Crowdfunding-Finanzierungsphase
Nach der Kündigung 2021 unseres alten Standortes in der Laskerstraße 5 ist das in Berlin fast Unglaubliche passiert – wir haben ein neues Gelände direkt um die Ecke gefunden, das viele Jahre im Dornröschenschlaf lag. Jetzt ziehen wir um! Und das Schöne ist: dort haben wir noch mehr Platz und Möglichkeiten, um gemeinsam einen Ort für Subkultur und Kompliz*innenschaft, Kunst und Konzerte aufzubauen – jenseits profitorientierter Interessen.
47.467 €
Finanzierungsziel 50.000 €
667
Unterstütz­er:innen
61Tage
Marc Hösl
Marc Hösl vor 21 Minuten
Marc Hösl
Marc Hösl vor 28 Minuten
Kilian Nestler
Kilian Nestler vor 17 Stunden
Theresa Trenks
Theresa Trenks vor 18 Stunden
conrad Nestler
conrad Nestler vor 23 Stunden
Lukas Seiling
Lukas Seiling vor 24 Stunden
Friedemann Hinz
Friedemann Hinz vor 25 Stunden
Emmanuel Boudol
Emmanuel Boudol vor 33 Stunden
Datenschutzhinweis
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 KEINE ZUKUNFT OHNE ZUKUNFT
 KEINE ZUKUNFT OHNE ZUKUNFT
 KEINE ZUKUNFT OHNE ZUKUNFT

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 06.01.23 14:43 Uhr - 05.04.23 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Wir sind schon dabei!
Mindestbetrag (Startlevel) 50.000 €

Die Mindestsumme deckt Bau-Ausgaben, um nächsten Frühjahr/Sommer erste Teile des Geländes zu eröffnen und damit die Miete stemmen zu können.

Kategorie Kunst
Stadt Berlin

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Die ZUKUNFT: Was kommt da?

In einer Stadt, in der Quadratmeterpreise und Lebenskosten immer weiter steigen, ist es notwendig, Räume aufzubauen, die Orte der Begegnung sind, denn nur diese zeigen uns, dass wir nicht alleine sind und Stadtentwicklung und kulturelle Landschaft bedeuten genau diese Orte der Begegung.

Mit der Kampagne „Keine Zukunft ohne Zukunft“ wurde im letzten Jahr für das von Verdrängung bedrohte Kulturzentrum Zukunft am Ostkreuz, gelegen in der Laskerstraße 5 in Berlin Friedrichshain, demonstriert und gekämpft. Das Gebäude der ZUKUNFT hat einiges mitgemacht – einstmals Vorführkino und Filmlager, später in den 90ern ein Technoclub, der schließlich abbrannte. Dann kam die ZUKUNFT. Und nun verabschieden wir uns schweren Herzens nach elf Jahren und stecken all unsere Energie, unseren Schweiß und unser Herzblut in eine neue ZUKUNFT in der Straße Alt-Stralau!

Dafür brauchen wir jetzt Eure Unterstützung! So ein schlafendes Gelände aufzuwecken geht mit enorm hohen Kosten einher. Wir haben uns für Crowdfunding entschieden, damit Ihr genau verstehen könnt, was hier passieren wird und wofür wir Geld brauchen.

Wenn Ihr auf dieser Seite gelandet seid, liebt Ihr hoffentlich die ZUKUNFT und habt hier mit Freund*innen gefeiert, richtig gute und schräge Abende bei einer Show im Keller, im Theater oder früh um fünf am Tresen erlebt, bei einer Vernissage angestoßen, seid zur prime time im Kino gewesen oder habt Euer Feierabendbier hier getrunken. Das Projekt Zukunft am Ostkreuz in der Laskerstraße kommt zu einem Ende oder eher: es wird sich verändern! Mit dem Umzug wird sie ganz neu und noch viel schöner, mit noch mehr Platz für Kollaboration, Kunst und lange, laue Sommernächte im Garten.

