Crowdfinanzieren seit 2010
Mutige gestalten die Zukunft
Startnext beim Hamburger Musik Forum gemeinsam mit SellaBand und PledgeMusic  
Veranstaltungen

Startnext beim Hamburger Musik Forum gemeinsam mit SellaBand und PledgeMusic  

Ron ty
10.12.2010
4 min Lesezeit

Beim Hamburger Musik Forum diskutierten wir mit Michael Bogatzki, Geschäftsführer von SellaBand, Malcolm Dunbar und Benji Rogers von PledgeMusic sowie mit Eddie Tjon Fo, dem Manager der niederländischen Sängerin Hind Laroussi, die über SellaBand ein Top-10-Album produziert hat.

Zum ersten Mal in Deutschland wurde das Thema Crowdfunding für die Musikszene in dieser Breite diskutiert. Geladen dazu hat der VUT-Nord als Regionalgruppe des Verbandes unabhängiger Musikunternehmen e.V. mit dem geographischen Schwerpunkt Norddeutschland. Jede der drei Plattformen begegnet dabei dem Crowdfunding mit einem anderen Konzept und einem anderen Erlösmodell. SellaBand und Pledgemusic haben sich vollständig auf Musiker konzentriert. Mit Startnext verstehen wir uns als Plattform für Künstler und Kreative, wozu auch Musiker gehöhren. Alle Projekte werden auf Startnext händisch geprüft und durch unsere Projektbetreuerin Alexandra Harzer sowie dem gesamten Startnext Team beraten und je nach Bedürfnis auch während des Crowdfunding Prozesses begleitet. Im internen Forum bieten wir jede Menge Hilfestellung das eigene Projekt bekannt zu machen und bieten den Dialog mit uns und untereinander an. SellaBand und PledgeMusic gehen hier bereits einen Schritt weiter. Bei SellaBand ist ein schlüssiger Marketingplan Voraussetzung. Die Künstler müssen nachvollziehbar darstellen, wie sie den Crowdfunding Prozess erfolgreich gestalten wollen und welche Kommunikationsmaßnahmen sie einleiten werden. PledgeMusic hat einen Algorythmus entwickelt, der das zu erzielende Fundingvolumen auf Grund der "harten" Fankontakte eines Musikers bzw. einer Band berechnet. Beim Einstellen des Projektes gibt man hier seinen Newsletter-Verteiler, Facebook-, Twitter- und MySpace Account an, woraus dann die Anzahl der zu erreichenden Personen abgeleitet wird. Multipliziert wird das mit einem Erfahrungswert-Faktor sowie dem durchschnittlichen Fundingvolumen. Das Ergebnis ergibt den maximalen Wert, der beim Funding eingeben werden kann - so stellt PledgeMusic sicher, dass sich die Musiker nicht überschätzen und deren Projekte scheitern.

Ebenso unterscheiden sich die drei Plattformen beim Payment. SellaBand nutzt hierfür ein eigenes Creditsystem. Als Unterstützer kann man sich Parts kaufen, mit denen man in Musiker investieren kann. 1 Part sind ca. 10 Euro. Dafür bekommt man ein Dankeschön - in der Regel die CD und einen Anteil am Gewinn des Albums. Bekommt man Geld zurück, weil ein Projekt scheitert oder das Album tatsächlich richtig erfolgreich wird, lädt sich das eigene digitale Konto weiter auf und man kann weitere Projekte unterstützen. Auszahlen lassen kann man sich das Geld dabei nie wieder. Das Problem dabei kennen wir bei Startnext nur zu gut: Will man sich das Geld wieder auszahlen lassen, handelt man als Plattform ähnlich einer Bank und unterliegt dann den Bestimmungen der BaFin. Um diesem Thema zu umgehen, kooperieren wir mit der Fidor Bank AG, die das Payment und die Verwaltung der Gelder übernimmt. Zusätzlich hat die Fidor Bank AG ein eigenes Payment System entwickelt, was den kompletten Crowdfunding Prozess ohne jegliche Paymentgebühren funktionieren lässt. Bei SellaBand fallen Paymentgebühren sowie Plattform Gebühren direkt beim Kauf von Parts an. Will man z.B. sein Konto mit 10 Euro über Paypal aufladen, zahlt man 1 Euro an Sellaband und weitere 1.08 Euro an Paypal, also insgesamt 12.08 Euro. PledgeMusic nutzt Paypal für das Payment. Bei diesem Dienst ist es möglich Bezahlungen vorzumerken und dann erst bei Projekterfolg einziehen zu lassen. PledgeMusic beklagte sich dabei über das Problem der in der Zwishenzeit verfallenen Kreditkarten, überzogenen Konten oder auch dem Chargeback von Kreditkarten und berichtete von erheblichen Einbusen, wodurch zunächst nur 75% an die Musiker ausgezahlt werden. Die restlichen 25% folgen dann, wenn die Musiker ihr Projekt auf die Plattform geladen haben.  

Die Musiker im Publikum haben über vier Stunden mit uns die Potentiale und Probleme beim Crowdfunding und der einzelnen Methoden der Plattform diskutiert. Wir danken allen Gästen, den Veranstaltern und den Teilnehmern des Panels für diesen interessanten Abend. Am nächsten Morgen fand die Nachbesprechung dann im Hotel beim Frühstück statt. Einen weiteren Bericht zu dem Abend findet ihr auf musikmarkt.de

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