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Wir setzen auf die Intelligenz der Crowd
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Wir setzen auf die Intelligenz der Crowd

10.09.2013
4 min Lesezeit

Das Internet ist für den Großteil der Nutzer in unseren Breitengraden frei zugänglich. Entsprechend kann auch Crowdfunding für jegliche Art von Idee, Projekt oder Unternehmensgründung genutzt werden. Ob dies auf Plattformen oder eigenen Webseiten passiert, ist dabei völlig gleich. Mit der zunehmenden Verbreitung der Crowdfunding Idee werden inzwischen auch Projektinitiatoren erreicht, deren Ideen nicht mehr unbedingt dem Gemeinwohl dienen oder deren Ideen moralische Grenzen erreichen. Wie mit jeder guten Sache, gibt es also auch hier zwei Seiten einer Medaille.

Unsere Vision

Wir sind mit der Intention gestartet, allen Projekten zunächst die Chance zu geben, ihre Crowd zu aktivieren, um damit denen, die bisher keine Chance auf Finanzierung hatten – sei es mit öffentlicher Förderung, Kredit oder Stiftungsgeld – eine Chance zu eröffnen. Wir wollen mehr mutige, innovative, kritische und unbequeme Projekte sehen.

Gatekeeper für diese Aktivitäten auf Startnext ist jedoch von Anfang an die Crowd. Das Team von Startnext mit derzeit acht Mitarbeitern schaut sich zwar jedes Projekt an bevor es online geht, prüft ob es die formalen Richtlinien von Startnext erfüllt und gibt Feedback sowie Tipps für eine gute Projektpräsentation – was derzeit jedoch nicht stattfindet ist eine Tiefenrecherche zum Projektinitiator und zu den Hintergründen des Projektes. Dankenswerterweise unterstützt uns unsere Community und das Netzwerk der Projektstarter in diesem Punkt.

Wir setzen auf die Intelligenz der Crowd

Kern unserer Gründungsidee ist, dass wir der Crowd zutrauen uns bei unserer Aufgabe sinnvoll zu ergänzen, indem die Nutzer die richtigen Fragen stellen, den Projekten Feedback geben oder auch Verstöße melden. Genau aus diesem Grund haben wir auch die Startphase initiiert, die jedes Projekt vor der Finanzierungsphase durchlaufen muss. In der Startphase wird die Crowd als Feedbackgeber aktiv, noch bevor das Projekt finanziert werden kann.

Verstoßmeldungen als Systemreiniger

Verstoßmeldungen werden von unserem Team innerhalb der Werktage immer adhoc bearbeitet. Das heißt, wir prüfen die Hinweise, soweit es uns möglich ist. Wir nehmen Kontakt mit den Projektstartern und den Verstoßmeldern auf, versuchen zu vermitteln und den Wahrheitsgehalt herauszufinden. Gründe für Verstoßmeldungen sind u.a. Urheberrechtsverletzungen, die meistens unwissentlich von Kreativen gemacht werden oder auch private Diskrepanzen zwischen zwei Parteien, die schon miteinander zu tun hatten.

Eine persönliche Stellungnahme machen wir in diesem Moment noch nicht, sondern wir hören erst mal den unterschiedlichen Parteien zu und versuchen eine Lösung zu finden. Damit wir eine Entscheidung treffen können, ist es für uns hilfreich, wenn es eine Vielzahl an Crowd-Stimmen und eine rege Diskussion gibt, da der Wahrheitsgehalt für uns dann einfacher ersichtlich ist.

Einige Nutzer erwarten von uns als Plattform, dass wir 24/7 auf allen Kanälen erreichbar sind, vor allem unser Support-Team. Dazu sagen wir ganz konkret „nein“. Unser Team arbeitet zu festen Arbeitszeiten und ist in diesen Zeiten für alle telefonisch, per E-Mail oder über die Plattform erreichbar. Wer Sekundär-Wege nutzt, wie z.B. Facebook-Nachrichten oder Twitter-Nachrichten, der verzichtet auf die schnelle Reaktionszeit.

Eins ist klar: Unsere Erfahrung mit Verstößen und dem Feedback der Crowd ist bisher sehr positiv und zeigt uns, dass die Crowd-Intelligenz auf Startnext funktioniert.

Neue Herausforderungen

Wir hatten in den letzten Monaten zwei Projekte, die sich inhaltlich an moralischen Grenzen bewegt haben. Für uns als Team ergeben sich damit neue Herausforderungen. Wir müssen solche Projekte und Äußerungen erkennen, bewerten und zur Diskussion stellen.

Projekt Magazin Z und warum wir es gestoppt haben?

Wir haben von Walter Wechmann zu dem Projekt Familienmagazin „Z“ eine erste Verstoßmeldung  bekommen. Gründe für die Verstoßmeldung waren Urheberrechtsverletzungen und inhaltliche Argumente, die Herr Wechmann in seinem Blog ausführlich darlegt: http://mamemuh.wordpress.com/2013/09/02/het-z-e/

Wir haben daraufhin mit dem Starter Kontakt aufgenommen und ihn zu den Vorwürfen befragt.

Wir glauben an die Vermittlung zwischen Parteien und längere, reflektierte Gespräche. Auch ein sehr gut recherchierter Beitrag wie der von Walter Wechmann hält uns nicht davon ab, weitere Stimmen zu hören, unsere Recherchen anzustellen, unabhängig zu sein und uns Zeit zu nehmen. Was uns bei diesem Projekt gefehlt hat, ist der Rest der Crowd. Jegliche Verstoßmeldungen die folgten, beziehen sich lediglich auf den Beitrag von Walter Wechmann, keiner hat eigene Recherchen angestellt, wie wir das von anderen Verstoßmeldungen kennen.

Wir haben uns nach Prüfung aller Crowd-Hinweise entschieden, das Projekt am letzten Freitag zu stoppen.

Gründe für die Sperrung des Projektes:

  • Wiederholt aufgetretene Verstöße gegen unsere Plattformrichtlinien, insbesondere Urheberrechtsverstöße
  • Unerlaubte Löschung von kritischen Kommentaren auf der Pinnwand, statt adäquater Kommunikation
  • Rechercheergebnisse, verfasst von Walter Wechmann
  • Eine Vielzahl von Verstoßmeldungen der Crowd
  • Die Crowd, sowie das Team Startnext sieht das Projekt nicht als Teil ihrer Förderphilosophie an und hat dies klar zum Ausdruck gebracht

Inhaltliche Stellungnahme:

  • das Team von Startnext hat sich zu keiner Zeit mit dem Inhalt des Projektes identifiziert

Es bleibt für uns, aus diesem Vorgang zu lernen. Wir danken unserer Crowd für die Recherchearbeit und freuen uns einmal umso mehr darüber, dass der Schwarm intelligent ist. Danke.

Diskutiert mit uns und nutzt die Kommentarfunktion hier im Blog. Danke.

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