiert, die öffentlich und kostenfrei zugänglich sind. Es gab bereits zwei Ausstellungen zum Spanischen Bürgerkrieg (1936–39), eine Ausstellung zu den Mujeres Libres und eine zu B. Traven.
• Digitaler Stadtplan: Es wird an einem anarchistischen Stadtplan für Wien und Graz gearbeitet, der wichtige Stationen der libertären Geschichte und somit auch einen wichtigen Teil der Geschichte von Wien und Graz erinnerbar und erlebbar machen soll.
• Internationale Zusammenarbeit: Die Bibliothek ist Teil des Internationalen Verbands libertärer Forschungs- und Dokumentationszentren (FICEDL). Nicht nur deshalb gibt es zahlreiche Kooperationen mit Bibliotheken, Archiven und Vortragenden aus verschiedensten Ländern.
• Neben Büchern und Zeitschriften speziell anarchistischer Ausrichtung findet man auch zahlreiche Titel zu anderen emanzipatorischen Bewegungen, seien es Feminismus, Ökologie sowie progressive Kunst.
• Die Anarchistische Bibliothek | Archiv | Institut für Anarchismusforschung ist ein Treffpunkt für alle, die über den ideologischen Tellerrand hinausschauen und Interesse an libertären und alternativen Lebensentwürfen in ihrer Vielfalt haben.
• Neben der Bibliothek gibt es zahlreiche Infomaterialien zu emanzipatorischen Veranstaltungen und Projekten.
• Die Anarchistische Bibliothek | Archiv | Institut für Anarchismusforschung ist ein unabhängiger Veranstaltungsort, welcher weder profitorientiert noch instrumentalisiert ist. Dies gibt die nötige Unabhängigkeit für Veranstaltungen mit ‚unbequemen‘ Inhalten und für Diskussionen, in denen man sich kein Blatt vor den Mund nehmen muss.
• Solidarische Lebensweisen sind nicht nur Thema der Bücher, sondern auch gelebte Praxis in der Bibliothek. So gibt es bei Veranstaltungen VolxKüche und Getränke auf Basis freiwilliger Spenden. Die Menschen, die die Bibliothek und das Archiv besuchen, bilden gleichzeitig ein Netzwerk, in welchem man einander hilft und unterstützt.
• Es gibt keinen Chef und keine Angestellten. Die Bibliothek wird auf freiwilliger Basis betrieben, Entscheidungen werden basisdemokratisch gefällt. Die Bibliothek ist somit auch ein Beispiel dafür, wie Strukturen ohne Hierarchien und ökonomische Anreize organisiert werden können.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Alle freiheitsliebenden Menschen, die es ermöglichen wollen, dass wir die Bibliothek ökologisch und nachhaltig umbauen. Das heißt:
1. Der Strom, den wir verwenden ist zu 100% aus erneuerbaren Quellen und stammt von mehr als 1.500 Windkraft-, Wasserkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen aus naher Region.

2. An Gas, das zum Heizen verwenden wir in der Anarchistischen Bibliothek zu 100% Biogas. Das Biogas kommt aus der nahen Umgebung und ist zu 100% erneuerbare Energie. Eine angedachte Wärmepumpe ist an diesem Standort zur Zeit leider nicht möglich. Windrad und Sonnenenergie sind leider auch nicht möglich, da das Dach mit Luxuswohnungen ausgebaut wurde.

3. Für den neuen Fußboden verwenden wir Linoleum. Linoleum besteht hauptsächlich aus Leinöl, Naturharzen, Kork- oder Holzmehl, Kalksteinpulver, Titanoxid als Weißpigment, Farbstoffen und einem Jutegewebe als Trägerschicht. Unser Linoleum besteht fast vollständig, nämlich zu 98 % aus organischen oder mineralischen Rohstoffen.

4. Die neuen Bücherregale werden aus Birkensperrholz gebaut. Diese Regale wachsen also sozusagen zu 100% nach. Nicht nur das, auch das CO² bleibt für Jahrzehnte in den Buchregalen gespeichert.

5. Die Archivregale wachsen zwar nicht nach, aber wurden vor der Zerstörung gerettet und sind somit nachhaltiger als neue Holzregale.

6. Die barrierefreie Toilette wird zum Teil aus Birkensperrholz und aus hygienischen Gründen mit Melaminharzbeschichtung und Linoleum gemacht. Die Melaminharzbeschichtung ist leider keine Biooberfläche, doch ist uns eine Biooberfläche für diesen sensiblen Bereich in einer langlebigen Qualität nicht bekannt. Auch das eine oder andere Teil aus Metall ist keine nachwachsende Ressource. Doch wir verwenden diese Materialien sparsam und aus dem Grund, da sie eine sehr lange Lebensdauer aufweisen und es keine Alternativen gibt.

7. Sämtliche Möbel, Türen und Schalldämmungen werden aus nachwachsenden Ressourcen, wie Birkensperrholz und Linoleum gestaltet.

8. Die Klimawand wird aus Stampflehm gestampft. Sie sorgt für ein angenehmes Raumklima.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Mehr denn je braucht unsere Gesellschaft Räume, in denen kritisches und freies Denken Platz finden. Wir sind die einzige anarchistischen Bibliothek, das einzige anarchistische Archiv in Österreich und bieten einen Ort, an dem gedankliche Freiheit auch ihren nötigen Raum zur Verfügung hat.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit der ersten Finanzierungsschwelle können wir ein barrierefreies WC einbauen.
Mit der zweiten Finanzierungsschwelle können wir den nachhaltig ökologischen Fußboden verlegen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Die Menschen vom Kollektiv der Anarchistischen Bibliothek.

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Umbau der neuen Anarchistischen Bibliothek Wien
www.startnext.com

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