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Projekte / Community
Komsu (komsa) Kafe Kollektiv
Kom┼ču (kom┼ča) Kafe ist ein Kollektiv, wo es hausgemachtes Essen und fairen Kaffee gibt, wo Du mit Freunden quatschen, ein Buch lesen oder in Ruhe Dein Meisterwerk zu Ende zeichnen kannst. In unserem Kafe Kollektiv werden alle Menschen gleich behandelt, egal woher Du kommst oder wohin der Weg Dich f├╝hrt. Vielmehr noch soll es ein Ort werden an dem wir alle lernen k├Ânnen wie man ein alternatives ├Âkonomisches Modell ohne Chef und ohne Ausbeutung in die Realit├Ąt umsetzen kann.
Istanbul
5,026 ÔéČ
5,000 ÔéČ Funding goal
61
Fans
16
Supporters
Project successful
 Komsu (komsa) Kafe Kollektiv

Project

Funding period 18/12/2013 14:27 o'clock - 31/01/2014 23:59 o'clock
Funding goal 5,000 ÔéČ
City Istanbul
Category Community

What is this project all about?

Was ist KOM┼×U (kom┼ča) Kafe?

Kom┼ču (kom┼ča) Kafe ist ein Kollektiv, wo es hausgemachtes Essen und fairen Kaffee gibt, wo Du mit Freunden quatschen, ein Buch lesen oder in Ruhe Dein Meisterwerk zu Ende zeichnen kannst.

Es ist ein Ort an dem Du Dich zu Hause f├╝hlen kannst. Ein Ort an dem Du dem Hochgeschwindigkeitsleben entfliehen kannst, Deine Gedanken durch den Raum schweifen lassen und Dich auf Deine Art ausdr├╝cken kannst.

Kom┼ču (ÔÇťkomm schuÔÇŁ) bedeutet ÔÇśNachbar_inÔÇÖ. In unserem Kafe Kollektiv werden alle Menschen gleich behandelt, egal woher Du kommst oder wohin der Weg Dich f├╝hrt. Hier treffen junge und alte Menschen, Familien, Migrant_innen, Nachbarn und Fremde aufeinander, diskutieren und verbringen Stunden zusammen. Es ist unser gemeinsamer Raum (common space) in einer Stadt, die uns so wenig M├Âglichkeiten f├╝r wahre Begegnungen l├Ąsst.

Dar├╝ber hinaus soll es ein Ort werden an dem wir alle, nicht nur in Istanbul, lernen k├Ânnen wie man ein alternatives ├Âkonomisches Modell umsetzen kann. Workshops, Ver├Âffentlichungen in Print und digitalen Medien und "grenzenlose" Kommunikation sind daher wichtiger Bestandteil unseres Projektes.

Wo ist KOM┼×U (kom┼ča) Kafe?

KOM┼×U (kom┼ča) Kafe ist in Istanbul. Einige von uns sind hier geboren und aufgewachsen, andere sp├Ąter dazu gezogen. Istanbul ist f├╝r uns alle ein zu Hause, dass wir tagt├Ąglich versuchen zu gestalten. Wir verstehen die Stadt daher nicht als einen Ort der uns verschiedene Aktivit├Ąten und Aufregungen bietet, im Gegenteil wir sind die Stadt.

Genauer befindet sich das Caf├ę auf der asiatischen Seite der Stadt in der Nachbarschaft Rasimpa┼ča. W├Ąhrend sich die Diskussionen in Bezug auf Stadterneuerungsprojekte, Gentrifizierung und Widerstand meist auf das Stadtzentrum und den Taksimplatz konzentrieren, ist dies keinesfalls die einzig betroffene Gegend in Istanbul. Mit Rasimpa┼ča haben wir uns entschieden in einer Nachbarschaft zu bleiben, in der wir das Gef├╝hl hatten ein l├Ąnger anhaltendes Projekt ins Leben rufen zu k├Ânnen. Einerseits wegen der Lage der Gegend, der Menschen vor Ort und der bestehenden alternativen Projekte und wachsenden Netzwerke.

What is the project goal and who is the project for?

1. Ziel: Die Arbeit als Kollektiv

Weil wir zusammen arbeiten wollen.

Weil wir unser_e eigene_r Chef_in sein wollen. Wir wissen, dass wir mit all unseren F├Ąhigkeiten und Erfahrungen dieses Projekt umsetzen k├Ânnen. Wir brauchen niemanden, die_der uns sagt was wir zu tun haben.

