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Projekte / Film / Video
Hundeleben - Ein Film über das Schicksal rumänischer Straßenhunde
Der rumänische Staat hat seinen Straßenhunden den Kampf angesagt. Die Streuner werden gefangen und in schrecklichen Tierheimen getötet oder einfach verhungern gelassen. Mit meinem 60-minütigen Dokumentarfilm will ich auf das Schicksal der Hunde aufmerksam machen, auf deren Rücken schmutzige Geschäfte gemacht werden, während Tierschützer aus ganz Europa verzweifelt versuchen, die vielen Hunde zu retten. Die Emotionen vor Ort kochen hoch, denn es geht auch um Rechtsbrüche und Korruption.
Mainz
12.804 €
12.500 € Fundingziel
245
Fans
186
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Hundeleben - Ein Film über das Schicksal rumänischer Straßenhunde

Projekt

Finanzierungszeitraum 16.09.15 10:07 Uhr - 31.10.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Ab Oktober/November 2015
Fundingziel erreicht 12.500 €
Stadt Mainz
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

ENGLISH SUMMARY BELOW

"Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt".
Mahatma Gandhi

Seit ich von dem traurigen Schicksal der rumänischen Straßenhunde gehört habe, lässt mich das Thema nicht mehr los. Ich hatte keine Ruhe, bis ich im Sommer 2014 und noch mal im März 2015 nach Rumänien gefahren bin und im ganzen Land gedreht habe, bei Hundefangaktionen, in Tötungsstationen und mit verschiedenen Tierschützern. Als "Ein-Frau-Team" bin ich mit meiner kleinen HD-Kamera Menschen und Geschehnissen extrem nah gekommen. Das folgende Exposé, das ich allen öffentlich-rechtlichen Sendern im deutschsprachigen Raum angeboten habe (leider vergeblich), beschreibt meinen Film ganz ausführlich.

Hundeleben
Die Jagd auf rumänische Streuner spaltet ein Land
30, 45 oder 60 min

Wenn Claudiu Dumitriu lange vor Sonnenaufgang in seinen grünen Skoda steigt, dreht er als erstes Julio Iglesias auf volle Lautstärke. Schnulzen helfen dem bekannten rumänischen Tierschützer gegen die Müdigkeit und sie vertreiben trübe Gedanken. Der Energieschub ist wichtig, denn der 44jährige hat ausnahmslos traurige Fahrtziele. An diesem Tag ist es das Städtische Tierheim im 300 Kilometer entfernten Galati, und Claudiu Dumitriu ahnt, was ihn dort wieder erwartet. Kranke, verletzte und abgemagerte Tiere, der Witterung schutzlos ausgesetzt, verhungernde Hunde, Hunde ganz ohne Fell, wimmernde Welpen zwischen angenagten Kadavern. Er wird die Missstände heimlich filmen, die Polizei rufen, einmal mehr, und mit den grauenvollen Bildern im Kopf die lange Strecke wieder zurückfahren.

Seit Rumäniens Regierung im September 2013 mit dem sogenannten Tötungsgesetz die Jagd auf die landesweit geschätzten 2 Millionen Streuner offiziell eröffnet hat, kennt die Brutalität keine Grenzen mehr. Die Straßenhunde werden mit Äxten erschlagen, überfahren, verbrannt, vergiftet, erhängt, per Stromschlag getötet oder ganz einfach verhungern gelassen. Ein mafiaähnliches System verdient gut auf dem Rücken der Tiere. Korrupte Bürgermeister, dubiose Privatfirmen, skrupellose Hundefänger, der Sumpf, in den die lokale Polizei oft involviert ist, zieht sich bis in die obersten Veterinärbehörden. Steuergelder in Millionenhöhe, die laut Gesetz für das tierschutzgerechte Einfangen, die Unterbringung und Versorgung der Hunde in Tierheimen und nach Zweiwochenfrist fachgerechtes Einschläfern durch einen Tierarzt genutzt werden sollen, versickern in dunklen Kanälen, während die Hunde in den Tötungsstationen sich vor Hunger gegenseitig fressen.

