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Projekte / Wissenschaft
Datierungen eisenzeitlicher Feldfluren in Schleswig-Holstein
Eisenzeitliche Feldfluren, die mehr als 2000 Jahre alt sein dürften und deren Spuren sich in Altwäldern Schleswig-Holsteins erhielten, sind bisher nur in einem Einzelfall datiert worden, und das nur unzureichend. Zahlreiche geborgene und noch zu bergende Holzkohleproben aus den Wällen zwischen den Parzellen sollen Radiokarbon datiert werden. Damit soll die Einschätzung des Alters dieser Feldfluren auf eine breitere statistisch abgesicherte Grundlage gestellt werden. ENGLISH VERSION: SEE BLOG!
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Projekt erfolgreich
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22.10.14, 10:13 Dr. Volker Arnold

Vermutlich eisenzeitliche Feldfluren in teils sehr hügeligen Stauch-Endmoränen im Gehege Karrenberg bei Idstedt in West-Angeln. Daten © LVermGeo SH.

Lesesteinhaufen im Wald: zwei Jahrtausende unberührt.

In dem teils sehr bewegten Gelände zeichnen sich die Reste der eisenzeitlichen Feldflur überwiegend als Terrassen mit Böschungen ab, nur in ebeneren Partien als eher längsrechteckige Parzellen, die durch breite Wälle begrenzt sind. Auch wenn man bedenkt, dass außerhalb des Waldes, der dunkler gehalten ist, neuzeitliche Landnutzung evtl. Spuren völlig beseitigt haben dürfte, zeichnen sich vier voneinander getrennte Bereiche ab. (Der „Vulkan“ in Bildmitte ist eine alte kleine Kiesgrube.) Dabei könnte es sich um die Wirtschaftsflächen von vier Hofstellen handeln.
Vor allem sind die östlichen Bereiche interessant. Zwei natürliche, tief eingeschnittene vermoorte abflusslose Senken (A) dürften die Zeit vor, während und nach der Kultivierung als Blütenstaubarchiv bewahrt haben, so dass hier eine Pollenanalyse äußerst lohnend wäre. Bei S wurden zur Zeit der Nutzung aus den Äckern ausgelesene Steine in Haufen aufgeschichtet: Sie liegen heute noch da, wo sie vor zwei Jahrtausenden abgelegt wurden!