Crowdfunding beendet
Alle sagen “Wir müssen reden!”. Keine Frage. Die Frage ist WIE. Denn in Gesprächen mit Andersdenkenden stoßen wir schnell an unsere Grenzen. Politische Streitgespräche bei Familienessen, unter Freunden oder am Stammtisch enden nach erschöpfenden Debatten oft erfolglos, nicht selten auch in Frust und Resignation. Mit demoSlam - Format für Verständigung bieten wir den Raum und das Handwerkszeug, um sich mal anders über gesellschaftliche Themen austauschen zu können: Mehr Dialog, weniger Debatte!
2.024 €
Fundingsumme
52
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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 demoSlam - Format für Verständigung
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 demoSlam - Format für Verständigung

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 21.04.21 11:31 Uhr - 19.05.21 12:00 Uhr
Realisierungszeitraum Juni-Dezember 2021
Startlevel 10.000 €

Mit unserem Fundingziel von 10.000 Euro können wir einen online-demoSlam mit Teilnehmenden und Publikum aus ganz Deutschland durchführen.

Kategorie Community
Stadt Berlin

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Nach dem literarischen Wettbewerb Poetry Slam und dem Vortragsturnier der Wissenschaftler:innen Science Slam wollen wir nun demoSlam als Format für Verständigung über kontroverse Themen etablieren.

Mit dem demoSlam bringen wir junge Menschen aus ganz Deutschland mit ihren unterschiedlichen Lebenswelten und Meinungen zusammen - aus Ost und West, Nord und Süd, Stadt und Land, mit und ohne Migrationsgeschichte…

In einem mehrtägigen Verständigungsworkshop bekommen Teilnehmer:innen das Handwerkszeug, um einen Dialog auch über schwierige Themen zu führen. Denn bei uns geht es nicht darum, den Anderen von der eigenen Meinung zu überzeugen, sondern darum, die eigene Meinung so zu verpacken, dass der Andere neugierig wird WARUM Du so denkst. Und dem Gegenüber zuzuhören, die andere Meinung zu akzeptieren und zu verstehen.

Die Teilnehmer:innen arbeiten in drei Paaren: ein Paar, ein Thema, 2 Meinungen.

Jedes Paar bereitet eine gemeinsame Präsentation vor: Sie stellen ihre Ansichten nicht in der Pro und Contra Logik von Debatten dar, sondern zeigen sowohl Unterschiede, als auch Gemeinsamkeiten - und zwar persönlich und alltagsnah, kreativ und unterhaltsam.

Die Ergebnisse präsentieren sie dann bei einem demoSlam online vor Publikum.

Nach dem Auftritt kommt jedes Paar auch mit Publikum in den Austausch, wo die Zuschauer:innen ihre Meinungen zum Thema daneben stellen können. So entsteht ein Mosaik der unterschiedlichen Ansichten unserer Gesellschaft.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Bei uns machen Menschen mit, die müde sind von den polarisierten Debatten und Wege suchen, konstruktive Dialoge über Streitthemen führen zu können.

Wir zeigen, dass “verstehen” nicht heißen muss, “einverstanden” zu sein. Wir lernen eine neue Konfliktfähigkeit. Wir üben Andersartigkeit zuzulassen, zu verstehen und auszuhalten.

Durch demoSlam wollen wir eine andere Dynamik der Gesprächskultur im Lande zu geben: von Streitkultur zur Verständigungskultur, weniger Debatte und mehr Dialog.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?
  • Damit wir Deutschland in Dialog bringen und inspirieren, neugierig auf andere Meinungen zu werden, zuzuhören, Fronten aufzulösen und überraschende Gemeinsamkeiten statt vermeintlicher Unterschiede zu entdecken.
  • Damit unsere Gesellschaft ein neues Miteinander erfährt, in dem das Gegenüber kein Gegner sondern Gesprächspartner:in auf Augenhöhe ist.
  • Damit demoSlam bald im ganzen Land unbeschwerte Begegnungen Andersdenkender schaffen kann und der Polarisierungsfalle ein Schnippchen schlägt!
Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem ersten Fundingziel von 10.000 Euro können wir einen einwöchigen online-Workshop für sechs Teilnehmende und einen öffentlichen online-demoSlam für Zuschauer:innen aus ganz Deutschland finanzieren.