Weil wir davon ├╝berzeugt sind, dass anders zu leben m├Âglich ist. Eine andere Welt, die auf Versuchen, Erfahrungen, Visionen und Bed├╝rfnissen aufbautÔÇŽ Stell Dir ein System vor, wo Einkommen gleich verteilt sind, wo Leute mit verschiedensten Geschichten gleich respektiert werden, wo Angestellte nicht ausgebeutet werden, wo jede Art von ÔÇťandersÔÇŁ willkommen ist, wo das Leben im Zentrum steht und nicht das Geld.

Weil wir daran glaube, dass dies zu erreichen nicht zu schwer ist und weil wir guten Grund haben es zu versuchen.

2. Ziel: Einen neuen gemeinsamen Raum schaffen

Wir brauchen mehr R├Ąume um zusammen zu kommen, miteinander zu sprechen und Ideen zu teilen. In der T├╝rkei, so wie an vielen anderen Orten auf dieser Welt, haben Menschen begonnen sich zu ├Ąu├čern, auf die Stra├če zu gehen und aktiv Politik zu machen. Wir wollen keine Einkaufszentren und Luxusapartments mehr, wir wollen Raum f├╝r uns! Seit den Protesten, die im Mai 2013 begannen sind viele neue Organisationen, Netzwerke und Foren entstanden. Das Kafe Kollektiv ist nur ein klitzekleines Beispiel daf├╝r.

Istanbul ist eine Stadt mit mindestens 13 Millionen Einwohner_innen. Die geplanten Stadterneuerungsprojekte sind nicht nur extrem und gef├Ąhrlich, sie werden dar├╝ber hinaus nicht f├╝r die Einwohner_innen der Stadt umgesetzt. Im Gegensatz dazu wollen wir einen Ort schaffen der uns repr├Ąsentiert, einen Raum f├╝r Menschen.

3. Ziel: Neue Kollektive erschaffen

Auf lange Sicht, wenn unser Projekt so erfolgreich ist wie wir hoffen, ist unser Ziel mehr Mitglieder in unser Kollektiv zu integrieren; das bedeutet mehr Menschen mit stabilen, fair bezahlten Jobs.

Vor allem die Situation von Migrant_innen ist besonders schwierig in der T├╝rkei. Es gibt nur geringe Chancen einen Job zu finden, Rassismus ist allgegenw├Ąrtig woraufhin die Lebensbedingungen meist sehr schlecht sind. Eines unserer wichtigsten Anliegen ist daher Migrant_innen eine M├Âglichkeit zu bieten sich durch fairen Lohn in unserem Kollektiv aus dieser Situation zu befreien.

Letztlich wollen wir andere Menschen bei der Umsetzung eines eigenen Kollektives in Istanbul als auch an anderen Orten unterst├╝tzen.

Unsere Prinzipien:

Anti-Autorit├Ąt

Anti-Hierarchie

Anti-Sexismus

Anti-Diskriminierung

Anti-Ausbeutung

Mehr Kommunikation!

Why would you support this project?

Weil es nicht nur um Istanbul geht, es geht um unsere St├Ądte, unseren Lohn und unsere Energie. Weil wir zusammen versuchen k├Ânnen ein anderes Leben zu f├╝hren.

How will we use the money if the project is successfully funded? 

Wir brauchen Eure Hilfe um unser Projekt in die Tat umzusetzen! In erster Linie brauchen wir das Geld um unsere R├Ąumlichkeiten mit M├Âbeln einzurichten, die W├Ąnde zu streichen, eine gro├če K├╝che zu installieren, den Garten herzurichten etc. Wie ihr auch auf den Fotos sehen k├Ânnt haben wir bereits mit den Renovierungsarbeiten begonnen. Um mit der Miete nicht in unbezahlbare Schulden zu versinken, haben wir im Erdgeschoss eine kleine Ecke f├╝r G├Ąste und Freund_innen eingerichtet und bereiten kleine Snacks und heisse Getr├Ąnke zu. Dennoch gibt es viel zu tun, die obere Etage blieb bisher unber├╝hrt ebenso der Garten. Ende Januar wollen wir offiziell alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen und alle K├╝chenutensilien griffbereit haben.

Unseren Sch├Ątzungen nach ben├Âtigen wir hierzu 5000 Euro. Momentan lebt unser Komsu Kafe allein von der Unterst├╝tzung durch Freund_innen und Nachbar_innen.

5000 Euro und wir k├Ânnen im Januar kommenden Jahres endg├╝ltig startklar sein. Alles was wir brauchen ist Eure Unterst├╝tzung!

Who are the people behind the project?

Momentan besteht unser Kollektiv aus zwei Alis, Ufuk, Melike, Ercan und Nora.

