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Projekte / Journalismus
Filzdecke Ruhr
Im Ruhrgebiet ist es undurchsichtig, wie viele städtisch kontrollierte Firmen es gibt. Es scheint oft so, als hätten die Geschäftsführer nur eine entscheidende Qualifikation: Ein Parteibuch. Über hunderte solcher mit öffentlichen Geldern finanzierten Unternehmen gibt es. Die Zahl steigt weiter an. Ich möchte mit dem "VEB-Atlas-Ruhr" die Filzdecke im Ruhrgebiet anheben. Auf einer Internetseite und einem kostenlosen eBook soll ein aktuelles Nachschlagewerk entstehen.
3.055 €
3.000 € Fundingziel
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Projekt erfolgreich
 Filzdecke Ruhr

Projekt

Finanzierungszeitraum 15.12.14 16:53 Uhr - 25.01.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum bis April 2015
Fundingziel erreicht 3.000 €
Stadt Bochum
Kategorie Journalismus

Worum geht es in dem Projekt?

Das Ruhrgebiet wirkt manchmal wie eine kleine DDR im Westen: Ein Volkseigener Betrieb reiht sich an den nächsten. Die Geschäftsführer haben oft nur eine entscheidende Qualifikation: Ein Parteibuch. Wie viele städtisch kontrollierte Firmen es im Ruhrgebiet gibt, weiß keiner. Bei einer groben Durchsicht der Geschäftsberichte nur einiger der über 50 Städte wird klar, dass es hunderte sein müssen. In ihnen ist öffentliches Geld gebunden, das an anderer Stelle fehlt. Und diese Unternehmen bieten in vielen Fällen Versorgungsposten für Parteifreunde.

Bei vielen dieser Unternehmen weiß niemand, was sie mache, was sie bringen oder kosten. In Laufe der Jahrzehnte ist die Zahl dieser Unternehmen immer weiter angestiegen. Mit dem ursprünglichen Auftrag kommunale Unternehmen, der Daseinsvorsorge, haben sie nicht mehr viel zu tun. Im Ruhrgebiet hat sich ein Wirtschaftlich-Politisch-Komplex verselbstständigt. Auf Kosten der Bürger, auf Kosten den Demokratie.

Der VEB-Atlas Ruhr will die Filzdecke im Ruhrgebiet anheben. Mit einer aktualisierbaren Internetseite und einem kostenlosen eBook soll ein aktuelles Nachschlagewerk über den Filz im Ruhrgebiet entstehen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Ziel ist Transparenz, denn nur wenn klar ist, wie groß dieser Wirtschaftlich-Politisch-Komplex ist, kann eine öffentliche Debatte über seinen Sinn oder Unsinn beginnen. Im Ruhrgebiet schließen Schwimmbäder und wird das Kulturangebot zusammengestrichen. Die Städte haben kein Geld mehr. Aber sie leisten sich in vielen Fällen ein undurchsichtiges Unternehmensgeflecht, das sich verselbstständigt hat und auch von den ehrenamtlichen Politikern und Politikerinnen in den Räten kaum kontrolliert werden kann.

Der VEB-Atlas Ruhr richtet sich vor allem an die Bürger der Revier-Kommunen. Sie erhalten die Möglichkeit, sich unkompliziert und verständlich über die Verbindungen der Politik mit dem öffentlichen Unternehmen zu informieren und sich überhaupt erst darüber klar zu werden, wie groß dieser Sektor im Ruhrgebiet ist.

Aber auch für lokale Blogs und Journalisten ist der VEB-Atlas Ruhr gedacht: Er könnte zum Ausgangspunkt weiterer Recherchen werden. Warum gibt es welche Verflechtungen. Da kann eine Menge aufgeklärt werden.

Zuletzt richtet sich der Atlas auch an die Lokalpolitiker selbst. Viele von Ihnen werden die Orientierung verloren haben, was überhaupt von Ihnen kontrolliert werden soll.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Das Ziel öffentlicher Unternehmen war ursprünglich einmal die Daseinsvorsorge der Bürger sicherzustellen. Sie sollten garantieren, das Güter wie Energie, Wohnungen oder Wasser auch Menschen zur Verfügung stehen, denen es wirtschaftlich nicht gut geht. Werden öffentliche Unternehmen zum Spielball der Parteien, geraten sie in Gefahr zum Opfer von Vetternwirtschaft zu werden. Dann gerät alles, was eigentlich zur Daseinsvorsorge der Bürger gedacht wurde, ins Zwielicht. Wer ein Interesse daran hat, dass es auch weiterhin öffentliche Unternehmen geben sollte, deren Hauptzweck nicht die Erzielung von Gewinnen oder die Versorgung von Parteifreunden ist, sondern eine sichere Daseinsvorsorge für die Menschen einer ganzen Region, sollte sich für eine möglichst große Transparenz in diesem Bereich einsetzen.

Aber auch außerhalb des Ruhrgebietes kann der Atlas von Interesse sein. Er soll ein Vorbild für die Durchsetzung von Transparenz im öffentlichen Sektor werden.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld benötigen wir allein zur Finanzierung der Recherche, für die Fahrten und die Kopien der vielen Dokumente in Rathäusern und Registern, sowie für die Aufbereitung und Visualisierung der Daten im Internet und als eBook. Verwaltungskosten werden von dem Geld nicht bezahlt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt stehe ich, Stefan Laurin. Ich bin seit 20 Jahren Journalist aus dem Ruhrgebiet und Herausgeber des Blogs Ruhrbarone. Das Blog Ruhrbarone wurde 2007 gegründet und berichtet seither über Politik, Sport und alles was interessant ist. Nicht nur aus dem Ruhrgebiet.

Eine so aufwendige Recherche ist für einen freien Journalisten und auch für ein relativ großes Blog wie die Ruhrbarone nicht vorzufinanzieren. Deswegen sammle ich über die Crowd Geld ein, um eine so umfangreiche und zeitintensive Recherche leisten zu können. Die Ergebnisse meiner Arbeit werden allen Interessierten kostenlos zur Verfügung stehen. Die gesamte Summe wird in die Arbeit einfließen.

Impressum
PULS - Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH
Christian Humborg
Huyssenallee 11
45128 Essen Deutschland

Einzeln vertretungsberechtigt:
Dr. Christian Humborg, David Schraven
Steuernummer 112/5754/1437
Handelsregister Essen
HRB 25135

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Wir von CORRECTIV wollen Crowdfunding für journalistische Projekte vereinfachen und versprechen drei Sachen: Wir prüfen alle Projekte vorab, ob sie umsetzbar sind. Wir garantieren den erfolgreichen Abschluss aller geförderter Recherchen. Wir helfen Geldgebern dabei, Steuern zu sparen. ...

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