Fast 50 Euro Kopfgeld verdient ein Hundefänger in Bukarest, das ist viel Geld in Rumänien, kein Wunder also, dass die von der städtischen ASPA beauftragten Schergen vor nichts halt machen und sogar alten Mütterchen ihren Hund unter der Leine wegreißen. Unter dieser Brutalität leiden natürlich auch Menschen, denn viele Hunde leben, anders als in Deutschland, zwar auf der Straße, werden aber von den Anwohnern regelmäßig mit Futter versorgt. Kleine Kinder müssen hilflos mit ansehen, wie ihre Tiere gehetzt und in Fangautos gezerrt werden. Ein Junge wollte sich nach einer solchen Aktion vom Balkon stürzen. Ein Mann, der seinen Hund verteidigen wollte, erlitt einen Herzinfarkt.

Claudiu Dumitriu ist auf dem Rückweg, als seine kleine Tochter ihn anruft. Die 4jährige Carla beklagt sich, dass sie ihren Vater an diesem Tag wiedermal nicht gesehen hat. „Es macht mich traurig, wenn sie mich fragt,´Papi, wann kommst Du wieder?“, gibt Dumitriu zu, in fließendem Deutsch. Aber was er tut, tut er auch in der Hoffnung, dass seine Tochter in einem Land ohne Korruption aufwachsen kann, in dem Gesetze respektiert werden und das Leben von Menschen und Tieren etwas gilt. Deshalb hat er vor Jahren seinen Job aufgegeben und den Tierschutz zu seinem Hauptberuf gemacht, - eine aufreibende und gefährliche Arbeit, die ihm kaum Zeit für Privates lässt.

Zurück in seiner Plattenbauwohnung im transsilvanischen Brasov, wird Claudiu Dumitriu Stunden von Filmmaterial auswerten, Paragraphen wälzen, Beweise zusammenstellen und die Verantwortlichen anzeigen. (Wenn ihn der kränkliche Welpe, den er im strömenden Regen nachts auf der Landstraße aufgelesen und in seinem Arbeitszimmer einquartiert hat, nicht gerade mit neuen Häufchen in Schach hält). Die Tierquälereien enden oft vor Gericht; an durchschnittlich sieben Prozesstagen im Monat tauscht Dumitriu seine Tierheim-Uniform, - Gummistiefel und Wegwerf-Overall - gegen den grauen Einreiher und macht sich zum glühenden Anwalt der Tiere, oft mit Erfolg.

Auch andere Tierfreunde leisten Widerstand gegen die Hunde-Mafia, viele von ihnen mit ausländischer, oft deutscher Unterstützung. Sie verstecken Straßenhunde in Wohnung und Garten. Suchen Adoptanten im Ausland, organisieren Spenden und Futtertransporte. Sammeln Unterschriften und demonstrieren. Seilen sich medienwirksam von Fernsehtürmen ab. Und treten sogar in den Hungerstreik.

Die EU, die Rumänien mit Milliardenzahlungen unterstützt, sieht sich für das Problem nicht verantwortlich. Der Umgang mit Straßentieren liegt in der Verantwortung der einzelnen Mitgliedsstaaten, wird lapidar der entsprechende Paragraph zitiert. Und das, obwohl der Vertrag von Lissabon Tiere als fühlende Wesen anerkennt. Und trotz europaweiter Demonstrationen, Petitionen und wiederholter Anfragen aus dem Europa-Parlament, wo sich immerhin eine parteiübergreifende Gruppe für die Hunde stark macht.

