Crowdfunding beendet
Ich, Siegfried
Eine moderne Sage, basierend auf den Geschichten um die Nibelungen. Siegfried und Brunhild, die für ihn bestimmt ist, treffen auf eine ihnen unbekannte Kultur. Siegfried wird assimiliert und verliebt sich in Kriemhild, die Schwester des mächtigen Gunther. Brunhild versucht ihn an seine Wurzeln zu erinnern. Mit: Arne Obermeyer, Rabea Wyrwich, Tali Barde und Harald Hauber www.ichsiegfried.de
2.320 €
Fundingsumme
23
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 05.10.12 14:03 Uhr - 15.11.12 23:59 Uhr
Startlevel 2.000 €
Kategorie Film / Video
Stadt Köln

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Im Folgenden stelle ich mein Diplomprojekt an der Kunsthochschule für Medien Köln vor, einen Spielfilm von 40 Minuten, gedreht auf der Arri Alexa, den ich Ende November 2012 umsetzen werde. Ein Vordreh von 3 Tagen hat Anfang September statt gefunden.


Siegfried erwacht auf einer Lichtung im Wald. Er hat sein Gedächtnis verloren. 
Dort findet er die bewusstlose Brunhild, die Einzige, die um seine Herkunft weiß und die für ihn bestimmt ist.

Ein fast leerer Parkplatz, am Rande einer großen Stadt. Es ist Nacht, nur einige Laternen beleuchten den nassen Asphalt. Verloren irrt Siegfried umher. Hilfesuchend trifft er auf eine Gruppe Menschen, die er als Bedrohung erachtet und kurzerhand brutal erschlägt.

Er begegnet dem wohlhabenden Gunther und fordert übermütig von ihm all seinen Besitz. Er will sich seinen Reichtum einverleiben.
 Als Gast in seinem Penthouse, wird er besänftigt, durch Ordnung und gewisse Höflichkeiten. Für kurze Zeit findet er Frieden, durch die Liebe Kriemhilds, Gunthers Schwester.
Brunhild erwacht und wird noch im Halbschlaf durch Siegfried mit dem mächtigen Gunther vermählt.
Sie setzt sich zur Wehr und versucht mit all ihrer Macht Siegfried daran zu erinnern, wer er ist und wofür er bestimmt ist.

Siegfried wird sich auseinander setzen müssen, mit seiner Persönlichkeit, seiner Vergangenheit, dem was er ist, dem Sagenstoff, aus dem er besteht.
Er muss erkennen, dass er Siegfried ist. Ein Held aus zahlreichen Geschichten, verdammt, mit jeder neuen Erzählung wieder geboren zu werden, um abermals in jungen Jahren zu sterben.

Brunhild wird ihn ermorden, aus Liebe - und er tut es ihr gleich. Sie sind die Einzigen, die noch schicksalhaft zusammen gehören. Und, die in dem Moment des Verstehens, vergehen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Der Film "Ich, Siegfried" ist mein Diplom an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Er wird dort auf der Jahresausstellung im Kino laufen und auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich sein. Ausserdem schicken wir ihn auf Filmfestivals und bemühen uns um Ausstrahlungen, zum Beispiel bei arte.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Ich entwerfe mit meinem Film „Ich, Siegfried“ eine neue Sage, die auf den zahlreichen Geschichten um die Nibelungen basiert. Dabei interessiert mich weniger der historische Stoff als die Form des Erzählens. Wie funktioniert eine filmische Sage?

Der Schauplatz ist eine moderne Stadt, der Hof der Burgunden ein Penthouse des wohlhabenden Gunther. Ich bediene mich sowohl aus der nordischen Mythologie als auch aus dem mittelalterlichen Nibelungenlied. Ich will eine Geschichte erzählen, die mit mir auf die Suche nach einer verlorenen Identität geht.

Siegfried ist ein Wilder, ein Kämpfer. Getrieben von Gewalttätigkeit findet er nach seinen zahlreichen, schrecklichen Taten keinen Platz mehr auf der Welt.
All seine Erinnerungen hat er verloren. Wie Bourne irrt er umher, getrieben von der Angst, dass etwas Unbekanntes in ihm schlummert.
Er trifft auf eine ihm völlig unbekannte Kultur, wird assimiliert und vergisst seine Wurzeln. Nur ein Mensch will ihn an seine Vergangenheit erinnern. Brunhild, eine Frau aus der selben Sagenwelt, so stark und kriegerisch wie Siegfried selbst.

Um den Film, der Erzählstruktur einer Sage folgen zu lassen, will ich das Epische vom Lyrischen trennen. Das Drama wird in seine zwei Seiten geteilt, sodass die Figuren reine Handlung sind. Die Charaktere müssen sich nicht selbst erklären, die Stofflichkeit, die äußere Welt bildet ihr Inneres ab.

