Instagram 2026: Warum es jetzt besser für dein Crowdfunding funktionieren wird
So sorgst du dafür, dass kurz nach dem Start dein Projekt kein Geheimtipp bleibt.
Stell dir vor, du stehst kurz vor dem Start deiner Kampagne. Text, Video, Dankeschöns, alles sitzt. Du drückst bei Startnext auf Veröffentlichen, teilst den Link in deinem Umfeld und wartest auf die ersten Unterstützerinnen. Stunden später ist deine Kampagne immer noch ein Geheimtipp. Genau an dieser Stelle haben schon viele gute Ideen ihre größte Chance verschenkt, nicht weil sie schlecht waren, sondern weil die Kommunikation zu schmal aufgestellt war.
Warum du Instagram nicht nicht ignorieren kannst
Wenn du heute ein Projekt startest, kommst du an Instagram kaum vorbei. Deine Community informiert sich dort, folgt Menschen statt Marken und entscheidet in Sekunden, ob etwas relevant ist. Gleichzeitig ist Instagram nur ein Teil deines Kommunikationsmixes. Newsletter, persönliche Netzwerke, Presse sowie Plattformen wie TikTok oder LinkedIn spielen dabei ebenso eine Rolle – genauso wie der kleine, aber feine WhatsApp-Status, den viele aktiv nutzen. Aber: Wer Instagram ignoriert, nimmt sich einen der stärksten Orte, um Vertrauen rund um die Kampagne aufzubauen.
Likes finanzieren dein Projekt nicht
Wichtig ist, wie du die Plattform nutzt. Viele Starterinnen posten gelegentlich ein schönes Bild, schreiben dazu, dass ihre Kampagne jetzt online ist und warten. Für den Algorithmus ist das kaum ein Signal. Instagram beobachtet vor allem, wie lange Menschen bei deinen Inhalten bleiben, ob sie danach dein Profil besuchen und ob sie deinen Inhalt speichern oder per Direktnachricht weiterleiten. Likes zeigen, wie viele Menschen deinen Beitrag sichtbar gefallen hat. Für die Community oder persönliche Bestätigung können sie motivierend sein. Sie sagen aber nicht direkt etwas über den Erfolg deines Contents aus, z. B. ob Leute etwas kaufen, sich anmelden oder deine Seite teilen. Wenn du es schaffst, dass Menschen deine Reels bis zum Ende schauen und sich deinen Post für später abspeichern, wirkt sich das deutlich stärker auf deine Sichtbarkeit aus.
Themen setzen
Ein hilfreicher Vergleich zu TikTok macht den Unterschied sichtbar. TikTok belohnt oft sehr schnelle, impulsive Reaktionen. Ein Clip kann nach wenigen Stunden explodieren, weil er perfekt in einen Trend passt. Instagram ist 2026 stärker zur Suchmaschine und Empfehlungsplattform geworden. Menschen suchen gezielt nach Themen, etwa Gründen, nachhaltige Produkte oder Crowdfunding. Wenn du deine Inhalte klar strukturierst, relevante Begriffe im On Screen Text und in der Caption verwendest und in den ersten Sekunden deutlich machst, welches Problem du ansprichst, wirst du über längere Zeit gefunden. Die ersten Sekunden deines Videos sind entscheidend. Also wähle eine starke Hook, schaust du hier. Für eine Kampagne, die mehrere Wochen läuft, kann das wertvoller sein als ein kurzer Hype.
Das bedeutet nicht, dass du plötzlich zur Vollzeit Creatorin werden musst. Entscheidend ist, dass du Instagram bewusst in deinen Mix einbaust. Vielleicht erzählst du auf Instagram die persönliche Geschichte hinter deinem Projekt, während du im Newsletter tiefer in Zahlen und Hintergründe gehst. Vielleicht holst du auf TikTok Aufmerksamkeit über ein zugespitztes Format und leitest interessierte Menschen dann auf dein Instagram Profil, wo sie dich als Person besser kennenlernen und den Weg zu deiner Startnext Seite finden.