Der Film zeigt, wie perfekt die lukrative Fang- und Tötungs-Maschinerie funktioniert, und auf der anderen Seite den verzweifelten Kampf der Tierschützer, deren Einsatz für die Schwächsten auch für die Sehnsucht nach einer modernen Zivilgesellschaft steht. Er zeigt Dumitriu bei seinen Einsätzen und auf seinen Fahrten zwischen Transsilvanien, Siebenbürgen und Walachei und vermittelt so roadmovieartig auch Eindrücke von Land und Leuten. Die zahnlose Rentnerin in Galati, die ihr letztes Brot mit den Hunden teilt, die kleinen Jungen in Braila, die unbedingt die vielen Welpen im Hinterhof zeigen wollen, oder die herzensgute Tierfreundin, die ihre Pension in Draculas Bergen zu einem Hundeheim umfunktioniert hat.

Die Autorin begleitet Bukarester Tierschützer bei einer nächtlichen Verfolgungsjagd mit den Hundefängern, deren Chef mit extrem harten Bandagen kämpft und auch vor Körperverletzung nicht halt macht. Claudiu Dumitriu sind bei einer solchen Verfolgung sechs Männer aufs fahrende Auto gesprungen und haben die Windschutzscheibe zertrümmert.

Sie zeigt die wachsende Desillusionierung zweier deutscher Tierfreundinnen, die Geld und Zeit opfern, um in einem privaten Tierheim in den Südkarpaten mit anzupacken.
Während in einem verfallenden Gebirgskurort mit K.u.k.-Charme der Hardrock-Fan und Wacken-Gänger Mishu vom Bürgermeister Carte blanche für eine tierschutzgerechte Lösung des Streunerproblemes bekommen hat – ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie besucht die Tierärztin der internationalen Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ an einem geheimen Ort vor den Toren von Bukarest. Diese berichtet vom gewalttätigen Überfall der Hundefänger auf ihre Tierklinik und stellt einen Hund vor, der seit dem Übergriff nicht mehr laufen kann.

Die überwiegend reportagige Erzählweise wird unterbrochen von kurzen Sequenzen mit Archivmaterial und vertiefenden Hintergrundaussagen von Hundehaltern, Tierärzten, Hundefängern und Funktionären. Musik kommt spärlich und pointiert vor allem zur Charakterisierung der Protagonisten zum Einsatz.

Romania wants get rid of its stray dogs. The government has made a so called killing law. Thousands and thousands of the estimated 2 million street dogs are brutally caught and put in horrible shelters where they are killed or simply let to starve.
Last year, I have been filming during three weeks on this subject. I do love animals and it was very hard for me to face and film the cruel reality. The story behind the story is very simple: you can earn a lot of money on the so called stray dog management. In Bucharest, for instance, a dog catcher gets up to 50 EUR per dog, no surprise they even take away pets from their owners.
All kind of people are involved in this mafia-like business: from corrupt mayors to heartless veterinarians. But I have met and filmed different people, too. Animal lovers from Romania, Germany and all over Europe who desperately try to save as many dogs as possible, activists who protest against the brutal and often illegal actions and sometimes even risk their on health.
I am now preparing an 1-hour-documentary which I was hoping to sell to some TV-station, but in vain. Maybe to cruel, maybe too far away – anyway I will insist and spread these facts to a larger public. That’s why I am trying to save my film with crowdfunding. Please get involved, support my project and help the Romanian stray dogs.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

ENGLISH VERSION BELOW
Der Film soll Aufmerksamkeit schaffen für ein gesamteuropäisches Thema, von dem viele nichts wissen, und darüber hinaus eine besorgniserregende gesellschaftliche Entwicklung aufzeigen. Es gibt Studien, die belegen, wie sehr etwa Kinder traumatisiert sind, wenn vor ihren Augen Tiere misshandelt werden. In Rumänien müssen viele Kinder mit ansehen, wie "ihr" Hund aus dem Wohnblock, mit dem sie regelmäßig gespielt haben, brutal gefangen und weggezerrt wird. Zur Zielgruppe des Films gehören alle, die mit offenem Herzen und wachen Augen durch diese Welt gehen. Sie können "Hundeleben" später im Internet und voraussichtlich auch auf Filmfestivals sehen.
As Mahatma Gandhi already observed, treating animals in a cruel way is a very bad sign for a society and the consequences do concern human beings, too. There is a study which examined how deeply traumatized Romanian children are upon watching their "personal" street dog being misstreated and brutally brought away by dog catchers. My documentary which will be shown on internet and hopefully on some film festival, is adressed to everybody who has an open eye and a feeling heart.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