Mit 14.400 Euro veranstalten wir einen Aufbau-Workshop und einen weiteren demoSlam mit den gleichen Teilnehmenden… drei Monate später. Um zu zeigen, was sich in ihrer Wahrnehmung verändert hat…

Jeder weitere Euro kommt unserem Vorhaben zugute, demoSlam als Format zur Verständigung vor Ort in Deutschland aufzubauen. Wir starten 2022 mit einem Modellprojekt in jeweils drei Orten in Baden-Württemberg und Sachsen - und möchten gerne in vielen anderen Regionen und mit vielen anderen Menschen die neue Gesprächskultur in die Gesellschaft bringen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Evgeniya Sayko - Erfinderin des Formats, Mitbegründerin MAGNET - Werkstatt für Verständigung, Trainerin
Jahrelang habe ich Science Slam organisiert und mich dann gefragt, warum können wir nicht auch so unbeschwert und kreativ über Streitthemen sprechen? Ursprünglich habe ich die Methode demoSlam für die deutsch-russische Verständigung entwickelt. Nach dem das wunderbar funktionierte, haben wir das Format auch für den innersächsischen sowie postsowjetischen Dialog eingesetzt. Zusammen mit Cornelia haben wir MAGNET - Werkstatt für Verständigung gegründet, um demoSlam nach Deutschland und in die Welt zu bringen.

Cornelia Reichel - Projektleiterin demoSlam Deutschland, Mitbegründerin MAGNET - Werkstatt für Verständigung
Im Jahr 2018 bin ich in meine Heimatstadt Dresden zurückgekehrt, um mich hier für Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt stark zu machen - unter anderem mit dem demoSlam. Unser innersächsisches Verständigungsexperiment im Projekt "Sachsen im Dialog" vergangenes Jahr hat mich sehr begeistert und tief bewegt. Es hat mir gezeigt, dass das Unmögliche möglich ist - und dass wir als Menschen miteinander reden können, auch wenn wir komplett unterschiedlicher Meinung sind. Und dieses Erlebnis soll nicht einmalig gewesen sein!

Thomas Leppert - Online Co-Host
Ich helfe dabei, dass die Online-Veranstaltung technisch funktioniert. Als Gründer und Geschäftsführer von "Heldenrat" bringe ich schon seit vielen Jahren Menschen und Gruppen miteinander in's Gespräch - offline und online. Dialog und Verständigung sind für mich der Schlüssel zu einer wirklich pluralistischen Gesellschaft. Und als gebürtiger Saarländer (erstes "wiedervereinigtes" Bundesland) bringe ich nochmal eine eigene Perspektive auf den gesamtdeutschen Dialog ein.

Felix Kröcher - Trainer
Seit meiner Teilnahme am Bundesfinale von Jugend debattiert in 2010 engagiere ich mich als Alumni-Trainer in der Durchführung von Debatten und Rhetorikworkshops in Deutschland und ganz Mittel- und Osteuropa. Dabei wurde mir bewusst, dass wir zu häufig den Streit in den Mittelpunkt von Unterhaltungen stellen oder mit vorgefertigten Meinungen in Gespräche gehen. Mit dem demoSlam verbinde ich ein Format, dass genau diese Probleme im gesellschaftlichen Dialog angeht. Der demoSlam schafft es, eine vertrauensvolle Atmosphäre des gegenseitigen Zuhörens zu errichten und genau das unterstütze ich als Trainer.

Anna Winkelmann - Social Media und ehemalige demoSlam Teilnehmerin
Durch mein Studium der Europastudien im Bachelor und der Fokussierung auf Osteuropastudien im Master ist mein Interesse an einem gesellschaftlichen Dialog, nicht nur auf deutsch-russischer Ebene - sondern auch im deutschen Kontext stark in den Vordergrund gerückt. Im letzten Jahr hatte ich die Möglichkeit selber als Slammerin am demoSlam teilzunehmen. Dabei habe ich neue Techniken gelernt, auch ohne Streit über strittige Themen zu diskutieren...

Ein großes Dankeschön geht an unsere Alumni, unsere Partner und Förderer, mit denen gemeinsam wir demoSlam entwickelt, erlebt und weiterentwickelt haben.

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