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Startnext auf der Konferenz "Förderung des Unternehmertums in der Kreativwirtschaft"

Ron ty
24.12.2010
3 min Lesezeit

Auf der Konferenz zur "Förderung des Unternehmertums in der Kreativwirtschaft" trafen hohe Politiker der Bundesregierung und dem Rat der EU auf Kreative aus unterschiedlichen Bereichen um über Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten der Kultur- und Kreativbranche zu diskutieren. 

Insgesamt kamen ca. 100 Gäste zu dem Zusammentreffen, welches im Rahmen der belgischen EU Ratspräsidentschaft u.a. von der deutschsprachigen und französischsprachigen Gemeinschaft organisiert wurde. Bereits nach Eröffnung der Veranstaltung wurde klar welch hohen Wert die Politik der Kreativbranche beimisst. So sprachen Fadila Laanan, Vorsitzende des Rates der EU für Kultur, und Kulturstaatsminister Bernd Neumann mehrfach von der "Kreativwirtschaft" als einem Industriezweig, der Umsätze generiert, welche sich mit denen der  Automobil- oder Chemieindustrie messen können.  

Kreativwirtschaft als Säule der Wirtschaft und Innovationsmotor

Deshalb forderten beide den Ausbau der Förderung der Kreativwirtschaft, sowohl finanziell als auch  durch verstärkte Vernetzung und bessere Strukturen. So soll ein stabiler, zukünftiger Standfuß der Wirtschaft aufgebaut werden.

Ein Problem ist dabei häufig die rein wirtschaftliche Betrachtung von Kreativität. Die Projekte werden nur dann von Banken oder staatlichen Einrichtungen gefördert, wenn eine fertige Idee präsentiert werden kann, welche auch als verwertbares Wirtschaftsgut einen Erfolg verspricht. Eine Förderung von Innovationen wird derzeit lediglich in den technologischen Industrien gefördert. Dabei macht die Entwicklung der Idee den wesentlichen Anteil kreativen Schaffens aus.

Dabei betonte Kulturstaatsminister Neumann: "Wir brauchen eine lebendige, aktive und expansionsfreudige Kultur- und Kreativwirtschaft nicht nur als Job-Motor. Wir brauchen sie auch wegen ihres großen Innovationspotenzials für unsere Gesellschaft."

Kreative: zwischen Dumpingpreisen und Verständnislosigkeit

Viele der anwesenden Kreativen bemängelten genau diese Problematik in der aktuellen Förderlandschaft. Auch nehmen sie sich selbst häufig nicht als Industrie wahr. Was zum einen am fehlenden öffentlichen Bewusstsein liegt aber auch an der Erfahrung, dass kreative Arbeit vielfach nicht die (ökonomische) Wertschätzung erfährt. So sehen sich viele Kreative dem Dumpingpreiskampf auf dem Arbeitsmarkt ausgesetzt.
Auch kannten viele der anwesenden Künstler die Probleme mit Förderanträgen, Gespräche mit Banken und den grundsätzlichen unternehmerischen Teil ihrer Arbeit. So wurde auch auf dem gemeinsamen Podiumsgespräch seitens der Vertreter aus der Wirtschaft von den Kreativen verlangt sich mit technischen und ökonomischen Prozessen sowie mit Antragsformularen zu beschäftigen. Die Kreativen empfinden dies jedoch als eine enorme Belastung für ihre Arbeit. Auf besonderes Unverständnis stößt es, wenn die Gegenseite (Industrie, Banken, Förderanstalten, etc.) diesen Bezug zur künstlerischen Arbeit nicht herstellen kann. Dies äußert sich vor allem in der Schwierigkeit immaterielle Wirtschaftsgüter zu bewerten.

Viele Ansätze und keine klare Lösung

Insgesamt wurden zahlreiche Ideen und Ansätze diskutiert, welche von einer besseren ökonomischen Ausbildung von Kreativen über Pflichtpraktika für künstlerische Studiengänge bis hin zu individuelleren Fördermöglichkeiten reichten. Einen konkreten Lösungsansatz konnte die Konferenz natürlich nicht liefern – hoffentlich aber Perspektiven zu einem besseren Verständnis und Miteinander von Wirtschaft, Politik und Kreativen.

Mit unserer Idee, eine Demokratisierung der Kulturförderung anzustreben, konnten wir viele interessante Kontakte knüpfen und einiges an Feedback sammeln.

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