Der Wert deiner Kampagne - für die anderen
Der Kern bleibt immer derselbe: Menschen unterstützen dein Projekt, wenn sie verstehen, warum es dich gibt und was sich verändert, wenn deine Kampagne Erfolg hat. Instagram ist dafür ein Raum, in dem du regelmäßig kurze, dichte Einblicke geben kannst. Ein kurzes Reel über einen Moment, in dem du fast aufgegeben hättest. Ein Carousel mit drei Learnings aus der Vorbereitung. Eine Story, in der du eine Frage stellst, die deine Community wirklich beschäftigt. Instagram lebt von Unterhaltung – hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Vielleicht bist du gerade an dem Punkt, an dem du denkst, dass du für all das keine Zeit hast. Die ehrliche Antwort lautet: Ohne Kommunikation wird deine Kampagne kaum die Menschen finden, die sie tragen könnten. Die gute Nachricht ist, dass du nicht überall gleichzeitig perfekt sein musst. Aber du solltest sehr bewusst entscheiden, welche Kanäle für dich tragend werden. Instagram wird fast immer dazugehören, gerade wenn du mit deinem Projekt sichtbar in eine Community hineinwachsen willst. Die Frage ist weniger, ob du die Plattform magst, sondern ob du dir leisten kannst, sie komplett aus deinem Werkzeugkasten zu streichen.
Hier eine “kurze” 10‑Punkte‑Checkliste für Instagram, wenn dein Ziel DMs und Shares sind:
Einstieg mit einem klaren Problem
Starte in den ersten Sekunden mit einer Situation, in der sich deine Zielgruppe wiedererkenntKonkretes Versprechen geben
Sag früh, was Menschen aus dem Inhalt mitnehmenAlltagssprache statt Marketingtext
Schreibe so, wie du deiner besten Freundin von deinem Projekt erzählen würdest, ohne Fachbegriffe und WerbespracheEine starke, einfache Kernbotschaft
Beschränke dich pro Reel oder Post auf eine Hauptaussage und eine klare Erkenntnis, statt alles auf einmal erklären zu wollenShare Triggers einbauen
Formulierungen wie Schick das jemandem, der gerade gründet oder Speichere dir das für deinen Launch machen Teilen und Speichern leichtDM Triggers einbauen
Stelle am Ende eine konkrete, kurze Frage, die leicht zu beantworten ist, zum Beispiel Schreib mir mit JA, wenn du das kennst oder Welche Frage hast du noch zu meiner KampagneDeine Zielgruppe direkt ansprechen
Rede konsequent in der Du Form und benenne deine ZielgruppeHook und Struktur im Reel
Nutze eine klare Reihenfolge: Problem, kurzer Aha Moment, ein Beispiel aus deiner Praxis, eine kleine Lösung und ein Call to Action für DM oder Share.Klare, lesbare Texteinblendungen
Nutze kurze Sätze im On Screen Text, die auch ohne Ton funktionieren und die wichtigste Aussage deines Reels in wenigen Worten zeigenInhalte für Relevanz, nicht für Viralität planen
Frage dich bei jedem Post, wem das wirklich hilft und in welchen Situationen jemand den Inhalt speichern oder an eine Freundin weiterleiten würde. Wenn du darauf eine klare Antwort hast, ist der Inhalt auf DMs und Shares ausgerichtet.
Wenn du diese 10 Punkte befolgst, wirst du sehr wahrscheinlich Erfolg haben. Selbst mit einem kleinen Account sollte dein Content dadurch mehr Reichweite erhalten.
Diese 10 Punkte sind anspruchsvoll – das ist mir bewusst. Wenn ich den einen wichtigsten Punkt herausgreifen müsste, dann wäre es die Antwort auf die Frage: Welches Problem löst du für deine Zielgruppe? Der Algorithmus sucht genau die Menschen, die dieses Problem haben, weil sie auf deinen Post reagieren werden. Der Wert, den du lieferst, muss deshalb glasklar kommuniziert werden. Immer. Probiere es aus.
Ich wünsche dir viel Spaß und kreativen, wertvollen Content auf Instagram.
Denis