Die ZUKUNFT ist – wie der Name bereits sagt – ein Ort, der sich inhaltlich und räumlich stets weiterentwickelt und wächst und damit immer offen für neue Kunst- und Kulturformate ist. Dabei wird weiterhin eine unkommerzielle Nutzung im Vordergrund stehen. Priorität ist, dass unsere Angebote und Räume für viele erschwinglich und niedrigschwellig bleiben sollen.

Damit wir so bald wie möglich wieder für Euch die Türen öffnen können, brauchen wir finanziellen Support. Mit Eurem Geld helft ihr uns nachhaltig, also auch allen Künstler*innen, Mitarbeiter*innen und Projekten, die an dem neuen Gelände hängen.

Das Copyright der Galeriefotos liegt bei Toni Petraschk.

Was planen wir und was nehmen wir mit?

Die Kinos III & IV

 & ein neues Freiluftkino
Das neue Gelände wird zwei schöne Kinosäle und ein Freiluftkino bekommen, in denen wir weiterhin eine Mischung aus dem gewohnten und klassischen Programmkino kuratieren, welches regelmäßig durch queerfeministische Filmreihen, politischen Dokumentarfilm und unbekannte Schätze der alternativen Kinoszene aufgebrochen wird.

Neue Räume für Kunst
Wir haben Platz für einen unabhängigen Kunstspace und wir werden neue Räume für Kunstausstellungen, Performances, Workshops und interdisziplinäre Gemeinschaftsprojekte für eine lokale und internationale Community planen. Wir können die Arbeit unserer aktuellen, kleinen Galerie ausbauen und in der neuen ZUKUNFT mehr Platz machen für transdisziplinäre Arbeiten, Experimentalität und Projekte mit großer Dringlichkeit, die Raum brauchen und die Künstler*innen bei uns niedrigschwellig verwirklichen können.

Theater und mehr
Wir erleben, wie Theater nicht nur Publikum und Performer*innen connected, sondern auch die Besucher*innen untereinander. Kollektive Erlebnisse sind besonders intensiv, sie empowern, spenden Trost und unterstützen das Formen einer Community aus gleichgesinnten und leidenschaftlichen Macher*innen und das wünschen wir uns für unsere Stadt der Zukunft! Wir geben mit unserem neuen Gelände Sicherheit, Perspektive und Raum – all das braucht Freies Theater, um künstlerische Experimente mit machtkritischen und intersektionalen Ansätzen verbinden zu können.

Das Theater, das bisher in der ZUKUNFT zur Aufführung kam, ist vor allem durch die Arbeit des kollektiv geleiteten Berliner Ringtheaters geprägt. Bis 2022 wurden im Theatersaal der ZUKUNFT mehr als ein Dutzend gesellschaftskritische Produktionen junger Theatermacher*innen auf die Bühne gebracht hat. Auch auf dem neuen Gelände soll hierfür Platz und eine Infrastruktur geschaffen werden.

Musik
Auch im Bereich der Live-Musik zeigte sich in Berlin in den letzten Jahren eine Entwicklung, in der viele Veranstaltungsorte nur noch in den Erzählungen über jene das Bild der Stadt prägen. Zu viele Orte für Nischen- und Subkultur mussten schließen – die wenigen, die überlebten, schafften das nur mit kurzfristigen Förderungen oder einer Entwicklung, die ihren ursprünglichen Charme verloren gehen ließ.

Die Zukunft am Ostkreuz hatte sich in den letzten elf Jahren ihrer Existenz als fester Standort für verschiedene Genres, Subkulturen und Szenen etabliert. Zahlreiche Konzerte und Festivals der lokalen Death- bis Stoner-Metal-Szene, queerfeministische Konzertreihen von Pop zu Punk, eine preisgekrönte wöchentliche Jazz-Reihe sowie Auftritte zahlreicher Internationale Künstler*innen haben diesem Ort eine einzigartige Position gegeben. Wo sonst fand sich solch ein Angebot auf so kleinem Raum, so erschwinglich und so gleichzeitig?

