Login
Registrieren
Newsletter

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen.

Projekte / Film / Video
Dokumentarfilm: Algo m├şo - Argentiniens geraubte Kinder
30 Jahre nach dem Ende der argentinischen Diktatur tauchen immer noch Opfer auf: Kinder von damals Verfolgten, die bei Milit├Ąrfamilien aufwuchsen und nun ihre wahre Identit├Ąt entdecken. Mit eurer Unterst├╝tzung wollen wir die Schicksale von zwei geraubten "Kindern" zeigen - und von ihrer Schwierigkeit erz├Ąhlen, ein neues Leben anzunehmen. +++ para ver versi├│n espa├▒ol clicar este enlace: www.startnext.de/en/geraubte-kinder +++
K├Âln
12.435 ÔéČ
10.000 ÔéČ Fundingziel
266
Fans
134
Unterst├╝tzer
Projekt erfolgreich
 Dokumentarfilm: Algo m├şo - Argentiniens geraubte Kinder

Projekt

Finanzierungszeitraum 13.03.14 17:22 Uhr - 07.05.14 23:59 Uhr
Fundingziel 10.000 ÔéČ
Stadt K├Âln
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Es geht um eine Lebensl├╝ge und Diktaturverbrechen, um Familienbande und eine Zerrei├čprobe. Um das pers├Ânliche Verlangen, die Vergangenheit abzustreifen - oder sie mit einer neuen Identit├Ąt zu verbinden. Und um den gesellschaftlichen Versuch, Gerechigkeit zu schaffen. Das ist der Stoff unseres Dokumentarfilms, den wir mit eurer Unterst├╝tzung im Jahr 2014 fertigstellen wollen.

Im Mittelpunkt stehen die beiden Argentinier Catalina de Sanctis (36) und Hilario Bacca (35). Beide kamen w├Ąhrend der argentinischen Milit├Ąrdiktatur als Kinder politischer Dissidenten im Foltergef├Ąngnis zur Welt; die Milit├Ąrs t├Âteten ihre M├╝tter. Beide Kinder wurden an Familien mit direkten oder indirekten Verbindungen zum Milit├Ąrregime weitergereicht und wuchsen unter einer gef├Ąlschten Identit├Ąt auf. Beide erfuhren im Erwachsenenalter von ihrer wahren Geschichte - ├╝ber die Organisation "Gro├čm├╝tter der Plaza de Mayo". Sie sucht seit Jahrzehnten nach den rund 500 Kindern, die w├Ąhrend der Zeit der Milit├Ąrdiktatur mit ihren Eltern verschwanden.

Die Organisation der Gro├čm├╝tter hat im Laufe der Jahre nicht nur 110 Kinder wiedergefunden, sondern auch durchgesetzt, dass den damals Beteiligten der Prozess gemacht wird: den politisch Verantwortlichen, die den systematischen Kindesraub veranlassten - aber genauso den Paaren, die eines der Babys aufnahmen und es als ihr eigenes eintrugen. Und so standen im Fr├╝hjahr 2013 auch die Zieheltern von Catalina und Hilario vor Gericht. W├Ąhrend Catalina beim Strafgericht in Buenos Aires gemeinsam mit den Gro├čm├╝ttern gegen ihre Zieheltern klagte, verteidigte Hilario seine Zieheltern vor den Richtern unter Tr├Ąnen.

Einblicke in unser Filmmaterial findet ihr unter folgendem Link:
https://www.youtube.com/watch?v=fSfA_ZLf0Bk

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

In einer ersten Drehphase haben wir die beiden Protagonisten in den Wochen des aufw├╝hlenden Gerichtsverfahrens begleitet und dabei herausgefunden, warum Catalina den Prozess als Akt der Befreiung sieht, Hilario ihn dagegen als brachialen Eingriff in sein Leben empfindet. In einer zweiten und abschlie├čenden Drehphase wollen wir nun wissen, welche Wendung der Urteilsspruch dem Leben von Catalina und Hilario gibt.

Zu sechs Jahren Haft sind Hilarios Zieheltern verurteilt worden. Gegen sie ausgesagt hat auch Hilarios leibliche Gro├čmutter Coqui, die ihren Enkel ├╝ber 30 Jahre lang gesucht hat. Noch vor dem Gerichtsverfahren war das Verh├Ąltnis zwischen Hilario und Coqui herzlich. Doch nach der Verurteilung seiner Zieheltern k├╝ndigte Hilario an, den Kontakt zu seiner leiblichen Familie auf ein Minimum zu reduzieren. Welche Position wird Hilario schlie├člich zwischen seinen beiden Familien finden? Dazu wollen wir nicht nur Hilarios Stimme h├Âren - sondern auch wissen, wie die Mitglieder seiner beiden Familien zueinander stehen.

