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Die Welt ist aus den Fugen, Menschen in Deutschland sind verunsichert, pessimistisch. Wie weit stimmt das, wie wird mit der Verunsicherung umgegangen? Was wirkt wichtig, was bedrohlich? In welchen wirtschaftlichen oder privaten Projekten kanalisieren Menschen ihre Zweifel und Ängste? Entlang meiner 2.200 km langen Radroute durch die 16 Länder (siehe Fotogalerie unten) spreche ich im Juni mit Alt und Jung. Meine Hypothese lautet: "Deutschland, da geht noch 'was!".
3.489 €
5.200 € 2. Fundingziel
36
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
 Dreißig Jahre nach 1989 - wie geht's Deutschland?
 Dreißig Jahre nach 1989 - wie geht's Deutschland?
 Dreißig Jahre nach 1989 - wie geht's Deutschland?
 Dreißig Jahre nach 1989 - wie geht's Deutschland?

Projekt

Finanzierungszeitraum 24.12.18 19:05 Uhr - 17.03.19 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 6/19 sowie 9/19 - 3/20 (Buch)
Fundingziel 2.900 €

Ich benötige circa 30 Mal unterwegs Logis&Kost, ca. 70€/Tag. 4/2019 bilde ich mich zu MobileReporting fort. Fürs Rennrad brauch ich einen spezial "SaddlePack".

2. Fundingziel 5.200 €

Die Aufstockung zum 2. reicht unter anderem für Honorare an Fotografen, die ich für unterwegs im Juni "bestelle", sowie ggf. für einen Buch-Druckkostenzuschuss.

Kategorie Journalismus
Stadt Berlin
Worum geht es in dem Projekt?

Alle Bundesländer
Ich fahre in circa dreißig Etappen mit dem Rennrad durch alle sechzehn Bundesländer und habe jeden Tag feste Verabredungen: Ich interviewe Menschen in Städten und auf dem Land, die auf den ersten Blick kein gesellschaftlich repräsentatives oder gar einflussreiches Leben führen.
Mir geht es darum herauszufinden, ob und wie weit sich aus den Lebensumständen dieser Menschen dreißig Jahre nach dem Fall der Mauer ein breiteres, offeneres Deutschlandbild ableiten lässt, als es derzeit durch die Medien geistert.
Im Hinterkopf habe ich bei den Vorrecherchen, die seit August 2018 laufen:

  • Deutschland nicht im Durchschnitt, sondern im Detail; Stichwort "Mosaik Deutschland"
  • Begriffe wie Nach-Wende-Zeit, gesellschaftliche Verunsicherung, Daseinsvorsorge und (nicht erschrecken;-): Heimat!
  • spannende Routen in den Bundesländern, die zum Nachfahren mit dem Rad animieren (Gesamtroute circa 2.200 Kilometer).

Ist die Stimmung in Deutschland wirklich so schlecht?
Ralf Fücks, ehemaliger Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und Leiter des Zentrums Liberale Moderne diagnostizierte letzten Sommer in der SZ: „Trotz 70 Jahren Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik spürt man ein Übermaß an Angst und ein stark ausgeprägtes Bedürfnis nach Sicherheit. Man sieht die Gefahren schärfer als die Chancen." Drastischer noch sieht es ein auf Anonymität pochender, einflussreicher Politiker: „Die Stimmung im Land ist vergiftet."
Wie geht's Deutschland 2019 wirklich? Diese Frage stelle ich unterwegs Menschen, die sich mit kleinen und großen (privaten und beruflichen) Projekten dort befassen, wo das Leben am schwierigsten erscheint: in der Provinz, auf dem Land, in den Kleinstädten. Beispiele:

  • Der Bäcker in Boizenburg, der DDR-Style-Brötchen als "Ossis" verkauft
  • der letzte Elbfischer bei Lauenburg, in Niedersachsen
  • die Bäuerin im bayerischen Krautostheim, die ihre Felder nach der Osingtradition bald wieder wird abgeben müssen.

Worum es mir explizit nicht geht:

  • olle Kamellen von den Ost-West-Diskrepanzen zum X-ten Male wiederzukäuen
  • touristische Sehenswürdigkeiten.

Letzterer Punkt ist keineswegs als Indiz zu werten, dass ich vorwiegend entlang öder Hauptverkehrswege unterwegs bin. Ganz im Gegenteil erhebe ich den Anspruch, eine attraktive Radroute zu konzipieren - nicht nur für mich, auch für Nachahmer.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Der freie Blick
Unverstellte und unvoreingenommene Perspektiven über sein Heimatland zu gewinnen, ist schwierig. Aber genau darin besteht mein Ziel. Münden sollen die Ergebnisse meiner rund einmonatigen Recherchereise in ein Buch, das 2020 erscheint.
Weder von der Route noch von den Inhalten überlasse ich meine Reportage-Eindrücke im Juni 2019 rein dem Zufall. Deswegen habe ich mir 2018 die wichtigen Meilensteine für jedes Bundesland bereits gesetzt: Interview-Stationen bei Menschen quer durch alle gesellschaftlichen Schichten. Auf diese Weise vermag ich journalistisch unter die Oberfläche bloßen Tagesgeschehens vorzudringen. Meine Reportage liefert Stimmungsbilder aus und einen ungewöhnlichen Blick auf Deutschland.
Zunächst kristallisieren meine Beobachtungen - teilweise live von unterwegs - in SocialMedia-Reporting (Video-Clips und MicroBlog; erstes Fundingziel). Anschließend lasse ich diese Kristalle durch aktuelle Vorrecherchen (derzeit) und Nachrecherchen für mein Deutschlandbuch weiter wachsen. Das Buch (zweites Fundingziel) werden alle spannend finden, die sich für Deutschland interessieren - egal ob vielleicht eher "unbelesen" oder "intellektuell", egal ob alt oder jung.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Echtes Novum....
Ein Deutschlandbuch, kompiliert aus Resultaten meiner Herangehensweise und Recherche-Perspektive hat es noch nicht gegeben (ebenso wenig eine Kleinstadt-affine Radroute durch alle 16 Bundesländer - dies nur am Rande).