Jede Szene soll durch detaillierte Inszenierung bestechen. Symbole beschreiben Status und Gefühlslage der Personen. So finden sich in Gunthers Penthouse weite Räume, beherrscht von geraden Linien und geometrischen Formen. Während die Möbel und die Zimmerformen minimalistisch und kühl und damit modern wirken, stellen die Dekorationsobjekte eine Verbindung zu Vergangenheit und Tradition her. Die Gläser scheinen altertümliche Kelche zu sein. Schalen sind aus altem Holz. Die Muster der Vorhänge erinnern an mittelalterliche Ornamente.


Die Kostüme der Burgunden bestehen aus hochwertigen Materialien und folgen klaren Formen, die aber durch dezente Verzierungen (z.B. Rüschen, Stehkragen) gebrochen werden und somit ebenfalls auf eine nebulöse Vergangenheit verweisen.
Siegfried trägt zu Beginn grobe Kleider, keiner Zeit fest zu zu ordnen. Sobald seine Assimilierung fort schreitet trägt er modische Hemden aus feinen Stoffen, bis schließlich der Friseur ins Haus kommt und ihm seine wilden Haare nimmt. Brunhild kreiert aus Alltagsgegenständen ein schamanistisch anmutendes Gewand und transformiert somit die Modernität der Aussenwelt, durch ihren archaischen Umgang, in die zeitlose Aussage der Sagenwelt.

Verdeutlicht werden diese Prinzipien durch weite Einstellungen, die auch bei Gesprächen beibehalten werden. Durch Totalen, wie Halbtotalen wird der Zuschauer immer wieder auf die Beziehungen der unterschiedlichen Protagonisten zueinander hingewiesen, die sich ständig verschieben und neu definieren. Close Ups werden nur angewandt, sobald die Figuren nicht mehr sprechen oder besondere Objekte gezeigt werden sollen, die etwas über den Verlauf der Geschichte aussagen.

Die Kämpfe im Film verlaufen plump und langsam. Sie sind brutal und gnadenlos, in ihnen steckt nichts heldenhaftes. Obwohl das Gemachte der Effekte erkennbar sein soll, wird der Zuschauer, von Siegfrieds Kaltblütigkeit, schockiert sein.
Es herrscht ein langsames Tempo vor, das die Unaufhaltsamkeit der Geschehnisse ausdrückt. In der Sage ist das Ende vom Schicksal bestimmt. 
Die Figuren handeln, weil sie es müssen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Um den Film fertig zu stellen, steht uns noch ein Budget von 5000 Euro zur Verfügung. Um Gunthers Reichtum möglichst beeindruckend ins Moderne zu übertragen, wurde uns für eine luxuriöse Penthouse Wohnung, in einem der Kölner Kranhäuser, ein sehr entgegenkommendes Angebot gemacht. Wir können einen Teil davon vom Budget bezahlen. Der Rest muss für die 15 anstehenden Drehtage, Make Up Effekte, Kostüm und Requisiten verwendet werden. Um die volle Miete begleichen zu können benötigen wir zusätzliche 2000 Euro. Wir sind also auf eure Unterstützung angewiesen, um den Hof der Burgunden in unsere Zeit zu holen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Cast:
Siegfried: Arne Obermeyer
Brunhild: Rabea Wyrwich
Gunther: Tali Barde
Hagen: Harald Hauber
Lüdeger: Till Klein

Crew:
Buch & Regie: Milan Pawlowski
Produktion: Mario Frank, Milan Pawlowski
Kamera: Jan Malte Enning
Oberbeleuchter: Eugen Hecht
Kameraassistenz: Lukas Raber, Daniel Kraft
Sound: Wilhelm Dukart, Dennis Pabst
Szenenbild: Lea Petermann
Maskenbild: Lisa Huttenlocher
Maskenassistenz: Verena Baumeister
Kostüm: Isabelle Haehling von Lanzenauer


Betreuende Dozenten KHM: Prof. Thomas Bauermeister, Prof. Katrin Schlösser, Andreas Altenhoff

Unterstützen

Kooperationen

KHM Köln

Die Kunsthochschule für Medien Köln produziert "Ich, Siegfried"

Kölner Kranhaus

In einem der Kölner Kranhäuser drehen wir Gunthers Penthouse und holen den Hof der Burgunden in unsere heutige Zeit.

Junges Theater Leverkusen

Das Junge Theater Leverkusen ist freundlicher Weise bereit uns Requisiten für unseren Dreh zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank ans JTL und Petra Clemens!

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