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Projekte / Wissenschaft
Das interdisziplinäre iGEM Team Bielefeld CeBiTec 2017 besteht aus 14 jungen Studierenden, die dieses Jahr mit einem Projekt aus dem Herzen der synthetischen Biologie an einem der renommiertesten Naturwissenschenschaftswettbewerben an den Start gehen. Um neuartige Aminosäuren nutzbar zu machen, wollen wir den genetischen Code erweitern und unsere Ergebnisse vor internationalem Wissenschaftspublikum in Boston präsentieren.
640 €
1.000 € Fundingziel
9
Fans
10
Unterstützer
57 Tage
 iGEM Bielefeld CeBiTec 2017

Projekt

Finanzierungszeitraum 24.05.17 11:54 Uhr - 23.08.17 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Präsentationstermin 09.11.2017
Fundingziel 1.000 €
Stadt Bielefeld
Kategorie Wissenschaft

Worum geht es in dem Projekt?

Was ist iGEM?
Der nicht kommerzielle Wettbewerb iGEM (international Genetically Engineered Machine) ist an Studierende aus aller Welt gerichtet und in seiner Form weltweit einzigartig. Jährlich steigen die Teilnehmerzahlen für den Wettbewerb, der in Boston, Massachusetts, USA ausgetragen wird. Im vergangenen Jahr traten rund 300 Teams aus 42 Ländern bei iGEM an, um ihr jeweiliges Projekt zur synthetischen Biologie vorzustellen. Die synthetische Biologie ist die neueste Entwicklung im Bereich der modernen Biologie. Sie verknüpft ingenieurswissenschaftliche Prinzipien und Elemente der Informatik mit organischer Chemie, Molekularbiologie und Biochemie, um biologische Systeme mit neuartigen Eigenschaften zu konstruieren. Durch die Nutzung vereinheitlichter Methoden und standardisierter, frei kombinierbarer DNA-Bausteine, den BioBricks, können problemorientierte Fragestellungen auf eine in der Biologie völlig neue Herangehensweise gelöst werden. Sämtliche BioBricks werden nach dem Open Source Gedanken der wissenschaftlichen Gemeinde durch eine frei zugängliche Online-Datenbank zur Verfügung gestellt. Durch die Vereinfachung, Standardisierung und Modularisierung der Biologie und ihrer Methodik birgt die synthetische Biologie ein hohes Innovations- und Forschungspotential.

Was ist unser Projekt?
Für das diesjährige Projekt haben wir ein Thema aus dem Herzen der synthetischen Biologie gewählt. Wir beschäftigen uns mit einer Umgestaltung des genetischen Codes, um dessen Potential zu steigern. Dies ermöglicht den Einbau von neuartigen Aminosäuren in Proteine. Dieses Projekt eröffnet diverse neue Möglichkeiten innerhalb der synthetischen Biologie und könnte in Zukunft in der Medizin, wie zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Antibiotika, und in der biotechnologischen Industrie, beispielsweise zur qualitativeren Aufreinigung von Produkten, Anwendung finden.
Für die erfolgreiche Teilnahme ist neben der wissenschaftlichen Arbeit auch das Gesamtkonzept entscheidend. Daher müssen sich alle iGEM-Teams mit den unterschiedlichen Aspekten ihres wissenschaftlichen Projekts beschäftigen. Zu diesen gehört neben dem Nutzen für die Menschheit auch die Einhaltung von Biosicherheitsstandards. Der Verantwortung der modernen Biologie gerecht werdend, ist die Auseinandersetzung mit diversen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Projekts ebenso Teil des Wettbewerbs wie die Kommunikation mit der breiten Öffentlichkeit. Daher werden wir unter anderem im Rahmen des Bielefelder Science-Festivals GENIALE, der CeBiTec Schülerakademie und des Mitmach-Labors Teutolab Wissenswertes über unser Projekt und die synthetische Biologie an Interessierte jeden Alters vermitteln.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ziel unseres Projektes ist es, den genetischen Code des Bakteriums E. coli zu erweitern, um dadurch neuartige Aminosäuren für Proteine zugänglich zu machen. Dieses innovative Potential wollen wir mithilfe des iGEM-Wettbewerbs der gesamten wissenschaftlichen Community zur Verfügung stellen.

Neben Fachleuten der Wissenschaft möchten wir durch den Dialog mit der Öffentlichkeit unser Projekt verständlich an alle Interessierten vermitteln. Wir möchten so zur öffentlichen Wahrnehmung der synthetischen Biologie beitragen und außerdem für unser Projekt sensibilisieren. Zusätzlich zu einer erfolgreichen Arbeit im Labor setzen wir uns kritisch und vertiefend mit den Auswirkungen unseres Projekts umfangreich auseinander.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Alle wissenschafts- und innovationsbegeisterten Menschen haben die Möglichkeit, das iGEM Bielefeld Team 2017 bei der Realisierung des Projektes zu begleiten. Wir sind über die gängigen Plattformen der sozialen Medien aufzufinden und teilen unseren spannenden Entwicklungsprozess gerne mit allen Interessierten.

Das Projekt ist zeitlich auf den 9.11.2017 begrenzt, was gleichzeitig der Präsentationstermin in Boston ist. Dadurch bietet sich die Gelegenheit, einen nahtlosen Entwicklungsverlauf eines Forschungsprojektes innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes mitverfolgen zu können und die Ergebnisse unseres Projektes zeitnah in Erfahrung zu bringen.

Es ist uns zudem ein Anliegen, den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland sowie Bielefeld im Speziellen vor weltweitem Fachpublikum zu vertreten. Das bestehen im internationalen Wettbewerb in der Wirtschaft und auch Forschung setzt neben fachlicher Expertise erfahrene, motivierte, teamfähige und kreative Köpfe voraus. Die Realisierung eines Forschungsprojektes in interdisziplinärer Zusammenarbeit verschiedener Akteure ermöglicht uns Teilnehmenden das Sammeln essentieller Erfahrungen, die weit über die Projektzeit hinaus genutzt werden können und ergänzend zur akademischen Ausbildung eine Erweiterung des Kompetenzfeldes darstellen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Aufgrund einiger spezieller Chemikalien, die wir für unsere Arbeit benötigen, ist die Durchführung unseres Projekts besonders kostenintensiv. Dies betrifft insbesondere die Arbeit mit unnatürlichen Basenpaaren zur Erweiterung des genetischen Codes. Daraus ergibt sich die Anforderung an uns, die entsprechenden Experimente auf einen minimalen Maßstab zu skalieren. Die benötigten Chemikalien sind Voraussetzung für einen wesentlichen Teil unseres Projektvorhabens. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir freuen uns über jeden Ihrer Beiträge zum Gelingen unseres Projektes.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Bielefelder iGEM-Team 2017 besteht aus 14 jungen und engagierten Bachelor-und Masterstudierenden der Studiengänge Biochemie, Molekularbiologie, Molecular Cell Biology, Molekulare Biotechnologie, Bioinformatik und Genomforschung, kognitive Informatik und naturwissenschaftliche Informatik.

Geprägt durch Interdisziplinarität und eine große Diversität an Erfahrungen in biologischen Arbeitsbereichen sowie hoher Einsatzbereitschaft und der Motivation, nicht hinter den Teams der letzten Jahre zurückzustehen, ist das Team 2017 bereit, alle vor ihm liegenden Aufgaben zu bewältigen. Aufgrund der Zusammenarbeit der verschiedenen Studiengänge können eine Vielzahl innovativer Ideen und Methoden durch die einzelnen Teammitglieder eingebracht werden. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Realisierung unseres Projektes.

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