Crowdfunding beendet
#givethepowerback to the youth, the refugees and their peers! Wir möchten emanzipatorische Arbeit mit Jugendlichen und Geflüchteten unabhängig von staatlicher Förderung finanzieren. Wir wollen Stellen für zwei Sozialarbeiter*innen schaffen und einen Bauantrag für eine CO2-neutrale Skatehalle erarbeiten. Die Hoch und Tiefs unserer Arbeit, im gesellschaftlichen Kontext, werden durch eine Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Triest symbolisiert.
65.499 €
Fundingsumme
689
Unterstütz­er:innen
Rosalie Mesgarha
Rosalie Mesgarha Projektberatung Sehr cool, dass diese Idee realisiert wird. Ich freue mich mit dem Projekt!
18.07.2021

Filmoor Blues

Chiara Dietze
Chiara Dietze3 min Lesezeit

Über die Hälfte der Wanderung ist geschafft und die Hälfte unseres ersten Spendenzieles haben wir auch geschafft! Außerdem haben wir auf unserem Instagram-Account endlich die 1000 Follower*innen voll - somit wären es für jede Person ganz theoretisch nur 70€, um unser großes Ziel der 70.000 € zu schaffen. Wie wäre es also mit einem Solibeitrag für die Skatehalle oder die Stellen für Geflüchtetenarbeit und Soziale Arbeit?

Ein Verein, der seit über 13 Jahren politische Bildungsarbeit im Erzgebirge leistet und den steigenden rechten und menschenverachtenden Tendenzen in dieser Region etwas entgegensetzen möchte ist der Jugendverein Agenda Alternativ e.V.:
„Aber wir lassen uns von derlei Anfeindungen und Drohgebärden weder einschüchtern, noch in unserem Engagement einschränken, denn all diese Erfahrungen haben unseren Mut nicht geschmälert, sondern nur gestärkt. Und so ist unser Wille, einen Beitrag zum Aufbau einer Welt ohne Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus zu leisten, auch im 15. Jahr des Bestehens unseres Vereins nach wie vor ungebrochen – und daran wird sich trotz aller Widrigkeiten auch in Zukunft nichts ändern! Dennoch bleibt es schwierig für uns, Nachwuchs und neue Aktive und Engagierte zu erreichen. Nicht zuletzt sehen wir hier auch die demografische Entwicklung im Erzgebirgskreis als eine der Ursachen an. Die Region verliert für junge Menschen mehr und mehr an Attraktivität, daran kann leider auch ein alternatives Festival nur bedingt etwas ändern. Weiterhin muss man immer wieder feststellen, dass der größte Teil der erzgebirgischen Gesellschaft nicht sonderlich aufgeschlossen gegenüber emanzipatorischen Gedanken ist, was auch wir in unserer Arbeit zu spüren bekommen.“

Abschließend schreibt Pudding über seinem "Filmoor Blues": "Dass die heutige Etappe diesen Namen trägt ist kein Zufall. Einen Blues hat man* zum Beispiel dann, wenn man* irgendwie in Gedanken etwas langsamer ist als gewöhnlich und an bestimmten Momenten hängen bleibt.
So ging es mir heute den ganzen Tag, denn ich musste unaufhörlich an den wunderschönen Abend gestern auf der Filmoorhütte denken. Ich konnte bei einem DIY-Merchartikel auch nicht widerstehen. Die meisten Hütten wirken doch sehr steril und touristisch und da sticht die Filmoorhütte einfach heraus, genau wie es auf der Bülleleiljochhütte bisher den Besten Kaiserschmarn gab. Mit Blues verbinde ich aber auch Angstbreaker, wenn Marv über seine Gitarren oder Geologie-Storys erzählt oder Seebi und Haschek sich über Informatikerkram unterhalten, den kein Mensch versteht. Das vermisse ich. Mir wird immer mittwochs auf meinem Handy angezeigt, dass Probe ist und ich kann nicht da sein. Genauso sehr vermisse ich meine Tochter, meine Freundin und meine Familie und irgendwie hat der gestrige Abend das alles aufgewühlt und ich hoffe so sehr, dass sich all das am Ende gelohnt hat. Dass die Zeit, fern von den Menschen die mir wichtig sind, sich gelohnt hat. Denn voll von tollen Aussichten oder Eindrücken war der dritte Tag mit Regen in Folge nun auch wieder nicht. Nun liege ich in einer Biwakhütte, wo ich auch auf einen Fernwanderer auf Selbstfindungsmission traf und wir haben uns über Equipment und Ernährung ausgetauscht und besonders beeindruckend fand ich, dass er versucht 25-30km pro Tag zu laufen, was gepaart mit Höhenmetern echt eine starke Leistung ist. Ich hoffe sehr, er weiß nach der Wanderung was er will und wer er ist und durch Corona seinen Job verlieren und dann auf Grund einer körperlichen Einschränkung keinen neuen finden ist echt mies und ich hoffe nach der Wanderung hat er wieder Kraft und Mut."

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