Crowdfunding beendet
Über zwei Jahre lang haben wir ein jugendliches Liebespaar, das ein Kind erwartet hat, vom Weg aus der Obdachlosigkeit in eine eigene Wohnung dokumentarisch begleitet. Wir haben ohne Interviews und Offtext gearbeitet und in ca. 35 Drehtagen ist ein sehr intimer, genau beobachteter Film entstanden. Mit eurer Hilfe wollen wir einen kompromisslosen Kinofilm fertig stellen - und weitere Kunstprojekte für Straßenjugendliche initiieren.
11.133 €
Fundingsumme
148
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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 BERLIN BYTCH LOVE - Dokumentarfilm
 BERLIN BYTCH LOVE - Dokumentarfilm
 BERLIN BYTCH LOVE - Dokumentarfilm
 BERLIN BYTCH LOVE - Dokumentarfilm

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 01.05.21 09:34 Uhr - 12.06.21 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 01.06.2021-30.10.2021
Startlevel 9.000 €

Wir verwenden das Geld für die Postproduktion des Films und die weitere Unterstützung unserer ProtagonistInnen

Kategorie Film / Video
Stadt Berlin

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Worum geht es in dem Projekt?

Sophie (15) und Dominik (17) sind aus einer Brandenburger Kleinstadt abgehauen, um zusammen sein zu können. Knapp ein halbes Jahr lang schlagen sie sich mit Flaschen sammeln und Schnorren durch, schlafen im Park und in Hauseingängen - da wird Sophie schwanger. Der Winter kommt und damit die Frage, wie es weitergehen soll. Sophie ist von ihrem Vater als „vermisst“ gemeldet worden - deswegen haben sie keine Chance, an staatliche Hilfe zu kommen. Gleichzeitig droht ein Gerichtstermin: Dominik muss sich für mehrere Straftaten der letzten Jahre verantworten. Jahrelanger Knast droht. Ein ebenfalls obdachloser Freund schlägt vor, nach Frankreich zu fliehen. Vielleicht könnten sie dort ein neues Leben anfangen? Doch kann man weglaufen mit einem Kind im Bauch? Dominik entscheidet sich, Kontakt mit den Behörden aufzunehmen und sich seiner Vergangenheit zu stellen. Die Gerichtsverhandlung entpuppt sich als Chance, zurück in die Legalität zu gehen. Wenige Wochen später haben die beiden eine kleine Wohnung etwa 70 km von Berlin entfernt – mitten im Wald. Was lange das Ziel ihrer Sehnsucht war – entpuppt sich nun oft als Schrecken. Eine quälende Langeweile senkt sich auf die beiden. Ist dies der Preis, den man für ein einigermaßen sicheres Leben zahlen muss? Am 1. Mai wird ihr Sohn Luca geboren. Das Geld für die Erstaustattung ist in harten Drogen angelegt worden – und so lässt der Zusammenbruch ihrer fragilen Ordnung nicht lange auf sich warten.

BERLIN BYTCH LOVE wird ein ca. 90 minütiger Dokumentarfilm, der konzentriert und assoziativ den feinen Veränderungen seiner ProtagonistInnen nachspürt. Die Kamera ist intimer Beobachter all ihrer wichtigen Schritte geworden, ihrer Liebe, ihrer Begegnungen, ihrer Zweifel, ihres Drogenkonsums.
Es ist nicht nur eine Erzählung über Menschen, die außerhalb der Gesellschaft stehen – es ist vielmehr ein Film über uns alle.

Gedreht haben wir ohne jede Förderung, ausschließlich mit eigenen, privaten Mitteln. Nach Fertigstellung soll unser Film zunächst eine Runde bei hoffentlich namhaften Festivals drehen und damit ein möglichst großes Publikum erreichen.

Anschließend wollen wir den Film in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen für eine Kampagne zur Sichtbarmachung der Probleme von obdachlosen Jugendlichen zu verwenden.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

In Deutschland gelten eine halbe Million Menschen (!) als wohnungslos – und knapp 30 000 von ihnen sind unter 18 Jahre alt. Allein in Berlin leben rund 3000 Jugendliche auf der Straße. Da ihr Status meist ungeklärt ist, werden sie nur schwer von Hilfe erreicht. Sie sind bedroht von Gewalt, Krankheit, Kälte und Missbrauch. So wie Dominik und Sophie, unsere Protagonisten.

In BERLIN BYTCH LOVE wollen wir den Blick schärfen für jene Straßenjugendlichen, die unserem flüchtigen, alltäglichen Blick oft nicht auffallen. Wir wollen zeigen, dass Zuwendung und Aufmerksamkeit das entscheidende Moment auf dem Weg aus der Not ist. Und wir wollen einen Film machen, der ohne falsche Betroffenheit und auf Augenhöhe Anteil nimmt am oft sehr harten Alltag unserer Protagonisten. Gerne bezeichnen wir jene, die am Rand leben als „sozial schwach“. Das Gegenteil ist der Fall. Wir werden zeigen, wie viel Stärke es braucht, jugendlich, ohne Hilfe und schwanger auf der Straße zu leben – und sich da rauszuarbeiten.
Zielgruppe unseres Films sind alle jene, die sich kritisch mit den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen auseinandersetzen. BERLIN BYTCH LOVE wird ästhetisch gesehen ein entschiedener, poetisch erzählter Festivalfilm mit guten Chancen auf hohe gesellschaftliche Aufmerksamkeit.