Kennen gelernt haben wir einander in ÔÇťder K├╝cheÔÇŁ (mutfak), die Teil des solidarischen Netzwerkes mit Migrant_innen ist (G├Â├žmen Dayani┼čma A─č─▒). Dieser Raum ist keineswegs nur eine K├╝che. Wir besorgen Gem├╝sespenden vom organischen Markt, kochen zusammen und teilen das Essen mit allen hungrigen M├Ągen. Die K├╝che ist ein Ort an dem weder Geld noch Kreditkarten n├╝tzlich sind, stattdessen Solidarit├Ąt und Zusammenarbeit. An diesem Ort ist die Idee Kom┼ču (kom┼ča) Kafe ins Leben gerufen worden.

Ufuk und Ercan sind professionelle K├Âche, Ali hat schon in zahlreichen Caf├ęs und Restaurants gearbeitet, Ali und Nora haben schon mehrere Projekte auf die Beine gestellt. Melike ist vertraut mit administrativer Arbeit. Wir alle haben Erfahrung mit der Konzeption eines Kollektivs. Daher wissen wir auch, wie wichtig es ist Wissen und Erfahrungen zu teilen und weiterzugeben. Spezialist_innen gibt es nicht, Ziel ist es vielmehr dass alle Kollektivmitglieder alle Aufgaben meistern k├Ânnen.

So beschreiben wir uns selbst:

Ali: Petite aber stark. Ich habe mich vor einiger Zeit in die T├╝rkei verliebt und entschieden hier zu bleiben. Bisher habe ich in verschiedenen Stellen als Sozialarbeiterin mit Migrant_innen und Fl├╝chtlingen gearbeitet, au├čerdem in kleineren Jobs hier und da (Rezeption in Hostels, Kellnerin etc.). Ich freue mich wirklich KOM┼×U (kom┼ča) Kafe als Teil meiner Nachbarschaft zu sehen und all die Leute drum herum kennen zu lernen.

Ali: Ich mag es Menschen zu helfen und zu kochen. Ich lache nie, bringe nur gelegentlich andere zum Lachen. Ich mag es neue Leute kennen zu lernen. Wenn dieser Traum wahr wird und dieses Projekt mir hilft anderen zu helfen, sie kennenzulernen und f├╝r sie zu kochen, dann geb ich euch mein Wort, dass ich lernen werde zu Lachen.

Ufuk: Den gr├Â├čten Spa├č habe ich, wenn ich sehe wie mein Essen ein L├Ącheln auf die Gesichter der anderen zaubert. Kochen ist eine Art von Kommunikation f├╝r mich, einfacher und zug├Ąnglicher als Sprache. Ich glaube fest daran, dass gutes Essen magische Kr├Ąfte hat. Es kann als Kunst verstanden werden Grenzen einzurei├čen, die uns voneinander trennen.

Melike: Ich verstehe mich selbst als fr├Âhliches und emotionales Maskottchen der Truppe. Ich bringe die anderen zum Lachen und versuche mit positiver Energie immer wieder zu motivieren. Ich habe eine gro├če Leidenschaft f├╝r Kaffee, wenn ihr mich zu Hause besucht ist meine erste Frage h├Âchstwahrscheinlich ÔÇťstarker T├╝rkischer Kaffee, cremiger Espresso, Latte Machiatto, oder Filterkaffee?ÔÇŁ Mein Traum: nie wieder einen Boss zu haben!

Ercan: Mein Plan war eigentlich nicht f├╝r lange Zeit in Istanbul zu bleiben. Als aber dann die Idee des Kom┼ču (kom┼ča) Kafes aufkam, hatte ich das Gef├╝hl genau das richtige Projekt gefunden zu haben, in das ich meine Energie investieren m├Âchte. Ich liebe vegetarisches Essen und das ├╝berraschte ÔÇťelline sa─čl─▒k!ÔÇŁ (Gesundheit f├╝r Deine H├Ąnde) das folgt wenn die Leute realisieren, dass sie so eben eine satte Mahlzeit hatten ohne auch nur an Fleisch zu denken.

Nora: Ganz ehrlich, wie schwierig ist es in diesem System einen Job zu finden an dem Du nicht zweifelst? Eine Firma, eine Organisation oder einen Ort zu finden, in den Du Deine Energie investieren m├Âchtest, der Deinen politischen Visionen entspricht? Das Projekt Komsu Kafe ist der erste Ort von dem ich wirklich ├╝berzeugt bin, wegen den Menschen, der Idee und der Sensibilit├Ąt im Umgang miteinander.

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