Aber: Als freier Journalist habe ich keine Redaktion und keine finanzielle Absicherung im Rücken.

....und sogar eine Notwendigkeit?
Monolithische Einschätzungen und Sichtweisen des Lebens in Deutschland sind überholt: Für sich allein genommen, werden weder wissenschaftliche Studien/Umfragen noch politische Detailmeinungen diesem Unterfangen gerecht: ein Mosaik Deutschland abzubilden, dessen Bausteine so ungeschliffen bleiben dürfen wie sie der Pluralismus gebiert.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Rund 2.000 Euro fließen in Übernachtungen, während der circa dreißig Tage, die ich durch Deutschland unterwegs bin.
326 € möchte ich im April in eine journalistische Weiterbildung zu MobileReporting investieren.
266 € sind für Spezialausrüstung vorgesehen, um die Reise mit dem Rennrad leichter und sicherer zu machen: unter anderem einen SaddlePack, einen leistungsfähigen Akku für die Beleuchtung sowie eine Allwetter-Smartphone-Halterung zur Navigation.

Helft Ihr mir, das zweite Fundingziel zu erreichen, wird es unterwegs "bequemer". Denn ich brauche dann zur Überzeugung einiger bekannter Fotografen, mich an ausgewählten Reisestationen abzulichten, nicht nur auf Gutwill zu hoffen, sondern kann ein kleines Fotohonorar anbieten. Bequemer wird es auch, indem ich mir spezielle Barfuß-Latschen anschaffe, sodass ich unterwegs, vor allem des Abends, nicht in störrischen, womöglich gar durchnässten Radschuhen herumspazieren muss.

Je weiter ich mich dem zweiten Fundingziel nähere, umso eher kommt für mich ggf. die Zahlung eines Druckkostenzuschusses für mein Deutschlandbuch infrage.

Sollten Geldbeträge (unwahrscheinlicherweise) das 2. Fundingziel übersteigen, kommt das der Anschaffung eines neuen Rennrads zugute. Denn für mein 14 Jahre altes „Willier“, zunehmend ein Investitions-„Orkus“ wegen Reparaturen, wird die Deutschlandtour wohl die letzte große Reise sein.

Wer steht hinter dem Projekt?

Martin C. Roos: Als RadelnderReporter® bekannt seit 2004, als Vollblut-Journalist tätig seit 1996. (torial, xing, facebook);
meine Erfahrung als Autor:

  • Top-Veröffentlichungen in Süddeutsche Zeitung, Welt, Berliner Morgenpost, Merian, Bergverlag Rother, Alpenvereinsjahrbuch BERG, DAV Panorama, TOUR
  • Schwerpunkt 1: Rennrad, Gesellschaft, Alpinismus
  • Schwerpunkt 2: Wissenschaft und Medizin (Tätigkeiten u.a. als Dozent, Chefredakteur, Lektor)

Projektupdates

04.02.20

Recherche – Auswertung – Buch
Das wichtigste vorneweg: Erste Auswertungen meiner Fahrt publiziere ich fortlaufend auf riffreporter.de/deutschland.
Dafür und um das Buch zu machen, benötige ich weiterhin Unterstützung (Hinweise zum Beispiel hier).

Website & Social Media
Impressum
RoosReporter
Martin Roos
Moltkestr. 35
23564 Lübeck Deutschland

Steuernummer 22/171/61053, Finanzamt Lübeck.
Geschäftsbedingungen (AGB-Kurzfassung; Langfassung: www.torial.com/martin.roos/portfolio/329777):
Es wird stets ein einfaches, nicht-exklusives Nutzungsrecht eingeräumt; Exklusivrechte sind zeitlich begrenzt und gelten nur mit gesonderter Vereinbarung. Für inhaltliche Fehler in veröffentlichten Beiträgen haftet der Auftraggeber, außer der Auftragnehmer handelte vorsätzlich oder fahrlässig.
Soweit Dritte wegen der Verwendung von Text- oder Bildmaterial durch den Auftraggeber Ansprüche erheben oder presse-, datenschutz- und strafrechtliche Sanktionen einleiten oder durchsetzen, hat der Auftraggeber den Journalisten von allen damit verbundenen Kosten freizustellen, es sei denn, den Journalisten trifft die Haftung gegenüber dem Auftraggeber.
Das gilt auch dann, wenn der Auftraggeber die Rechte am Beitrag an Dritte überträgt.

Kooperationen

Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig

Deutschlands einziges außer-universitäre Forschungsinstitut für Geographie, das ifl, versorgt mich vorab mit Infos über die Bundesländer und wird mich im Juni 2019 als Gast in Leipzig begrüßen.

Checkpoint Charlie - Mauermuseum Berlin

Das legendäre Mauermuseum am ehemaligen Grenzposten "Checkpoint Charlie" ist auf meiner Deutschland-Fahrt 30 Jahre nach dem Mauerfall emblematischer Angelpunkt sowie wichtige Recherche-Station.

komoot - Tool zur Routen-Planung und -Navigation, Berlin

Die 2010 gegründete Outdoor-Plattform (auch als App) unterstützt Radfahrer, Mountainbiker und Wanderer. Mehr als 10 Mio. Touren sind bereits online. Ich schätze an komoot das überzeugende Routen-Tool für MTB, Touren- und Rennrad.

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