Bitte besucht auch unsere Facebookseite - dort werden wir viel Hintergrundmaterial zum Thema wohnungslose Kinder und Jugendliche posten. Unter anderem beginnen wir nun eine Interviewreihe mit verschiedenen Hilfsorganisationen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Gegenwärtig sind wir im Schnitt unseres Filmes und planen, diesen Mitte 2021 fertig zu stellen. Leider gibt es zu diesem Produktionszeitpunkt keine Filmförderung, noch ist ein Vorabverkauf möglich. Die Fertigstellung eines solchen Projektes ist jedoch nicht nur zeitaufwendig, sondern erfordert auch die Mitarbeit externer Gewerke (Ton, Montage, Mischung, Farbkorrektur etc.). Hier brauchen wir Euch, denn nur so wird dieser Film auch gesehen werden.
Uns geht es nicht nur um den Film, sondern darum, insgesamt auf die Situation von Jugendlichen auf der Straße aufmerksam zu machen. So wird ein Teil des Geldes zur weiteren Unterstützung der beiden verwendet werden (der junge Protagonist unseres Films lebt inzwischen wieder auf der Straße) - und idealerweise wollen wir weitere Kunstprojekte für und mit Jugendlichen initiieren, die auf der Straße leben.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Unser Crowdfunding verläuft in mehreren Stufen:

In Stufe 1 werden das Geld ausschließlich für folgende Schritte einsetzen:
- Feinschnitt
- Tonbearbeitung und Sounddesign
- Festivalmischung in 5.1
- Farbkorrektur (hier ist einiges zu tun)
- weitere Unterstützung unserer beiden ProtagonistInnen auf ihrem Weg

Es wäre zu schade, wenn der Film wegen technischer Mankos abgelehnt würde. Daher müssen wir jetzt ein paar Euro in die Postproduktion stecken.

In Stufe 2 wird das Geld für eine Kampagne in den Sozialen Medien zur Situation von Jugendlichen, die auf der Straße leben verwendet werden. Hier werden wir einerseits bestehende Organisationen medial unterstützen, geplant ist aber auch, künstlerische Projekte mit Jugendlichen zu initiieren. In Deutschland geht es für Obdachlose meist nicht um das bloße Überleben, sondern vielmehr um Fragen wie Selbstwert, Einsamkeit und Depression. Hier haben wir im Rahmen der Dreharbeiten erfahren, wieviel ein künstlerisches Projekt bewirken kann. Wir planen ein Musikprojekt, ein Radiofeature sowie eine Performance gemeinsam mit den Jugendlichen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Im Sommer 2018 trafen sich die Filmregisseure Heiko Aufdermauer (HFF Potsdam) und Johannes Girke (UDK Berlin) auf einem albanischen Campingplatz 17 Jahre nach ihrer ersten Begegnung zufällig wieder. BERLIN BYTCH LOVE ist ihr erstes gemeinsames Projekt.

Beide haben fast 20 Jahre Berufserfahrung in den verschiedensten filmischen Bereiche – vom preisgekrönten Kinospielfilm (Zeit der Fische) über Musikvideos für Universal Music und zahlreichen Arbeiten für arte und andere öffentlich rechtliche Sender.
Organisatorisch wie auch technisch steht die Filmproduktionsfirmen SILENTFILM hinter dem Projekt.
www.silentfilm.de

Projektupdates

16.06.21 - Companeras, companeros - vielen Dank Euch...

Companeras, companeros - vielen Dank Euch allen nochmal für Eure Spenden. Es ist weiterhing möglich, unsere projekte mit wohnungslosen Jugendlichen zu unterstützen! Bitte geht einfach auf unsere Webseite www.berlinbytchlove.de - da findet Ihr einen Link!!!

13.06.21 - Liebe Unterstützer*Innen - dank Euch haben...

Liebe Unterstützer*Innen - dank Euch haben wir nicht nur das Spendenziel erreicht, sondern sogar noch Geld für weitere Aktionen gesammelt. Ihr seid grossartig! Tauend Dank.
Auf FB und Insta werden wir Euch auf dem Laufenden halten!
BERLIN! BYTCH! LOVE!

03.06.21 - Unser erstes Fundingziel ist erreicht!...

Unser erstes Fundingziel ist erreicht! Tausend Dank!
Ab jetzt geht jeder weitere Euro in Kunstprojekte mit Berliner Strassenjugendlichen. Wir werden ein Musikprojekt, ein Radiofeature und ein Performance / Theaterprojekt anschieben. Gerade für minderjährige Obdachlose geht es meist nicht um das bloße Überleben, sondern um Fragen wie Selbstwert und Einsamkeit. Hier haben wir bei den Dreharbeiten erfahren, wieviel ein künstlerisches Projekt bewirken kann.

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