Um nicht in die Gefahr zu geraten, erneut in Nostalgie von “damals” zu verfallen, soll all das erhalten bleiben. Das neue Gelände soll die Möglichkeit bieten, noch mehr vielfältigen Musiker*innen eine Bühne zu geben, nicht nur von Abend zu Abend sondern gleichzeitig, so, dass deren Fans und solche, die es noch werden wollen, sich plötzlich in Zusammenhängen wiederfinden, in welche sie ohne solch einen Ort nicht gekommen wären.

Kneipe, Biergarten & Brauerei
Euch bleibt die süße Goldene Zukunft natürlich auch auf dem neuen Gelände erhalten – wir heißen Euch und Eure Friends, Dates, Kolleg*innen, Gruppen, Vereine, Kiezinitiativen, Eure Bücher Gespräche und Arbeitstreffen weiterhin in einer gemütlichen Bar willkommen – mit selbstgebrautem Bier, Wintergarten und einem noch verwunschenerem Biergarten.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ganz konkret stecken wir alle Erlöse dieser Kampagne in den Aufbau und die Sanierungsarbeiten der Baracken und Bauten auf dem neuen Gelände mit dem Ziel, möglichst schnell im Frühjahr/Sommer 2023 mit Programm und Barbetrieb starten zu können.

Die letzten zwei außergewöhnlichen Jahre haben uns – in einer Zeit, in der wir uns voneinander distanzieren mussten und ein Miteinander Gefahren mit sich brachte – den Wert von Kunst und Kultur nochmals arg vor Augen geführt.

Wir möchten ein Freiraum und Wohlfühlort sein, ein Ort, an dem Weltgeschehen, Probleme, Sorgen und auch Ängste die Möglichkeit erfahren, einen Moment abgelegt werden zu dürfen und an dem zwischen Doom-Konzert, feministischem Filmfest und Stammtisch der Stadtteilinitiative Menschen zusammenkommen, die sonst nicht so schnell aufeinander treffen – denn das bedeutet urbane Kultur, und wir machen sie an einem einzigen Ort seit elf Jahren möglich – und die Zukunft möchte dieser Ort bleiben und diese Idee auch an einem neuen Ort aufleben lassen. Wir möchten, dass diese Gleichzeitigkeit weiterhin stattfindet – für Euch, für uns und für Berlin.

Mit unserem Umzug nehmen wir viele Räume mit, die wir bereits in der Zukunft am Ostkreuz erschlossen haben: Konzerte auf mehreren In- und Outdoorbühnen, eine Galerie, der Wednesday Jazz, ein Theater, Kino und Freiluftkino, Bar, Biergarten und Bierbrauerei. Jetzt haben wir die unglaublich tolle Möglichkeit, neue Gruppen und Menschen einzuladen, um die große Fläche mit uns gemeinsam zu bespielen. Zentral sind dabei Veranstaltungen und Kollaborationen, die mit Kreativität und Kunst dominanten Narrativen und Unterdrückungsmechanismen entgegenwirken. Die Solidarität erdenken und praktizieren! Hierbei ist es uns wichtig, ein Netzwerk zu erarbeiten, dass strukturell diskriminierende Verhältnisse im Kunst- und Kulturbetrieb abbaut.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Das Projekt ZUKUNFT ist eine Alternative zu kommerziell geführten Kultur- und Veranstaltungsarealen. Kein Klüngel, wo sich Chef*innen fette Gewinne abschöpfen. Die ZUKUNFT wird von ganz vielen Köpfen gestaltet und zeigt gleichzeitig, wie sich DIY und Subkultur auch ohne Förderungen oder horrende Preise für Räume und Angebot halten und ins Stadtbild verankert werden kann. Fest im Griff der Gentrifizierung, wird Berlin mehr und mehr zum Anlageobjekt und immer weniger zu einem schönen und bezahlbaren Wohn- und Entfaltungsraum für Menschen, die dort leben. Vor allem Kultur- und Kunstzentren sind von der Verdrängung aus dem Stadtkern stark betroffen und müssen immer wieder Investitionsprojekten weichen!