ENGLISH VERSION BELOW
Jeder, der diesen Film unterstützt, leistet damit einen Beitrag zu einem Appell für Zivilcourage. Er unterstützt Menschen, die sich aus ganzer Kraft für ihre Ideale einsetzten und auch von massiven Drohungen nicht einschüchtern lassen. Menschen wie den rumänischen Tierrechtler Claudiu Dumitriu, einen der Protagonisten in meinem Film. Und natürlich hilft jeder Unterstützer den Straßenhunden Rumäniens. Denn nur eine breite Öffentlichkeit und wachsender Druck auf die Verantwortlichen können eine Änderung der Missstände bewirken.
Every supporter of this film will encourage people who stand up for their beliefs. People like Claudiu Dumitriu who is entirely dedicated to his mission to help Romanian stray dogs. Which is what also you would do in supporting my film. Because the world must know what is going on and put pressure on those who are responsable.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

ENGLISH VERSION BELOW
Das Geld wird zur Hälfte für die Endfertigung des Films (Cutter und Schnittstudio, Farbkorrektur, evtl. Musikrechte, Synchro) veranschlagt. Die andere Hälfte ist dazu gedacht, mir bereits entstandene Kosten zu decken, da ich das Projekt (Recherche, Dreharbeiten, Reisekosten, Equipment, technisches Material etc.) ja bis jetzt vorfinanziert habe. Ich will keine Reichtümer anhäufen, weil es mir um die Hunde geht. Aber meine rumänische Hündin Laila, die ich bei den Dreharbeiten aus einer Tötungsstation retten konnte, erwartet schon jeden Tag ihr Futter im Napf.
Sollte mehr als die Zielsumme zusammenkommen, werde ich den Überschuss für ausgewählte Tierschutzprojekte zugunsten der Straßenhunde spenden (etwa für Kastrationsaktionen oder private Tierheime).
Half of the money will be used for postproduction purposes (editing with editor, color correction, sound, rights for music, synchronisation etc.). The other half is intended to refund some of my prior spendings. I have been filming for 3 weeks all over Romania and up to now have spent weeks and months on research, organisation and evaluation of my abandont film material. I have decided to put all my power in making and selling this 1-hour-documentary, but unfortunately (and in spite of many efforts) no TV wants to buy/broadcast it. I don't think of getting rich, but Laila, the Romanian stray dog that I could save from a death camp, expects her bowl to be filled every day. If I get more money than the intended sum, I will donate it to animals' protection projects in Romania.

Wer steht hinter dem Projekt?

ENGLISH VERSION BELOW
Stefanie Fink, Journalistin, Autorin und Filmemacherin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Liebt Tiere seit frühester Kindheit und versucht sich zum ersten Mal in Crowdfunding, da trotz intensiver Bemühungen kein Fernsehsender den Film kaufen/senden will. Zur besseren Vorstellung: dieser Kurzbeitrag von mir zum gleichen Thema lief im ARD-Europamagazin.
https://www.youtube.com/watch?v=gdEPkoqq0G0
Stefanie Fink, TV-journalist, author and filmmaker for public TV. Has always been in love with animals. Can’t stop believing in the power of investigative journalism. Please watch (in the enhanced link) my short documentary on the situation of Romanian stray dogs which was shown in ARD German Public TV.
Unfortunately, in spite of many efforts, nobody wants to buy/broadcast my longer documentary „Hundeleben“ ("A Dog's life"). Please support my project in order to publish it in the end - against all obstacles!

Projektupdates

25.12.15

Update vom 25.12. HUNDELEBEN ist online!
https://www.youtube.com/watch?v=wUP7vz1TpR4

Impressum
Stefanie Fink
Haus Hubertus
65195 Wiesbaden Deutschland

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