Zu zw├Âlf und 15 Jahren Gef├Ąngnis sind Catalinas Zieheltern verurteilt worden. Catalina hofft, dass dies einen Schlussstrich zieht unter ihre Zeit mit ihnen. Aber immer noch tritt sie jeden Tag, wieder in die Vergangenheit ein - in die Wohnung ihrer Kindheit. In dunkle R├Ąume und lange Flure voll d├╝sterer Erinnerungen an das Gef├╝hl, in einem falschen Leben gefangen zu sein. Wird Catalina diese Wohnung verlassen - wegziehen aus dem Viertel, in dem sie ungern ├╝ber ihre Geschichte spricht, weil hier viele Funktion├Ąre des alten Milit├Ąrregimes wohnen? ├ťber allem kreist f├╝r uns die Frage: Kann sich Catalina g├Ąnzlich von ihrer Vergangenheit l├Âsen? Dazu geh├Ârt auch ein Blick auf die Menschen, die f├╝r den Neubeginn stehen: die leiblichen Verwandten. ├ťber sie lernt Catalina ihre Eltern kennen und damit St├╝ck f├╝r St├╝ck auch sich selbst, wie sie sagt.

Nicht zuletzt werden wir bei der zweiten Drehphase im Auftrag von euch, unseren Unterst├╝tzern, unterwegs sein. Schreibt uns, welche Fragen euch zu Hilario und Catalina bewegen - und wir nehmen sie mit nach Argentinien! In den Schicksalen von Catalina und Hilario spiegelt sich ein wunder Punkt Argentiniens: die grausamen Verbrechen der Milit├Ąrdiktatur sowie der Versuch, diese aufzuarbeiten. Wer am Ende unserer Arbeit einen Film sehen m├Âchte, der das Politische mit dem Pers├Ânlichen verbindet und universale menschliche Fragen um Identit├Ąt und Familie ber├╝hrt, der ist als F├Ârderer dieses Projekts goldrichtig!

Warum sollte jemand dieses Projekt unterst├╝tzen?

Von Europa aus k├Ânnte das Schicksal von den geraubten Kindern in Argentinien erscheinen wie eine Geschichte vom anderen Ende der Welt. Im Grunde ist es aber die Geschichte eines besonders weit reichenden ├ťbergriffs von Diktaturen - n├Ąmlich dem Versuch, die Gesinnung des politischen Feindes bis in die Generation seiner Kinder auszumerzen. Und damit k├Ânnen die Schicksale unserer Protagonisten Hilario und Catalina Denkanst├Â├če geben f├╝r Schicksale mitten in Europa.

In Spanien ist von Zehntausenden Kindern von Gegnern der Franco-Diktatur (1936 bis 1977) die Rede, die ihren Eltern geraubt und an regimetreue Familien gegeben wurden. In Deutschland soll es Tausende ├Ąhnliche F├Ąlle geben: Um Regimegegnern die Kinder zu entziehen, existierte in der DDR (1949 bis 1990) sogar eine gesetzliche Grundlage, der so genannte "Asozialenparagraf". In beiden L├Ąndern tut man sich mit der Aufarbeitung bis heute schwer. W├Ąhrend die spanische Regierung im Jahr 2012 immerhin zentrale Anlaufstellen geschaffen hat, sind die Betroffenen in Deutschland weitgehend auf Selbsthilfeinitiativen angewiesen.

Unser Dokumentarfilm soll den Blick freigeben auf ein Land, in dem die Aufarbeitung der Diktaturverbrechen schon weiter fortgeschritten ist - ohne zu verschweigen, auf welche Schwierigkeiten alle Beteiligten dabei sto├čen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

10.000 Euro wollen wir f├╝r unsere zweite, etwa 8-w├Âchige Drehphase in Argentinien sammeln. Das klingt erstmal nach einer gro├čen Menge Geld, ist aber das notwendige Minimum, um den Film mit Profis im Team umsetzen zu k├Ânnen - zumal sich die Dreharbeiten am anderen Ende der Erdkugel abspielen.

Rund 3000 Euro planen wir f├╝r die Flugkosten f├╝r uns und unsere Kamerafrau ein. Vor der Abreise werden etwa 2000 Euro Honorar f├╝r einen professionellen Dramaturgen n├Âtig, der uns beim Feinschliff des filmischen und visuellen Konzepts unterst├╝tzt und uns damit das R├╝stzeug mit auf den Weg gibt, die richtigen Bilder und Szenen von unserem Dreh mitzubringen. Das Honorar f├╝r unsere Kamerafrau f├╝r ca. sechs Wochen Drehzeit wird sich auf rund 3000 Euro belaufen. Au├čerdem kalkulieren wir f├╝r die Miete des Kamera-Equipments sowie einen Zuschuss f├╝r Lebenshaltungskosten vor Ort rund 2000 Euro ein.

