Crowdfunding beendet
Das Jahrbuch für marxistische Gesellschaftstheorie befördert kritische Reflexionen auf gesellschaftliche Entwicklungen, die an das Marxsche Denken anknüpfen. Wir möchten damit eine zum Wissenschaftsbetrieb alternative Plattform theoretischer Auseinandersetzung ins Leben rufen und sind überzeugt, dass gerade die Befreiung aus dem akademistischen Korsett kritische Wissenschaft ermöglicht. Werft gerne einen Blick auf unsere Website: https://www.jahrbuch-marxistische-gesellschaftstheorie.net
6.115 €
Fundingsumme
73
Unterstütz­er:innen

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 11.02.21 12:54 Uhr - 01.05.21 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 01.05.2021 bis 01.05.2022
Startlevel 3.000 €

Ab diesem Betrag kann die erste Ausgabe des Jahrbuches für marxistische Gesellschaftstheorie erscheinen.

Kategorie Wissenschaft
Stadt Wien

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Marx‘ großes Verdienst liegt darin, Gesellschaft als Prozess, als Bewegung, getrieben durch ihre inneren Widersprüche zu begreifen. Gerne wird darauf verwiesen, dass die klassenlose Gesellschaft, wie Marx sie sich erwartete, nicht eingetroffen ist, um damit das Werk als Ganzes zu diskreditieren. Übersehen wird dabei, dass viele Prozesse und Mechanismen, wie er sie beschrieben und für die kapitalistische Produktionsweise als wesentlich betrachtet hat, heute nach wie vor gelten. Die ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, Ausbeutung von Mensch und Natur oder die Fetischisierung der Ökonomie können als die offensichtlichsten Beispiele angeführt werden. Gerade in einer Zeit, in der die gesellschaftlichen Gegensätze sich offen und brutal zuspitzen, die historische Dynamik uns mitzureißen droht und uns teils ohnmächtig zurücklässt, kann das Marxsche Denken einen wichtigen Ansatz zum besseren Verständnis unserer Lage bieten.

Daher möchten wir ein Jahrbuch für marxistische Gesellschaftstheorie herausgeben, in welchem theoretische Artikel, ausführliche Rezensionen, Nachdrucke schwer zugänglicher Texte und Debatten-Beiträge im weitesten Sinne abgedruckt werden. Erfahrene WissenschafterInnen sollen ebenso zu Wort kommen wie junge AutorInnen. Der erste Band, dem dieses crowdfunding gewidmet ist, visiert einen Umfang von etwa 300 Seiten an und erscheint in der Reihe kritik & utopie bei mandelbaum.

Werft für mehr Infos gerne einen Blick auf unsere Website:

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Es richtet sich an all jene, die unter einer Utopie der gerechten Welt noch mehr als eine Polemik gegen das Gutmenschentum verstehen, daher auch nicht ausschließlich an Marx-ExpertInnen. Es soll den kritischen Gedanken fördern und zugleich wissenschaftlichen Qualitätskriterien Genüge tun; eine Vereinigung, die im formalistisch-akademischen Umfeld nicht leicht zu erreichen ist. Es möchte strukturelle Herrschaftsverhältnisse sichtbar machen, ohne sich in Schuldzuweisungen zu verlieren. Nicht zuletzt soll die theoretische Auseinandersetzung auf Möglichkeiten eingreifender sozialer Praxis verweisen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Im heutigen Wissenschaftsbetrieb ist es „normal“ geworden, AutorInnen für die Veröffentlichung ihrer Texte in wissenschaftlichen Zeitschriften ebenso bezahlen zu lassen wie LeserInnen für ihr Lesevergnügen. Der Konzentrationsprozess in der Verlagslandschaft und der Stress an den Universitäten lassen kaum Zeit und Raum zur Produktion und Lektüre kritischer Texte. Wir können nicht aus der Gesellschaft springen, die derartige Absurditäten hervorbringt. Wir können uns aber im Kleinen unsere wissenschaftlichen Produktionsmittel selbst schaffen und damit Freiräume für alle Interessierten erkämpfen. Eure Unterstützung macht das möglich. Wer das Jahrbuch für marxistische Gesellschaftstheorie finanziert, hilft jungen und alten kritischen Geistern, ein Publikationsorgan für ihre Texte zu finden und dabei in keiner Weise „draufzuzahlen“. Wer es finanziert, finanziert kritische Lektüre zum kleinstmöglichen Ladenpreis. Wer es finanziert, finanziert die Produktionsmittel kritischer Gesellschaftstheorie.
Jede Unterstützerin und jeder Unterstützer erhält ab einer Spende von 30 Euro ein Exemplar des Jahrbuchs zugeschickt, ab 50 Euro legen wir ein Überraschungs-Exemplar eines unserer anderen Bücher oben drauf.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld dient zur Finanzierung der Druck- und Produktionskosten des Jahrbuchs sowie unserer Infrastruktur, insbesondere:

  • Webseite
  • Mailadresse
  • Social-Media
  • Graphik
  • Lektorat
  • Porto

Vor allem wollen wir unseren AutorInnen auch ein Honorar für ihre Beiträge und Texte zahlen können. Wer die Praxis von wissenschaftlichen Zeitschriften kennt, weiß, dass AutorInnen regelmäßig und wie selbstverständlich umsonst arbeiten. Damit wollen wir Schluss machen. Gerade angesichts der prekären Lage vieler WissensarbeiterInnen wollen wir in der Lage sein, ihre Tätigkeit auch finanziell zu honorieren – dazu benötigen wir eure Unterstützung.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind vier Freigeister, denen die Lust am Denken und praktischen Tun nie vergeht, schon gar nicht, wenn sich die gesellschaftliche Wirklichkeit in der gegenwärtigen Radikalität aufdrängt. Unser DenkerInnen-Kollektiv besteht aus René Bohnstingl, Andreas Kranebitter, Linda Lilith Obermayr und Karl Reitter.
René Bohnstingl hat Philosophie studiert und promoviert zu den Marxschen Kategorien in digitalen Produktionsprozessen, Andreas Kranebitter ist Soziologe an der Universität Graz, Linda Lilith Obermayr hat Philosophie und Rechtswissenschaften studiert und promoviert zur marxistischen Rechtskritik, Karl Reitter ist Philosoph und habilitierter Lektor an der Universität Wien.

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Kooperationen

Mandelbaum Verlag

Mandelbaum Verlag
Wipplingerstraße 23
A-1010 Wien

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Jahrbuch für marxistische Gesellschaftstheorie
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