Wir müssen vernetzt bleiben, der Vereinzelung entgegenwirken und Orte erhalten oder neu erschaffen an denen Kultur möglich bleibt. Mit Eurer Investition in die ZUKUNFT erhaltet Ihr ganz konkret Subkultur in all ihren Facetten und helft dabei, dass das Experiment ZUKUNFT nicht plötzlich enden muss. Die ZUKUNFT in der Laskerstraße haben wir in eigener Handarbeit und Regie aufgebaut und so funktioniert auch die neue Baustelle. Mit der Hilfe von Freund*innen und Projektpartner*innen werden wir ein jahrzehntelang vernachlässigtes Areal in einen Kulturort verwandeln – denn Leerstand kann nun wirklich niemand in Berlin gebrauchen! Nicht zuletzt ist die ZUKUNFT eine Arbeitgeberin nicht nur für die vielen Menschen, die den Ort gestalten, sondern auch für die freien Künstler*innen, denen wir Bühnen geben.

Und abgesehen von all dem: Natürlich ist der Umzug und die Neugestaltung des Geländes ohne finanzielle Unterstützung kaum zu bewältigen!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die Liste ist lang.

Wie ein Stück Ton, der darauf wartet, in Form gebracht zu werden, befindet sich auch das neue Gelände in einem rohen Zustand. Auch wenn das Ende der ZUKUNFT abgewendet wurde, so hat die Arbeit doch gerade erst begonnen. Angefangen beim Boden über Sanitäranlagen bis hin zu den Türen und Fenstern, hoch zu den Dächern und Regenrinnen, müssen noch viele Mühen und Kräfte in den Auf- und Ausbau gesteckt werden – und das sind nur die essenziellen Dinge, die wir aufarbeiten oder neu bauen müssen.

Diese Aufgaben stehen uns u.a. bevor:

  • Zu- und Abfahrtswege befestigen
  • Fenster und Türen erneuern
  • Böden verlegen und Dachstuhlsanierung
  • Wärmepumpen- und Sanitäranlagen einbauen
  • Barrierefreie Einrichtung des Geländes
  • Schallschutz und Wärmedämmung
  • Ausbau der Kino- und Konzertsäle
  • Einrichtung der Bar
Wer steht hinter dem Projekt?

Wir betreiben die ZUKUNFT und wollen sie weiterentwickeln. Die ZUKUNFT soll in ihrem Gefühl ein Ort bleiben, der eine Summe all ihrer Freund*innen, Publikum und Veranstalter*innen ist. Dabei stellen wir als Kollektiv der Zukunft das Grundgerüst dieses Ortes dar. Verantwortlich für die ZUKUNFT ist ein Freundeskreis ehemaliger Film- und Theatermacher*innen, die auch das Prassnik in Mitte und die Tilsiter Lichtspiele und das Kino Intimes in Friedrichshain betreiben. Dazu kommt ein Zusammenschluss von Menschen, die den Barbetrieb organisieren, Tontechniker*innen, Musiker*innen, Künstler*innen und Menschen, die Kulturveranstaltungen organisieren und betreuen.

Was für uns jetzt schon gut funktioniert, möchten wir auf dem neuen Gelände weiter ausbauen – eine dezentrale Organisationsform mit raumbezogener, kollektiver Kuration. Dabei werden wir uns auch teamintern viele Fragen stellen, die mit dem neuen Ort kommen. Wie kann ein konstruktives Miteinander von Menschen, die unter prekären Bedingungen Strukturen aufbauen und beleben, gelingen?

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