Wenn wir von unserer zweiten Drehphase zur├╝ckkommen, sind wir bereit f├╝r den n├Ąchsten und letzten Schritt zur Filmreife: eine Bewerbung um Postproduktionsf├Ârderung bei verschiedenen Filmf├Ârderungsinstitutionen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen. Unser Ziel ist ein Dokumentarfilm, der das Format f├╝rs Programmkino hat oder f├╝r einen Sendeplatz bei einem Kultursender wie "Arte". Wir sind ├╝berzeugt: Der Zuspruch von vielen Crowdfunding-Unterst├╝tzern kann mit zu den st├Ąrksten Argumenten geh├Âren, mit denen sich unser Filmvorhaben durchsetzen wird. Vor allem werden es eure Beitr├Ąge m├Âglich machen, dass wir einen unabh├Ąngigen Film produzieren k├Ânnen. Nat├╝rlich werden wir euch ├╝ber alle unsere Schritte, in Argentinien sowie in Deutschland, auf dem Laufenden halten - hier auf Startnext und auf unserer Facebook-Seite unter
www.facebook.com/stolenchildren

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind zwei Regisseurinnen mit einer Leidenschaft - Argentinien, das Land der melancholischen Musik, der ├╝bersch├Ąumenden Stimmung bei Fu├čballspielen oder Rockkonzerten, und aus unserer Sicht vor allem auch: das Land mit einer besonders politisch aktiven Gesellschaft. So stand am Anfang unseres Filmprojekts das besondere Interesse f├╝r die Organsiation der "Gro├čm├╝tter der Plaza de Mayo", die schon w├Ąhrend der Diktatur auf der Suche nach ihren verschwundenen Kindern und Enkeln auf die Stra├če gingen und ihr Ziel nun schon seit Jahrzehnten beharrlich verfolgen.

Je mehr wir in die Geschichten der Gro├čm├╝tter eintauchten, desto deutlicher sahen wir: Der Moment, in dem sie einen der verschwundenen, inzwischen erwachsenen Enkel finden, l├Ąutet nicht immer ein "Happy End" ein. Und der Moment, in dem die Verantwortlichen f├╝r den Kindesraub vor Gericht gestellt werden, bedeutet nicht immer einen Triumph ├╝ber die Grausamkeiten der Milit├Ąrdiktatur. So entstand das Vorhaben, uns intensiv mit den Schicksalen von zwei wiedergefundenen Enkeln zu besch├Ąftigen, ihren Zwiespalt zwischen "alter" und┬á"neuer" Identit├Ąt zu dokumentieren. Damit hebt sich unser Film von bisherigen Dokumentationen ab. Denn diese gehen kaum ├╝ber den Augenblick hinaus, in dem ein wiedergefundener Enkel auf seine leibliche Familie trifft - vor allem gehen sie nicht in die Tiefe, wie die Wiedergefundenen mit den Gerichtsprozessen gegen ihre Zieheltern und mit dem Leben danach umgehen.

Vor unserem ersten Dreh in Argentinien schickten wir eine Ausschreibung f├╝r Kamerafrauen- und -m├Ąnner durch Deutschland, und die gro├če Welle an "Bewerbungen" gab uns zum ersten Mal die Gewissheit: Da drau├čen sind noch jede Menge anderer Leute, die sich f├╝r unser Filmthema interessieren! Unsere Wahl ist auf Aline Laszl├│ gefallen, die als Kamerafrau f├╝rs deutsche und schweizer Fernsehen arbeitet und an mehreren preisgekr├Ânten Dokumentarfilmproduktionen beteiligt war.

Nach dem ersten Dreh bekam unsere Filmcrew weiteren Zuwachs: Als Cutter haben wir Iv├ín Morales jr. gewinnen k├Ânnen (Escuela Internacional de Cine y Televisi├│n Cuba, Kunsthochschule f├╝r Medien K├Âln), dessen Filme ebenfalls mehrfach Auszeichnungen erhielten. Wenn ihr mehr ├╝ber die Laufbahnen der einzelnen Filmcrew-Mitglieder wissen wollt, dann klickt euch im oberen Seitenbereich auf die Profile von uns, den beiden "Starterinnen".

Projektupdates

30.05.15

Die Filmstiftung NRW f├Ârdert die Postproduktion von "Algo m├şo" mit 25.000 Euro! Die Arbeit mit Cutter Ivan Morales kann damit beginnen - und die Filmpremiere r├╝ckt in greifbare N├Ąhe. Hier geht's zur Meldung auf dem Portal der Filmstiftung: http://bit.ly/1EK9oZm

Partner

├ťber Startnext

Startnext ist die gr├Â├čte Crowdfunding-Plattform f├╝r kreative und nachhaltige Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, ├ľsterreich und der Schweiz. K├╝nstler, Kreative, Erfinder und Social Entrepreneurs stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterst├╝tzung von vielen Menschen.

Startnext Statistik

39.520.417 ÔéČ von der Crowd finanziert
4.571 erfolgreiche Projekte
780.000 Nutzer

Sicherheit

Ist uns wichtig, deshalb halten wir uns an diese Standards:

  • Datenschutz nach deutschem Recht
  • Sichere Bezahlung mit SSL
  • Sichere Transaktionen ├╝ber unseren Treuh├Ąnder Secupay AG
  • Legitimation der Starter nach deutschem Recht

Bezahlmethoden

Kreativit├Ąt gemeinsam finanzieren - Entdecke neue Ideen oder starte dein Projekt!

┬ę 2010 - 2017 Startnext Crowdfunding GmbH