Crowdfunding beendet
#givethepowerback to the youth, the refugees and their peers! Wir möchten emanzipatorische Arbeit mit Jugendlichen und Geflüchteten unabhängig von staatlicher Förderung finanzieren. Wir wollen Stellen für zwei Sozialarbeiter*innen schaffen und einen Bauantrag für eine CO2-neutrale Skatehalle erarbeiten. Die Hoch und Tiefs unserer Arbeit, im gesellschaftlichen Kontext, werden durch eine Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Triest symbolisiert.
65.499 €
Fundingsumme
689
Unterstütz­er:innen
Rosalie Mesgarha
Rosalie Mesgarha Projektberatung Sehr cool, dass diese Idee realisiert wird. Ich freue mich mit dem Projekt!
27.06.2021

Alle Methoden müssen genutzt werden

Sarah Schröder
Sarah Schröder3 min Lesezeit

Über Räume und Flächen wurde bereits viel gesprochen und geschrieben, diese Etappe widmet sich der Raumnahme und der Nutzung. Der altbekannte Slogan „Die Häuser denen die drin wohnen“ lässt sich nicht nur in unserem Fall gut ergänzen durch „Die Räume denen die sie brauchen!“. Jugend- und Subkultur braucht Raum um sich zu entfalten und Kultur wachsen zu lassen. Dies beginnt bereits im Kindesalter: Wenn Freizeitaktivitäten auf Fußball und Feuerwehr reduziert werden, dann ist der Blick und die Neugier auf andere Dinge natürlich stark beschränkt. Erst durch Freiräume und Platz zum ausprobieren können sich Interessen und Schwerpunkte selbst finden und setzen lassen. Orte wie das NDK Wurzen oder die Alte Spitzenfabrik sind dabei wesentlich. Umso mehr schmerzt es, dass der Kampf um unsere Skatefläche vorerst verloren scheint. Wir haben eine Räumungsfrist zum 07.07.21 erhalten und müssen somit vorerst unsere Zelte abbrechen.

Dieser immense Eingriff in Jugendkultur und jugendlichen Alltag zeigt erneut, dass es zu starke Ungleichheiten in der Verteilung und Nutzung von Räumen gibt. Wir sind wütend, wir sind traurig – dennoch bleiben wir kämpferisch!

Um uns im Bau unserer neuen, eigenen Skatehalle zu unterstützen gibt es bei unserem Fundraising einen Soli-Beitrag für den Bauantrag – schaut rum.

Das Netzwerk für demokratische Kultur Wurzen hat sich 1999 mit dem Ziel gegründet, der rechten Hegemonie in der Stadt etwas entgegenzusetzen. Mit zahlreichen Bildungs- und Kulturprojekten macht der Verein Demokratie greifbar, wodurch konkrete Beispiele entstehen dafür entstehen, wie in Strukturen, Prozessen und Entscheidungen Demokratie erarbeitet und gelebt werden kann.

„Deshalb ist es gut, dass es einen Ort wie unseren gibt. Mit dem Haus, das von vielen Menschen genutzt werden kann, wo sie einen sicheren Raum finden, der frei von Diskriminierung ist und wo sie sich engagieren können, ohne sofort ins Blickfeld der Nazis zu geraten. Und wo sie andere Menschen kennenlernen können, die das Gleiche wollen und es Unterstützung gibt. Jeder Ort in Sachsen im ländlichen Raum sollte eigentlich ein Haus wie wir hier in Wurzen.“

Pudding hat einen weiteren großen Schritt gemacht:
"WOW, WOW was für eine Tour. Ich weiß gar nicht, was mich mehr beeindruckt hat, der Weg, die heute geknackte 3000er Marke oder dass ich heute endlich alles an Equipment eingesetzt habe was mein Rucksack her gegeben hat: Steigeisen, Pickel, Kletterequipment, Gamaschen und den Mut den ich mir in den letzten Tagen angewöhnt habe. Es war ein tolles Gefühl endlich das Mandatschjoch nach der Ferner-Querung zu erreichen und ich habe mir die ganze Zeit überlegt, eigentlichen sind 3000, 1/10 des Bauantrages für die Skatehalle, wenn ich es heute auf 3043 geschafft habe dann sollte sich doch auch jemand* finden der 3043 € in das Fundraising knallt und dafür wird sein/ihr Name (oder was auch immer gewünscht wird) über der Eingangstür der Skatehalle stehen.

Ich will mich nicht umsonst Schutt und Gletscherinnen hinauf kämpfen, also los! ????

Genau wie ich heute Mut bewiesen habe tut dies das NDK in Wurzen seit vielen Jahren und versucht auf die Zusammenhänge von Neonazi und Bürgerstrukturen aufmerksam zu machen. Keine leichte Aufgabe und auch Bildungsarbeit im ländlichen Raum in Wurzen zu machen ist eine Leistung, besonders wenn man dies seit nunmehr über 20 Jahren tut.
Bildungsarbeit, Jugendarbeit und Geflüchtetenarbeit in ländlichen Regionen zu machen, deren hegemoniale Mehrheitsgesellschaft eine offene Gesellschaft ablehnt, verlangt viel von einem ab, aber irgendjemand muss es machen!
Ob in Wurzen, Grimma oder Borna, wenn wir wollen, dass sich unsere Gesellschaft ändert, brauchen wir Mut und alles was unser Methodischer Rucksack her gibt und wir brauchen Euch um endlich finanziell unabhängig zu sein."

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