Crowdfunding beendet
Rainer Werner Fassbinder brachte „Katzelmacher“ 1968 zur Uraufführung. Also exakt in dem Jahr, in dem sich die „versifften 68iger (Zitat Akif Pirincc + Jörg Meuthen) aufschwangen die Republik zu verändern, natürlich um alles zum Guten zu wenden. Das ist fünfzig Jahre her, aber erstaunlicherweise ist die BRD noch immer kein Paradies. Im Gegenteil. Fassbinders Stück hat immer noch nichts von seiner Aktualität verloren. Hat sich gar nichts verändert? Doch!
3.121 €
Fundingsumme
83
Unterstütz­er:innen
Shai Hoffmann
Shai Hoffmann Projektberatung "Brillante Crowd-Finanzierungsrunde, ich bin gespannt wie es mit diesem Projekt weitergeht."
Datenschutzhinweis
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 Katzelmacher - JETZT!
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 Katzelmacher - JETZT!
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 14.03.18 13:36 Uhr - 20.05.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 22.Mai .2018 - 30.Juni 2018
Startlevel 3.000 €

Alle Beteiligten sind Profis, d.h. Je mehr Gelder wir im Vorfeld wir einsammeln, desto entspannter und konzentrierter kann der Probenverlauf sein.

Kategorie Theater
Stadt Köln

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Aus der stumpfen Lethargie des bayrischen Stadtteils in der Provinz ist eine dumpfe Rast- und Hilflosigkeit geworden, die bundesweit bis weit in die Mitte unserer Gesellschaft hineinreicht.

Der weiße Mann, egal ob männlich oder weiblich, alt oder jung, wird geschüttelt vor Angst.

Die Angst zu verlieren, unterzugehen, Bedeutung zu verlieren, zu kurz zu kommen, zu spät zu kommen, nicht mehr zu kommen, zu versinken. EINSAM und ALLEIN zu sein!

Die Angst vor dem Fremden, dem Unbekannten, dem Neuen, dem Unvertrauten.

Er/Sie sieht Missstände in der Gesellschaft, Ungerechtigkeiten, Skandale und natürlich Krisen.

Und aus Angst wird immer öfter Wut.

Aber aus dieser Wut wird selten Engagement, sondern denkfauler Hass. Hass auf das Fremde, das Unbekannte, das Neue, das Unvertraute!

Und!

Er/Sie beginnt um sich schlagen – vorzugsweise nach unten.
Damit schließt sich der Kreis:

In einem Vorort geht alles seinen gewohnten Gang. Bruno arbeitet für Elisabeth in einem Betrieb, der Wundertüten herstellt. Er hat es satt, von ihr kommandiert zu werden, lässt sich aber doch von ihr aushalten. Franz bezahlt Ingrid für Liebesdienste, sie aber träumt von einer Karriere als Schlagersängerin. Marie geht mit Erich. Paul ist mit Helga zusammen, und Gunda wird gehänselt, weil sie keinen kriegt. Langeweile und Frustration bestimmen den Alltag der Jugendlichen.

Mir anderen Worten: Hier herrscht eine Ordnung. Bis Elisabeth Jorgos, einen Gastarbeiter bei sich einstellt, der das bestehende Gefüge aus unerfüllten Sehnsüchten, Langeweile, Einsamkeit und gegenseitiger Gemeinheit in Unruhe versetzt. Der Katzelmacher* weckt Fantasien bei den Frauen und Neid bei den Männern. Dann kommt er auch noch mit der Marie zusammen. Gerüchte machen sich breit. So kann es nicht weitergehen.

Jorgos’ Zimmergenosse Bruno wirft Elisabeth vor, sie habe mit ihm etwas gehabt. Gunda, die von ihm zurückgewiesen wird, erzählt, Jorgos habe versucht, sie zu vergewaltigen. Das zärtliche Verhältnis, das zwischen Marie und ihm entsteht, bringt das Fass zum Überlaufen: Maries früherer Liebhaber Erich und Paul gründen eine Bande, um den Außenseiter loszuwerden. Die Pläne reichen von Kastration bis zu Mord..

Denn!

Eine Ordnung muss wieder her.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Als Spielort ist der Wilhelmplatz mit seinem „Taj Mahal“ in Nippes das Ziel unserer Träume. Nicht nur für diese Produktion. Mitten in einem Viertel zu spielen in dem viele Nationen leben und arbeiten und das trotzdem sehr bürgerliche Charakterzüge aufweist - ja ein Veedel hat unbedingt Charakter – scheint uns der ideale Ort zu sein, um viele Menschen zu erreichen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Besonders Menschen, die vielleicht sonst eher Berührungsängste haben, wenn es um Theater geht. Deshalb wollen wir auch keine Absperrungen und der Eintritt ist frei. Jede/ Jeder ist herzlich willkommen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Nippes ist nicht gerade verwöhnt, was das theatrale angeht - vorsichtig formuliert. Dabei schreit der Wilhelmplatz mit seinem Taj Mahal geradezu danach - finden wir. Genau darum wollen wir das ändern und Katzelmacher JETZT! ist hoffentlich nur der Anfang.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

An dem Projekt sind neun Schauspielerinnen und Schauspieler beteiligt, außerdem natürlich die Macher von DieFetteVivienne - theaterproduktion, die alle ausschließlich PROFESSIONELL für das Theater arbeiten Und ein Jugendchor ist auch mit von der Partie. D.h. Alles was an Gelder generiert werden kann, wird gebraucht, um wenigstens - hoffentlich - Mindestlöhne zu zahlen!

Wer steht hinter dem Projekt?

DieFetteVivienne - theaterproduktion das sind Klaus Prangenberg und Sascha Schiffbauer. Für das Projekt Katzelmacher JETZT! haben sie sich mit 9 (in Worten NEUN) gestandenen Schauspielerinnen und Schauspieler zusammen getan. Auch die Stadt Köln ist bereit durch Produktionsförderung zum Gelingen des Projektes beizutragen.

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Katzelmacher - JETZT!
www.startnext.com

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